Hund kann nicht alleine bleiben. Trotz erfolgreichem Training.

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    Hallöchen

    Ich brauche mal wieder euer Schwarmwissen, eure Ratschläge und Ideen.


    Vorgeschichte : Unsere Hündin kam letztes Jahr April zu uns. Vorher war sie mit einem anderen Hund zusammen (seit sie 6monate alt war). Sie ist jetzt ca 5 Jahre alt.

    Letztes Jahr Ende November kam mein Sohn zur Welt als Frühchen. Luna war daraufhin täglich bei der Nachbarin. Einmal die Woche war sie 2 Stunden alleine (im wohn/Schlafzimmer), dort machte sie immer rein. Egal wie lange man vorher mit ihr spazieren ging.

    Seit 4 Wochen ist mein Sohn zuhause und auch vorher 3 Wochen hatte ich es geschafft sie nicht alleine lassen zu müssen. Wir trainieren seit 6 Wochen das allein sein. Am Anfang befand sie sich alleine im Wohnzimmer während ich mich in anderen Räumen aufhielt, dies war überhaupt kein Problem, selbst nach 1 Stunde machte sie keinen muks. Dann fing ich an mich im unteren Bereich der Wohnung (nur Flur und Waschküche) aufzuhalten und auch da gab es keine Probleme. Als nächstes kam der Schritt nach draußen, ich machte die Haustür auch immer hörbar zu und entfernte mich vom Haus. Ich startete auch den Motor, da sie dieses Geräusch auch kennt.

    Es lief alles problemlos, wir waren soweit dass sie ohne Probleme 40 Minuten alleine blieb während niemand in der Wohnung oder in der Nähe war.


    Heute morgen fuhr ich meine große Tochter in die Schule, ich war mit allem drum und dran ganze 20 Minuten unterwegs. Als ich zuhause ankam, hat Luna das Bügelbrett zerkaut, unsere Matratze am unteren Ecke komplett zerkaut und ins Zimmer gepinkelt.


    Ich bin langsam wirklich ratlos und weiß nicht mehr was ich noch tun soll. Ich habe dafür keine Nerven mehr. Sie hatte überhaupt keine Probleme mehr gemacht.


    Vielleicht hat ja noch jemand einen Rat für uns, eine Idee.


    Ich werde unser kleines Kinderzimmer räumen und sie dort für diese Zeit unterbringen. Es ist leider kein gewohntes Umfeld (werde sie aber so gut es geht dran gewöhnen). Ich muss nur einmal die Woche für 20 Minuten weg, das muss einfach machbar sein. loudly-crying-dog-face

  • Das Training war wohl doch nicht so erfolgreich. :/

    Hattet ihr mal einen Trainer da gehabt, der sich das anguckt, die Frage ist eben, wieso sie so da ein Problem hat alleine zu bleiben.


    Was für eine Rasse ist sie? Verfolgt sie dich im Haus viel? Ist sie ein eher ruhiger Hund oder eher aufgeregt? Macht sie sonst auch Dinge kaputt?

    Beim Vorbesitzer konnte sie mit dem Zweithund alleine bleiben?

    Wo bleibt sie den alleine? Hat sie das ganze Haus/ Wohnung zu Verfügung?

  • Habt ihr sie mal mit einer Kamera beobachtet beim Alleinbleib-Training? Ich könnte mir vorstellen, dass sie vielleicht nicht gebellt oder etwas zerstört hat, aber trotzdem nicht entspannt war. Und es dann wieder gekippt ist, zumal der Hund wahrscheinlich den Unterschied zwischen üben und "richtig" gehen merkt.


    Das wäre für mich der erste Schritt, schauen, ob der Hund tatsächlich entspannt ist, wenn man nicht da ist. Wenn das nicht der Fall ist, müsste man da ansetzen. Ist natürlich auch doof, weil der Hund jetzt schon häufig die Verknüpfung zwischen allein sein und heftigem Stress hatte, aber nun nicht mehr zu ändern.

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  • Heute morgen fuhr ich meine große Tochter in die Schule, ...


    Hast du bisher immer allein geübt? Es kann sein, dass es für deinen Hund einen großen Unterschied macht, ob du allein das Haus verlässt oder mit Kind (oder auch mit jemandem anders).

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Es lief alles problemlos, wir waren soweit dass sie ohne Probleme 40 Minuten alleine blieb während niemand in der Wohnung oder in der Nähe war.

    Das bedeutet, der Hund konnte es schon mal.


    Nun zu meiner Frage: ist Deine Hündin kastriert oder steht sogar eventuell eine Läufigkeit bevor?

  • kannst du den hund räumlich eingrenzen beim alleine bleiben? Also box oder zimmerkennel. Das würde ich nämlich machen. Das eingrenzen kannst du üben und DANN mit dem allein bleiben verbinden, wenn das steht.

  • Bei Lucy hat das Alleine-bleiben-können auch etwas länger gedauert - und zwischendurch gab es immer wieder mal Rückschritte.

    Auf die Rückschritte folgte aber dann meist nach ein paar weiteren Tagen Training ein großer Sprung in die richtige Richtung.


    Wir haben mehrere Kameras im Haus verteilt - und auch heute schaue ich noch regelmäßig rein, wenn Lucy alleine ist.


    Die Kameras kann ich wirklich sehr empfehlen, weil man sieht, was der Hund macht, wie er sich verhält, wie die Körpersprache ist, ob es einen gewissen Zeitpunkt gibt, zu dem die Situation kippt usw.

    Mir war besonders wichtig zu wissen, ob Lucy ängstlich ist, wenn wir weg sind - das war sie aber zum Glück nicht.


    Außerdem haben bei uns Rituale sehr geholfen.

    Bei uns hatte sich z.B. ganz nebenbei folgender Ablauf eingeschlichen.


    1. Spazieren gehen

    2. Duschen (also Mensch, nicht Hund ;))

    3. In Ruhe fertig machen

    4. Haus ruhig verlassen


    Dieser Ablauf war Lucy für einige Monate sehr wichtig.

    Wenn mein Mann z.B. zum Holz machen in den Wald gefahren ist, hat er vorher nicht geduscht - das war dann eine Katastrophe.

    Obwohl Lucy zu diesem Zeitpunkt "eigentlich" 2-3 Stunden problemlos alleine bleiben konnte, kam sie überhaupt nicht zur Ruhe.

    Es hat ein bisschen gedauert, bis wir gemerkt haben, WAS genau Lucys Ritual ist (also nicht nur die 3 Minuten vor dem Verlassen des Hauses, sondern dass es für sie schon deutlich früher losgeht)


    Mittlerweile ist es überhaupt kein Problem mehr, wenn wir ohne "Ritual" aufbrechen. Aber für einige Monate war es für Lucy sehr wichtig, dass "ihr" Ablauf eingehalten wird.



    Außerdem war bei uns "räumlich begrenzen" sehr schlecht.

    Wir hatten Lucy anfangs im Wohnbereich gelassen (ca. 50 qm) und die Tür in den Flur (und somit zu den weiteren Räumen) verschlossen.

    Das hat überhaupt nicht geklappt.

    Es war ein ganz großer Schritt nach vorne, als ich die Tür dann offen gelassen habe, so dass sie wie gewohnt im ganzen Haus bewegen konnte (Ankleidezimmer und Büro waren zu - aber das kennt sie, weil die Türen zu diesen beiden Räumen auch im Alltag fast immer geschlossen sind).


    Außerdem hat Lucy vor der Wohnungstür nun ein Körbchen stehen.

    Sie wartet anscheinend gerne nahe vor der Tür - kann dabei aber gut entspannen (sie schläft tief und fest, meist auf der Seite liegend oder sogar auf dem Rücken mit Pfoten in der Luft - also wirklich entspannt und ohne Anspannung - auch da ist die Kamera Gold wert, weil ich Lucys Stimmung dadurch einschätzen kann).


    Während und nach der 1. Läufigkeit gab es bei uns dann nochmal einen großen Rückschritt und ich dachte schon, wir sind wieder bei 0 angelangt.

    Aber anscheinend waren es "nur" die Hormone - nach Ende der Scheinträchtigkeit konnte Lucy von jetzt auf gleich wieder problemlos alleine bleiben.

    Bei der 2. Läufigkeit gab es 2-3 Tage, an denen Lucy beim Alleine bleiben nicht richtig zur Ruhe kam - aber insgesamt war es ganz in Ordnung.

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