Terrier dreht auf bei Gassi mit Fremdhunden

  • Hallo miteinander,

    ich würde total gern Tipps und Meinungen hören zu folgendem Sachverhalt:

    Wir halten 2 Hunde, eine inzwischen 5 1/2 Jahre alte Leo- Hündin und den im April 11 Jahre werdenden Dackel-Westie-Mix, um den es hier gehen soll.

    Der Kleine ist eine echte Marke, er hat Persönlichkeit :lol: . Ich schreib mal ein bisschen Allgemeines über ihn, und weil's nicht das konkrete Verhalten betrifft, im Spoiler:

    Spoiler anzeigen


    Beim Vorbesitzer, der ihn 1,5 Jahre hatte, wurde er nach der Cesar -Milan -Methode trainiert und erzogen, er hat vorher 8 Jahre bei älteren Frauen gewohnt und war dort nach Darstellung des Vorbesitzers schwer vernachlässigt worden. Er war bissig, ließ sich ungern anfassen (zb Pfoten abwischen) und war unerzogen und ungehorsam. Der Vorbesitzer hat sehr viel Arbeit in ihn gesteckt, er konnte ohne Leine laufen, ist sehr gehorsam geworden, verträglich mit anderen Hunden, drohte nicht mehr und war alles in allem ein freundlicher Hund geworden.

    Als wir ihn übernommen haben, den süßen Stubbel, war er allerdings auch ziemlich devot, sehr verunsichert, hat sich immer wieder versichert, ob ich nicht doch einen Befehl für ihn hab und ob es noch ok ist, was er macht, auch, wenn wir nur stur geradeaus Gassi gegangen sind.

    Ich habe ihn anfangs sehr viel ignoriert, damit er ruhiger und sicherer wird, er bekommt natürlich auch gern mal Streicheleinheiten, lässt sich von mir überall anfassen und scheint sich besonders mir angeschlossen zu haben, denn er war eigentlich für meine Tochter gedacht ;) . Ich darf ihn sogar trimmen und striegeln sowie Butzeln aus den Pfoten popeln :bindafür: :lol:
    Er kommt leider schnell in eine erhöhte Erregungslage, er ist ein totaler Kontrolljunkie, er hat mich anfangs auf Schritt und Tritt begleitet und überwacht, er meldet :lepra: zu meinem Leidwesen vehement, auch, wenn nur Familienmitglieder heimkommen, und er nimmt sich gern ungefragt zunehmend Freiheiten heraus, zb weiss er, dass er nicht in die Küche darf, und wer steht beim Futter zubereiten hinter mit in der Küche und fiept? Genau. Ich schicke ihn bestimmt 10x raus, er geht raus, um sofort wieder hinter mir zu stehen.

    Was mich jetzt veranlasst hat, diesen Roman zu schreiben und um Tipps zu bitten:

    Je länger wir ihn haben (jetzt ziemlich genau 1 Jahr) umso hibbeliger scheint er mir zu werden. Vielleicht ist das sein normaler Charakter, der nun hervorkommt, denn ich nehme ihn so wie er ist, versuche allerdings, Dinge, die ich nicht möchte, zu korrigieren. Meist langt ein Blick oder sein Name streng ausgesprochen. Manchmal gibt es allerdings Situationen, wo er nicht mehr von selbst aus dieser hohen Erregungslage herausfindet.

    Konkretes Beispiel Gassi mit uns bekannten Hunden. Er kontrolliert beim Gassi gehen die fremden Hunde. Er läuft ihnen im Weg rum, schiebt sie hierhin und dorthin, stellt sich mit abgewandtem Blick in den Weg, rennen andere Hunde, rennt er wie von was gebissen hinterher, umkreist, bellt, springt an die Schulter, und er würde erst Ruhe geben, wenn alle sich wieder ruhig und überschaubar verhalten. Ich leine ihn an, wenn er dieses Verhalten zeigt, denn die fremden/ befreundeten Hunde sind schon ziemlich genervt von ihm, letztens wurde eine Lefze gehoben. Er weicht dann zurück, um sofort wieder nachzusetzen.

    Ist er an der Leine, bellt er ununterbrochen. Egal, ob ich es unterbinden oder ihn ablenke, sobald er angeleint ist und ein Hund rennt, ohne dass er den kontrollieren darf, bellt er in einem langgezogenen Belljaulen und spult sich so hoch, dass er zittert, bellt, springt, nicht mehr ansprechbar ist, einfach gar keinen Ausweg mehr findet. Ignoriere ich das Verhalten, geht es nach langer Zeit in Jaulen und Fiepen über. Ist er soweit ruhig, dass ich denke, ich könnte ihn nochmal loslassen, rennt er wie von der Tarantel gestochen zu den anderen Hunden hin und beginnt das Spiel von vorne. Ist mal Ruhe, weil alle zb wo schnüffeln, steht er oft da und bellt mit in den Nacken gelegten Kopf ein "Belljaulen". Ich vermute, das ist Stress, der raus muss.

    Der ganze Hund ist Stress, ich spüre den ihm innewohnenden Stress beinahe körperlich. Außer ihm Rückzugsecken anzubieten, die er hat, und ihn regelmäßig auf den Platz zu schicken im Haus, wenn er wieder herumläuft und nicht weiss, wohin mit sich, kann ich im Haus nicht viel tun, um ihn zur Ruhe zu bringen. Hinterherlaufen verbitte ich mir, allerdings steht er dann trotzdem oft doch hinter mir, weil er mir hinterher geschlichen ist.

    Inzwischen sucht er auch von selbst ab und an die Box zum schlafen auf, das ist schon ein unglaublicher Fortschritt für ihn.

    Die Lösung fürs Gassi mit anderen Hunden ist momentan, ihn daheim zu lassen, er kommt trotzdem genug raus. Früh ne kurze Runde zum Lösen, mittags ne kleine Runde, nachmittags eine lange Runde, abends kurz in den Garten.

    Vielleicht fällt ja jemandem ein, was ich noch tun kann, um a) den Hund ruhiger zu bekommen, und b) Gassigänge mit 1-2 bekannten und unkomplizierten Hunden (sind immer die gleichen) stressfreier für ihn zu gestalten? Dieses Verhalten, das stetig zunimmt, wird ihm sonst irgendwann zum Verhängnis, wenn er doch mal an den falschen Hund gerät mit seinem Benehmen.

    Falls ich was vergessen hab, gern fragen... und danke an alle, die sich diesen Monstertext angetan haben :bindafür: :dafuer:
    Ach ja, und wenn ich was falsch gemacht hab oder falsch mache... bitte nicht hauen :flucht:
    Ich lern immer gern dazu :smile:

    Ganz viele Grüße vom Frechdax :winken:

  • PS: Der Vorbesitzer meint übrigens, wir wären an seinem Verhalten selbst schuld, weil wir ihm zu viele Freiheiten lassen würden. Ein Hund wie er müsse immer sehr eingeschränkt werden, damit er nicht größenwahnsinnig wird, frei wiedergegeben.

    Es geht nicht um Laufen an der Leine an sich, auch wenn wir nur mit den beiden eigenen Hunden unterwegs sind, hört er gut und allzu grob werdende Rennspiele kann ich ohne Probleme abbrechen, er kommt auf Rückruf sofort, hört auf Kommandos, alles paletti.

    Sobald wir mit anderen Hunden laufen und diese anfangen zu rennen (wir haben einen dabei, der zum fiddeln neigt) dreht er ab und zeigt das Verhalten, das ich oben beschrieben habe.

  • Wie ist es denn, wenn beim Gassi alle Hunde an der Leine gehen?
    Also auch die anderen Hunde nicht rumrennen.
    Jeder neben seinem Herrchen/Frauchen und dann einfach mal laufen.
    Bellt er dann auch ständig?

    Und wie verhält er sich, wenn ihr beim Gassi Fremdhunde trefft?

  • Ein ganz spontaner Gedanke:

    Du gehst einen kompletten Gassigang dann gemeinsam mit den bekannten, aber nicht zu eurer Familie gehörenden Hunden?

    Für mich hört sich das nach Kontrolletti an, und keine Gelegenheit, die bei ihm stressauslösenden Reize verarbeiten zu können.

    Da du ja sowieso momentan getrennt gehst - hast du vielleicht die Möglichkeit, auf diesen Einzelspaziergängen die Treffen mit den anderen Hunden so einzubringen, dass sie nicht länger als 5 Minuten (zu Beginn) dauern, damit der Rest des Spaziergangs für deinen Hund Entspannung bietet, wo dieser Stress abgebaut werden kann?

    Das nur erst mal spontan, deinen Spoiler muss ich auch erst noch lesen, komme ich aber erst später zu.

  • Vielleicht fällt ja jemandem ein, was ich noch tun kann, um a) den Hund ruhiger zu bekommen, und b) Gassigänge mit 1-2 bekannten und unkomplizierten Hunden (sind immer die gleichen) stressfreier für ihn zu gestalten?

    Um ihn ruhiger zu bekommen, könnte er innerhalb der Wohnung eventuell einen Welpenauslauf bekommen; mit seinem Körbchen, seinem Napf und Spielzeug. Da soll er nach dem Spaziergang zur Ruhe kommen. Sozusagen sein eigener persönlicher Bereich!

    Außerdem ersparst Du Dir die unnötige Bewachung in der Küche, wenn Du den Türeingang mit einem Kinderschutztürchen versiehst. Dein Hund kommt nicht mehr rein und Du musst nicht 10 x zurück schicken.

    Ein Spaziergang wo der eigene Hund Stress hat, auch wenn die mitlaufenden Hunde unkompliziert sind, ist einfach nix für Deinen Hund.

    Gehe Deinen eigenen Weg, alleine. Teffe zwischendrin die Gassitruppe, gehe ein Stück des Weges und wenn Du merkst, dass Dein Hund unruhig wird, verlasse die Truppe, gehe weiter Deines Weges.

    Dieses Verhalten, das stetig zunimmt, wird ihm sonst irgendwann zum Verhängnis, wenn er doch mal an den falschen Hund gerät mit seinem Benehmen.

    Eben deshalb musst Du rechtzeitig/frühzeitig die Notbremse treten und die Dauer des gemeinsamen Hundeauslaufes bestimmen.

    Du darfst nicht vergessen, dass sich bei Deinem Hund sogenannte Altesrmaroden einschleichen, aufgrund von körperlichen Schwächen (nicht mehr richtig Sehen, Hören,). Dein Hund mag vielleicht den ganzen Stress nicht, möchte mehr Ruhe!

    Außerdem ist die Kombi Dackel/Terrier eine ganz unglückliche Wahl. Dickköpfigkeit vom Dackel und die Ausdauer vom Terrier - das ist eine echte Herausforderung. Erst recht, wenn der Hund schon alt ist und sich Verhaltensmuster bei ihm gefestigt haben.

    Dennoch, schön, dass Du Dich um den Senior kümmerst; dass Du ihm ein Zuhause gegeben hast.

  • Dieser Hund müsste dann bei mir an die Leine und zwar bevor das Verhalten kippt.

    Das sehe ich genauso, deshalb leine ich ihn an, sobald ich sehe, dass er loslegt. Das sind Sekunden, wo sie gerade noch schnüffeln, dann kommt von hinten zb die Große, will zum Spiel animieren, der andere Hund geht darauf ein und -zack- ist der Kleine im Kontrollverhalten und wetzt hinterher.

    Hört sich nach Zwangsverhalten an. Arbeitest du irgendwas mit ihm?

    wenn du Training meinst, nein, er läuft sozusagen nebenher :hust: soweit man das sagen kann.

    Wie ist es denn, wenn beim Gassi alle Hunde an der Leine gehen?
    Also auch die anderen Hunde nicht rumrennen.
    Jeder neben seinem Herrchen/Frauchen und dann einfach mal laufen.
    Bellt er dann auch ständig?

    Und wie verhält er sich, wenn ihr beim Gassi Fremdhunde trefft?

    wenn alle angeleint sind, ist er zufrieden, häufig "langt" ihm auch, wenn die Große ebenfalls angeleint ist.
    Dann bellt er nicht. Wir lassen auch nicht direkt die Hunde los, sondern erst laufen alle an der Leine, dann wird einer losgelassen, dann der nächste, bis der Kleine dran ist. Da ist er aber oft schon ziemlich aufgeregt, weil alle schon rumlaufen, nur er noch nicht. Ich warte dann, bis er soweit ruhig ist, dass ich ihn loslassen kann, und dann setzt er sofort den anderen hinterher, schnüffelt, wo sie schnüffeln, und oft beginnt er besonders bei einem intakten Labradorrüden, sofort mit dem kontrollieren.

    Letztes Mal hab ich den Kleinen zuerst frei gemacht, dann die Große, dann der Labrador, das ging besser, aber sobald die Große zb mit dem Labbi ein Rennspiel beginnt, ist der Kleine sofort an hinterherrennen, eingrenzen und bellt zwischendurch. Hole ich ihn heraus und leine an, bellt er aufgeregt und wird immer gestresster.

    Ganz fremde Hunde, da lasse ich meine beiden meistens nicht hin, da die Große häufig den anderen Hunden zu groß und trampelig ist. Ein paar Mal durfte er allein hin, er geht er mit aufgerichteter Rute und Ohren auf den anderen schnurstracks zu, schnüffelt am Pöppes und geht dann wieder oder steht dem anderen Hund dann auch erstmal im Weg rum :ugly: . Der andere Hund darf an ihm aber nicht schnüffeln, dann wird sich sofort steif gemacht und gedroht (geknurrt), und geht der andere Hund weiter, wird er regelrecht eskortiert und dessen Gepiesel wird beim Rüden zumindest überpieselt.

    Ein ganz spontaner Gedanke:

    Du gehst einen kompletten Gassigang dann gemeinsam mit den bekannten, aber nicht zu eurer Familie gehörenden Hunden?

    Für mich hört sich das nach Kontrolletti an, und keine Gelegenheit, die bei ihm stressauslösenden Reize verarbeiten zu können.

    Da du ja sowieso momentan getrennt gehst - hast du vielleicht die Möglichkeit, auf diesen Einzelspaziergängen die Treffen mit den anderen Hunden so einzubringen, dass sie nicht länger als 5 Minuten (zu Beginn) dauern, damit der Rest des Spaziergangs für deinen Hund Entspannung bietet, wo dieser Stress abgebaut werden kann?

    Naja, es sind inzwischen auch ganz gute Bekannschaften mit den HH, die Hunde verstehen sich bisher topp, wir gehen schon seit Jahren gemeinsam Gassi, schon bevor der Kleine da war. Wir treffen uns, dann laufen wir los, dann wird einer nach dem anderen abgeleint, der Fiddler wird aber zb auch zwischendrin wieder an die Leine genommen, weil die HH da auch ein Auge drauf hat. Und natürlich mein Kleiner, manchmal auch die Große, wenn die Hunde zu sehr aufdrehen und Ruhe rein muss. Wir managen schon bei Bedarf.

    Im Großen und Ganzen muss man leider sagen, waren früher die Gassigänge wesentlich entspannter, denn die Hunde verstehen sich sehr gut und kennen sich schon ewig. Der Kleine bringt wirklich eine Unruhe und Stress mit rein, dass weder ich noch die Hunde noch die anderen HH den Spaziergang mehr richtig genießen können.

    Vielleicht konnte ich meine Tochter da mit einbinden, dass sie den Kleinen mitnimmt und wir uns wo treffen, wo sie kurz mit geht und sich dann wieder trennt von uns, so in der Art, meintest du das?

    Du darfst nicht vergessen, dass sich bei Deinem Hund sogenannte Altesrmaroden einschleichen, aufgrund von körperlichen Schwächen (nicht mehr richtig Sehen, Hören,). Dein Hund mag vielleicht den ganzen Stress nicht, möchte mehr Ruhe!

    Außerdem ist die Kombi Dackel/Terrier eine ganz unglückliche Wahl. Dickköpfigkeit vom Dackel und die Ausdauer vom Terrier - das ist eine echte Herausforderung. Erst recht, wenn der Hund schon alt ist und sich Verhaltensmuster bei ihm gefestigt haben.

    Dennoch, schön, dass Du Dich um den Senior kümmerst; dass Du ihm ein Zuhause gegeben hast.

    Danke :smile:
    Daran habe ich auch schon gedacht, dass er evtl. nicht mehr richtig sieht oder hört :(
    Ja, er ist charakterlich schon ne Hausnummer... die Frau des Vorbesitzers meinte im Gespräch auch mal zu mir, dass er einen Kontrollzwang hatte, als er noch bei ihnen war... die Verpaarung war damals übrigens, so würde es mir gesagt, Absicht, das wäre jemand gewesen, der immer diese Mischung "gezüchtet" hätte. Wenn ich mir den unausgeglichenen Charakter des Kleinen so ansehe.. naja... :( : aber gut, er kann ja nix dafür und hat auch sehr viele gute Seiten :herzen1:

  • So eine ähnliche Sache hab ich gerade mit meinem Teilzeit-Dritthund. Die hat draußen so doll mit Action verknüpft und kann sich null entspannen, dass sie gar nicht normal Gassi kann. Aber statt zu kontrollieren, rennt und fiddelt sie, macht asi Spielaufforderungen und nervt eher. Und wenn sie nicht hin kann, fiept sie und bellt (und fiept sich so richtig schön ein). Sie erträgt keinen einzigen Reiz draußen, alles lässt sie explodieren. Der Spaß könnte ja ohne sie stattfinden.

    Sie darf nur kurz ohne Leine laufen bei mir, nachdem sie sich entspannt hat. Sie darf nicht rennen (sie pusht sich dadurch total) und nicht "spielen" (es ist kein Spielen). Beim Schnüffeln darf sie nicht direkt losflitzen. Hin und her rennen oder hektisch von A nach B rennen ist verboten. Sie wird von mir ganz massiv runtergeregelt, im Anfang schon abgebrochen und darf im Prinzip fast gar nichts. Sie soll nur entspannt an der Leine gehen und aushalten lernen, dass auch ohne sie was passieren kann.
    Ab und zu werden alle anderen Hunde angeleint und Tabu gemacht, während sie sich kurz den Stress abrennen darf (aber ohne sich wieder an die anderen Hunde zu schmeißen). Bällchen etc alles verboten. Mich belagern ist verboten.

    Den Rest machen auch meine Hunde. Die lassen sie abblitzen oder geben ihr fair zu verstehen, dass sie nicht rennen soll wie ein Eichhörnchen auf Speed und dass sie nervt.

    Wir sind aktuell so weit, dass sie versteht, dass ich keinen Gehorsam von ihr will, sondern ruhiges Verhalten sehen will. Das muss sich jetzt festigen, dann dürfen irgendwann mehr Freiheiten dazu kommen.

    Der Hund ist nicht per se nervös, die wurde schön hibbelig gemacht. Die ist nach 30nin Gassi so fertig von sich selbst, dass das völlig reicht.

  • So, den Spoiler gelesen - und dazu eine Frage und ein weiterer spontaner Gedanke:

    Verstehe ich das richtig - sie hatte bei den Vorbesitzern nicht dieses Kontrollverhalten (evtl. weil man ihr gar keine Möglichkeit dazu gab, aber das ist Spekulation)?

    Dein "Führungsstil" unterscheidet sich deiner Beschreibung nach ja grundsätzlich vom Führungsstil der Vorbesitzer; die Vorbesitzer haben alles für den Hund entschieden, du selber bemühst dich um mehr Freiraum für deine Hunde (was ich super finde!).

    :???:

    Auch hier ein spontaner Gedanke: Wenn dein Hund seine Vorbesitzer als die-alles-kontrollierenden Führungspersonen erlebt hat (und das über Jahre), und erlebt dich jetzt als die eben nicht mehr alles-kontrollierende-Führungsperson - besteht da nicht die Möglichkeit, dass dein Hund nun für sich (aus seiner Sichtweise heraus) meint, eine "Aufgabe" übernehmen zu müssen, die nun (aus seiner Sicht heraus!) "brach" liegt und (auch seiner Meinung nach) ausgefüllt werden müsste?

    Vielleicht erkennt dein Hund gar nicht, dass ihr sehr wohl auf Alles ein Auge habt und sehr wohl immer und jederzeit managed - wenn es nötig ist.

    Das kann er bestimmt noch lernen, dass Hunde durchaus mehr Freiraum haben können und dürfen, und das dies kein Fehlverhalten (aus seiner Sicht) ist.

    Auch das "Stellen" und "Begleiten" anderer Hunde ist Dominanzverhalten - dafür hatte er früher keinen Raum ... aber Dominanz wurde ihm von seinen Besitzern als üblicher Umgang vorgelebt.

    Ich finde Dominanz ja nebensächlich - klar existiert sie, auch bei uns, aber sie ist so nebensächlich, dass meine Hunde das von mir übernommen haben xD

    Lernen kann dein Hunde-Opi bestimmt noch, aber das wird seine Grenzen haben.

    Die Idee mit deiner Tochter finde ich gut. Aber auch hier spontan: Es besteht die Möglichkeit, dass dein Hund das nicht so toll findet, weil du - nach deiner eigenen Aussage - seine Hauptbezugsperson bist. Probiers einfach aus, aber sei ihm nicht böse wenn er diese Idee selber nicht so toll findet. Es könnte z. B. Eifersucht auftreten, wenn er mit deiner Tochter ankommt, dich mit den anderen Hunden (und Menschen) sieht - und dann aber wieder gehen soll. Dann vielleicht umgekehrt: Deine Tochter geht die große Runde mit, und du kommst für eine kurze Zeit dazu.

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