Heelen, was ist das und wie damit umgehen

  • Danke Gersi ! Das werde ich. Natürlich werde ich auf keinen Fall, wenn sie schon drüber ist über dem Punkt mit ihr spielen. Das habe ich immer gut vermeiden können, da ich ja eigentlich jegliche Interaktion in dem Moment sowieso abbreche. Dennoch werde ich es mal versuchen auch mal auf eine Aufforderung einzugehen. Sie soll ja nicht permanent frusten und entschärft die Situation allgemein etwas. Vielleicht war ich da zu hart in der Selbstbestimmung. Es ist eben so ein schmaler Grat, was ist richtig. Was falsch. Nicht zu viel ausprobieren, nicht zu wenig machen, nicht zu viel.... Ich habe sie lesen lernen müssen. Sie mich auch. Ich glaube mit einem Dolmetscher wären wir besser dran, aber irgendwie klappt es auch schon häufig mit unseren Interpretationen.... ?

  • Ich bin neu auf den Begriff Heelen gestossen. Sie ist jetzt 6 Monate alt, macht dies, seit sie 4 Monate ist. Von mangelnder Führung bis hin zu Aufmüpfigkeit, Überforderung, Unterforderung etc. habe ich mir schon viele Gedanken gemacht und entsprechend dran gearbeitet.

    Der Hund ist 6 Monate.

    Eine Freundin von mir, Tierärztin, Trainerin, Schaf/Ziegenhalterin mit immer 4-6 hütenden BCs und Pfleghunden aller Rassen, meinte mal als ich ihr von "Problemverhalten" meines jungen Rüden erzählte: Wann, wenn nicht in diesem Alter machen junge Tier so eine "Unfug"...

    Dein Hund verhält sich "altersgerecht". :lachtot:

    Altersgerecht muss nicht "richtig" sein und gut und brav und lieb und...

    Der Tipp von Wurli: kurze Leine und draufstellen, so mach ich das, ist Management.


    Stets im Wissen, dass das Verhalten ein no go ist.

    JEIN....Ich finde solche Aussagen machen unendlich Druck.


    Ja, das Verhalten muss aufhören, ja, vielleicht wäre es nicht entstanden, wenn du schon 20 ähnliche Hunde erzogen hättest. Hast du aber nicht, nun isses so.

    Mach dir keinen Druck. Der Hund macht, was er kann.
    Aber du kannst den Hund erziehen. Egal wann....

    Es gab für mich niemals einen Hund, wo ich NULL Erziehungsfehler gemacht habe und ich gehe davon aus, dass auch der nächste wieder irgendwas verrücktes macht und ich dann so dastehe :shocked:....das hatter ja noch nie gemacht...:shocked:



    Das Kind ist hoffentlich nicht schon in den Brunnen gefallen.

    Nein!

    Dann bräuchte man keine Abgabehunde aufnehmen, nie einen Tierschutzhund nehmen und so weiter!


    Jeder Hund ist an jeder Stelle seines Lebens erziehbar.


    Meinem herz- und nierenkranken 14 jährigen Hundeopa hab ich letztens beigebracht an einer bestimmten Stelle zu fressen....

    Einfach so...ohne tamtam....Und ich hab wieder meine Lektion erhalten: 100% liebevolle geduldige Konsequenz, bei 100000 Wiederholungen, ohne jeglichen Druck und pipapo reicht bei sowas kleinem


    Früher hätte ich einen Plan gemacht, das als Verhaltenskette rückwärts mit Clicker aufgebaut, die Belohnung variiert und das unter Signalkontrolle gesetzt. Is beides gut:D


    Hauptsache, man nimmt dem Hund nicht krumm, dass er sich altersentsprechend und wie ein Hund benimmt.:smile:

  • Und schreib mal, wie du es dann hinbekommen hast;)

    Das werde ich! Und bin stark dran an meiner Einstellung zu arbeiten. Habe zu dem Thema Umgang mit Problemen heute einen neuen Thread erstellt. Um auch anderen Betroffenen etwas Mut zu machen und lerne, gelassener zu werden. Ist sooo ein wichtiges Thema. Denn ich muss es bewusst angehen und wieder gelassener werden.


    Thread lautet: Gelassenheit in der Hundeerziehung. Hat viel Anklang gefunden und schon tolle Beispiele erhalten. Hat mir heute den Tag gerettet und bin wieder lockerer geworden. ☺️

  • :winken: Bzgl Trainer, wir haben einen CH-Thread (der brach liegt:hust:).

    Aber wir haben hier im Forum einige CHer (oder zumind wohnhafte). Wenn du sagst wo du ungefähr her kommst, kann man vielleicht Tipps geben oder kennt einen User aus der Ecke.


    Gruss aus dem Bündnerland

  • Ja der liegt leider brach. Aber nicht so schlimm. Ich bin aus dem Aargau, habe gefühlt aber mittlerweile einen guten Trainer an der Hand. Und noch jemanden aus der Umgebung empfohlen bekommen. Zufälligerweise hat eine neue Bekanntschaften aus der Umgebung das gleiche Problem mit einem Mali. Sie hatte heute Einzelstunde, wo der selbe Fall auftrat. Wir werden uns nun rege über die Entwicklungen austauschen. Im Zooladen, wo ich heute Maulkorb kaufte, sagte mir die Verkäuferin, ihr Hund hatte das auch. Er sprang immer Richtung Gesicht und hatte damals 30 Kilo auf der Waage. Sie selbst nur ein Fräulein. Sie konnte es gut nachempfinden und hatte auch Zeit gebraucht, das raus zu bekommen. Ich bin gar nicht so allein mit meinem Problem... Die Trainer sind einfach ziemlich ausgebucht momentan. Katastrophal. Welpenschwemme... Aber ich bleibe dran. Mache ja auch Fortschritte. War heute Tollwut impfen beim TA. Auch Routine Untersuchung gemacht. Alles top. Ist nicht so unüblich bei Junghunden. Aber es gibt halt auch nettere Ausraster, als auf diese Art ?. Ich habe es heute versucht mit Humor zu nehmen, auch wenn's weh tut. Show must go on mit dem Feger. ☺️

  • Hab diesen Thread jetzt erst mit dem anderen über Gelassenheit in Verbindung gebracht ?


    Ich habe einen fanatischen Möchtegern-Hüti hier, halb LZ-DSH, halb TWH. Der liiiebt es in bewegte Dinge hinten reinzuhacken. Findet er ein suuuuper lustiges Spiel. Also gibt es Dinge, in die er reinhacken darf. Er darf die zusammengerollte Schleppleine mit mir zusammen tragen oder in sie reinbeißen (wenn sie kaputt geht nehme ich eine andere und diese wird eben als kürzere genutzt - dachte ich mir - und stellte fest, dass er mit „weichem Maul“ reinhackt. Sie ist immer noch absolut heil). Er darf im „Staffellauf“ einen Dummy oder Stock aus meiner Hand „fangen“ und ihn dann wieder an mich abgeben. Wir tragen zusammen große Hölzer... Sowas. Hosen und Jacken und Taschen sowie Körperteile sind Tabu. Manchmal ist er übermütig und greift nach der Jacke - ein verwunderter Blick, und er erinnert sich daran dass es nicht ok ist und hört sofort auf. Wenn dein Hund sowas braucht - unabhängig von der Rasse - könntest du vielleicht Alternativen anbieten die die den chaotischen Spaß kanalisieren. Natürlich nicht wenn der Hund schon überdreht ist - und auch das Alternativ-Reinhacken darf nicht zu lange am Stück gemacht werden. Und der Hund kann dann auch lernen, dass ein Tabu zu brechen zu sofortiger Beendigung des Spiels führt. Bei Geri hat der systematische Einsatz dieser „Alternativen“ zu einer Verbesserung der Impulskontrolle geführt, und dazu dass er weniger jagen will.

  • Ich bin aus dem Aargau

    Im Forum fällt mir auf anhieb jetzt niemand ein, aber ich hab ne Menge Hündlerbekanntschaft im Raum Aargau, schreib mir ne PN, wenn du mit dem Trainer doch nicht zufrieden sein solltest, dann zapf ich da mal an.

  • Wenn dein Hund sowas braucht - unabhängig von der Rasse - könntest du vielleicht Alternativen anbieten die die den chaotischen Spaß kanalisieren. Natürlich nicht wenn der Hund schon überdreht ist - und auch das Alternativ-Reinhacken darf nicht zu lange am Stück gemacht werden. Und der Hund kann dann auch lernen, dass ein Tabu zu brechen zu sofortiger Beendigung des Spiels führt. Bei Geri hat der systematische Einsatz dieser „Alternativen“ zu einer Verbesserung der Impulskontrolle geführt, und dazu dass er weniger jagen will.

    Ja, sie braucht diese Art von Spiel. Das macht sie sehr gern und wir üben diese Art von Spiel. Da war sie anfänglich auch voll am durchdrehen. Mittlerweile spielt sie schon besser. Sind nur ganz kurze Einheiten, wo wir ganz viel auch mit Impulskontrolle arbeiten. Auch das Kommando Aus und Warten. Mit OK löse ich auf und das Spiel fortgesetzt. Früher ging sie auch da immer mit der Hackerei an. Ebenso Aufreiten, Haare beissen... Dann wurde Spiel sofort abgebrochen. Hat gewirkt. ? Da hat sich schon viel getan. Spielen diese Spiele gerne mittlerweile. Werde diese nun auch nach draussen verlagern, da wir dies nur im Haus gespielt hatten. Draussen mache ich auch schon ganz viele Impulsübungen. Die hat sie echt gut drauf. Da bin ich ehrlich stolz drauf für so eine junge Maus. Sie hat auch Freude an den Übungen, wahrscheinlich weil es mir Freude bereitet, wenn es erfolgreich ist und sie glücklich. Sind eben diese dummen beiden Situationen, wo sie sich selbst nimma kontrolliert bekommt und ich ihr helfen muss. Bei Stress oder sogar Angst und beim Quengeln. Und da ist sie ganz zackig am Ärmel. Irgendwo ist da noch ne Verknüpfung bei ihr oder mir verkorkst....

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