
Hund(e) und Baby - Plauderthread
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Gast66580 -
3. Oktober 2019 um 23:17 -
Geschlossen
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In der Schwangerschaft habe ich mich hin und wieder gefragt, wie ich damit umgehe, wenn ich für mein Kind vielleicht nicht von Anfang an diese Mutterliebe fühle oder wenn mein Kind einfach ganz anders ist, als ich mir das immer vorgestellt habe, und es mir deshalb noch fremd vorkommt.
Wir haben ein Ultraschallbild, auf dem man ihr Gesicht schon richtig gut erkennen konnte und auch sonst hatte ich das Gefühl, schon eine Art Verbindung mit ihr zu haben. Also stand bei mir eher die Frage im Raum, wie es wäre, diese Verbindung zu verlieren. Sie war dann aber gleich "mein" Kind und hat zu mir gehört.
Mein Mann hat an Babys und Kleinkindern eigentlich überhaupt kein Interesse, aber zu unserer Tochter hat er sofort einen Draht gehabt. Manche praktischen Sachen im Umgang musste ich ihm zeigen, aber das Gespür für sie hatte er von selbst. Trotzdem ist Töchterchen ein Mama-Kind. Das liegt wohl an unserer traditionellen Rollenaufteilung. Die war für uns einfach am stimmigsten und ich wollte auch gern mindestens ein Jahr mit meinem Kind zu Hause sein. Vieles geht mir deshalb im Alltag leichter von der Hand, vermutlich bin ich dann auch mal pingelig oder kritisch. Da geht es aber um Routinen, das "Papasein" an sich, das macht er toll.
Mein erster Hund und ich, wir hatten so eine Liebe auf den ersten Blick. Er hat das entschieden und mich damit total verzaubert. Auch, wenn wir uns nicht so oft gesehen haben (er war nicht mein Hund, sondern der Hund von Freunden), waren wir immer ein Team. Ich habe ihn immer mal wochenweise betreut, für regelmäßige Treffen wohnten wir zu weit auseinander. Er ist dann mit zwölf Jahren zu mir gezogen und das hat sich so angefühlt, als wäre er jetzt endlich angekommen.
Unsere jetzige Hündin kannte ich auch schon eine Weile und mochte sie gern. Trotzdem ist das Verhältnis anders, auch jetzt nach einem Jahr noch. Ich mag sie sehr, ich kümmere mich um sie, sie soll es gut bei uns haben. Aber dieses ganz Innige gibt es zwischen uns (bisher) nicht. Bei meinem Mann ist das anders, er ist hin und weg. Manchmal frage ich mich, ob ich durch die Zeit mit kleinem Baby einfach weniger Kapazitäten hatte, eine enge Verbindung aufzubauen. Wie auch immer, die Wuffine gehört dazu.
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Eine Freundin mit etlichen Pflegekindern und auch eigenen Kindern ist gerade auf der Suche nach Pflegeeltern.
Das bewundere ich total
Ich habe das schon mehrmals ernsthaft durchdacht - nicht jetzt sofort, aber vielleicht in ein paar Jahren.
Ich könnte aber kein Pflegekind mehr abgeben.
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Beim Hund hatte ich anfangs auch einen gewissen „Welpen-Blues“.
Ob ich das jemals hin bekomme, dass sie ein guter Bürohund wird, ob’s die richtige Entscheidung war und und und.
Dabei war Amber ein traumhafter Welpe und Junghund!
Besser ging gar nicht- meine Prinzessin
Bei Ben hatte ich tatsächlich Gefühle von Beginn an in der Schwangerschaft.
Das wurde im Laufe der Schwangerschaft immer stärker und als er auf der Welt war, war ich sowieso absolut hin und weg.
So verliebt, ohne jegliche Angst und ohne jegliche negativen Gedanken.
Ich kann mich noch erinnern, als Jonas von @Lucy_PRT 3 Wochen vor Ben auf die Welt kam.
Einerseits hab ich mich so gefreut für sie, dass sie Jonas endlich im Arm halten kann, andererseits hab ich (Hormone sei Dank) auch Tränchen verdrückt weil ich Ben doch auch endlich im Arm halten wollte und küssen wollte.
Ich hab immer sehr traurig zu meinem Mann gesagt „Wann kommt Ben denn endlich?!“.
Mein Mann hat die einzige richtige Antwort gegeben (denn klar hab ich da nicht mehr gedacht, weil ich’s nicht mehr erwarten konnte):
„Jeder Tag, den er länger im Bauch ist, kann für Ben nur von Vorteil sein!“.
Und dann war er endlich da, mein Ben und ich war so verliebt und hab ihn Tag für Tag einfach nur angestarrt, mein Wunder
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Bezüglich Adoption:
Ein Kind zu Adoptieren kann ich mir vorstellen, hätte es auch gerne gemacht.
Nach Ben.
Mein Mann hat allerdings bei dem Thema sofort abgeblockt, für ihn kommt das nicht in Frage.
Ein eigenes Kind möchte ich nicht mehr bekommen, wenn mein Mann aber plötzlich sagen würde, wir adoptieren eines, wäre ich sofort dabei.
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Meine Mama hat irgendwo Mal eine Doku gesehen über ein Kind das als Baby geklaut wurde und dann im Kleinkindalter wiedergefunden wurde und zu den leiblichen Eltern zurück gegeben wurde. Für das Kind war das die Hölle. Also klar, Rechtens ist es ja, aber das Kind kannte seine wirklichen Eltern nicht. Die Leute die es geklaut hatten haben es gut behandelt, das war seine Familie.
Horror.
Ich habe beide Kinder ab der Minute 1 geliebt, ja. Aber wirklich zusammenwachsen, das dauert bei mir. War es sowohl bei Kindern, bei Hunden, bei Partnern.
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Ich habe beide Kinder ab der Minute 1 geliebt, ja. Aber wirklich zusammenwachsen, das dauert bei mir. War es sowohl bei Kindern, bei Hunden, bei Partnern.
Das ist bei mir ein Grund, warum ich lieber gebrauchte Hunde übernehme - die kann ich in der Regel vorher so lange kennenlernen, bis ich sie gern habe und dann übernehmen
Bei meiner Tochter habe ich tatsächlich nicht drüber nachgedacht. Die war endlich da und gehörte dazu. Zu weiteren Gedanken hatte ich auch irgendwie keine Zeit
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Huh, also diese Liebe auf den ersten Blick hab ich auch nicht. Da hat mich meine Schwiegermutter schon vor der Geburt ordentlich unter Druck gesetzt, weil sie meinte "Sobald er da ist, wirst du ihn lieben wie sonst was und nicht mehr loslassen wollen". Und ich wusste schon da, so bin ich nicht. Ich liebe ihn, es tut mir weh, wenn er weint, aber ich bin nicht überschäumend und bin auch ganz froh, wenn mein Freund ihn dann nimmt oder wenn er schläft und ich ihn ablegen kann. Die ersten Tage waren auch so anstrengend, dass ich zu meinem Freund meinte "Bei Candie hab ich ein halbes Jahr gebraucht, bis ich nicht mehr gefragt habe 'Wir behalten ihn, oder?' - bei Miron ist das keine Option, was?". Die Tage sind immer noch anstrengend und das Überschäumende von anderen Eltern haben wir beide immer noch nicht. Aber das kommt, wir lieben ihn halt auf unsere Art, die vielleicht etwas nüchterner, aber nicht weniger innig ist.
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Huh, also diese Liebe auf den ersten Blick hab ich auch nicht. Da hat mich meine Schwiegermutter schon vor der Geburt ordentlich unter Druck gesetzt, weil sie meinte "Sobald er da ist, wirst du ihn lieben wie sonst was und nicht mehr loslassen wollen". Und ich wusste schon da, so bin ich nicht. Ich liebe ihn, es tut mir weh, wenn er weint, aber ich bin nicht überschäumend und bin auch ganz froh, wenn mein Freund ihn dann nimmt oder wenn er schläft und ich ihn ablegen kann. Die ersten Tage waren auch so anstrengend, dass ich zu meinem Freund meinte "Bei Candie hab ich ein halbes Jahr gebraucht, bis ich nicht mehr gefragt habe 'Wir behalten ihn, oder?' - bei Miron ist das keine Option, was?". Die Tage sind immer noch anstrengend und das Überschäumende von anderen Eltern haben wir beide immer noch nicht. Aber das kommt, wir lieben ihn halt auf unsere Art, die vielleicht etwas nüchterner, aber nicht weniger innig ist.
Wenn du froh bist das Baby mal für eine kleine Auszeit "los zu sein", ist das kein Grund für schlechtes Gewissen.
Es tut gut sich mal auszuruhen und etwas anderes zu machen.
Ganz im Gegenteil, man kann sich danach viel entspannter wieder ums Baby kümmern.
PS
Es ist auch in Ordnung das Baby mal schreien zu lassen und neben ihm zu sein, ohne dauernd den Popo zu tätscheln.
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Das andere Thema lässt mich noch nicht los. Wenn ich ehrlich bin, kann ich andere Lebensentscheidungen akzeptieren, aber deswegen verstehe ich sie noch lange nicht.
Und wenn ich mit Freunden eine Unterhaltung pro contra Kinder führe, erwarte ich, dass ich auch meinen Standpunkt vertreten darf und das nicht gleich als "will mir was einreden" verstanden wird.
Ich kenne durch meine Vereine (Sport und Tradisegeln) ein altersmäßig ziemlich gemischtes Publikum und keiner von denen, der mit 20 definitiv
keine Kinder wollte, ist letztendlich dabei geblieben. Ein einziges Pärchen hat zu lange gewartet und nun ist man mit Mitte 50 sehr unglücklich darüber.
Ich finde Kinder ein super wichtiges Thema im Leben und zumindest sollte es nicht zu schnell aufgrund von Konsumverzicht abgetan werden. Das ist meine persönliche Meinung und die haue ich nicht jedem um die Ohren, aber deswegen denke ich mir auch oft: Warten wir halt nochmal ab ...
Andersrum stört es mich auch sehr, wenn die Hunde vorher alles und noch mehr durften (als man definitiv noch keine Kinder wollte, denn die Hunde sind meine Kinder) und plötzlich, wenn die Kinder da sind, werden die mit dem A* nicht mehr angeschaut und versauern im Garten.
Ich behalte meine Meinung auch mal für mich, wenn ich denke, dass es jetzt keinem einen Punkt bringt, aber wenn jemand danach fragt, bin ich schon ehrlich.
(Und das nicht, weil mein Töchterchen super leicht und selbsterziehend ist, die packt mit einem Jahr jetzt schon gut aus
)
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Das andere Thema lässt mich noch nicht los. Wenn ich ehrlich bin, kann ich andere Lebensentscheidungen akzeptieren, aber deswegen verstehe ich sie noch lange nicht.
Und wenn ich mit Freunden eine Unterhaltung pro contra Kinder führe, erwarte ich, dass ich auch meinen Standpunkt vertreten darf und das nicht gleich als "will mir was einreden" verstanden wird.
Ich kenne durch meine Vereine (Sport und Tradisegeln) ein altersmäßig ziemlich gemischtes Publikum und keiner von denen, der mit 20 definitiv
keine Kinder wollte, ist letztendlich dabei geblieben. Ein einziges Pärchen hat zu lange gewartet und nun ist man mit Mitte 50 sehr unglücklich darüber.
Ich finde Kinder ein super wichtiges Thema im Leben und zumindest sollte es nicht zu schnell aufgrund von Konsumverzicht abgetan werden. Das ist meine persönliche Meinung und die haue ich nicht jedem um die Ohren, aber deswegen denke ich mir auch oft: Warten wir halt nochmal ab ...
Andersrum stört es mich auch sehr, wenn die Hunde vorher alles und noch mehr durften (als man definitiv noch keine Kinder wollte, denn die Hunde sind meine Kinder) und plötzlich, wenn die Kinder da sind, werden die mit dem A* nicht mehr angeschaut und versauern im Garten.
Ich behalte meine Meinung auch mal für mich, wenn ich denke, dass es jetzt keinem einen Punkt bringt, aber wenn jemand danach fragt, bin ich schon ehrlich.
(Und das nicht, weil mein Töchterchen super leicht und selbsterziehend ist, die packt mit einem Jahr jetzt schon gut aus
)
Während eines Gesprächs kann man auch klar sagen, wenn man es nicht versteht, dass jemand keine Kinder möchte. Man sollte aber auch denjenigen seine Meinung lassen, wenn er anders drüber denkt.
Einer Person immer wieder zu sagen, man würde seine Entscheidung nicht verstehen oder sogar gutheißen, ist jedoch übergriffig.
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