Ab wann greift ihr ein?

  • Hallo ihr lieben :winken:
    mal wieder Fragen im Kopf auf die ich hier vielleicht eine Antwort bekomme.
    Also generell die Frage ab wann greift ihr ein wenn es um Hunde untereinander geht. Vielleicht stehe ich auch völlig auf dem Schlauch aber mal ein Beispiel. Zwei Fremdhunde beschnuppern sich bis dahin alles gut, dem einen passt während dem beschnuppern im Schnauzenbereich etwas nicht und dieser fängt an die Lefze zu ziehen. Sollte hier eingegriffen werden weil es bereits Anzeichen ist und der Hund eben evtl. gleich schnappen könnte oder lasst ihr eure Hunde in diesem Moment noch kommunizieren. Es wäre ja eben dann auch an dem anderen Hund das Zeichen zu deuten oder? :???:
    Also wo zieht man da die Grenze? Bis wohin darf Hund klar machen, dass er mit einem Verhalten oder auch einfach nach dem Motto "Ich habe keine Lust auf anderen Hund" seinen Standpunkt klar machen darf. Wahrscheinlich ist das wieder eine typische Anfängerfrage aber diese Diskussion kam gestern im Freundeskreis auf und ich bin da eben teils eher der Meinung Hund darf auch mal im sozialen Rahmen klar machen, dass er zum Beispiel jetzt gerade keine Lust hat an der Schnauze beschnuppert zu werden.
    Oder muss Hund alles dulden was vom gegenüber als freundliches Verhalten gezeigt wird? Manchmal können sich ja auch zwei freundliche Hunde einfach nicht riechen oder? :ka:
    Ich hoffe ihr versteht was ich damit sagen will, ich weis den Knoten im Kopf irgendwie gerade auch nicht so klar zu formulieren.

    PS: Ich rede nicht von Attacken auf andere Hunde sondern wirklich schon die kleinen Zeichen wie Lefze hoch ziehen, knurren, versteifen also alles was körperlichen zur Wehr setzen wie abschnappen oder gar Angriff voraus geht.

    Liebe Grüße

  • Wenn ich merke, dass es dem Hund, den meiner beschnüffelt nicht recht ist und er sich unwohl fühlt und z.B. die Rute einklemmt, dann nehme ich meinen weg. Ich warte doch nicht, bis der andere sich nicht mehr zu helfen weiß und nach vorne geht und meinen beschädigt.
    Das wäre zwar eine Lektion, die meiner in Sachen Kommunikation lernen könnte, aber da ist mir der Preis u.U. zu hoch.

    Andersrum wäre es genau so. Wenn ich merke, dass sich meiner bedrängt fühlt, dann nehme ich ihn aus der Situation. Er muss das nicht aushalten, wenn man genau so gut weitergehen und ausweichen kann.

  • Dafuer gibt es mAn keine allgeingueltige Antwort, weil es auf enorm viel Umstaende ankommt! Die verschiedenen Hunde, deren Verhalten, die Situation generell, usw. usf.

    Das habe ich mir fast wieder gedacht. Aber woher nimmt man denn das Wissen um die Situationen eben richtig einschätzen zu können, also im Gesamten?

  • Andersrum wäre es genau so. Wenn ich merke, dass sich meiner bedrängt fühlt, dann nehme ich ihn aus der Situation. Er muss das nicht aushalten, wenn man genau so gut weitergehen und ausweichen kann.

    Sprich wenn du erst merken würdest, dass sich deiner bedrängt fühlt wenn er eben schon die Lefze zieht (kann manchmal ja wirklich recht schnell gehen) würdest du deinen dafür nicht korrigieren sondern ihn aus der Situation raus nehmen richtig?

  • Zwei Fremdhunde beschnuppern sich bis dahin alles gut, dem einen passt während dem beschnuppern im Schnauzenbereich etwas nicht und dieser fängt an die Lefze zu ziehen.

    Was hier gezeigt wird, ist hündische Kommunikaktion. Der betreffende Hunde sendet das Signal "Verpiss Dich; ich mag Dich nicht; rück mir von der Pelle .... Das darf er in dieser Form auf jedem Fall so zeigen. Es ist eine Warnstufe, die der Gegenüber beachten sollte.

    Im Normalfall zieht sich sein Gegenüber zurück oder fordert auf. Bei Letzterem kann man eh nichts mehr verhindern; da muss die Begegnung eben laufen.
    Man sollte seinen eigenen Hund kennen. Wenn ich weiß, dass mein Hund gerne eine Herausforderung zum Kampf annimmt, würde ich sofort abbrechen indem ich mich von den beiden Hunden entferne und meinen Hund (erst dann) abrufe.

  • Ich mach es auch situationsabhängig - und nehme meinen, manchmal etwas zu selbstbewussten Rüden eher einen Tick früher zurück als zu spät. Den eigenen Hund kann man ja gut einschätzen und ich weiß genau, wann ihm was zuviel wird bzw. wann er meint, gleich auf den Putz hauen zu müssen. Bei ungefähr gleich großen und gleich alten, intakten Rüden lasse ich gar keinen Kontakt zu, das führt einfach zu nix. Ist okay, müssen nicht immer alle mit allen "spielen".

  • Es ist eine Warnstufe, die der Gegenüber beachten sollte.

    Weiterer Gedanke hierzu: Korrigiert man den Hund in diesem Moment fürs Lefze ziehen läuft man (soweit mein Wissen das bisher zulässt) doch eigentlich wieder Gefahr, dass der Hund dieses Warnzeichen irgendwann nicht mehr zeigt und direkt abschnappt oder?

  • .... Zwei Fremdhunde beschnuppern sich bis..........

    Da meinen Rumänen jeder mistige Kontakt wieder um Monate in der Entwicklung zurück werfen würde, unterbinde ich jeglichen Kontakt mit fremden Hunden.

  • Ich mache so was auch von der Situation, den jeweiligen Hunden etc. abhängig. Und verlasse mich da auf mein Bauchgefühl und meine Intuition.

    Prinzipiell bin ich bei Fremdhunden lieber vorsichtig und rufe meine Hunde eher etwas zu früh zu mir, um ein eventuelles Eskalieren der Situation zu vermeiden.

    Aber "Bescheid geben", dass ihnen was nicht passt, dürfen meine Hunde in einer normalen Hundebegegnung durchaus. Und wenn ein anderer Hund ihnen aufzeigt, "So nicht", finde ich das auch okay.

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