Hund körperlich korrigieren?

  • Oh ein HSH-Mix? Ok, mit dem wuerd ich wohl eh keine Beutespiele machen.

    Kann man schon, wenn man das mit Sinn und Verstand macht und das alles locker, flockig von der Stimmung hält. Da kann man dann tatsächlich recht gut das Abgeben von Beute üben, denn bei Fressbarem sind die dann häufig gleich mal noch ernsthafter drauf ... da ist es sinnvoll man hat eine Basis geschaffen. Aber das muss natürlich sinnvoll geübt werden. Zum Glück sprechen die ja oft ganz wunderbar auf ganz leckeres Essen an. :D


    Dieser Knabe hier kennt beim Thema Futter eigentlich keine Freunde. Kam als erwachsener Hund aus dem Tierschutz und war bereit Ernst zu machen. Das Bild ist nach einige Zeit vernünftigem Training entstanden - er bringt das Ohr sogar zu Frauchen, obwohl andere Hunde drumherum stehen! Das war ein toller Trainingserfolg. (So weit muss es ja gar nicht gehen, aber es zeigt, was geht, wenn man das vernünftig übt. Der hat aber auch das Glück ein sehr, sehr tolles Frauchen zu haben, das sich total auf HSH und deren Wesen eingeschossen hat.)

  • Ich bin da ja anders gepraegt, durch meine Hunde und den Sport. Und da wird Spiel einfach auch mal wild und ruppig. Deswegen wuerd ich beim HSH da die Finger von lassen :hust: Also nur dem ueblichen Beutspiel ;)

  • Ich würde mich bei Charakter und rassetypischen Eigenschaften ungerne zu früh auf etwas bestimmtes einschießen. Wir sind uns noch recht unsicher, was bei seiner Erzeugung so alles beteiligt war. Sicherlich war an einer Stelle auch mal ein HSH involviert. Bei fast allen Hunden aus dem rumänischen Tierschutz ist entweder ein HSH oder ein Hütehund an irgendeiner Stelle involviert. Er ist allerdings mit seinen 5 1/2 Monaten, 48cm und 11kg noch recht schmal gebaut. In der Hundeschule gehört er meist zu den Kleinen. Irgendwas anderes war sicherlich an seiner Zeugung beteiligt. Was charakterlich durchschlägt können wir glaube ich noch nicht vollends beurteilen.


    Anbei zwei Bilder vom gestrigen Spaziergang mit seiner 1 jährigen Labbi-Freundin: https://imgur.com/a/IT3ZgXx

  • Zitat

    Letztendlich wurscht was es rassetechnisch ist: Es ist NIE schlau sich um Beute mit einem Hund zu kloppen. Er hat eben die besseren Waffen ...

    Sehe ich genauso. Unserer bisherigen Erfahrung nach, reagiert unser Hund auf Eskalation eher mit Gegeneskalation. Die Situation wird eher wilder, als ruhiger. Was dagegen super funktioniert ist eine knallharte Deeskalation mit stoischer Ruhe und Konsequenz. Notfalls mit Zwangsauszeit in einem anderen Raum.


    Aus diesem Grunde wusste ich die heutige Situation nicht genau einzuschätzen. Meiner Erfahrung nach führt ja eher das Gegenteil zum Erfolg.

  • Die Trainerin war total unbeeindruckt Situation. Sie meinte nur das gehört zum Berufsrisiko und dass wir die Situation nicht überbewerten sollen. Danach sollten die anderen Hunde in der Stunde die Situation auch noch mal üben. Hat natürlich bei keinem wirklich funktioniert, da die Hunde eh schon alle drüber waren. Nach 2 Minuten hat sie gemeint, dass dies heute nichts mehr bringt und wir Feierabend machen. Im Anschluss haben wir uns noch erkundigt, ob sie verletzt ist. Sie meinte dass, es auf jeden Fall einen blauen Fleck gibt, wir uns aber keine Sorgen machen sollen und wir das in den Griff kriegen.

  • Damit dass sie einen so jungen Hund, den sie gerade zu hoch gepusht hat, so korrigiert im 'Spiel' dass er sich nicht mehr spielen traut überbewertet sie die Situation selbst.


    Mein Weg: Beutetausch auf gleichwertige Beute. Die die losgelassen werden soll bewegt sich nimma, die andere schon und darf gejagt werden. Dazu dann vielleicht ein Geräusch und später Kommando zum 'Aus'. 3x Aus ist ein lustiges Spiel von Lind (Ekard Lind - Richtig spielen mit Hund, generell cooles Buch) um den Hund schnell zum loslassen zu bringen weil man gleich weiter spielt.


    Ein Welpe oder kleiner Junghund kriegt von mir nie ne derartige Korrektur weil ich das Spiel falsch dosiert hab, das ist einfach unfair.


    Wenn man übers Ziel geschossen ist, Hund sanft halten und runter fahren (nochmal Buchtipp siehe oben Action-Ruhe Spiel), und das am Besten konditionieren.

  • Na denn ... Ich hätte eigentlich eher einen Erklärung zur Fehleinschätzung und zur Korrektur erwartet. Aber gut, kann sich aus der Situation ergeben haben.


    Wie gesagt, mein Fall wäre das von Vorneherein her nicht gewesen, jedenfalls nicht für normales Training. Kenne ich so auch nicht, bei uns hieß es in der Junghundgruppe strikt: „Jeder handelt seinen eigenen Hund.“ Ganz selten, dass der Trainer mal die Leine übernommen hat. Das gabs im normalen Training eigentlich nur, wenn mehrfache Erklärungen nicht gefruchtet haben.


    Bei Einzeltraining mit wirklich problematischen und auffälligen Hunden war das anders, aber davon reden wir hier ja nicht.

  • Ich hab das Kommando mit Futter aufgebaut: Hund sitzt, bekommt langweiliges Spielzeug in die Schnauze, Leckerlie hingehalten, sobald er losläßt, kommt das Kommando 'aus'. Dann hab ich gezergelt, bin langsam und unspannend geworden, hab Aus gesagt und es ging danach toll weiter.

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