Kastration bei einer 16jährigen Hündin

  • Schwierige Entscheidung. Die Hündin ist schon 16, hat ev. noch zwei Jahre vor sich, das wäre dann aber schon viel.
    Mit Medikamenten kann man wohl nichts machen, schon aufgrund der Zysten und Folikeln. Und auch wenn Medikamente helfen kommt es wohl auf zwei Jahre gesehen auf ähnliche Kosten.
    Bei einem alten Hund ist die Narkose natürlich immer ein Risiko und hier handelt es sich zudem um eine große Operation. Läßt du es machen und es gibt Komplikationen wirst du dir immer Vorwürfe machen. Läßt du es nicht machen und es wird schlimmer wirst du dir genauso Vorwürfe machen.
    Hast du denn das Gefühl dass sie arge Schmerzen hat, unabhängig von der Arthrose?
    Ich würde wohl dagegen entscheiden, wenn ich das Gefühl hätte sie leidet nicht und würde sie erlösen wenn es schlimm wird. Aber das ist jetzt nur meine unabhängige Meinung. Ich stecke nicht in deinen Schuhen.
    Was sagt dir dein Bauchgefühl, wenn du sie so anschaust?

    Muki wurde vor einigen Monaten beim Tierarzt kastriert und die Kosten waren ähnlich.

  • Was ich noch schreiben wollte zur prophylaktischen Kastration der jüngeren Hündin: Ich würde das nicht machen. Du weißt nicht, ob sie im Alter ähnliche Beschwerden bekommt. Ein Narkose ist immer ein Risiko, auch für einen jüngeren Hund. Zudem gibt es Studien, die nachweisen, dass kastrierte Hündinnen eher zu Milztumoren neigen.

  • Puh, das ist eine schwere Entscheidung.

    Die Dackelhündin meiner Bekannten wurde mit 15Jahren wegen Gebärmuttervereiterung kastriert, sie war vorher für ihr Alter sehr fit und hat alles gut überstanden und wurde 16,5 Jahre alt.

    Ich persönlich würde die OP bei einem fitten Hund wagen.

  • Ich möchte diese Entscheidung nicht treffen müssen.


    Gibt es denn eine Behandlungsalternative?


    Oder müsstest du ansonsten mit dem Ultraschallgerät die Gebärmutter des Hundes überwachen?

    Ich drücke dir alle Daumen!!!!!!!!!

    Ich bin persönlich geneigt, pro OP zu sein. Dann ist das Thema durch....

  • Hey. vielen Dank für eure zahlreichen Antworten und Einwände.

    Ich werde gleich nochmal in der Klinik nach Alternativen fragen, allerdings habe ich es so verstanden, dass alle Alternativen nur Geld Kosten und am Ende doch nichts bringen und eine OP unumgänglich sein wird.


    Ich finde die alte Dame viel zu freudig und fit um über den letzten Weg nachzudenken.


    Ja, sie ist wirklich sehr alt und ich vergesse immer ihre anderen Alterserscheinungen zu erwähnen, weil sie ihr (zumindest augenscheinlich) so gar nichts ausmachen.. Sie ist taub und sieht auch nur noch trüb, dafür funktioniert ihre Nase besser als die eines Drogenschnüffelhundes und sie hoppelt Rüden sehr schnell hinterher und stellt sich wie ein Erdmännchen auf die Hinterpfötchen und wedelt wie bekloppt, wenn sie einen großen Hund sieht, den sie spannend findet. Sie läuft ohne Probleme sehr lange Spaziergänge und seit ich Karsivan gebe(2Wochen) zittert sie nur noch ganz selten(Parkinson). SIe säuft wie bescheuert und muss deswegen ständig Pipi

    Heute Nacht hab ich sie an mich gekuschelt im Bett, sie schläft normalerweise im Körbchen, und sie hat ins Bett gemacht..selbst wenn sie jetzt inkontinent wird, macht es mir nichts aus, solange es sie nicht stört.. muss sie halt wieder ins Körbchen ;)


    Ihre Dauerläufigkeit macht allerdings etwas aus. Die Rüden nerven wie bekloppt und sie muss sich permanent putzen und hinterlässt überall wo sie sitzt und steht kleine hellblutige Flüssigkeitsflecken. Außerdem sagte die Ärztin ja, dass die Flüssigkeit sich nie vollständig aus der Gebärmutter entleeren kann und iwann zu Eiter werden würde und dann eine Entzündung bevorstünde.

    Außerdem hängt auch meine junge Hündin ihr oft nervig am Hintern und die beiden finden sich eh noch nicht so cool.. vielleicht gibt sich das ja dann auch noch :)


    Falls die Ärztin sagt, dass es der einzige Weg ist für mehr als 1-2 Monate, dann werde ich ihr vertrauen müssen und die OP wagen. Aber vielleicht hat sie ja später am Telefon doch noch eine andere Idee. :)


    Sie hatte Anfang des Jahres schon eine Narkose wegen Zahnstein und diese super gut überstanden, deswegen hoffe ich, dass es dieses mal auch so funktionieren wird und man vielleicht minimalinvasiv arbeiten kann wegen der Wundheilung.


    Ich drücke euch alle ganz feste und wenn ihr noch Anregungen, Tipps oder Erfahrungen habt, immer gerne her damit <3

  • Meiner Meinung nach hat ein Tier dem es sonst gut geht eine Chance verdient.


    PaRaNa

    Und die Gewinnmaximierung leitet GsD nicht jeden TA.


    Unsere Klinikärzte waren immer pro Gesundheit und, dass das Geld kostet, ist ja klar.

  • Wir haben gerade eine Notkastra wg. Gebärmuttervereiterung einer ansonsten jungen, fitten Hündin hinter uns.


    Kosten: 1000 € (mit Blutentnahme etc. und doppeltem Gebührensatz, da Wochenende)


    Bei einem so alten Hund würde ich mir eine Zweitmeinung holen und alles genau abwägen. Wie ist der Allgemeinzustand, hat der Hund Schmerzen etc.? Selbst würde ich alles tun, um eine Op zu vermeiden und es solange, wie es sinnvoll ist, mit Medikamenten versuchen.


    Über Ernährung kann man auch noch versuchen, Entzündungen zu minimieren (könnte sich gleichzeitig auch positiv auf die Arthrose auswirken). Glutenfrei, Milchprodukte weglassen, wenig bis kein rotes Fleisch.

  • Ich hab da auch ein gutes Gefühl bei der Ärztin. Sie hat mich mehrfach zurückgerufen ohne mich zu kennen und mir ausgiebige Beratung am Telefon gegeben und sie machte den Ultraschall der Gebärmutter sogar gratis, bis zu dem Zeitpunkt, als ich sagte, dass sie für die OP bitte doch alle Organe schallen solle, damit einen da nichts Böses erwartet. Wär ja mies, wenn sie jetzt nur daran operiert werden würde und in zwei Wochen iwas an den Nieren auftaucht, was schon früher da war.

  • Natürlich gibt es immer noch die Idealisten. Aber seit ich das aus der neuen Klinik gehört habe, denke ich nochmal extra darüber nach, ob der Arzt mit dem, was er mir vorschlägt, Recht hat.


    Man kann eine Pyometra mit Alizin + Antibiose behandeln und eine Läufigkeit hormonell unterbrechen. Das wäre für mich bei einem so alten Hund die erste Möglichkeit und nur wenn es gar nicht anders geht würde ich die Op. machen lassen. Da wollte ich von dem Tierarzt aber auch eine Erklärung haben wollen, warum es denn ganz genau nicht möglich sein soll.


    Eine Pyometra kommt häufig nach der nächsten Läufigkeit wieder. Um das zu verhindern, könnte man weitere Läufigkeiten durch Hormongaben verhindern. Ist für eine jüngere Hündin keine Lösung, aber in dem Alter?


    Und wenn es meine Hündin wäre: Ja, wenn es gar nicht anders geht und die Hündin danach wahrscheinlich noch eine gute Zeit haben wird, würde ich die Op. machen lassen.


    LG


    Doro

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