Ruhe- und Entspannungsübungen

  • Hallo,


    ich richte mich mal mit einem Problem an das Forum, bevor unser Training in 2 Wochen losgeht...

    Mein Hund ist im Dummy Sport und arbeitet alleine eigentlich ziemlich gut. Wir haben allerdings das Problem, dass er, sobald wir in einer Gruppe sind, Frustfieber wird, extrem nervös und unruhig wird. Er möchte am liebsten mit den anderen spielen. Arbeit geht zwar irgendwie, aber er ist unkonzentriert ohne Ende.


    Nun sagte unser Trainer, dass wir Ruhe- und Entspannungsübungen machen sollten mit ihm. Welche Übungen verstehe ich darunter genau?

    Er "langweilt/ruht" schon seitdem er Welpe war zu Hause, spielen kein Ball usw. damit er ruhig bleibt.

    Mir scheint es, als würde er dann draußen dafür aufdrehen wollen.


    Welchen Ansatz könnt eich verfolgen und welche Übungen wären Ruhe- und Entspannungsübungen?



    Vielen Dank schon mal.

  • Ist der Hund denn draußen, z.B. beim Spazierengehen, generell öfter irgendwie hibbelig, fiepsig, wie "angeknipst"?

    Wie verhält er sich normalerweise bei Hundesichtung draußen?

    Wurden schon früher mal Gruppenkurse gemacht?

    Wie sieht das Dummy-Gruppentraining in eurem Fall aus?

  • Man kann Ruhe- bzw. Entspannungssignale konditionieren, entweder als Wortsignal aber auch z.B. mit Duft. Zuerst zu Hause wenn der Hund entspannt ist, dann draußen an wenig aufregenden Orten, dann unter Ablenkung - ganz klassisch.


    Wie alt ist dein Hund und wie oft warst du schon beim Dummy Training in der Gruppe? Ich denke auch ein paar mehr Infos wären hilfreich.

  • Für meinen Hund sind "Ruhe halten" und "Frust aushalten" zwei zwar ineinander verzahnte aber getrennte Themen. Und gerade Frust aushalten fand ich am besten mit einer Trainerin zu bearbeiten, zumindest am Anfang. Da da - zumindets bei mir - Frust beim Hund und Frust bei mir auch teilweise ineinander griffen.

  • Hallo.


    Ist der Hund denn draußen, z.B. beim Spazierengehen, generell öfter irgendwie hibbelig, fiepsig, wie "angeknipst"?

    Wie verhält er sich normalerweise bei Hundesichtung draußen?

    Wurden schon früher mal Gruppenkurse gemacht?

    Wie sieht das Dummy-Gruppentraining in eurem Fall aus?

    Also:

    Draußen beim Spazierengehen eher normal. Hat seinen eigenen Kopf (mit 8,5 Monaten ist das normal), kommt aber beim Rückruf. Wenn ich ihn absitzen lasse, fängt das Frustfiepen an.

    Bei Hundesichterungen draußen läuft er mal vorbei, und mal wird gestarrt. Er rennt allerdings nie unkontrolliert in die Leine und drauf los.

    Gruppenkurse wurden früher schon gemacht in der Hundeschule. Dort war es für ihn sehr schwer still zu sitzen, sondern rannte öfter los, wollte zu anderen Hunden, spielen.

    Das Dummy Training ist so, dass alle Teilnehmer in einem großen Kreis stehen und dann jeder sich mit seinem Hund um Grundlagen kümmert nachdem der Trainer davon erzählt hat. Je größer der Abstand, desto einfacher fällt es meinem Hund, sich auf mich zu konzentrieren.


    Man kann Ruhe- bzw. Entspannungssignale konditionieren, entweder als Wortsignal aber auch z.B. mit Duft. Zuerst zu Hause wenn der Hund entspannt ist, dann draußen an wenig aufregenden Orten, dann unter Ablenkung - ganz klassisch.


    Wie alt ist dein Hund und wie oft warst du schon beim Dummy Training in der Gruppe? Ich denke auch ein paar mehr Infos wären hilfreich.

    8,5 Monate, Junghund. und war schon 5x beim Dummy Training und schon viele Male in der Hundeschule und damals Welpentreffen.


    Für meinen Hund sind "Ruhe halten" und "Frust aushalten" zwei zwar ineinander verzahnte aber getrennte Themen. Und gerade Frust aushalten fand ich am besten mit einer Trainerin zu bearbeiten, zumindest am Anfang. Da da - zumindets bei mir - Frust beim Hund und Frust bei mir auch teilweise ineinander griffen.

    Sehe ich genau so. hatten wir jedoch schon. Das Hauptthema udn der Auslöser für den Frust ist aber die hibbeligkeit.



    ---

    Was ich verhindern möchte, ist, dass ich ihn durch zu hohe Auslastung auf Extremsportler trimme und er dann nur noch 180 braucht. Wie sehen denn so Ruhe- und Entspannungsübungen aus? Vielleicht kann mir da jemand mal Tipps geben. Ich habe schon bemerkt, dass mein Loben oft überschwinglich ist und ich ihn damit hochdrehe. Das habe ich nun langsam abgestellt. Die Kommunikation mit ihm ist jetzt auch etwas ruhiger geworden.


    Aber wie kann ich gezielt üben?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Okeee der Hund ist 8,5 Monate alt - da solltest du die Messlatte nicht zu hoch legen, vor allem, wenn er das schon in früheren Gruppenstunden gemacht hat.

    Wenn ihr nach den Erklärungen des Trainers einzeln weitermacht würde ich versuchen den Abstand zu den anderen so groß zu wählen das er sich gerade noch konzentrieren kann - und mit der Zeit versuchen immer näher dran zu gehen. Ich würde ihn außerdem mit den anderen Hunden DIESER Gruppe zumindest in diesem Kontext nicht spielen lassen - dazu kann man auch eine andere Meinung haben, leichter machst du es dir damit.

    Beende deine Übungen - also z.B. bevor du für den Hund wieder eine Pause machst um dir neue Erklärungen vom Trainer abzuholen - jedesmal mit einem Signal (Ende oder so was, bei mir heißt es "Feierabend") und schmeiß ein paar Futterstücke zum Suchen auf den Boden. Das signalisiert deinem Hund das er jetzt nichts mehr zu erwarten hat und das ruhige Suchen fährt den Hund runter. Vielleicht darfst du auch in Absprache mit dem Trainer eine kleine Decke mitnehmen auf der du ihn ablegst in den Pausen. Idealerweise nicht mit strengem Platz-Kommando in Habacht-Stellung sondern mit einem Signal mit dem du ihn auch zu Hause auf seine Decke schicken würdest. Auch da kannst du dann noch was zum Kauen anbieten ...

  • Tausend Dank.

    So habe ich das tatsächlich vor. Die Stunden beginnen allerdings erst in 2 Wochen mit dem Einzeltrainer. Wir sind von Gruppe komplett auf Einzeltraining übergegangen und die Hundebegegnungen lasse ich kontrolliert auf der Hundewiese stattfinden, so dass er weiterhin Kontakt zu Artgenossen hat. Wir haben leider sonst keine Hundefreunde.


    Danke für Eure Tipps und vor allem Deine ausführliche Beschreibung, EmDee... das nehme ich so mit für den Trainer. Dein Ansatz klingt, als könnte ich die Decke auch in ein Restaurant mitnehmen und ihn später darauf absitzen lassen :-) Restaurantbesuche gehen nämlich auch nicht 😂

  • Ich würde üben, dass der Hund in jeder Umgebung und jederzeit ohne Ansage, wenn ich rumstehe oder rumsitze an der Leine entspannt wird. Vorher würde ich das Training nicht besuchen.

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