Hund(e) und Baby - Plauderthread

  • Dass die Hunde zurückstecken, ist hier ja auch so...

    Als Karli ganz klein war, konnte ich noch ganz gut ohne ihn weg. Wenn er geschlafen hat, schlief er. Und da war noch Sommer, ich hatte also viel mehr helle Stunden am Tag. Uuuund er hatte keinen Rhythmus, was mich gerade abends flexibel gemacht hat.

    Nun schlafe ich morgens lieber noch ne halbe Stunde, mein Mann macht ihn dann schon mal für den Tag fertig. Nach über einem halben Jahr Schlafentzug geht mein Schlaf halt vor. Sorry, Hunde.

    Die Hunde warten bis zum ersten Spaziergang unruhig und jammernd (lösen dürfen sie sich natürlich kurz zwischendurch).

    Heute bspw. ging der Tag um 4:20 los. Ich lag dann noch im Bett, um 5:30 bin ich duschen gegangen und Karli war mit Papa in der Wanne. Anziehen, lirumlarum, um 6:40 sind Karli und ich wieder schlafen gegangen. Mein Mann ist um 7:30 zur Arbeit los, die Hunde haben im Wohnzimmer wartend weiter geschlafen.

    8:15 sind Karli und ich aufgestanden. Ihn wickeln, stillen, mich anziehen, Zähne putzen usw. 9:00 - wo ist die Zeit hin?

    Dann habe ich gefrühstückt (Karli isst da auch mit). Um 9:45 sind wir losgekommen zum spazieren. Die Hunde geladen wie Druckkessel.

    45 Minuten gemütlich durch den Wald. Danach gucken die mich an, als wollte ich sie veräppeln, wenn wir wieder am Auto sind.

    Zuhause Hunde abtrocknen, füttern, Karli wickeln und er ist schon wieder müde. Seit 11:20 schläft er wieder, die Hunde sind im Wohnzimmer.

    Tja. Heute geht’s nochmal raus, klar. Zwischendurch wird auch mal gekrault. Aber das, was vor allem Nell wichtig ist: mein zusätzliches Körperteil sein? Geht nicht. Ich sitze nie (!) auf dem Sofa.

    Heute wird noch Mittag gegessen, gespielt, wo die Hunde halt dabei sind, wie gesagt geht’s nochmal raus. Aber um 18-19 Uhr will Karli ins Bett. Ich schaffe nix. Mein Mann kommt frühestens um 17:30 nach Hause. Der kuschelt abends vorm Fernseher dann mit den Hunden und bringt sie nochmal vor die Tür.

    Den Hunden geht’s sicherlich nicht schlecht. Aber ja: sie stecken zurück. Ich denke, dass es mit der Zeit immer besser wird. Bald ist es wieder länger hell, wir haben ab Sommer den großen Garten, wo ich auch unter der Woche Dummytraining machen kann. Karli wird ja auch unabhängiger mit der Zeit.

    Was ich mit diesem elendig langen Post sagen will: es gibt leider nicht für alles Lösungen. Meinen Hunden mangelt es nicht an Bewegung. Wir gehen fast täglich 1,5 h am Stück raus, sie machen am Wochenende was für den Kopf. Aber die Zuwendung von mir ist leider kaum da. Dafür kann ich niemanden bezahlen, also müssen wir da durch.

  • Ich sag es ja gar nicht dass es ein "zu faul" ist. Aber wenn es absehbar ist dass es sich nicht ändern wird dann sollte man sich die Frage stellen ob es für den Hund fair ist.

    Du sagst ja selber dass bei euch die Situation so war wie sie war und dein Mann da war. Wäre dein Mann nicht da gewesen und wäre es absehbar gewesen dass Lucy die nächsten Jahre zurückstecken muss schätze ich dich schon so ein dass du dir da überlegte hättest was für sie das beste wäre.

    Ich erinnere mich aber von dir an ganz viele Lucy und Jonas Momente wo man sieht dass Lucy Teil eures Alltags ist. Das hat überhaupt nichts mit "im Garten versauern" zu tun.

    So hatte ich es auch überhaupt nicht aufgefasst :bussi:

    Ich wollte nur sagen, dass ich Verständnis habe, dass es einfach mal 1-2 Jahre gar nicht gehen kann, wenn man z.B. als Frau den Hund wollte und der Mann sich mit dem Hund einfach nicht befasst hat und das auch nicht ändern möchte.

    Und ja - ich fände dann eine Abgabe auch fairer für den Hund.


    Mittlerweile geht es bei uns aber auch schon alles einfach.

    Wir sind die große Hunderunde ja (meist) alle gemeinsam draußen. Und da findet Jonas das Dummytraining oder wenn ich was für Lucy verstecke, total interessant.

    Heißt, das könnte ich wohl nun auch einbauen, wenn ich alleine mit den beiden unterwegs bin, weil Jonas sich dabei nicht mehr langweilt, sondern gerne zuschaut.

    Aber das wäre vor 1 Jahr zum Beispiel noch nicht möglich gewesen.


    Kommt aber natürlich auch auf Hund und Kind an.

    Lexi war z.B. zu 99% komplett ohne Leine unterwegs. Und wenn ich mal 2 Minuten den Fokus nicht auf ihr hatte, konnte ich mir trotzdem sicher sein, dass sie in meiner Nähe bleibt.

    Aber Lexi hat 90% der Dinge, die Lucy interessieren, gar nicht wahrgenommen… Bzw einfach ausgeblendet.

    Wenn am Horizont ein Reh zu sehen ist, muss ich Lucy SOFORT abrufen - Lexi hätte das total kalt gelassen, ob da ein Reh steht oder nicht :lol:

    Da hätte ich problemlos erst 2 Minuten später reagieren können.

  • Das ist etwas was ich leider auch sehr oft mitbekommen habe. Dass Hunde kurzzeitig wegstecken finde ich ja noch ok, aber ich bekomme immer öfter mit dass die dann wirklich nurmehr im Garten versauern und sich dann ständig darüber beklagt wird wie nervig und unausgelastet der Hund sei. Ich sage nix mehr dazu sondern denke mir nur meinen Teil, aber Leid tut es mir...

    Ich finde das auch schlimm und traurig :( :

    Andererseits kann ich es ein kleines bisschen verstehen, dass man (je nach Kind) 1-2 Jahre nicht alles schaffen KANN.

    Was es natürlich nicht besser macht!

    Ich möchte damit nur sagen, dass es nicht immer ein „ist zu faul“ / „die Hunde sind plötzlich egal“ ist, sondern dass man je nach Kind tatsächlich einfach nicht mehr regelmäßig 1-2 Stunden Hunderunden (mit dem Fokus auf den Hund) machen kann.

    1-2 Jahre hätte ich jetzt im Zweifel auch noch zu kurzfristig gezählt ;) Sollte auch von mir kein Vorwurf in die Runde hier sein, habe ich aber im RL schon erlebt und fand halt diesen speziellen Kontrast schon sehr krass.

  • Hier haben beide Kids schon sehr früh viel Zeit am Boden verbracht, ich saß daneben und die Hunde saßen/lagen eben rum.

    In den Fällen die ich kenne ist das auch nicht mehr gegeben. Und nach dem ersten Kind kam sofort das zweite und Hunde stecken seit dem ersten Baby nur zurück. Kenne auch einen Fall da wurde sich wissend dass man bald schwanger werden will ein Welpe zu einem Baby dazu gekauft (nebst vorhandenem Hund). Jo. Der Welpe sieht und sah nix außer den eigenen Garten.

  • Ach so - vergessen:

    Kuscheln und Körperkontakt war bei uns z.B. dafür kein Problem.

    Da Lucy so lieb zu Jonas ist, durfte sie von Anfang an immer dabei sein und z.B. beim Fläschchen geben Kontakt mit mir liegen.

    Oder wenn ich mit Jonas auf dem Boden war/bin - da legt sie sich einfach dazu. Beim Vorlesen sowieso.

    Das ist für Lucy etwas, was sie jetzt sogar mehr hat, als früher.

  • Ich bin ehrlich froh, dass mein Freund in Elternzeit ist und so sich um die Hunderunden und die abendliche Kuscheleinheiten kümmern kann. Wenn der Kleine auf mir einschläft, ist halt Hundebespaßung schwierig. Mit besserem Wetter gibt sich das hoffentlich, so dass ich wenigstens im Garten dann was mit Candie machen kann. Und später krieg ich es vielleicht auch gebacken, mich für ein gemeinsames Gassi fertig zu machen (im Moment weiß ich nicht mal, wie ich es schaffen soll, mich vernünftig anzuziehen, sobald mein Freund wieder arbeitet).

    Aber Candie kommt grad leider trotzdem zu kurz. Ich würde es gerne ändern und es tut mir im Herzen weh, aber so ist es leider gerade. Wir versuchen im wenigstens viel Exklusivzeit mit meinem Freund zu verschaffen, aber ne echte Alternative ist es leider nicht.

  • Ich kenne durch meine Vereine (Sport und Tradisegeln) ein altersmäßig ziemlich gemischtes Publikum und keiner von denen, der mit 20 definitiv :klugscheisser: keine Kinder wollte, ist letztendlich dabei geblieben. Ein einziges Pärchen hat zu lange gewartet und nun ist man mit Mitte 50 sehr unglücklich darüber.

    Aha wow. Da kenn ich genügend andere, die mit 20 kein Kind wollten und es nach wie vor dabei geblieben ist, inklusive mir. Zusätzlich sollte man nicht vergessen, auch wenn es ein Tabuthema ist, dass viele Mütter das Kinderkriegen bereuen und die Lebensqualität durch das Kind stärker gesenkt wird als beim Verlust des Partners durch einen Todesfall.

    Das will ich gar nicht kleinreden. Das ist ja auch eine Ansicht, die es zu akzeptieren gilt. Meine Ansicht aber eben auch.

    Und Erfahrungen sind ja auch individuell, aber darum tauscht man sich ja aus.

  • Ach so - vergessen:

    Kuscheln und Körperkontakt war bei uns z.B. dafür kein Problem.

    Da Lucy so lieb zu Jonas ist, durfte sie von Anfang an immer dabei sein und z.B. beim Fläschchen geben Kontakt mit mir liegen.

    Oder wenn ich mit Jonas auf dem Boden war/bin - da legt sie sich einfach dazu. Beim Vorlesen sowieso.

    Das ist für Lucy etwas, was sie jetzt sogar mehr hat, als früher.

    Das machen meine zwei ja leider nicht. Kontakt zum Baby wollen sie eher nicht. Deswegen halten sie Abstand bzw. kommen nur kurz vorbei, legen sich aber nie ganz nah dazu :ka:

  • Viele Hunde können auch nichts mit kleinen Kindern anfangen. Müssen sie auch nicht, solange sie sie akzeptieren.

  • War schwierig zu fotografieren:

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    Zu sowas 'zwinge' ich die Hunde ab und an. Aber es ist für sie kein Ersatz und sie gehen recht bald dann wieder weg...

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