Erst Humpeln durch Arthrose, nun Diagnose HD und nun auch noch knacken von 0 auf 100

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    Hallo liebe Community,


    ich bin dieses Jahr von einem aktiven Hundebesitzer zu einem Krankenpfleger mutiert.


    Meine Maya ist vor kurzem 8 Jahre alt geworden. Sie ist ein Labbi-Mix und war immer sehr aktiv und verspielt. Anfang des Jahres hat sie wie immer ihre Kreise mit Vollspeed gezogen und war recht aktiv und interessiert.

    Dann auf dem Weg nach Hause hat sie auf einmal stark gehumpelt, was sich aber nach ein paar Tagen fast wieder vollends gelegt hat. Bin davon ausgegangen, dass sie sich vertreten hat. Dann an Silvester, ca. 4 Wochen später, sind wir Fahrrad gefahren und als es nachmittags schon geböllert hat, hat sie den Turbo eingelegt. Jeder Gepard wäre neidisch gewesen. Aber das hat ihr dann den Rest gegeben. Sie kam die Tage danach fast nicht mehr alleine mit ihrem Hinterteil hoch. Der Tierarzt ist von einer Bänderdehnung/Zerrung ausgegangen. Wir haben dann Cimalgex 80 bekommen, etwas den Schongang eingelegt und nach 4-5 Wochen war wieder fast alles nornmal.


    Nun vor ungefähr 4 Wochen, genau am Tag des Beginns der Läufigkeit hat sie wieder angefangen zu humpeln. Ohne erkennbaren Grund. Wir haben dann Röntgenbilder anfertigen lassen und dabei kam heraus, dass sie Arthrose im Knie hat, sowie starke HD an beiden Hüften. Lt, Arzt hat sie die HD wohl schon ewig. Es ist mir unbegreiflich, wie mir das nicht auffallen konnte. Mir ist nie ein unrunder Lauf aufgefallen.


    Sie bekommt nun seit 3 Wochen wieder Cimalgex 80. Allerdings schlägt es wohl nur bedingt an.

    Mittlerweile belastet Sie das rechte Rein fast gar nicht mehr und läuft nur noch in Schildkrötengeschwindigkeit den anliegenden Park rauf und wieder runter.


    Ich war gestern wieder bei meinem Tierarzt und sie hat das neue Medikament Librela bekommen. Die Wirkung davon setzt wohl nicht sofort ein, sondern erst nach ein paar Tagen. Ich drücke Maya und mir so dermaßen die Daumen, dass ihr das hilft.


    Allerdings waren wir heute wieder im Park und da ist mir aufgefallen, dass sie nun zusätzlich noch bei jedem Schritt knackt. Das ist neu. :pleading_face:


    Hat damit jemand Erfahrungen? Kann es sein, dass sie nun eine andere Belastung vornimmt und dadurch Knochen auf Knochen schleift? Oder was kann das sonst noch sein? Wie gesagt, sehe ich keine Verbesserung. Nur das Knacken ist dazu gekommen.


    Nebeninfo: Maya kann eigentlich recht schnell aufstehen, wenn auch sehr unelegant. Sie hechelt nicht, sie fiept nicht und wenn ich sie streichel, legt sie sich gerne auf den Rücken und lässt sich die Brust kraulen. Was ja eigentlich auch nicht für Hüftschmerzen spricht, oder? Todtraurig scheint sie also nicht zu sein.


    Dass sie nun ein kaputtes Knie und kaputte Hüften hat, darauf habe ich mich jetzt eingestellt. Aber woher kommt nun das Knacken? Muss ich mir da jetzt Gedanken machen?


    Ich bin über jeden Erfahrungsbericht dankbar. Ferndiagnosen kann keiner treffen, das ist mir bewusst. Vielleicht reichen mir auch nur ein paar nette Zusprüche, damit ich langsmal den Kopf mal wieder aus bekomme. :dizzy_face:


    GlG

    Dom und Maya

  • Hat damit jemand Erfahrungen? Kann es sein, dass sie nun eine andere Belastung vornimmt und dadurch Knochen auf Knochen schleift? Oder was kann das sonst noch sein? Wie gesagt, sehe ich keine Verbesserung. Nur das Knacken ist dazu gekommen.

    Ob da jetzt Knochen auf Knochen schleift, weiß ichnicht, aber wenn ein Gelenk schmerzt, kommt es ja, wie du auch schreibst, zu Schonhaltungen und dadurch kann es zu allerlei anderen Fehlhaltungen, Verspannungen etc. kommen. Da kann z.B. Osteopathie ganz gut helfen.

    Nebeninfo: Maya kann eigentlich recht schnell aufstehen, wenn auch sehr unelegant. Sie hechelt nicht, sie fiept nicht und wenn ich sie streichel, legt sie sich gerne auf den Rücken und lässt sich die Brust kraulen. Was ja eigentlich auch nicht für Hüftschmerzen spricht, oder? Todtraurig scheint sie also nicht zu sein.

    Kann man so leider nicht sagen. Hunde kompensieren sehr lange, zeigen lange keine Schmerzen und todtraurig wirken sie schon mal gar nicht. Das liegt einfach nicht in ihrer Natur. Vor allem deshalb muss man als Hundebesitzer ganz arg drauf achten, dass der Hund sich nicht ständig überlastet. Also schon aufhören bevor Schmerzsymptomatik gezeigt wird. Also auch, wenn jetzt die Schmerzmittel Wirkung zeigen, nicht mehr so Gas geben, wie Hundi gern möchte. Vor allem keine Sprints und keine Sprünge etc..

  • Danke dir für deine schnelle Antwort. Glaub mir, ich bin schon voll der Helikopterhalter geworden. Sie darf fast gar nichts mehr.

    Da bin ich ja strikt und streng. Gar nicht so einfach, wenn ein 35 Kilo Hund einen Auftrag hat. Aber momentan schon sie sich schon von selbst.


    Noch eine kurze Frage, falls du dich mit HD und Arthrose auskennst. Dadurch, dass sie sich ja nicht mehr viel bewegt, verteile ich ihr Futter über den Tag verteilt in der Wohnung, so, dass sie sich bewegen muss und eine Aufgabe hat. Meinst du das ist förderlich, wenn sie ab und an Bewegung bekommt oder soll ich sie lieber schonen und ihr das Futter einfach im Napf geben?


    Ich habe übrigens Montag einen Termin bei einer Chiropraktikerin. Sie soll sehr gut in ihrem Job sein und schaut zusätzlich noch nach versteckten Blockaden.

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  • Physio/Osteopathie hätte ich jetzt auch empfohlen. Die gehen nochmal ganz anders an die Sache ran, lösen Verspannungen und Blockaden. Außerdem kann man mit gezieltem Muskelaufbau ganz viel unterstützen, das würde ich mir erklären und zeigen lassen und dann mit ihr regelmäßig machen.


    Nahrungsergänzung kann auch ein Baustein sein: MSM, Teufelskralle, Hyaluron, Chondroitin usw. Gibt da ganz gute Kombipräparate zur Unterstützung.


    Alles Gute für Maya

  • Das Knacken kann auch von einer verspannten und verhärteten Muskulatur kommen und ich denke, die physiotherapeutische Behandlung wird Deiner Hündin gut tun.

    Eine Arthrose tut ja nicht immer weh, nur wenn sie aktiv ist und diese Aktivität wird durch die Schmerzmdikation herabgesetzt, so dass die Knie sich erholen sollten. Gut HD kann man nicht wegzaubern und wenn die Schmerzen zu stark werden, könnte man über Goldimplantate nachdenken.

    Alles Gute für Maya

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Vielen lieben Dank für eure Antworten.


    Bisher habe ich mich null mit Arthrose oder HD beschäftigt. Ich muss erstmal Infos sammeln und schauen, wie ich ihr bestmöglich helfen kann.

    Von Physio scheinen ja alle überzeugt zu sein. Das nehme ich gerne an. Ich habe mir allerdings zu allererst bewusst eine Chiropraktikerin ausgesucht, da ich selbst viel mit dem Rücken und der HWS habe. Ich habe mehrere Physiotheapeuten besucht, aber wirklich helfen, konnte mir nur der Chiro. Aber für den Muskelaufbau oder Übungen, kann ich sicherlich auch den nächstgelegenen guten Physiotherapeut aufsuchen.


    Ich gebe ihr aktuell bereits einen Futterzusatz mit Grünlippmuschel und Kräutern. Aber in den letzten 4 Wochen kann ich nicht sagen, dass da was ankam.

    Habt ihr da eine gute Empfehlung für ein Kombiprodukt?


    Die nächste Frage an euch: Ich habe meine Wohnung so gut wie es geht mit Teppichen ausgelegt. Wenigstens die Stellen, an denen sie am liebsten liegt.

    Ich überlege, ob ich ihr rutschfeste Schuhe kaufe, damit sie beim Aufstehen an glatten Stellen nicht wegrutscht. Heutzutage hat ja fast kein Haus und keine Wohnung mehr Teppich. Ich habe allerdings den Gedanken, dass das auch kontraproduktiv sein kann, wenn der Hund auf einmal Grip hat und sich dann ggf. das Knie noch weiter verdreht. Was meint ihr?

  • Maya kann eigentlich recht schnell aufstehen, wenn auch sehr unelegant. Sie hechelt nicht, sie fiept nicht und wenn ich sie streichel, legt sie sich gerne auf den Rücken und lässt sich die Brust kraulen. Was ja eigentlich auch nicht für Hüftschmerzen spricht, oder?

    Nein.

    All das geht bei meinem Rueden auch. Auch wenn er hoellische Schmerzen im kaputten Gelenk hat und nicht richtig laufen kann.


    Ich wuerd zur Physio und auch dem TA anrufen und knacken fragen.


    Bewegung (kontrolliert!) ist wichtig! Dazu dann eben mAn aber Physio o.ae. um die ganzen Bereiche, die jetzt durch die Schonhaltung anders belastet/ueberbelastet werden zu lockern usw.

  • Noch eine kurze Frage, falls du dich mit HD und Arthrose auskennst. Dadurch, dass sie sich ja nicht mehr viel bewegt, verteile ich ihr Futter über den Tag verteilt in der Wohnung, so, dass sie sich bewegen muss und eine Aufgabe hat. Meinst du das ist förderlich, wenn sie ab und an Bewegung bekommt oder soll ich sie lieber schonen und ihr das Futter einfach im Napf geben?

    Moderate Bewegung ist auf jeden Fall sehr wichtig. Aber eher gleichmäßiges spazierengehen. Suchspiele sind gut für die Beschäftigung.

    Ich habe mir allerdings zu allererst bewusst eine Chiropraktikerin ausgesucht, da ich selbst viel mit dem Rücken und der HWS habe. Ich habe mehrere Physiotheapeuten besucht, aber wirklich helfen, konnte mir nur der Chiro.

    Chiro ist auch super! Mein TA ist Chiropraktiker und rüttelt Sancho öfters mal zurecht, was ihm sehr gut tut.

    Aber in den letzten 4 Wochen kann ich nicht sagen, dass da was ankam.

    Die Sachen wirken auf Langzeit, aber auch nicht alles bei jedem...muss man schauen. Sancho kriegt Traumeel und Knochenbrühe. Die anderen Sachen muss ich sagen haben bei ihm alle nichts gebracht.

  • Noch eine kurze Frage, falls du dich mit HD und Arthrose auskennst. Dadurch, dass sie sich ja nicht mehr viel bewegt, verteile ich ihr Futter über den Tag verteilt in der Wohnung, so, dass sie sich bewegen muss und eine Aufgabe hat. Meinst du das ist förderlich, wenn sie ab und an Bewegung bekommt oder soll ich sie lieber schonen und ihr das Futter einfach im Napf geben?

    Moderate Bewegung ist auf jeden Fall sehr wichtig. Aber eher gleichmäßiges spazierengehen. Suchspiele sind gut für die Beschäftigung.

    Ich bin mit Maya normalerweise täglich immer mind. 8-10 km gelaufen. Gerne auch mal 15-20. Momentan kann ich mit ihr nicht weit gehen. Sie belastet ja nur noch das eine Hinterbein. Sie geht im Schneckentempo und sagt mir gerne nach 500-600 Meter "danke, Geschäft gemacht, ab nach Hause". Sie läuft dann einfach nicht weiter und schnuppert lieber gen zu Hause. Moderat ist einfach nicht drin. Also ich das noch nicht so richtig wahrgenommen hab, habe ich ihr sicherlich den ein oder anderen Kilometer zu viel aufgedrückt.

    Ist in Planung. Montag 10.15 Uhr habe ich den Termin bekommen. Ich habe extra den Beifahrersitz von meinem Winterauto ausgebaut, die Fläche mit Decken begradigt, damit sie einen tiefen Einstieg hat und die 50km gut übersteht.

    Unsere Schäferhündin hat Canicox HD in flüssiger Form ins Futter bekommen. Da ist Teufelskralle als leichtes Schmerzmittel drin.

    Und du hast damit gute Erfahrungen gemacht? Grünlippmuschel ist da ja nicht drin, so wie ich das lese. Da haben mir einige empfohlen. Wenn du der Meinung bist, dass das deinem Hund geholfen hat, dann ersetze ich mein "Fischfutter" (so riecht es) durch dieses Canicox HD. Danke für den Tip.


    Ich gebe ihr aktuell noch täglich eine CBD Kapsel mit Schwarzkümmelöl, Curkumin und Piperin für den Entzündungschmerz. Ich persönlich schwöre auf das Zeug bei Gelenkschmerzen und Entzündungen. Da Hunde ja auch ein Endocannabinoidsystem haben und es wohl auch schon einige Hundebesitzer ausprobiert haben, muss Maya nun als Versuchsobjekt herhalten. Sie bekommt es jetzt erst 4 Tage, so schnell wirkt das nicht, aber sie hat einen guten Stuhl und schläft sehr gut und entspannt damit durch. Schaden tuts also anscheinend nicht.



    Ich habe ja auch immer noch die Hoffnung, dass das Medi Librela noch Wirkung zeigt. Ohne da einen großen Anspruch zu haben. Alles was ein wenig was bringt ist besser als jetzt.

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