Vanessa Bokr - Meinungen und Erfahrungen

  • Ja also ich fühle mich wirklich schlecht mit meiner feindseligen Haltung gegenüber Zuständen von medizinisch absolut unterversorgten zerbissenen geschlagenen gehoardeten Hunden. Ich weiß, sowas ist absolut nicht nachvollziehbar.

  • anstatt 'schadenfroh' alles zu kommentieren?

    Wo liest Du denn Schadenfreude? (Wenns Ausnahmen hat, dürfte ich sie überlesen haben). Niemand freut sich darüber. Nicht einmal darüber, dass man es vorausgesehen hat. Hier hat Freude keinen Platz. "Abgeklärte Bitternis" würde es m.E. viel eher treffen.

    Ich hab es in Klammern gesetzt.

    Abgeklärte Bitternis? Naja.

    Das Thema hat im Moment 244 Seiten und auf jeder Seite lässt man durchblicken was man von HHF hält, was man von Vanessa hält, man macht sich ein Urteil über Hunde und deren Einteilung in Kategorien, obwohl man diese Hunde und deren Umstände gar nicht kennt. Man bewertet Hilfsangebote und unterstreicht, das man selbst zwar natürlich das Können und den nötigen Background für solche Hunde hat (logisch, hust), aber nicht bereit ist zu helfen, weil .... weil halt.

    Ich will mir da jetzt gar kein Urteil drüber erlauben. Aber ist DAS nicht genau das, warum Tierschutz in der Regel so einen schlechten Ruf hat? Persönliche Differenzen und man gönnt den anderen nicht den Dreck unter den Fingernägeln und ergötzt sich an den Fehltritten, die man NATÜRLICH ja längst schon vorausgesagt hat.

    Mir ist schon klar, dass jeder seine persönlichen Gründe für seine Meinung hat und diese gestehe ich jedem zu. Absolut verständlich!!!

    Aber das Thema scheint für "abgeklärte Bitternis" ja ziemlich "interessant" zu sein - denn es ist eins der aktivsten Themen der letzten Tage. Ich meine niemanden persönlich, also bitte - es soll sich niemand den Schuh anziehen. Aber bei mir kommt das alles einfach sehr sensationsgeil an und man wartet irgendwie nur drauf was wieder schiefgeht, damit man sich darüber wieder eine Meinung machen kann.

    Für mich persönlich, als außenstehende Person, die das alles eben null einschätzen kann, ist das super anstrengend und irgendwie total sinnlos. Ich will hier auch keine neue Diskussion vom Zaun brechen. Aber ich hab das Thema jetzt deabonniert und werde dann vielleicht mal gelegentlich reinschauen, um zu gucken, was sich so getan hat und ob sich was für die Hunde zum Positiven entwickelt hat.

    Ich wünsche es ihnen und allen Beteiligten sehr!!!

  • Vorab, nur zur Klärung:

    das kenne ich in der Bedeutung nur mit diesen Dinger "xyz" (also wenn man es eigentlich nicht so meint, mehr im Zusammenhang)

    Ich hab es in Klammern gesetzt.

    Jene 'yxz' bedeuten für mich das genaue Gegenteil:ka:

  • dragonwog

    Aber aktuell gehts doch vorwiegend darum, was mit diesen Hunden jetzt weiter passieren wird. In meiner Traumwelt fände ich es klasse, wenn sich jetzt ganz viele Leute mit Ahnung und entsprechenden Ressourcen (auch bei anderer Haltungs- und Trainingsphilosophie) finden würden, um nicht die HhF (und ggf. deren Methoden, von denen ich nicht genug an objektiven Wissen habe, um mir ein Urteil bilden zu können), sondern eben diesen einen Hund zu übernehmen.

    Und wenn man das nicht möchte oder kann, ist das doch in Ordnung :ka: Geht mir ja leider auch nicht anders.

    Und am Allertollsten wäre ein Alternativkonzept. Ich denke, dieses Thema „Schulungs- und Trainingsangebot für schwierige/aggressive Hunde vor allem auch für Mitarbeiter in Einrichtungen“ denkt in diese Richtung. Den Gedankengang find ich vernünftig, und vielleicht finden sich - sofern Akzeptanz und Interesse dafür da ist - da ja auch noch weitere Anbieter (für die, die mit den aktuellen Köpfen und deren Methoden nicht können und wollen). Einen Versuch und eine unvoreingenommene Einschätzung der Ergebnisse ist es aus meiner Sicht jedenfalls schon wert.

  • Ja also ich fühle mich wirklich schlecht mit meiner feindseligen Haltung gegenüber Zuständen von medizinisch absolut unterversorgten zerbissenen geschlagenen gehoardeten Hunden. Ich weiß, sowas ist absolut nicht nachvollziehbar.

    Nachvollziehbar ist das, aber aktuell halt auch null konstruktiv.

    Fakt ist doch, dass sich jetzt etwas tut. Und das ist gut.

    Warum dieser Veränderung so viel Wut und Missgunst entgegengebracht wird, verstehe ich nicht.

    Jetzt, wo endlich ein Konzept erarbeitet und von erfahrenen Leuten umgesetzt wird, wird mehr gemeckert als vorher :ka:

    Mich ärgern diese ganzen Spekulationen. Irgendwer wirft ein Mondscheinszenario in den Raum, das wird über 6 Seiten weitergesponnen und dann steht’s als Fakt so da. Für den nächsten User, der da auch noch 2 Cent zugibt.

    Unter diesen Umständen würde ich die Aufgabe von Normen gerade nicht haben wollen. Und auch in Vanessas Haut möchte ich nicht stecken. Den Karren aus dem Dreck zu ziehen ist eine schwere Aufgabe. Und noch schwerer wird’s, wenn die Sofatierschützer pöbelnd daneben stehen.

  • Ich habs ja jetzt erklärt.

    Ja, habe ich dann noch gelesen, danke Dir. Und mich entschieden, das nicht weiter zu diskutieren.

    Denn ich muss mir über Dein Empfinden ja auch kein Urteil bilden und Du wolltest doch auch nicht.

    Insoweit, das kann ich gut respektieren. :nicken:

  • Und am Allertollsten wäre ein Alternativkonzept. Ich denke, dieses Thema „Schulungs- und Trainingsangebot für schwierige/aggressive Hunde vor allem auch für Mitarbeiter in Einrichtungen“ denkt in diese Richtung. Den Gedankengang find ich vernünftig, und vielleicht finden sich - sofern Akzeptanz und Interesse dafür da ist - da ja auch noch weitere Anbieter (für die, die mit den aktuellen Köpfen und deren Methoden nicht können und wollen). Einen Versuch und eine unvoreingenommene Einschätzung der Ergebnisse ist es aus meiner Sicht jedenfalls schon wert.

    Gibt's doch schon uns haben wir mehrmals durchgeführt, denn letztendlich ist das Handling solcher Hunde kein Hokuspokus sondern mit etablierten erlernbaren Techniken verknüpft. Eigentlich ist gerade ein richtiger Boom, man findet monatlich Veranstaltungen und Weiterbildung zum sicheren Handling von aus dem Ruder gelaufenen Hunden.

    Ich kenne auch den direkten Vergleich von Schulungen von Kollegen und denen der HHF und ..naja...

    Das ändert meiner Meinung nach nichts am Grundproblem, welches nicht zu lösen ist.

    Allerdings zeigt es, dass es kleine positive Entwicklungen gibt, denn das Interesse von Tierheimen ist diesbezüglich oft sehr groß. Strukturelle Probleme, hohe Burnoutraten und die Unterbezahlung vieler Einrichtungen bleiben bestehen.

  • So langsam frage ich mich, was dieser Thread hier bezwecken soll.

    Aus meiner Sicht kann dieser Thread nichts anderes bezwecken, als auf die diversen, kleinteiligen Problematiken aufmerksam zu machen, die diesem ganzen Drama zugrunde liegen. Möglicherweise ist eine Sensibilisierung dafür ein erster Schritt, dass sich manche Dinge zukünftig (nicht nur auf diesen Fall bezogen) nicht mehr wiederholen.

    Aus meiner Sicht problematisch:

    • Nicht ausreichend "offizielle" Ressourcen für die Verwahrung, das Halten und das Training von gefährlichen Hunden
    • Keine Vernetzung der Behörden, z.B. der Veterinärämter
    • Nicht ausreichende Kontrollmechanismen
    • Animal Hoarding als psychische Krankheit
    • Tierschutz als Geschäftsmodell
      (Nein, VB hat sicher keine Reichtümer angehäuft, sie hat aber, so wie ich das sehe, ihren Lebensunterhalt über die HHF bestritten, bis hin zum Wohnraum.)
    • Die Rolle der Medien, in dem Fall z.B. indem die Selbstinszenierung als "der einzige Mensch, der diesen Hunden noch helfen kann" aufgegriffen wurde und die Berichterstattung entsprechend unkritisch stattfand
    • Das Phänomen von einer gewissen "Gurugläubigkeit" - selbst hier im Thread wurden viele teils kritisch angemerkte Dinge mit "das muss so bei solchen Hunden, anders geht es nicht" erklärt
  • Eigentlich OT:

    So ganz generell, weil es ein Muster ist, was nahezu in jedem Thread auftaucht.

    Und das ist dann mal ein subjektives Gefühl meinerseits:

    So etwas wird erst Thema und somit für viele real, wenn jemand behauptet, dass dem so sei. Lese ich immer wieder, eigentlich war es ganz ruhig (Ausreisser bestätigen die Regel), dann platzt jemand rein und stellt solche Aussagen in den Raum, projiziert es gleich auf die ganze anwesende Truppe, es bilden sich Lager und die gehen sich oft gegenseitig an den Kragen, bis ein Mod die Reissleine zieht.

    Davor, so stets mein Eindruck, hat nicht einer über solche Emotionen nachgedacht (geschweige denn solche gepostet).

    Warum dieser Veränderung so viel Wut und Missgunst entgegengebracht wird, verstehe ich nicht.

    Welche Wut und Missgunst gegenüber einer Person (nicht zu verwechseln, mit Ärger über die Zustände, die Personen sind quasi austauschbar, weil es um grundsätzliches beim TS geht)und welche Wut und Missgunst gegenüber den Veränderungen? So ist man doch nahezu einig, dass man es .... hhmm ... ja nahezu als Erleichterung empfindet, dass das jetzt in die Hand genommen wurde, die Zustände sich verändern. Mehr so :tropf: oder so: :gott:

    Unter diesen Umständen würde ich die Aufgabe von Normen gerade nicht haben wollen. Und auch in Vanessas Haut möchte ich nicht stecken. Den Karren aus dem Dreck zu ziehen ist eine schwere Aufgabe. Und noch schwerer wird’s, wenn die Sofatierschützer pöbelnd daneben stehen.

    Kannst das mal irgendwer konkret zitieren, damit man weiss, worum es eigentlich geht, woran man sich reibt bzw. was in welchen Aussagen z.B. als Missgunst oder gar Neid rüber käme? Das ist für mich im Augenblick nicht fassbar, das ist kein Witz, das meine ich ernst. Würde mir gerne ein Bild davon machen. Gut, habe eine vage Vorstellung, aber die könnte genau so gut völliger Unsinn sein (siehste, kann auch keiner was mit anfangen).

    Unter diesen Umständen würde ich die Aufgabe von Normen gerade nicht haben wollen. Und auch in Vanessas Haut möchte ich nicht stecken. Den Karren aus dem Dreck zu ziehen ist eine schwere Aufgabe.

    Wer möchte das schon, in dieser Aufgabe stecken. Und nirgendwo wurde abgestritten, nieder gemacht, verunglimpft, dass es eine Aufgabe ist.

    Und noch schwerer wird’s, wenn die Sofatierschützer pöbelnd daneben stehen.

    Dann sollte ich mich mal in FB anmelden und fleissig Kommentare pöbeln, oder pöbelnde Spam-Emails versenden oder besser gleich direkt hinfahren und daneben stehend pöbeln. Dazu denke ich mir dann noch ein paar Schimpfwörter aus, die ich gegen die Personen vorbringen könnte. Vll. bemerkt man dann den Unterschied, zwischen empfunden und Realität.

    Was glaubst Du denn, was passiert, wenn man sich hier mit dem Fall auseinander setzt? Denkst Du wirklich, das hat irgendwelche Auswirkungen auf die Personen oder gar auf die Vermittlung. Heimatland, so viel Wichtigkeit würde ich mir nicht zuschreiben. Wenn ich negativ Einfluss auf das Geschehen nehmen wollen würde oder gegen die Person (was mir fern liegt), würde ich ganz anders vorgehen. Was sollte ich denn mit einem Thread im DF anfangen? Nix oder.

    Gott, und ich gebe zu, das geht mir ordentlich auf den Zeiger. Diese Mentalität, pssst, besser nicht weiter drüber nachdenken. Wenn man Missstände kritisiert, könnte jemand denken, man will nur lästern, nur der Wut freien lauf lassen, der Sensation frönen.

    Ja, lass uns alle wegschauen oder alternativ Applaus spenden. :ironie2: (na, eigentlich Sarkasmus)

    Dazwischen gibt es nichts mehr, bzw. darf es nichts mehr geben. Entweder so :bindafür: oder so :mute:

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