Neue Ängste

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    Mein kleiner Tierschutzhund (ca. 1.5J.) hatte seit er zu uns gekommen (ca. vor 8 Monaten) ist eigentlich kaum Ängste. Leider hatte er vor einigen Wochen ein echt blödes Erlebnis. Wir waren bei meinen Eltern zu Besuch und haben am Abend eine Runde gedreht. An einem Spielplatz (!) hat vielleicht 2 Meter vor uns eine Gruppe junger Männer plötzlich so Stehknaller die eine ganze Salve schiessen abgefeuert!!! Gottseidank war Happy an der Leine. Er ist komplett panisch geworden und es hat sicher zwei Stunden gedauert bis er wieder einigermassen entspannt war (wir sind sofort nach Hause). Wäre er nicht angeleint gewesen wäre er sicher weggerannt. Das war einfach pure Panik. Seit dem Erlebnis hat er zunehmend Ängste, zuerst vor Gruppen junger Männer mittlerweile aber auch z.B. vor Musik die einer draussen hört (die hatten da auch Musik laufen). Es ist als generalisiert er das Erlebnis immer mehr. Kann denn das sein? Wie verhalte ich mich am Besten? Wenn ich merke er kriegt Angst nehme ich ihn an die Leine und wir gehen dem aus dem Weg. Er ist zumindest immer ansprechbar bzw. rennt eh zu mir Ausserdem regnet es Leckerlies, wobei er die meist nicht sofort nehmen kann. Ist es richtig wegzugehen? Oder hat das dazu beigetragen das er immer weiter "generalisiert" und ich habe ihm gezeigt das da wirklich etwas gefährliches ist? Bin grad echt unsicher wie ich mich verhalten soll. Er tut mir so leid wenn er so Angst hat.

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  • Ich würde versuchen so normal wie möglich weiter zu leben und da gar keine große Geschichte draus zu machen. Der Schreck sitzt jetzt erst mal tief, aber in 2-3 Woche sollte sich das wieder erledigt haben, wenn es vorher kein Problem war.


    Also etwas ausweichen, wenn es zu gruseligen Begegnungen kommt, aber durchaus signalisieren, dass alles ok ist und ein bisschen schön füttern.


    Wir hatten ein ähnliches Erlebnis, kanns ja mal kurz erzählen. Wir waren in den Weinbergen und genau neben uns ist eine von den Schreckschussanlagen losgegangen, war wirklich extrem laut und wir haben uns alle sehr erschrocken. Leni war komplett in Panik, wollte nicht weiter und hat sich in jedem Gebüsch versteckt. Wir haben den Spaziergang dann abgebrochen. Nun leben wir hier umgeben von Weinbergen, diese meiden ist keine Option.


    Ich bin dann 2 Tage im Feld mit ihr gelaufen und bin dann wieder in die Weinberge. Erst nur kleine Strecken, wo auf einer Seite auch Feld ist, damit Platz zum ausweichen ist und es gab ganz viele Kekse. Nach nun 3 Wochen ist es wieder gut und sie ist fröhlich wie vor dem Erlebnis. Also wenn Du da einfach cool und locker bist und ihn ermutigst, wird sich das wieder legen, denke ich. :smile:

  • Vielleicht wirklich einfach noch abwarten. Mich hat nur so stutzig gemacht, dass er z.B. auch auf nur Musik draussen so ängstlich reagiert. Aber klar war alles in der Situation dabei. Gehe momentan jedenfalls immer mit vielen Superleckerlies los, damit beruhigt er sich falls was ist dann meistens recht schnell.

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  • Es kann auch sein, dass du den Hund gerade etwas unsicher beobachtest und er auch deshalb auf vieles noch intensiv reagiert. Man ist ja selber plötzlich verunsichert, wenn man den Hund nicht mehr so einschätzen kann. Musik ist ja auch Krach (und Beat) ;)

    Nach einer Beißattacke brauchten wir auch mehrfach Normalität bis die Orte den Geschehens wieder begehbar waren.


    Ansonsten kann man auch durch Markern/Clickern (Click for Blick) gruselige Dinge unterstützen. Aber wenn dein Hund vorher eher taff war, könnte er sich auch so wieder zurecht finden.

  • Wo du es sagst, das kann echt auch der Fall sein. Er läuft eigentlich viel frei da er sich stark an mir orientiert und auch nicht jagen oder sonstwas machen geht. Spätestens wenn ich für sein Gefühl zu weit von ihm weg bin rennt er mir hinterher, wobei auch der Rückruf gut sitzt. Seit dem Ereignis hab ich aber wirklich immer diese pure Panik von ihm im Hinterkopf und das er wahrscheinlich einfach kopflos weggerannt wäre. Also beobachte ich immer auf Angstanzeichen. Er merkt das sicher das ich ihn viel genauer beobachte. Werde mal vermehrt darauf achten selber entspannt zu sein.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Dann kommt hier mal eine Gegenstimme... Klingt eigentlich nach ganz klassischer Ausweitung von Ängsten, wie es leider so oft mit Geräuschangst passiert und das ist höchst bedenklich und es sollte frühzeitig dagegen gewirkt werden.


    Ich wäre für das strikte Vermeiden negativer Eindrücke, Entspannungsübungen Zuhause und außerdem vielen tollen Erlebnissen draußen, Spielen, Toben, Training (wenn sies mag), Schnüffeln, Leckerlisuche. Und ja, wenn etwas passiert das sie ängstigt, dann definitiv ein Leckerliregen und (sobald möglich) Unterordnungsübungen. Das verhindert, dass sich die Ängste so intensiv einprägen können.


    Geräuschangst ist ein echtes A*schloch, sie weitet sich gerne aus und es lässt sich sooo schwer dagegen arbeiten, wenn sie erst mal gefestigt ist.


    Ich hatte sowohl einen Hund mit gefestigter Geräuschangst (ein Albtraum, in dem Fall auch noch genetisch verankert) und einen, der wie dein Hund nach einem Schockerlebnis auch anfing immer ängstlicher zu werden. Durch striktes Dagegenarbeiten war das nach ein paar Monaten Gott sei Dank wieder ok.

    L'enfer n'existe pas pour les animaux, ils y sont déjà - Victor Hugo

  • Danke für deine Meinung Chien_de_coeur . Werde vorsichtshalber auch mal versuchen da auch aktiv gegenzuwirken. So eine Geräuschangst hört sich wirklich blöd an. Und gerade Musik kann man ja kaum vermeiden. Ihm ist gerade auch Musik aus einem votbeifahrenden Auto scjon zuviel. Wobei ein paar Übungen und Suchspiele wenn wir uns von der Geräuschquelle entfernen ihn recht gut abzulenken scheinen. Hoffe wir kriegen das in den Griff.

  • Einige haben ja schon geantwortet, würde mich aber auch gerne einbringen :)


    Ich habe auch einen Hund aus dem Tierschutz, der jetzt ca. 1,5 Jahre alt ist. Kaya ist ein purer Angst hat. Sie hat vor allen Menschen eigentlich Angst. Was geholfen hat bzw. Stück für Stück besser wird ist, dass wir in sicherer Entfernung stehen bleiben und die Kleine gucken lassen. Wenn Menschen direkt auf mich zukommen gehe ich ein Stück zur seite, lasse sie absitzen und gebe leckerlies und lobe, wenn Personen an uns vorbei laufen. Das hilft ganz gut und sie gewinnt immer mehr an Selbstvertrauen.


    Vielleicht hilft es ja ; )

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