Hund(e) und Baby - Plauderthread

  • Das sehe ich genauso wie @Zweizylinder und finde es eine gesunde Einstellung zu sagen dass man jetzt Mal etwas Ruhe will.

    Ich hab beide Kids recht früh "alleine" (mit der Familie) gelassen und habe beide Male Aktivitäten ohne die Kids gemacht. Vor 2 Jahren war das ein Sprachkurs 2x die Woche, jetzt ist es Fitnessstudio und ein Nähkurs. Die Kinder sind in der Zeit gut betreut, entweder von den Grosseltern oder sie sind bei meinem Mann und ich freue mich einfach Mal Zeit für mich zu haben und etwas von Anfang bis Ende zu machen ohne zig Unterbrechungen.

  • Aber du weißt doch gar nicht, wie ich und wie oft ich es sage? Ich mag nur nicht von vornherein einen Maulkorb bekommen...vielleicht noch von Leuten, denen meine Meinung angeblich wichtig ist.

  • Andersrum stört es mich auch sehr, wenn die Hunde vorher alles und noch mehr durften (als man definitiv noch keine Kinder wollte, denn die Hunde sind meine Kinder) und plötzlich, wenn die Kinder da sind, werden die mit dem A* nicht mehr angeschaut und versauern im Garten.

    Das ist etwas was ich leider auch sehr oft mitbekommen habe. Dass Hunde kurzzeitig wegstecken finde ich ja noch ok, aber ich bekomme immer öfter mit dass die dann wirklich nurmehr im Garten versauern und sich dann ständig darüber beklagt wird wie nervig und unausgelastet der Hund sei. Ich sage nix mehr dazu sondern denke mir nur meinen Teil, aber Leid tut es mir...

  • Während eines Gesprächs kann man auch klar sagen, wenn man es nicht versteht, dass jemand keine Kinder möchte. Man sollte aber auch denjenigen seine Meinung lassen, wenn er anders drüber denkt.


    Einer Person immer wieder zu sagen, man würde seine Entscheidung nicht verstehen oder sogar gutheißen, ist jedoch übergriffig.

    Aber du weißt doch gar nicht, wie ich und wie oft ich es sage? Ich mag nur nicht von vornherein einen Maulkorb bekommen...vielleicht noch von Leuten, denen meine Meinung angeblich wichtig ist.

    Das war ja auch allgemein gemeint, nicht persönlich.

    Bitte nicht angegriffen fühlen, so war das nicht gemeint.

  • Kommt ja wohl auch immer drauf an, wie gut man die Leute kennt. Von unserem unerfüllten Kinderwunsch wissen aus dem Bekannten- und Verwandten- und Freundeskreis 6 Personen Bescheid (3 Familien). Allen anderen Personen erzählen wir seit 10 Jahren, dass wir keine Kinder möchten. Und das letzte, was ich dazu hören mag ist : ach, ihr entscheidet euch bestimmt noch um, ach wartet doch mal ab oder Langsam solltet ihr mal... Nur weil ich die genauen Gründe nicht jedem erzähle.

    Wenn das so einfach wäre, hätten wir zwei Kinder. Das war nämlich immer der Wunsch.

    Und das mit Hund ist der Mittelpunkt und wenn das Kind kommt ist er abgeschrieben hatten wir im Verwandtenkreis. Der Hund hat mir so leid getan als Kind.

  • Andersrum stört es mich auch sehr, wenn die Hunde vorher alles und noch mehr durften (als man definitiv noch keine Kinder wollte, denn die Hunde sind meine Kinder) und plötzlich, wenn die Kinder da sind, werden die mit dem A* nicht mehr angeschaut und versauern im Garten.

    Das ist etwas was ich leider auch sehr oft mitbekommen habe. Dass Hunde kurzzeitig wegstecken finde ich ja noch ok, aber ich bekomme immer öfter mit dass die dann wirklich nurmehr im Garten versauern und sich dann ständig darüber beklagt wird wie nervig und unausgelastet der Hund sei. Ich sage nix mehr dazu sondern denke mir nur meinen Teil, aber Leid tut es mir...

    Ich finde das auch schlimm und traurig :( :

    Andererseits kann ich es ein kleines bisschen verstehen, dass man (je nach Kind) 1-2 Jahre nicht alles schaffen KANN.

    Was es natürlich nicht besser macht!

    Ich möchte damit nur sagen, dass es nicht immer ein „ist zu faul“ / „die Hunde sind plötzlich egal“ ist, sondern dass man je nach Kind tatsächlich einfach nicht mehr regelmäßig 1-2 Stunden Hunderunden (mit dem Fokus auf den Hund) machen kann.

    Bei uns klappt das nur deshalb gut, weil mein Mann oft mit Lucy unterwegs ist.

    Lucy ist draußen kein „Mitlaufhund“.

    Eine kurze Löserunde ist kein Problem - aber alles, was darüber hinaus geht bzw. alles, was wirklich für Lucy Spaß und Auslastung ist, wäre bis vor kurzem alleine schwierig gewesen.


    Ich muss deshalb ganz ehrlich sagen, dass ich natürlich unglaublich froh bin, dass Lucy da ist - aber ich würde kurz vorm Kinderwunsch wahrscheinlich keinen Hund mehr aufnehmen - also zumindest nicht, wenn nicht wie bei uns ganz klar ist, dass beide Partner absolut überzeugt sind und beide Partner etwas mit dem Hund machen.


    Oder, wenn man regelmäßig jemanden zur Kinderbetreuung hat.

    Jonas ist alle 2-3 Wochen einen Nachmittag bei meiner Mama - wäre das z.B. 1-2 Mal wöchentlich der Fall, würde das natürlich auch schon wieder ganz anders aussehen - dann kann man ja Dummytraining o.ä. entsprechend planen.

  • Wobei ich da sagen muss dass es einem Hund ggü fair wäre eine Lösung zu finden. Sei es Gassigeher, irgendwas zu Hause trainieren, usw. Wenn's garkeine andere Lösung gibt empfinde ich persönlich Abgabe besser als im Garten versauern.

    Gerade mit Baby kann man es aber noch einrichten dass auch der Hund raus kommt. Später wird es schwieriger, das stimmt. Aber auch da KANN man etwas tun. Und sei es Tricks üben mit Hilfe vom Kleinkind. Wenn der Papa von der Arbeit kommt sich noch schnell ne Runde aufs Rad schwingen. Am Wochenende wenn der Partner daheim ist aufteilen, usw.

    Wenn der Hund aber gar nicht mehr beachtet wird weil jetzt ein Kind da ist ist das sehr traurig. Da geht's gar nicht darum mit dem Hund was weiß ich wie viele Kilometer zu laufen oder mit ihm Prüfungen zu laufen sondern einfach dass der Hund genauso Teil der Familie bleibt wie er es immer war. Und nicht abgeschoben wird weil er jetzt stört, wo ein Kind da ist.

  • Wobei ich da sagen muss dass es einem Hund ggü fair wäre eine Lösung zu finden. Sei es Gassigeher, irgendwas zu Hause trainieren, usw. Wenn's garkeine andere Lösung gibt empfinde ich persönlich Abgabe besser als im Garten versauern.

    Gerade mit Baby kann man es aber noch einrichten dass auch der Hund raus kommt. Später wird es schwieriger, das stimmt. Aber auch da KANN man etwas tun. Und sei es Tricks üben mit Hilfe vom Kleinkind. Wenn der Papa von der Arbeit kommt sich noch schnell ne Runde aufs Rad schwingen. Am Wochenende wenn der Partner daheim ist aufteilen, usw.

    Wenn der Hund aber gar nicht mehr beachtet wird weil jetzt ein Kind da ist ist das sehr traurig.

    Bei uns wäre von diesen Dingen tatsächlich nichts möglich

    Gassigänger gibt es hier nur privat (also Jugendliche, die ihr Taschengeld aufbessern möchten usw.), denen würde ich Lucy nicht anvertrauen, weil sie kein Mitlaufhund ist.

    Mit Baby ging es bei mir tatsächlich nur zur Löserunde.

    Jonas war ungern draußen - im Kinderwagen gar nicht gerne - und in der Trage wären körperliche keine 2 Stunden mit Baby UND Hund (Lucy wäre dann an der Schleppleine gewesen und die muss man ja auch händeln) für mich möglich gewesen (also die ersten ca. 6 Monate)

    Wenn mein Mann von der Arbeit kam, habe ich abgepumpt usw.

    Und irgendwann war ich auch einfach müde und hätte da einfach nicht noch 2 Stunden Spaziergang - mit Konzentration, weil ohne ginge es ja wieder nur an kurzen Leine, was dann ja nicht der Sinn davon wäre - mit Lucy geschafft.


    Klar, das ist jetzt alles eine spezielle Situation - und natürlich hätten wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, eine Lösung zu finden, wenn nicht sowieso mein Mann die großen Runden und die Auslastung übernommen hätte.

    Das wiederum war aber auch nur möglich, weil er durch seine Arbeitszeit tagsüber zu Hause ist.

    Wäre er jeden Tag erst um 17:30 Uhr heimgekommen, hätte er sich ja irgendwann zwischen Zeit mit Baby und Zeit mit dem Hund entscheiden müssen…


    Ich will damit wie gesagt nur sagen, dass es nicht immer dieses „ich bin zu faul“ ist.

  • Ich sag es ja gar nicht dass es ein "zu faul" ist. Aber wenn es absehbar ist dass es sich nicht ändern wird dann sollte man sich die Frage stellen ob es für den Hund fair ist.

    Du sagst ja selber dass bei euch die Situation so war wie sie war und dein Mann da war. Wäre dein Mann nicht da gewesen und wäre es absehbar gewesen dass Lucy die nächsten Jahre zurückstecken muss schätze ich dich schon so ein dass du dir da überlegte hättest was für sie das beste wäre.

    Ich erinnere mich aber von dir an ganz viele Lucy und Jonas Momente wo man sieht dass Lucy Teil eures Alltags ist. Das hat überhaupt nichts mit "im Garten versauern" zu tun.

  • Ich kenne durch meine Vereine (Sport und Tradisegeln) ein altersmäßig ziemlich gemischtes Publikum und keiner von denen, der mit 20 definitiv :klugscheisser: keine Kinder wollte, ist letztendlich dabei geblieben. Ein einziges Pärchen hat zu lange gewartet und nun ist man mit Mitte 50 sehr unglücklich darüber.

    Aha wow. Da kenn ich genügend andere, die mit 20 kein Kind wollten und es nach wie vor dabei geblieben ist, inklusive mir. Zusätzlich sollte man nicht vergessen, auch wenn es ein Tabuthema ist, dass viele Mütter das Kinderkriegen bereuen und die Lebensqualität durch das Kind stärker gesenkt wird als beim Verlust des Partners durch einen Todesfall.

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