Wie Pech und Schwefel - Tipps zur Zusammenführung von zwei sehr unterschiedlichen Hündinnen

  • Das ist vielleicht ein bisschen aus dem Zusammenhang dieses Threads gerissen.


    Aber ganz allgemein, ohne deine Hündin zu kennen, als Beobachtung: Kleinschrittig macht es nicht immer leichter.


    Nastro hatte am Anfang auch Angst vorm ÖPNV. Zug ging noch, im Bus war er sehr gestresst, U-Bahn und kleine, laute, wacklige U-Bahnen haben ihm echt Angst gemacht.


    Ich habe da nicht groß diskutiert. Ich brauche das für den Alltag, also Hund nehmen und rein. Zuerst kurze Strecken, außerhalb der Rush-Hour. Dann ausgedehnt. Er findet es immer noch blöd - aber der Stress ist weg. (oder so gering, dass ich ihn nicht sehe)


    Auto übrigens dasselbe. In die Box rein, kurz fahren, dann was Cooles erleben. Vorsichtig "schönfüttern" habe ich in dem Fall versucht - aber das hat echt nicht funktioniert. Vielmehr hat er meine Erwartungshaltung gespürt und geblockt.


    Nicht als Pauschalempfehlung verstehen - aber vielleicht als Denkanstoß.

  • Danke für deine Anregung Gersi , leider ist die Entwicklung bei uns genau anders herum, ihre Panik wird immer größer und ich fürchte fast, ich hab das durch genau diese Taktik so extrem verschlimmert, so hab ich das nämlich ganz am Anfang auch gemacht, weil ich eben dachte, sie muss das halt können, sonst sind wir aufgeschmissen.


    Leider ist es inzwischen nicht mehr einfach nur Angst, es ist Todesangst, sie geht keinen Schritt mehr weiter, wenn sie merkt, dass wir in Richtung Bahnstation gehen. Manchmal habe ich sie dann einfach auf den Arm genommen und sie hin getragen, sie dreht dann aber völlig durch, sobald wir den Bahnhof betreten. So einen Stress möchte ich ihr nicht jede Woche mehrmals antun.


    Autofahren geht inzwischen über kurze Strecken halbwegs klar, normalerweise kotzt sie sich die Seele aus dem Leib, allerdings ist jetzt zu allem Übel das Auto kaputt und die Option damit bis auf weiteres raus.


    Ja, wir haben definitiv ein riesiges Mobilitätsproblem! :(

  • hat meine auch gemacht. Was hab ich da rumgedoktert. Jahre! Am ende hat gewirkt: rein und los. Jeden Tag. Ohne “Gnade“. (Und mit der eigenen Haltung a la “msch was du willst, ich bin gechillt). Allerdings mit wienerwurst (wegen dem unwiderstehlichen geruch). Irgendwann hat sie da auch eins annehmen können. Und irgendwann ging's. Und trotzdem versucht sie immer noch abzubiegen und sich reinzusteigern. Aber immer weniger. Und immer “halbherziger“. Es gibt einen superduperort, den fahr ich nur per öffis an. (Seit sie das halbwegs hinkriegt, da hin zu fahren nehm ivh zum üben und im Training bleiben. Quasi nicht-dienstlich für den hund).

    Und anfangs bin ich immer auch mal rein “therapeutisch“ gefahren. Also so lange, bis sie sich (wenigstens etwas) entspannt hat. Dann.sofort nächster halt raus und bisschen was schönes initiieren. Unbedingt mit wienerwurst. Damit wollte ich stückweise andere, schönere gefühlslage mit öffi fahrten beim hund verbinden. Und wienerle als (duft und gefühls) “Brücke“. Hat schnell und ausreichend funktioniert. Nach über 5 Jahren Panikattacken und schreienden hund am Gleis.

  • Ich denke für das Angstproblem in der Bahn würde am ehesten helfen wenn du es schaffen könntest ihr Fels zu sein und ganz viel Zuversicht und Gelassenheit ausstrahlst, so das sie sich an für orientieren kann.


    Ganz schön schwierig bei euch alles, Wahrscheinlich sie eher ein unpassender Hund für dein Leben, aber da müsst ihr jetzt durch, ich denke das zu ändern ist keine Option oder egal in welche Richtung ?


    Als Sofortmaßnahme für das alleinebleiben Tagsüber würde ich die anderen Fragen ob ihr vor dem Aufgang nach oben ein Türgitter einbauen könnt und sie Abby solange nicht nach oben lassen bis Du wieder da bist und das mit deiner kleinen Managen kannst.

    Der Lebensmittelpunkt von Abby ist ja eh unten oder?

    Dann müsste sie sich beim alleinebleiben nicht mit der anderen Hündin auseinandersetzen.


    Ich glaube an deiner Stelle würde ich mir eine Frist setzen bis wann euer Zusammenleben mit den anderen in der WG stressfrei und entspannt sein sollte und wenn das nicht klappt würde ich denke ich auf Wohnungssuche gehen oder zumindest eine WG ohne anderen Hund suchen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Danke für die Gedanken dazu, die haben auf jeden Fall in mir gearbeitet die letzten Tage.

    Ganz schön schwierig bei euch alles, Wahrscheinlich sie eher ein unpassender Hund für dein Leben, aber da müsst ihr jetzt durch, ich denke das zu ändern ist keine Option oder egal in welche Richtung ?

    Doch, darüber denke ich tatsächlich sehr viel nach, vielleicht zu viel, so bin ich überhaupt erst im Dogforum gelandet. Ich versuche mich aber gerade mehr auf "wahrscheinlich ist dieses Leben eher unpassend für meinen Hund" zu konzentrieren, aber ja, ich weiß, dass Liebe manchmal auch loslassen bedeutet, glaube jedoch nicht, dass wir da schon sind.


    Mein Leben für sie passender zu gestalten, das war überhaupt erst der Grund für den Umzug aus der Groß- in die Kleinstadt. Von der Einzimmerwohnung mit Autobahnzubringer vor der Tür in ein Haus mit Garten und dem Wald um die Ecke, mit viel weniger Menschen, Autos, fremden Hunden die unsere täglichen Wege queren. Der Wechsel in einen Job mit 12h-Modell, damit ich an weniger Tagen arbeiten muss, eine Stelle, bei der sie gleichzeitig willkommen ist und sich wohlfühlt und wo Verständnis dafür da ist, was das heißt, wenn sie dabei ist (der Arbeitsweg ist halt noch problematisch), Mitbewohnis, damit sie auch öfter Mal zuhause bleiben kann, wenn ich etwas vorhabe, das für sie zu viel sein würde. Das das mit dem anderen Hund so schwer werden würde, überrascht mich etwas, denn ich habe eigentlich geglaubt, dass ein zweiter Hund gut für sie sein würde und erst schien es ja gut zu passen mit den beiden.


    Aber ich bin bereit, an all dem, was schwierig ist, zu arbeiten und ich weiß, dass das Meiste mit mir und meiner inneren Haltung zu tun hat. Ich muss klarer werden, ich muss die Führung und Verantwortung übernehmen, ich muss meine Erwartungen runter schrauben. Ich bin noch nicht bereit, aufzugeben.


    Ich denke für das Angstproblem in der Bahn würde am ehesten helfen wenn du es schaffen könntest ihr Fels zu sein und ganz viel Zuversicht und Gelassenheit ausstrahlst, so das sie sich an für orientieren kann.

    Wir sind am Donnerstag Bahn gefahren und seit dem bei meinem Freund in der WG. Ich gebe ihr seit ca. 1 1/2 Wochen, also seit kurz vor dem Umzug, Sedarom, was mir hier im Forum empfohlen wurde. Ich schätze das und das Mantra "ich bin ihr Fels in der Brandung" in meinem Kopf hat uns, trotz Bahnstreik, okay durch die Fahrt gebracht. Sie hatte zwar schon Angst aber es war kein Vergleich zum letzten Mal. Es hilft, wenn ich in der Bahn lese und zwischenzeitlich sogar fast vergesse, dass sie da ist. Außerdem weiß ich inzwischen, wo am Bahnhof und in der Bahn wir uns am Besten aufhalten, dass das Zischen der Entlüftung nicht so laut ist (ich glaube, das war der Triggerreiz vor einem halben Jahr, ab dem es immer schlimmer wurde). Trotzdem möchte ich weiter daran arbeiten, den Buggy positiv besetzen, die Fahrten eher reduziert halten und den Schrecken der Bahnhöfe etwas entzaubern (gestern saßen wir ca. 15 Minuten auf der Brücke zum Bahnhof hier in der Nähe in der Sonne, danach haben wir noch etwas Qualitytime im Park nebenan verbracht). Gerade bin ich zuversichtlich.


    Ich glaube an deiner Stelle würde ich mir eine Frist setzen bis wann euer Zusammenleben mit den anderen in der WG stressfrei und entspannt sein sollte und wenn das nicht klappt würde ich denke ich auf Wohnungssuche gehen oder zumindest eine WG ohne anderen Hund suchen.

    Die gibt es tatsächlich, ich wollte von Anfang an gern auch einen Plan B haben, falls es nicht klappen sollte. Ich habe meine Wohnung in Hamburg nicht gekündigt, dort wohnt übergangsweise ein Freund von mir, es gibt also die Option, zurück zu gehen. Ich wollte uns bis Ende des Jahres Zeit geben.

  • Und wenn du eine WG oder Wohnung ohne anderen Hund suchst?

    Vielleicht nah an deiner Arbeit.

    Wenn du die Wohnung in Hamburg noch hast, hast du ja ewig Zeit.

    Wahrscheinlich würde es euch nicht helfen mit einem Bahnerprobten entspannten Hund Übungsfahrten zu machen oder?

    Weil ja fremde Hunde auch ein Problem darstellen.

    Ansonsten könnte ich mich mit Abby mal zum Bahnfahren anbieten Abby ist entspannt in der Bahn und entspannt und eher pazifistisch mit anderen Hunden.

    Ich komme aus Winsen Luhe das ist auch nah bei Hamburg.

  • Und wenn du eine WG oder Wohnung ohne anderen Hund suchst?

    Klar, das wäre dann wahrscheinlich die Konsequenz, wenn sich rausstellen sollte, dass das nicht klappt mit Abby.


    Vielleicht nah an deiner Arbeit.

    Meine Arbeit ist leider mitten im Stadtzentrum von Hamburg, das wäre für Suki nicht gerade ein passendes Umfeld (und für mich ehrlich gesagt auch nicht), abgesehen davon können wir uns die Mieten da auch nicht leisten, WGs gibts dort auch kaum. Notfalls würde ich eher nochmal nach einer neuen Arbeit in Wohnortnähe suchen, aber da grade noch nicht klar ist, ob ich bleibe und meine Arbeit abgesehen von der Lage richtig toll ist, würde ich da jetzt noch nichts überstürzen wollen.


    Wahrscheinlich würde es euch nicht helfen mit einem Bahnerprobten entspannten Hund Übungsfahrten zu machen oder?

    Weil ja fremde Hunde auch ein Problem darstellen.

    Ansonsten könnte ich mich mit Abby mal zum Bahnfahren anbieten Abby ist entspannt in der Bahn und entspannt und eher pazifistisch mit anderen Hunden.

    Ich komme aus Winsen Luhe das ist auch nah bei Hamburg.

    Oh, das kam vielleicht ein bisschen falsch rüber, nein, fremde Hunde sind eigentlich gar kein Problem, ganz im Gegenteil, Suki findet andere Hunde eigentlich toll und schließt sehr schnell Freund*innenschaften. Problematisch ist in der Stadt die hohe Frequenz von Tutnixen und Tutdochwasen, Suki triggert leider vorhandene Mobbingtendenzen durch ihr tendenziell unsicheres Verhalten. Warum Abby im neuen Zuhause so schwierig ist, weiß ich leider noch nicht so richtig...Wir haben aber auch nächste Woche einen Termin mit einer Trainerin, die mir hier im Forum ans Herz gelegt wurde, vielleicht gibt das ein paar gute Erkenntnisse!


    Aber dein Angebot ist auf jeden Fall super lieb und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das was hilft. Mir wurde das auch schonmal von zwei lieben Foris hier angeboten, die sind aber beide leider ziemlich weit weg...Wir wohnen ja jetzt in Lüneburg und ihr wärt dementsprechend auf unserer Bahnstrecke! :) Falls du wirklich Lust dazu hast, wäre ja vielleicht ein kleines Gassitreffen in Winsen und eine anschließende gemeinsame Bahnfahrt eine gute Sache? Ist jedenfalls super toll, dass du das in Betracht ziehst. Danke! :herzen1:

  • Ach, Mensch, das tut mir wirklich leid das zu lesen. Ich drücke euch beiden ganz fest alle Daumen, dass das klappt! Wenn es nicht klappt, würde ich aber keine andere WG suchen. Es kann sein, dass es generell zu viel Trubel ist für sie, nicht nur wegen dem anderen Hund, sondern auch wegen den anderen Menschen. Hast du schonmal Rescuetropfen probiert? Bei meinem Stresskeks wirken die super!

    Ich finde deine Taktik gut. Die "Augen-zu-und-durch" -Methode würde ich in dem Fall auch nicht anwenden wollen, weil die Gefahr besteht, dass der Hund einfach komplett überflutet wird, in eine Starre verfällt und dauerhaft in einen Zustand der erlernten Hilflosigkeit kommt. Das kann nun auch nicht das Ziel sein.

    Zum Umzug: Das ist ja wirklich noch keine lange Zeit! Vielleich gewöhnt sie sich ein und die andere Hündin ist dann wirklich eine Stütze für sie!

  • Lüneburg, das passt doch super, wir können das auch so machen, dass ich nach Lüneburg komme, wir dann spazieren gehen und dann ein bisschen Bahn fahren, oder wenn deine Maus gut Auto fährt kann ich das Auto auch strategisch gut parken so, das wir nur eine Strecke fahren müssten, wie es für euch besser ist :winking_face: .

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