An die Jack Russell kundigen unter euch

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    Hallöle,

    ich melde mich mal wieder mit einer Story, die ich selber nicht glauben kann.

    Vor etwas mehr als einer Woche mussten wir unseren alten Herrn erlösen.

    Meine Mutter, meine beiden Brüder (5 und 9) und ich waren komplett fertig. Der ältere heult sich immer noch regelmäßig in den Schlaf und verarbeitet eben grade den ersten Verlust in seinem Leben.

    Für meine Mutter stand immer schon fest, dass es nach Aron erst mal keinen Hund mehr geben sollte.

    Am Freitag, 8 Tage nach Aron's Tod, bekomme ich einen Anruf von meiner Tante, dass mein Stiefvater ungefragt einen neuen Hund mit nach Hause gebracht hat.

    Meine Mutter war außer sich vor Wut und meine Brüder wollten den Hund nicht anfassen, da er nicht aussieht wie Aron...

    Kurzum, keiner ist bereit für einen neuen Hund und dennoch ist er jetzt da.

    Mir gegenüber hat meine Mutter den Hund erst gestern erwähnt und sich nicht anmerken lassen, dass sie wütend auf meinen Stiefvater ist.

    Wer meinen damaligen Beitrag gelesen hat, weiß, dass ich im Frühjahr unter anderem deshalb ausziehen musste.

    Aber darum gehts ja garnicht.

    Ich hätte gerne generell ein paar Informationen über die Rasse Jack Russell Terrier. Besonders interessieren mich Charakter, Erziehung, Auslastung...

    Im Internet findet man sehr widersprüchliche Infos und ich hatte gehofft, dass jemand unter euch selber Jackie Besitzer ist und ich aus erster Hand ein bisschen was erfahren kann.

    Wir hatten mit Aron unglaublich Glück. Er war so ein genügsamer Zeitgenosse und wir hatten nie Probleme mit ihm. Als ich noch Zuhause wohnte, war ich seine Bezugsperson, war mit ihm in der Hundeschule und hab ihm alles beigebracht.

    Ich habe ehrlich gesagt bedenken, ob meine Familie sich da nicht ein riesen Problem nach Hause geholt hat.

    Meine Mutter und mein Stiefvater haben sehr wenig Zeit, da ist Corona jetzt eine echte Ausnahme. Zudem ist der besagte Hund schon ein Jahr alt und ich konnte leider nicht erfahren, wo er wirklich herkommt.

    Aron hat unser Grundstück nie alleine verlassen, war zufrieden damit, wenn er aufpassen konnte und ist maximal die Grundstücksgrenze abgelaufen um nach dem Rechten zu sehen.

    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass das mit einer so aktiven Rasse möglich ist. Schon garnicht, wenn sich keiner wirklich damit auskennt.


    Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen was zu der Rasse erzählen und mir vielleicht sogar ein paar Bedenken nehmen? :frowning_face:

  • Das Grundlegendste, das ich dir da sagen kann, ist in diesem Fall leider nicht besonders erfreulich: Diese Hunde sind geradezu unheimlich sensibel, egal, wie wild und ruppig sie manchmal nach außen wirken. Die haben eine enorme Anhänglichkeit an und eine ausgeprägte Antennen für ihre Menschen - und die Vorstellung, dass der kleine Kerl, der wahrscheinlich eh nicht aus tollen Umständen kommt, sich jetzt in einer Familie wiederfindet, die ihn so vehement ablehnt (auch wenn deine Mutter das vielleicht zu verbergen versucht, das merkt er), ist schon sehr, sehr traurig. Gibt es da keine andere Lösung, wenn den Hund eigentlich niemand will?


    Und, natürlich: auf einem uneingezäunten Grundstück kannst du so einen nicht halten. Generell nicht. Da ist er im Handumdrehen weg und unter dem nächsten Auto.

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  • Und, hab ich vergessen: Deine Bedenken sind mehr als gerechtfertigt. Du liegst da absolut richtig, das passt alles absolut nicht - und es ist toll, dass wenigstens du dir Gedanken machst!

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  • Gibt es da keine andere Lösung, wenn den Hund eigentlich niemand will?

    Mein Stiefvater ist einfach furchtbar Taktlos und denkt generell, man kann immer alles und jeden mit etwas ersetzen.

    Mir graut es davor mich in das Thema einzumischen, da ich für meinen Stiefvater eh schon ein rotes Tuch bin.

    Es geht immer nach seiner Pfeife und auch wenn den Hund keiner will, haben den jetzt alle gern zu haben!

    Mir tut einfach der Hund leid, der kann ja nix dafür und meine Brüder sind einfach Gefühlsmäßig noch total überfordert.

    Auch wenn ich mich einmische, dann wird er mir bestimmt unterstellen, dass ich das nur mache um ihn schlecht dastehen zu lassen. Er hört so oder so nicht auf mich. Ich habe jetzt mal mit meinem Onkel geredet, dessen Jagdkollege hatte Jahrelang Jackies. Vielleicht hört er ja auf den...


    Guck mal hier in diesem Tread:

    Terrieristen Teil 2

    ohh, dankeschön! Hatte das Wortspiel nicht ganz durchschaut :beaming_face_with_smiling_eyes:

  • Das ist wirklich eine rundum scheußliche Lage, für euch, aber ganz besonders für diesen armen kleinen Hund, der natürlich absolut nicht verstehen kann, was um ihn rum eigentlich los ist und nun Opfer in einem Machtspiel wird. Toll ,dass du dich zu kümmern versuchst, aber das klingt alles nach keinem guten Ende.

  • hm. Also der kleine Knopf kann ja nichts dafür.

    Es ist eine wirklich doofe Situation. Da kann ich wenig dazu sagen, ob man sich nun "arrangieren" soll / kann oder nicht.


    Da Du nach konkreten Erfahrungen gefragt hast: Unsere Nachbarn haben einen, den kenne ich gut.

    Der ist super. Allerdings muss man ihn schon gut erziehen, damit er hört (Mutter und Tochter waren mit ihm in der Hundeschule - auf die beiden hört er sehr gut, auf Vater und Sohn nicht so gut, aber dennoch okay).

    Er ist verträglich und war hier in der Straße einer der wenigen Hunde, die meinen Welpen nicht gleich verbellt haben. Er hat super schön mit ihm gespielt.

    Ich habe ihn generell noch nie bellen gehört.

    Er ist halt "terriermäßig" etwas lebhaft, aber nett.


    Vielleicht ist er eine Ausnahme, man hört eher, dass die Rasse recht anstrengend sein kann. ABER: Mit der richtigen Erziehung und einer guten Hundeschule wird das klappen.


    Man darf halt Terrier nicht mit Deinem Aaron vergleichen. Aber vielleicht ist es ja sogar gut, dass es ein ganz anderer Hund ist??

  • Man darf halt Terrier nicht mit Deinem Aaron vergleichen. Aber vielleicht ist es ja sogar gut, dass es ein ganz anderer Hund ist??

    Das Problem ist, dass auch wenn ich meine Mutter überreden könnte später in die Hundeschule zu gehen bzw. generell mehr Zeit und Aufwand in den Hund zu investieren, hätte sie halt schlichtweg keine Zeit.

    Wir haben eine Skihütte, da ist (soweit Corona uns nicht einen Strich macht) im Winter jeden Tag viel los und sowas wie Wochenenden oder mal einen Tag frei kennt meine Mutter nicht.

    Ich glaube schon, dass ich meine Mutter überzeugen könnte, aber wahrscheinlich erst, wenn sie merkt, dass es ganz alleine nicht funktioniert.

    Dann kann ich nur hoffen, dass mir mein Stiefvater nicht dagegen arbeitet.

    Er denkt halt, dass jeder Hund ein Hund sein kann, der quasi "mitläuft" und den man sein eigenes Ding machen lassen kann. Deshalb hat er ja damals mit Toni auch nicht verstanden warum der noch andere Aufgaben braucht als bloß lieb mit den Kindern zu sein, am Hof zu liegen und einmal am Tag eine Runde spazieren zu gehen.

    Für Aron war das in seinen letzten Jahren vollends genug, aber dass da ein junger agiler Hund mit Jagdblut mehr als das braucht, wollte er nicht verstehen.

  • Er denkt halt, dass jeder Hund ein Hund sein kann, der quasi "mitläuft" und den man sein eigenes Ding machen lassen kann. Deshalb hat er ja damals mit Toni auch nicht verstanden warum der noch andere Aufgaben braucht als bloß lieb mit den Kindern zu sein, am Hof zu liegen und einmal am Tag eine Runde spazieren zu gehen.

    Für Aron war das in seinen letzten Jahren vollends genug, aber dass da ein junger agiler Hund mit Jagdblut mehr als das braucht, wollte er nicht verstehen.

    hm, ok. Also da können sicherlich diejenigen besser mitreden, die selbst einen Jack Russell haben.

    Echt eine blöde Situation. Vor allem würde es ja dauern, bis er so reif ist und einfach mitläuft.


    Aber es kommt schon auch auf die Kompetenz des HH an.

    Meine Stiefmutter zum Beispiel ist ein totaler Hundemensch. Sie hat(te) immer schwierige Rassen bzw. Hunde aus schwieriger Herkunft und alle konnten überall frei laufen, haben niemandem etwas getan, waren perfekt abrufbar etc. Sie hat es aber einfach voll drauf und wird von den Hunden zu 100% respektiert, einfach nur durch ihre bloße Anwesenheit.

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