"Platz" aus der Bewegung - Wie habt ihr es geübt?

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    Hallo zusammen,

    ich würde bei uns gerne einen extra Befehl für "Platz" aus der Bewegung heraus etablieren. (Habe die Hoffnung, das dann unterstützend beim Anti-Jagd-Training einsetzen zu können...)

    Nur - wie übe ich das am günstigsten?

    Wenn wir Hetzspiele machen, sag ich Merle vorher, ob sie gleich laufen darf oder abwarten muss.

    Wenn ich ihr jetzt das okay zum Laufen gebe und dann plötzlich ein "Platz" hinterher schiebe, befürchte ich, sie einfach nur zu verunsichern.


    Mag mir jemand einen Tipp geben? :rollsmile:

    Es grüßt Anne mit Merle (* 04/2016 - Labbimix) und Pflegling Summer (* 03/2012 - Golden Retriever).


    Unvergessen

    Castor vom Hörselberg (DSH)

    Idefix (JRT-Mix)

  • Hallo,

    ich habe das mit Futtertreiben und Helfer aufgebaut.

    Also den Hund an der Futter hand geführt und dann an der Futterhand ins Platz gebracht. Im nächsten Schritt minimal die Hand von der Schnauze entfernt, wenn der Hund lag und dann bestätigt. Dann schrittweise die Hilfen abgebaut und die Distanz bis zur Belohnung.

    Danach erst die Futter Hand komplett abgebaut und den Hund ohne Futtertreiben aber mit Körperhilfe aus dem Gehen ins Platz.


    Und dann angefangen den Hund zu seinem Spielie /Target zu schicken und dort ins Platz. Helfer hat Spiel blockiert und den Ball fürs Platz geworfen.

  • Alternativ könnte man das "Platz" so aufbauen, wie das Voraus im Sport.


    Bei allen bisher genannten Methoden (Platz aus dem Fußlaufen, Voraus, Platz aus dem Spiel) ist allerdings das Problem, dass der Hund schnell verknüpft, dass er nur über Ausführung des Kommandos zum Ziel kommt. Bei flüchtendem Wild wird ein normal intelligenter Hund vermutlich schnell kapieren, dass das System hier nicht funktioniert. Ich befürchte, dass es ohne aversive Absicherung (bei passionierten Jägern) nicht funktionieren wird...

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  • Reizangel.

    1. 'Je schneller du liegst, desto schneller geht der Spaß weiter.'

    2. 'Wenn du unerlaubt aufstehst ist der Spaß vorbei.'

    Die Spielregeln waren schnell klar und tief verinnerlicht.

    Das ist unser Nothalt, sitzt bombenfest, besser als der Rückruf (bei dem ich mir eigentlich deutlich mehr Mühe gegeben habe).


    Generell Platz aus der Bewegung für UO habe ich ganz simpel aufgebaut mit erst stehen bleiben bei Kommando, dann ganz langsam gehen usw, bis es auch im joggen klappt. Aber ich glaube, das ist nicht das was du suchst.

  • Mit Lucy damals habe ich es auch unter anderem über die Reizangel aufgebaut, wobei es ihr halt vornehmlich ums Hetzen ging. Also ihr vermittelt: sobald du liegst, geht der Spaß weiter. Je schneller sie lag, umso schneller Spaß!!


    Dazu auch über Futter werfen: Hund ist um mich rum auf der Wiese, ich sage Sitz (keinerlei alternativen Reize zu Anfang um uns rum!), sobald Hund sitzt, fliegt Futter, zu Anfang zeitgleich Auflösekommando. Hund frisst das Futter, schaut mich an, ich lauf ein Stück mit dem Hund mit (der halt irgendwo um mich rum, aber in Erwartungshaltung), sag Sitz oder Platz, sobald Kommando eingenommen ist, fliegt Futter... Eine hohe Erwartungshaltung des Hundes ist im Aufbau auf jeden Fall von Vorteil. Sitzt das gut, gibt es das Auflösekommando erst später. Geht alternativ je nach Hund mit Sicherheit genauso gut mit Spielzeug. Lucy und Grisu haben das noch so gelernt und es hat super funktioniert (muss man halt wirklich mit Timing und guter Belohnung in reizarmer Bewegung aufbauen".


    Bei Wild dagegen arbeite ich lieber darüber, dass der Hund gar nicht erst ansetzt und das Wild der Auslöser für ein bestimmtes Alternativ-Verhalten ist (verharren oder umorientieren in meinem Fall). Aber ich hab auch Hunde, mit denen das geht... Ich denk mir immer, wenn der Hund erst durchgestartet ist, ist es viel schwieriger, noch irgendwie zu dem durchzudringen, als wenn man am ersten Impuls arbeitet bei Sichtung.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Also den Hund an der Futter hand geführt und dann an der Futterhand ins Platz gebracht. Im nächsten Schritt minimal die Hand von der Schnauze entfernt, wenn der Hund lag und dann bestätigt. Dann schrittweise die Hilfen abgebaut und die Distanz bis zur Belohnung.

    Danach erst die Futter Hand komplett abgebaut und den Hund ohne Futtertreiben aber mit Körperhilfe aus dem Gehen ins Platz.

    So wird das bei uns in der Halle fürs Obedience aufgebaut, ich hab es nie probiert, scheint mir für den Sport aber zu funktionieren. Hilft das denn deiner Erfahrung nach auch bei Wildsichtung?

  • Meine lernen Platz fast nur aus der Bewegung, von klein an. Ueber die Futterhand.


    Platz ist hier eigentlich das wichtigste Kommando ueberhaupt . D.h. aber auch, das ich sehr wohl sehr deutlich korrigiere, wenn der Hund (nach einem absolut sauberen Aufbau!) z.B. doch erst noch ueberlegt, statt es auszufuehren (Ausnahme sind Dinge wie Fehler im Aufbau, Schmerzen beim Hund, usw.)

    Meine lassen sich auch im hetzen ablegen. Zumindest die Malis. Pan, die Jagdsau...der findet Platz mittlerweile bloed :roll: stoppt durch das Kommando aber und sitzt/steht dann eben. Passt mir nicht so ganz, da er sich aber aktuell nicht hinlegen mag (und er nur an ausgesuchten Stellen Freilauf hat), akzeptiere ich es mal bis ich die Ursache gefunden habe..



    EDIT:

    So sieht das hier aus

    [Externes Medium: https://youtu.be/DXNsEwb-EaY]

    Wir sind zusammen an Grenzen gegangen nur um diese um ein unendliches zu erweitern. (©Lockenwolf)


    Die Malis und der Pan

  • (Habe die Hoffnung, das dann unterstützend beim Anti-Jagd-Training einsetzen zu können...)

    Möchtest du, dass der Hund während des Hetzen ins Platz geht? Das wäre eine sehr schwierige Übung...

    Oder möchtest du, dass er ins Platz geht, wenn er Wild sieht, bzw. bevor er es sieht und du es bemerkt hast?


    Sollte das der Fall sein, würde ich testen, ob ins Platz fallen für deinen Hund eine naheliegende Handlungsweise ist. Ich habe lange erfolglos trainiert, dass mein Hund sich von flüchtendem Wild abwendet, bis ich erkannt habe, dass sein alternatives Verhalten das "Steh" (bei uns "Warte") ist. Mein Hund wendet sich immer noch nicht ab, wenn Rehe flüchten, aber auf "Warte" bleibt er solange stehen, bis ich bei ihm bin und ihn anleinen kann.


    Ins Platz zu fallen halte ich (je nach Erregungslevel des Hundes) für eine sehr fortgeschrittene Gehorsamsübung bei Wildkontakt.

  • Meine DSH konnte ich alle so wie in dem Video ins Platz schicken und dadurch vom Hetzen abhalten, ein Rückruf wäre m.E. viel schwieriger gewesen da sich der Hund dann vom Jagdobjekt abwenden muss.

    Meinen Dackelhündin kann kein Platz, sie stoppe ich mit einem "wart, bleib" aus der Bewegung und sie bleibt stehen bis ich bei ihr bin.

  • Danke für eure ausführlichen Antworten :bussi:

    Direkt aus dem Hetzen heraus ins Platz ist sicher eher Wunschdenken (bei uns :hust:), erfreulich aber zu sehen, dass es bei euch klappt. Das motiviert dann doch.

    (Hund ist natürlich immer an der Schleppleine in fraglichen Gebieten, weil Bedenken aufkamen. Aber es wäre natürlich nett, sie würde da nicht immer reinbrettern wie nichts Gutes - irgendwann renk' ich mir die Schulter noch aus...)


    Ich werde es jetzt so probieren, dass ich aus dem Gehen ins Joggen und dann ins Laufen steigere und wenn das passt, diese Geschichte mit der Reizangel anfangen. Und wenn es uns fürs Nicht-Jagen nützt, umso besser, ansonsten ist es ja wenigstens eine schöne Grundgehorsamsübung :smile:

    Es grüßt Anne mit Merle (* 04/2016 - Labbimix) und Pflegling Summer (* 03/2012 - Golden Retriever).


    Unvergessen

    Castor vom Hörselberg (DSH)

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