Melden & Wachen - Nun auch mit Special Effects in der Nacht...

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    Hallo zusammen =)


    Neu im Forum und gleich mit Problemen aufschlagen - ein Klassiker :lachtot:

    Ich bin schon seit Ewigkeiten stille Mitleserin (angefangen in 2011, hatte allerdings nie ein Konto) und nun habe ich mich zwecks unseres Neuzugangs Pavel doch einmal angemeldet...


    Kurz zu uns:

    Wir, das sind Pavel (ca. 1,5 Jahre, Mischling aus dem Tierschutz), mein Partner und ich.

    Pavel wohnt nun seit ca. 3 Monaten bei uns, er kam zu uns aus Moskau angereist und nach drei langen Tagen Transport konnte er endlich bei uns einziehen. Die ersten Tage waren sehr aufregend, Pavel schaute uns ungläubig an und wusste nicht so recht, wie ihm geschah. Mittlerweile sind wir schon ein wenig zusammen gewachsen und ich muss sagen: Er macht das wirklich toll! Das hätten wir so nicht erwartet... :cuinlove:


    Pavel ist ein Mix aus Deutsch Langhaar, Wolfsspitz, Russkiy Toy und Schäferhund :hust: Eine wirklich einzigartige Mischung :hundeleine04: Ca. 65 cm groß und um die 30 kg schwer. Der Russkiy ist eindeutig erkennbar :lachtot:

    Pavel ist ein neugieriger kleiner Kerl, mag Menschen und Hunde und ist nur in bestimmten Situationen ängstlich (Gitter und Menschen, die im Park Yoga machen bspw...). EIn Problem , dass wir gerade haben, ist das vermehrte Bellen, ich freue mich da auf eure Tipps und Tricks :pfeif:

    Er ist mein zweiter Hund aus dem Tierschutz, davor bin ich mit Terriern aufgewachsen (bin also Leid gewohnt :ugly: ). Mein Partner hatte selbst auch Familienhunde, allerdings ist Pavel sein erster Hund.


    Nun zu unserem "Problemchen" - vielleicht habt ihr ein paar hilfreiche Tipss für mich:

    Pavel ist an und für sich relativ ruhig - wahrscheinlich rassebedingt hat sich jetzt seit kurzem das Melden & Wachen eingeschlichen. Er bellt recht energisch bei Hunden, die bellend an unserer Wohnung vorbeilaufen, anderen "gruseligen" Geräuschen und findet es ebenso erwähnenswert, wenn jemand mit dem Schlüssel zur Tür hineinkommt.

    Es ist kein ewig langes Kläffen, sondern tiefe, mehrmalige Beller.


    Wenn er meldet, versuche ich ihm die Sicherheit zu geben, dass ich alles im Griff habe - sprich, ich "bedanke" mich bei ihm und gucke, was draußen so los ist ( er hinter mir, deutlich aufgeregt) und sage zu ihm "Alles gut", Leckerchen, wenn er brav hinter mir geblieben ist. Soweit so gut.


    Allerdings passiert das ganze auch verstärkt nachts, wenn wir schlafen. Reaktion meinerseits ist da eher schwierig und ich hätte es natürlich lieber, wenn er nicht lauthals anschlägt, sonder durch ein kurzes Wuffen "Bescheid sagt". Auch zwecks Nachbarn (wir wohnen in einer Mietwohnung...). :wallbash:


    Ein "Nein" ist schon in den Anfängen auftrainiert, zur Visualisierung: Bei eihnem "Nein" bricht er die Aktion, die er gerade gegen meinen Willen ausführt, ab und geht meist ein paar Schritte zurück, guckt mich dann an. :party: Sollte ich da vielleicht ansetzen?


    Sooo, langer Text... Entschuldigung :)


    Ich hoffe auf euch Expert:innen, vielleicht habt ihr ja ne Idee für uns =)


    Liebe Grüße & danke

    Atompudel

  • Hallo :winken:


    Wenn er meldet, versuche ich ihm die Sicherheit zu geben, dass ich alles im Griff habe - sprich, ich "bedanke" mich bei ihm und gucke, was draußen so los ist ( er hinter mir, deutlich aufgeregt) und sage zu ihm "Alles gut", Leckerchen, wenn er brav hinter mir geblieben ist. Soweit so gut.

    Du bedankst Dich zurzeit für etwas, dass Du eigentlich nicht haben willst. D.h. Du bestätigst ihn mit Reaktion ("gucke was draußen so los ist"), Stimme und Leckerli für ein unerwünschtes Verhalten. Viele Hunde entwickeln dadurch auch Verhaltensketten um Aufmerksamkeit und/oder Leckerli zu bekommen. Ich belle, dann kommt Frauchen und gibt mir was. Ich würde ihn auch nicht mit zum Nachschauen nehmen. Auch nicht hinter Dir. Leg in ins Platz auf seine Decke und lass ihn warten (ohne Gekläffe) - damit fährst Du i.d.R. gleichzeitig auch seine Aufregung runter. Dann kannst Du ihn immer noch belohnen, wenn Du wieder zu ihm gehst.


    Ein "Nein" ist schon in den Anfängen auftrainiert, zur Visualisierung: Bei eihnem "Nein" bricht er die Aktion, die er gerade gegen meinen Willen ausführt, ab und geht meist ein paar Schritte zurück, guckt mich dann an. :party: Sollte ich da vielleicht ansetzen?

    Würde ich sofort mit einbeziehen. Ein scharfes "Nein" und eine Belohnung (durch Stimme) wenn er dann ruhig ist. Mit dem "Nein" schon so schnell sein, dass Du es sagst wenn er "Anlauf" zum Bellen nimmt. Also schon vorher unterbinden. Und ich persönlich würde auch keine big party daraus machen, denn die Aufmerksamkeit soll er ja gerade nicht bekommen.


    So mache ich es, wenn ich einen mitteilsamen Hund habe und bislang bin ich gut damit gefahren.

  • Die Bedanken- und Nachschauen-Methode macht nur dann Sinn, wenn du grundsätzlich ein Meldeverhalten haben möchtest (welches aber moderat ist und sinnvoll eingesetzt werden soll vom Hund). Der Hund würde normalerweise dabei nach und nach lernen, was meldenswert ist, was normal ist und was nicht und dann unterscheiden. Das dauert aber seine Zeit. Und ja, da wäre irgendwann auch ein leises Wuffen drin - du müsstest dementsprechend darauf schnell reagieren bevor das lautere Bellen losgeht (falls er überhaupt „wufft“, das machen nicht alle Hunde).


    Wenn du gar nicht möchtest, dass er meldet, würde ich eher ruhig bleiben belohnen und den Abbruch nutzen, den du ja schon am Trainieren bist, um das Bellen zu beenden.

    Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, * 24.7.20); gegangen, doch weiter geliebt: Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund) und Hootch (Labrador)


    Bilderthread mit Garmr und Geri

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  • (falls er überhaupt „wufft“, das machen nicht alle Hunde).

    Das leise (manchmal fragende) Wuffen find ich immer ausgesprochen niedlich. Da fällt es mir schwer ernst zu bleiben und es zu unterbinden xD :bussi:

    Ich glaube Schäfis und schäfiartige sind eher die Wuffer als andere Hunde 😊 Garmr macht ein „Glockenläuten“-Heulbellen oder gleich richtig Bellen statt Wuffen, aber Geri wufft auch soooo süß 😍

    Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, * 24.7.20); gegangen, doch weiter geliebt: Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund) und Hootch (Labrador)


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  • Ich finde mit dem „bedanken“ ist es immer so eine Sache. Wie soll der Hund lernen, was meldenswert ist, wenn du dich immer bedankst und jedes melden belohnst?


    Und dann ist auch die Frage ob der Hund wirklich Wachverhalten zeigt oder einfach bisschen pöbelt. Wie gut er überhaupt Veranlagt ist gehört für mich auch nicht außer acht gelassen.


    Nicht jeder Hund der bellt zeigt ein gutes Wachverhalten.

  • Ich finde mit dem „bedanken“ ist es immer so eine Sache. Wie soll der Hund lernen, was meldenswert ist, wenn du dich immer bedankst und jedes melden belohnst?


    Und dann ist auch die Frage ob der Hund wirklich Wachverhalten zeigt oder einfach bisschen pöbelt. Wie gut er überhaupt Veranlagt ist gehört für mich auch nicht außer acht gelassen.


    Nicht jeder Hund der bellt zeigt ein gutes Wachverhalten.

    Man bedankt sich und belohnt idealerweise nur dann, wenn das Melden sinnvoll war. Bei unseren Hunden hieß es, wenn sie bei Nachbarn meldeten - „Ach nur die Nachbarn“, im gelangweilten Ton, ohne Belohnung. Sie unterscheiden es aber tatsächlich nach und nach selbst, häufige Ereignisse vs. seltene Ereignisse.


    Edit: und natürlich hast du Recht. Ich habe Hunde, die auch instinktiv wachen und auch dazu neigen, selbst zu unterscheiden was was ist, nicht alle Rassen und auch innerhalb der „wachenden Rassen“ nicht alle Individuen haben diese Eigenschaft.

    Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, * 24.7.20); gegangen, doch weiter geliebt: Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund) und Hootch (Labrador)


    Bilderthread mit Garmr und Geri

  • Genau, wenn ich den Hund lenken/formen will, dann muss ich wissen, was genau mein Ziel ist und auch, wie gut der Hund überhaupt veranlagt ist.


    Einfach nur bedanken, in der Hoffnung, dass der Hund dann lernt zu unterscheiden finde ich schwierig. Und noch schwieriger, wenn der Hund gar nicht gut veranlagt ist.

  • Hallo ihr Lieben! Vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen :)


    Wenn ich es richtig verstanden habe, lassen wir das einfach mal mit dem "bedanken" sein. Pavel ist sonst auch überhaupt nicht kommunikativ - nur eben in diesen bestimmten Situationen.


    Ich hatte es tatsächlich so verstanden und gehandhabt, dass ich ihm so signalisiere, dass ich seine Bedenken ernst nehme, aber das schon alleine regeln kann, wenn ich das möchte, seine "Dienste" also nicht erwünscht sind. Andernfalls dachte ich, er fühlt sich unverstanden und wird dann evtl. noch vehementer.


    Er reagiert übrigens auch bestens auf "pssscht", wenn er losbrüllt, dann hört er auf und guckt mich verdutzt an :tropf:

    Und dann ist auch die Frage ob der Hund wirklich Wachverhalten zeigt oder einfach bisschen pöbelt. Wie gut er überhaupt Veranlagt ist gehört für mich auch nicht außer acht gelassen.


    Nicht jeder Hund der bellt zeigt ein gutes Wachverhalten.

    Ich möchte generell nicht unbedingt, dass er meldet. Ein kurzes Wuffen find ich jetzt aber persönlich nicht weiter bedenklich. Woran erkenne ich denn den Unterschied zwischen melden und pöbeln? :ka:



    Die Bedanken- und Nachschauen-Methode macht nur dann Sinn, wenn du grundsätzlich ein Meldeverhalten haben möchtest (welches aber moderat ist und sinnvoll eingesetzt werden soll vom Hund). Der Hund würde normalerweise dabei nach und nach lernen, was meldenswert ist, was normal ist und was nicht und dann unterscheiden. Das dauert aber seine Zeit. Und ja, da wäre irgendwann auch ein leises Wuffen drin - du müsstest dementsprechend darauf schnell reagieren bevor das lautere Bellen losgeht (falls er überhaupt „wufft“, das machen nicht alle Hunde).

    Er wufft manchmal vorher :herzen1: Aber wie gesagt: Eigentlich brauche ich das melden nicht - gerade in einer Mietwohnung nicht. Wir ziehen wahrscheinlich nächstes Jahr aufs Land, da wäre es ok, aber nicht notwendig. Von daher werde ich es jetzt nicht weiter fördern durch "bedanken".


    Danke =) Das heißt: Es bellt draußen, er hört hin, bellt, ich sag nein (bzw. Pssscht... das klappt auch) er hört auf, Keks rein? Belohne ich dann nicht auch die Verhaltenskette?


    Genauso bei: Es bellt draußen, er hört hin, ich sag Pssscht, er macht gar nix, Keks rein?


    Sorry für die doofen Fragen :ugly:

  • Am besten wäre es, zu belohnen, BEVOR er mit dem Bellen loslegt. Nachts geht das natürlich schlecht, aber tagsüber kannst du versuchen, darauf zu achten, auf die Zeichen dass er was hört und gleich loslegt.


    Wenn du den befolgten Abbruch belohnst, kann sich schon ne Verhaltenskette bilden. Kommt ein bisschen auf den Hund an.

    Geri (Deutscher Schäferhund/Tschechoslowakischer Wolfhund, * 22.7.20); Garmr (Kangal, * 24.7.20); gegangen, doch weiter geliebt: Freki (Siberian Husky/Tschechoslowakischer Wolfhund) und Hootch (Labrador)


    Bilderthread mit Garmr und Geri

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