Braune Farbschläge auffälliger?

  • In einem anderen Thread habe ich aufgeschnappt, dass braune Farbschläge beim Labrador teils als auffälliger gelten (Verhalten, Krankheiten).

    Ist da wirklich was dran?

    Und wie ist das in der Zucht wird gezielt braun gezüchtet oder sind die Würfe gemischt?


    Beim Dobermann habe ich das auch schon gehört, O-Ton "die Braunen haben alle einen Schuss".

    Das mag ich so nicht bestätigen :pfeif: aber mir fehlt auch der Vergleich zum Schwarzen :ugly:

    Außerdem heißt es, dass die Braunen größer werden.

  • Es gibt doch bei den Labbis mittlerweile kaum noch Linien, in denen absolut keine chocolate Hunde auftauchen (bis auf vereinzelte amerikanische AL vielleicht) Die Mutter von meinem (schwarzen) Labbi ist auch braun und eine top gesunde, freundliche Knutschkugel. :applaus:


    Ich glaube der Trend bei den Labbis ist eher, dass chocolate/schwarz getrennt von gelb gezüchtet wird.

  • Es gibt doch bei den Labbis mittlerweile kaum noch Linien, in denen absolut keine chocolate Hunde auftauchen (bis auf vereinzelte amerikanische AL vielleicht) Die Mutter von meinem (schwarzen) Labbi ist auch braun und eine top gesunde, freundliche Knutschkugel. :applaus:


    Ich glaube der Trend bei den Labbis ist eher, dass chocolate/schwarz getrennt von gelb gezüchtet wird.

    In brit. Field Trial Linien gibt es keine braunen Labradore. Da sind fast alle schwarz mit ein paar gelben dazwischen =)

    Ich kenne aber hervorragende Jagdhunde unter den braunen Labradoren.


    Ich habe auch mal gelesen, dass die Lebenserwartung der braunen Labbis geringer sein soll, das war aber ohne Quellenangabe. Ob es Studien dazu gibt, weiß ich nicht und müsste man suchen... edit, das habe ich auf die Schnelle dazu gefunden: https://cgejournal.biomedcentr…10.1186/s40575-018-0064-x

  • Irgendwo habe ich mal etwas gelesen, dass sich das Gerücht, dass rote Farbschläge auffälliger und teils angeblich aggressiver wären, ziemlich durchzieht. Anscheinend wird teilweise auch vom Farbschlag Fuchs bei einigen Pferderassen und von roten Aussies behauptet, dass die alle einen Knall haben.


    Und das mit der geringeren Lebenserwartung beim braunen Labrador habe ich auch schonmal irgendwo aufgeschnappt.


    Würde mich interessieren, welche "Mythen" es da noch so gibt und ob an irgendwelchen davon wirklich etwas dran ist.

  • Es gibt doch auch das Gerücht der vermehrten "Cockerwut" bei den roten Cockern, auch bei den apricot Pudeln sagt man glaube ich, dass sie nervöser seien.


    Füchse bei den Pferden wurde schon gesagt. Bei den Collies sollen die tricos besser arbeiten als die sable/dark sable Farbschläge.


    Das fällt mir noch spontan dazu ein.

    • Neu

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • Beim Dobermann habe ich das auch schon gehört, O-Ton "die Braunen haben alle einen Schuss".

    Nö, das ist Blödsinn.


    Das Problem beim Labrador ist einfach, dass bei den braunen die Inzuchtrate überdurchschnittlich hoch ist.

    Die Farbe war früher nicht gewollt und wurde dann plötzlich quasi über Nacht zum Moderenner und was macht man, wenn eine rezessiv vererbte Farbe plötzlich massiv nachgefragt wird? Richtig, man betreibt Linienzucht bis die Ahnentafel weint um sicher zu stellen, dass man möglichst viele Welpen in der gewünschten Farbe kriegt. Mit all den Nachteilen für Gesundheit, Wesen und Lebenserwartung, die damit einhergehen.

    Daher findet man bei braunen Labis überdurchschnittlich oft bestimmte Probleme. Wie es halt leider immer ist, wenn man reine Farbzucht betreibt und den Rest hinten anstellt.


    Beim Dobermann wird braun zwar auch rezessiv vererbt, die Farbe ist aber schlicht nicht so gefragt - auch wenn ich nie verstehen werde, wieso - die braunen verkaufen sich schlechter und deshalb wird da niemand - bis auf den ein oder anderen Liebhaber vielleicht - großen Wert drauf legen, möglichst viele braune Welpen im Wurf zu haben. Rein braune Verpaarungen sieht man in der Zucht zB auch deshalb extrem selten.

    Wo ich beim Dobermann ähnliche Probleme gesehen habe, ist bei den Farbzuchten in der Diss und im AKC wo man versucht hat Dillute und Weiß im großen Stil zu produzieren.

  • Rot wie beim Cocker oder fawn wie beim Pudel haben mit Braun wie beim Labrador genetisch nichts zu tun. Rot und Fawn ist genetisch B/B, B/b oder b/b sowie e/e, während Braun b/b und E/E oder E/e. Bei Ersteren beruht die Farbe also vor allem auf dem E-Lokus, bei Letzteren ist der B-Lokus entscheidend.


    Auffälligkeiten bei den Farbschlägen werden durch gezielte Farbzucht entstehen, wenn die Farbe als (nahezu) wichtigstes Kriterium gewählt wird. Außerdem ist sowohl bei den rötlichen als auch den bräunlichen Farbschlägen die Vererbung rezessiv, sodass auch einfach die Auswahl an Zuchthunden so groß ist, wenn man gerne diese Farbe haben möchte. Deshalb werden bestimmte Hunde auch gerne häufiger eingesetzt, haben die aber Probleme, macht sich das natürlich lange bemerkbar.

  • dass sich das Gerücht, dass rote Farbschläge auffälliger und teils angeblich aggressiver wären, ziemlich durchzieht.

    Es gibt doch auch das Gerücht der vermehrten "Cockerwut" bei den roten Cockern, auch bei den apricot Pudeln sagt man glaube ich, dass sie nervöser seien.

    Und das sind aber nur Gerüchte oder ist da was dran?

    Kann mir vorstellen, dass einfach die rote Farbe solche Gerüchte triggert, weil sie so auffällig ist :ka:


    Wobei wir früher in der Nachbarschaft nen roten Cocker hatten, und der war schon...äh...seltsam (hatte seine Familie ganz gut im Griff). Aber das muss ja nicht an der Farbe liegen :ugly:

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