Hund hat einige Macken

  • Hallo ihr Lieben, wir haben eine 3 Jahre alte französische Bulldogge, Rüde. Der Gute ist ein ziemliches Kalb. Er wiegt knapp 20kg, ist aber nicht fett. Im Gegenteil. Wir werden vom Tierarzt immer für seinen tollen Körperbau gelobt. Sein Name ist Cooper und er ist ein echtes Goldstück. Typischer Bulli, der gefühlt 15 Stunden am Tag schläft ?

    Zu Fressen bekommt er einmal am Tag. Immer morgens. Wir hatten bisher fast keine Probleme mit ihm. Einzig beim Spazieren gehen, zog er öfter mal etwas forsch an der Leine aber das konnten wir regulieren. Vor genau 22 Monaten haben meine Frau und ich dann unser erstes Kind, eine Tochter bekommen. Cooper hat sie von Anfang an super aufgenommen. Er lässt ihre Spielsachen in Ruhe, lässt sich von ihr streicheln, drücken, kuscheln etc. Keine Probleme.

    Jetzt zu unseren Sorgen: Cooper hat von Anfang an sehr nervig auf Besuch reagiert. Er hat sich immer sehr gefreut und sich so reingesteigert, bis es fast nicht mehr ging. Er sprang am Besuch hoch, bettelte nach Streicheleinheiten und ließ sich einfach nicht mehr beruhigen. Ausserdem hat er ab ca 7-8 Monaten angefangen, den Fernseher zu attackieren. Wenn Hunde oder Pferde zu sehen waren, nahm er Anlauf und sprang Kopf vor in den Bildschirm. Ein Fernseher ging so bereits zu Bruch. Wir haben beide Eigenschaften versucht "abzutrainieren". Völlig ohne Erfolg. Es sieht so aus, als könnte sich Cooper in einer Stresssituation überhaupt nicht auf Lernübungen, Leckerlis oder Kommandos konzentrieren. Die beiden oben genannten Eigenschaften haben uns dazu gebracht, ein kleines Laufgitter am Durchgang zu unserem Wohn/Esszimmer anzubringen. So verhindern wir, dass er den Fernseher attackiert und wenn Besuch kommt, bleibt er dem Bereich fern und beruhigt sich so. Seit ca 10 Monaten, verschlimmern sich einige Angewohnheiten allerdings zusehends. Cooper pinkelt des öfteren aus heiterem Himmel in sein Körbchen obwohl er genug Auslauf bekommt. Auch wenn Besuch da ist, stellt er sich manchmal einfach (scheinbar aus Trotz) in den Flur und pinkelt dorthin. Wir haben in 2 verschiedenen Situationen jeweils als er für kurze Zeit Klein zuhause war, vergessen das Kinderzimmer und in dem anderen Fall, das Wohnzimmer abzuschließen. Im ersten Fall hat er auf die Decke in der Kuschelecke meiner Tochter gepinkelt, beim Zweiten auf die Couch. Wir wissen nicht warum. Ungefähr zur selben Zeit, fing er an beim Spazieren gehen teilweise sehr aggressiv anderen Hunden gegenüber zu reagieren. Kommt uns ein Halter mit seinem Hund an der Leine entgegen, hängt sich Cooper in sein Geschirr, bellt und grummelt wie wahnsinnig und lässt sich ebenfalls durch nichts ablenken. Es ist nicht möglich ihn in der Situation zu trainieren, da er auf nichts anderes reagiert. Den Hund meiner Eltern, ein Biyok, begann er richtig zu attackieren und zu beißen. Er wurde mit diesem Hund quasi groß und aktuell können wir sie gar nicht mehr zusammen lassen. Hinzu kommt, dass er in manchen Fällen mittlerweile sogar aggressiv gegen denjenigen wird, der ihn dann in so einer Situation ein Kommando gibt oder versucht ihn zu beruhigen. Wie ihr merkt, sind wir etwas verzweifelt und erhoffen uns Tipps oder Ideen, was wir noch machen können. Ob man es glaubt oder nicht, er ist eigentlich der liebste Hund auf Erden aber die angesprochenen Dinge sind wirklich ärgerlich.

    Danke im voraus

  • Ich würde den Hund so schnell wie möglich einem Facharzt für Orthopädie vorstellen. Klingt nach massiven Schmerzen und das Pieseln könnte auf einen Bandscheibenvorfall hindeuten. Bei der Rasse liegt es ja leider mehr als nah, dass der Rücken im Eimer ist.

  • Ich würde den Hund so schnell wie möglich einem Facharzt für Orthopädie vorstellen. Klingt nach massiven Schmerzen und das Pieseln könnte auf einen Bandscheibenvorfall hindeuten. Bei der Rasse liegt es ja leider mehr als nah, dass der Rücken im Eimer ist.

    Hmmm, also das kann ich mir jetzt ehrlich gesagt nicht vorstellen. Schmerzen scheint er keine zu haben. Wir waren gerade erst beim Tierarzt. Er ist super fit und vital. Ich gehe 2 mal in der Woche Joggen, wobei er einmal pro Woche für 30-45 Minuten mit mir an der Leine Joggen geht. Er hat keine der üblichen Bully Makel. Seine Schnauze ist freiatmend und sein Rücken (Stichwort Keilwirbel) sind einwandfrei. Wir haben bei der Anschaffung bereits sehr darauf geachtet.

  • Ich kann mir das anhand der Beschreibung sehr gut vorstellen. Solche Hunde zeigen das kaum an, wenn sie im Hormonrausch sind, schon gar nicht.


    Ein normaler Tierarzt kann so was nicht feststellen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Bist Du sicher, das es sich um eine Französische Bulldogge handelt?

    Ein Frenchi mit 20 kg kommt mir nicht reinrassig vor.

    Bei so vielen Problemen würde ich Euch empfehlen, einen guten Trainer draufschauen zu lassen.

    Alles Gute.

  • Sollte er dann aber nicht ständig Schmerzen haben? Wie gesagt, sein normaler Tagesablauf ist völlig entspannt. Er steht auf, frisst, macht mit mir und meiner Tochter eine frühe Morgenrunde, bekommt dann sein Futter. Dann ist er ca 3 Stunden alleine. In dieser Zeit schläft er meistens. Mittags kommt meine Frau nachhause und geht eine große Runde (1 1/2 Stunden) mit ihm. Danach zuhause dösen oder spielen, bis ich nachhause komme. Dann geht es wieder eine mittlere Runde oder zum Joggen. Wenn nicht eine der genannten Situationen Eintritt, ist er völlig normal.

  • Bist Du sicher, das es sich um eine Französische Bulldogge handelt?

    Ein Frenchi mit 20 kg kommt mir nicht reinrassig vor.

    Bei so vielen Problemen würde ich Euch empfehlen, einen guten Trainer draufschauen zu lassen.

    Alles Gute.

    Ja, haben wir überprüft weil es uns auch ungewöhnlich vorkam aber der Züchter war offiziell und Mitglied im Bullyverein. Wurde auch durch unseren Tierarzt verifiziert. Er ist wirklich ein Riese. Mein vorheriger Bully hatte maximal 13kg und war höchstens halb so groß

  • Das ist eigentlich recht typisch für Erkrankungen. Also, dass die Hunde total normal sind und nur hier und da ausrasten bzw. die Ausfälle kommen. Ich würde mich durcharbeiten, was gesundheitlich nicht stimmt und, wie gesagt, beim Bewegungsapparat anfangen.

  • Sollte er dann aber nicht ständig Schmerzen haben? Wie gesagt, sein normaler Tagesablauf ist völlig entspannt. Er steht auf, frisst, macht mit mir und meiner Tochter eine frühe Morgenrunde, bekommt dann sein Futter. Dann ist er ca 3 Stunden alleine. In dieser Zeit schläft er meistens. Mittags kommt meine Frau nachhause und geht eine große Runde (1 1/2 Stunden) mit ihm. Danach zuhause dösen oder spielen, bis ich nachhause komme. Dann geht es wieder eine mittlere Runde oder zum Joggen. Wenn nicht eine der genannten Situationen Eintritt, ist er völlig normal.

    Menschen sehen nicht immer, wenn ihre Tiere Schmerzen haben.

    Es gibt Tiere, die das auch nicht offen zeigen.

    Schmerzen können auch mal schlimmer und mal weniger schlimm sein. Mal da, mal nicht da.

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