Leckerchen bei Leaky Gut/Unverträglichkeiten?

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    Hallo zusammen,


    bei Wanda wurde ein Leaky Gut, also löchriger Darm, festgestellt. Das bedeutet, sie darf nur noch sehr wenige Dinge fressen und keine gängigen Kaustangen u.ä. bekommen. Da sie sich leider bislang kaum mit sich selbst beschäftigt (sie ist seit einigen Wochen bei uns und kommt aus dem Tierschutz), würden wir ihr so gern etwas zur Beschäftigung geben. Sie darf nichts Hartes bekommen und nichts aus den gängigen Fleischsorten. Hat jemand eine Idee, was wir ihr geben können?

    Ich habe schon etwas von einem Kauhorn vom Wasserbüffel gehört, einer Kauwurzel oder evtl. ein Hirschgeweih? Da bekommt sie nicht viel von ab.

    Vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme und einen Tip.

    Danke im Voraus!


    Verena mit Wanda

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Ich würde mich erstmal fragen wer diese Erkrankung überhaupt diagnostiziert hat und wie es um dessen Objektivität bestellt ist. Normalerweise bin ich echt nicht der Typ, der Tierärze anzweifelt, aber das "Leaky Gut Syndrom" wird auch in der Humanmedizin gerne als Erklärung für alle möglichen Arten von Unverträglichkeiten bzw. Problemen des Verdauungstraktes verantwortlich gemacht.

    Tatsächlich gab es aber 2017, als ich mich dazu mal informiert habe, keine einzige seriöse und unabhängige Studie, die die Existenz einer solchen Erkrankung bestätigt hat. Sehr wohl aber viele alternativ angehauchte Ärzte und Heilpraktiker, die mit dieser Diagnose und dagegen verschriebenen, selbst zusammengemixten Mittelchen ordentlich Kohle gescheffelt haben.

  • Schnappschildkroete Danke für deine Worte, das wollte ich nämlich gerade auch schreiben. Leaky Gut wird ja schon beim Menschen wie die Sau durchs Dorf getrieben (meines Wissens nach auch hier keine Studien, respektive werden die Guts komplett überbewertet), aber dass das nun auch in der Tierwelt angekommen ist um damit viel Geld zu machen, das hab ich noch nicht mitbekommen.

    Und ja, mich würde auch interessieren, wie es zu der Diagnose kam, welche Untersuchungen gemacht wurden und welche Probleme überhaupt zu einem Besuch beim Tierarzt geführt haben.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Erst einmal danke für eure bisherigen Antworten. Da das hier zu weit führen würde und das falsche Forum dafür ist, nur in Kurzform: Wanda ist eine ehemalige Zuchthündin, schlechte Haltung können wir nicht ausschließen. Als sie zu uns kam, hatte sie entzündete Ohren (chronisch, mit Verwachsungen), eine Bindehautentzündung, hat sich ständig die Pfoten geleckt und gebissen, sich gekratzt und ist Schlitten gefahren, zudem hatte sie etwas Blut im Stuhl. Nach mehreren unbefriedigenden Tierarztbesuchen war ich auch bei einer THP und habe eine Kotuntersuchung in einem externen Labor machen lassen. Das Ergebnis war ganz eindeutig ein Leaky Gut-Syndrom. Da wir zusätzlich eine Futtermittelunverträglichkeit/Allergie nicht ausschließen können, wollen wir zumindest vorsichtig sein.

    Zu der Thematik möchte ich mich aber näher in einem anderen Forum austauschen.

  • Wart ihr mit Wanda schon mal bei einem Tierarzt mit Fachspezialisierung Dermatologie/Allergologie?

    Mein Rüde hat auch eine Futtermittelallergie, die jahrelang nicht diagnostiziert wurde - bis ich ihn übernommen habe und nach einigen tiermedizinischen Fehldiagnosen dann direkt zum Fachmann bin, da bekamen wir dann die Diagnose Futtermittel- und ggf. Umweltallergie.


    Zu Leaky Gut sag ich mal nix, dazu wurde schon gesagt. Wobei, doch, eine Sache interessiert mich: wie kommt der THP auf die Diagnose und wie behandelt er das?


    Thema Futter: was verträgt sie, was nicht? Schaut im Internet mal nach getrockneten Organen vom z. B. Pferd, wenn sie das verträgt, das kommt eigentlich bei allen Hunden gut an und manche Kauteile beschäftigen dann auch lange.

    Alternativ und wenns billig sein soll: leere Klopapierrolle mit Leckerli oder Trofu befüllen und die offenen Enden einklappen. Hundi kann die Papprolle drimherum zerstören und kommt dann an die Leckereien ran. Oder auch einfach mal so ne leere Papprolle zum Kaputtmachen geben, mein Rüde liebt das und schleppt die Einzelteile dann gerne durch die Wohnung |)


    Ansonsten ein Tipp für heiße Tage... einfach mal Obst (z. B. Banane oder Mango) in Scheiben schneiden, mit Joghurt oder Wasser in kleine Joghurtbecher füllen und einfrieren. Kann man prima im Napf bereitstellen. Quasi Eis für Hunde.


    Gibt echt viele Möglichkeiten, man muss nur kreativ werden und auch mal gucken, was die Küche oder das Wohnzimmer so hergibt.


    Wenn es wirklich nur Knabberbeschäftigung für zwischendurch sein soll, würde ich eine Kaffeeholzwurzel holen. Die ist eher weich und kann nicht splittern wie anderes Holz; der Hund kann nur Krümel runternagen. Macht halt Dreck (und Krach, wenn der Hund das Teil vom Sofa auf den Boden fallen lässt).


    Permanent würde ich den Hund aber auch nicht mit Knabberkram bespaßen, sonst wird das irgendwann langweilig. Hundi soll ja auch lernen, dass man auch mal n paar Stunden einfach auf dem Sofa oder in der heimeligen Stoffbox dösen kann und somit "nix" tun kann.

  • Hallo Elias, bei einem Dermatologen war ich noch nicht, habe aber auch schon darüber nachgedacht.

    Die THP hat den Test nicht gemacht, sondern ein externes Labor. Sie hat mir nur die Auswertung übersetzt. Von ihr habe ich auch nur einen Therapievorschlag erhalten, die Sachen habe ich mir selbst gekauft. D.h. sie bekommt ein Mittel zum Darmschleimhautaufbau und später noch die Bakterien zugesetzt, die sie nicht mehr hat (und das sind einige).

    Ich bin auch nicht leichtgläubig, fand das Testergebnis jedoch eindeutig und habe auch viel darüber gelesen.

    Was sie nicht verträgt, weiß ich nicht mal genau, außer dass sie kein TroFu fressen soll (und nach den gemachten Erfahrungen verträgt sie es tatsächlich nicht gut). Wir wissen halt nicht, was sie vorher bekommen hat. Kaum war sie bei uns, fing aber das Lecken und kratzen an.

    Danke für deine vielen Tips. Das mit der Klopapierrolle habe ich auch schonmal gemacht, allerdings gehen mir gerade die Ideen für Leckerchen aus, da ich damit momentan nicht zu viel herumexperimentieren möchte bis es ihr besser geht.

  • In der Regel ist es sinnvoll so etwas aus der selben tierischen Quelle zu wählen wie bei den normalen Mahlzeiten.

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