Durchschlafprobleme mit Junghund

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    Guten Morgen zusammen,


    ich würde gern mal wissen, wie Eure Junghunde sich nachts so verhalten. Wir hören hin und wieder, dass es Welpen und Junghunde gibt, die sich einfach den Schlafzeiten der Familie anpassen und erst aufwachen, wenn die Familie aufsteht.


    Bei uns ist das leider anders. Unser Kleiner (Golden Retriever) ist jetzt 6,5 Monate alt, seit 2,5 Monaten bei uns und hat in dieser Zeit glaube ich nur zwei Mal wirklich durchgeschlafen. Er wacht nachts mehrfach auf. Er macht dann auch keinen richtigen Stress. Er liegt meist einfach in seinem Körbchen und knabbert/leckt/kratzt an sich herum, was so lautstark ist, dass wir davon aufwachen. Irgendwann schläft er dann auch wieder ein. Anfangs dachten wir uns nichts dabei, weil er eben noch nicht lange durchgehalten hatte und wir nachts dadurch ohnehin mit ihm raus mussten. Das Durchhalten scheint aber inzwischen nicht mehr die Ursache zu sein, weil er nachts irgendwann keine Lust mehr auf Gassi hatte bzw. dann draußen neben mir saß und mich einfach anschaute oder zu spielen begann.


    Ich frage mich, woran es liegt, was wir falsch machen. Ob er sein Futter vielleicht zur falschen Zeit bekommt, dadurch hungrig oder übersäuert ist. Ob er es nicht verträgt (bisher Purina Pro Plan Puppy - wir stellen aktuell schleichend auf LupoVet (kaltgepresst) um). Ob er tagsüber zu viel schläft und dadurch nachts wach wird. Ob er irgendeinen Parasiten hat. Im Fell finde ich nichts, die Haut sieht auch gesund aus. Ob es Überforderung oder Unterforderung ist - ich weiß es nicht. Wir halten seinen Tag noch immer relativ reizarm, weil anfangs alles zu viel für ihn war und er macht auf uns eigentlich grundsätzlich einen recht zufriedenen/ausgelasteten Eindruck. Aber auch Nächte nach ausgiebigeren Spaziergängen oder der Hundeschule mit Spielstunde verliefen bisher nicht anders.


    Ich schildere mal kurz unseren üblichen Tagesablauf unter der Woche:

    04:50 Uhr Aufstehen

    05:00 Uhr lockere Runde im Park mit beiden Hunden (ca. 15 Minuten)

    Danach schlafen/dösen die Hunde

    07:30 Uhr kurze Runde mit dem Kleinen (ca. 10-15 Minuten)

    08:00 Uhr Frühstück

    Danach spielt er meist noch 20-30 Minuten mit seinem Spielzeug, dann schlafen die Hunde beide

    12:00 Uhr Runde in der Natur (ca. 15-20 Minuten)

    12:30 Uhr Mittag

    Danach spielt er meist noch ein paar Minuten, dann schlafen die Hunde beide

    16:00 Uhr Runde in der Natur (ca. 15-30 Minuten)

    Dann spielen/schlafen/dösen

    17:00 Uhr Abendessen

    Dann spielen/schlafen/dösen/gemeinsam kuscheln

    19:30 Uhr kurze Runde mit dem Kleinen (ca. 10-15 Minuten)

    Gegen 20:30 Uhr gehen wir in's Bett, schauen fern. Die Hunde schlafen dann, wir irgendwann auch.


    Aufwachen tut er meist gegen 0/1 Uhr morgens und/oder später nochmals gegen 3-4 Uhr morgens. Das Gelecke/Geknabbere/Gekratze macht er tagsüber auch hin und wieder. Am Wochenende hängen wir abends oft noch eine weitere Runde gegen 22 Uhr dran, in der Hoffnung, dass er dadurch länger durchschläft. Aber auch das ändert nichts daran.


    Ich bin für jeden Rat dankbar.

  • Niemand schläft wirklich durch, auch nicht wir Menschen. Nur bekommen die meisten das gar nicht mit und schlafen sofort wieder ein.


    Daher finde ich das Verhalten eures Hundes nicht ungewöhnlich.


    Unser Hund wird nachts auch wach. Mal wechselt er nur seinen Schlafplatz, mal putzt er sich. In seltenen Fällen hat er Spielanfälle - da wird er ermahnt und dann rollt er sich ein und gibt Ruhe.

  • Ich finde das nächtliche Schmatzen oder Kratzen normal. Hunde haben ja eh ein anderes Schlafverhalten, wie wir Menschen.

    Wenn ich wegen nächtlicher Schnarchattacken meines Mannes auf die Couch ins Wohnzimmer wechsle, bekomme ich die nächtlichen Aktivitäten der Hunde auch mit.

    Das ist Schnarchen, schnaufen, grummeln, Kissen umgraben, hoch auf die Couch, wieder runter, vom Flur ins Wohnzimmer schlurfen und sich da lautstark hinschmeißen, träumen und dabei quietschen, fiepen und wuffen, schmatzen usw. Vom ruhigen Schlaf sind alle drei Hunde weit entfernt.

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  • Kenne ich von meinem Hund! Lili wacht nachts öfter auf, steht auf, schüttelt sich, schleckt sich das Fell. Mich stört das auch, weil ich wach werde und manchmal Probleme habe, wieder einzuschlafen.

    Daher habe ich Lili im Wohnzimmer einen super gemütlichen Platz eingerichtet, den sie gerne nutzt und seltener im Schlafzimmer übernachtet.

    Seitdem ist Ruhe!

  • Mein Zwerg hat ca 15 Jahre nachts eine Wanderung durch die Wohnung gemacht, um seinen Schlafplatz zu wechseln, schnell nochmals Wasser zu schlabbern und einen Kontrollblick ins Schlafzimmer zu werfen, ob wir auch wirklich Ruhe halten.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Juro wacht nachts auch oft auf, dreht ne Runde, legt sich um, kratzt sich, trinkt, wälzt sich laut brummend etc. pp. Aus dem Grund schläft er im Wohnzimmer. So kann er rum tingeln wie er will und mich nervt es nicht.

  • Das Hunde Nachts ihre Schlafplätze wechseln, träumen, grunzen etc., ist eigentlich normal.

    Das Gelecke/Geknabbere/Gekratze macht er tagsüber auch hin und wieder.

    Doch da stutze ich schon. Wenn das wirklich so gehäuft auftritt, das es dermaßen auffällt, dann würde ich schon mal den TA drüber schauen lassen. Es kann natürlich auch am Futter liegen, vielleicht ist etwas enthalten was das Verhalten triggert, sprich Auslöser ist.

  • Unser Golden wechselt nachts auch mal den Schlafplatz oder die Position und lässt sich dann lautstark zu Boden fallen. Oder beginnt, sich ausführlich zu putzen - wenn ich das mitbekomme und mich stört, gibt es ein „Pscht!“ und gut ist. Oder er knurrt, wufft, winselt oder schmatzt im Schlaf :herzen1:

    Zu 95 % liegt er aber vermutlich schon einfach nur rum und schläft. Ich schlafe aber bombenfest, bekomme also zu so gut wie überhaupt nichts von dem Hund mit (außer er erbricht, da bin ich binnen Nanosekunden hellwach :ugly:)

  • Danke für Eure ganzen Antworten. Ich werde es beim Tierarzt definitiv vorstellen, wenn es nicht besser wird. An Stress denke ich bei unserem Kleinen immer zu erst. Aber ich frage mich, welchen Stress er nachts so oft haben sollte, wenn es kein Drang nach der Toilette ist. Er knabbert/leckt auch immer an anderen Stellen. Kann es eventuell auch sein, dass er einfach Schmerzen hat, weil er zur Zeit so heftig wächst und sich deshalb ab und an in die schmerzenden Körperteile beißt oder daran schleckt? Sein Futter stellen wir jetzt am Wochenende planmäßig vollständig um. Wir sind gespannt. Vielleicht ist das ja die Lösung - das wäre toll. Vielleicht ist es auch die Ursache.

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