Terrier dreht auf bei Gassi mit Fremdhunden

  • Danke für eure Beiträge :gut:

    Ich schreib rasch ins Zitat rein, wenn's recht ist...

  • Ich weiß nicht, ob das schon angesprochen wurde, aber wenn sich das Verhalten erst in letzter Zeit so verstärkt hat: Ist der alte Knabe völlig gesund? Oder lassen seine Sinne nach, und er versucht das mit verstärkter, immer altersstarrsinnigerer Kontrolle über jeden und alles auszugleichen?

    Sicher nicht die einzige Ursache, aber vielleicht ein Abklären wert?

  • vielleicht ein Abklären wert?

    ja, das kann natürlich sein... Ich werde bei der demnächst fälligen Impfung die TÄ drauf ansprechen.


    Heute Nachmittag hab ich mir gedacht, ich nehm ihn noch ein letztes mal mit, wir wollten uns mit einer der bekannten HH treffen, ihr Hund ist der, der ab und zu fiddelt. Anfangs waren wir ziemlich beschäftigt mit an- und ableinen, weil ständig einer nicht das gemacht hat, was er soll :lepra: .Angeleint sind alle 3 brav und gehorsam und laufen entspannt nebenher.
    Ab ungefähr der Hälfte plötzlich bekam der Kleine beim Freilauf noch mal einen allerletzten Anschiss, als er direkt am Losspurten war, weil der Hund der befreundeten HH losrannte und ich glaub, die Große anspielte... die HH rief ihren noch mal kurz zu sich, alle beruhigen sich, und ab da sind alle drei in (früher normaler aber inzwischen) seltener Einträchtigkeit miteinander Gassi gegangen, schnüffelte hier und dort und keiner hat was doofes gemacht.
    Am Ende spielte der bekannte Hund den Kleinen sogar an und es folgte eine kurze Spielsequenz, bis sich die Große bemüßigt gefühlt hat, auch mitzumischen, und ab da war der Frieden wieder dahin :omg: . Danach waren alle an der Leine.

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    Also, ich sehe nur sofortige Korrektur als Lösung, Hund an der Leine lassen mit dem Risiko, dass er sich hochspult, oder Hund daheim lassen, wenn er sich nicht im Griff hat... :(

  • Da sehe ich auch den Zusammenhang zwischen "Anschiss" und damit klarer Regelung für deinen Hund, und seinem damit geändertem Verhalten.

    Mich macht das traurig :( :

    Du hast aber gesehen: Alleine mit einem anderen Hund KANN er. Es wundert mich nicht, dass der dritte Hund (deine Große) dann einer zu viel war.

    Du sagst ja selber, seine Vorbesitzer hätten jegliche Hundekontakte nicht zugelassen. Dass er dann dennoch jetzt so wie heute gezeigt mit anderen Hunden umgehen KANN, ist sehr erfreulich!

    Wenn du jetzt schon weißt wie er reagiert, wenn du dich von Tochter und ihm entfernst - lass es.

    Oder du machst es so, dass du ihn dann übernimmst und du mit ihm nach einer Weile weggehst, während deine Tochter dann die Große übernimmt.

    Er hat STRESS, und wenn dir jetzt schon andere Stressoren bekannt sind, dann solltest du diese meiden, wenn du eine bestimmte Situationen für ihn als stressfreier erfahren lassen willst.
    Das ist sonst kontraproduktiv.

    Zum Füttern: Was ich machen würde?

    Futter fertigmachen, dann den Hund anleinen in der Küche, zum Futter zurück, die Näpfe zügig hinstellen, zügig wieder zum Hund, eine Hand ans Halsband, mit der anderen die Leine lösen ... und dann nach 1-2 Sekunden OHNE irgendwas vom Hund in der Zeit zu verlangen mit der freien Hand aufs Futter weisen, "bitteschön" sagen und gleichzeitig das Halsband loslassen.

    Diese Warterei und von außen aufgezwungene Ruhe - da halte ich (meistens) gar nichts von.

    Was willst du denn, das er lernt?

    Er soll dir nicht zwischen den Füßen rumwuseln, während du das Futter hinstellst. WEIL du das Futter und auch deine Knochen gerne unbeschadet haben möchtest.

    Dein Hund FREUT sich auf das Futter. Dieses erzwungene Warten macht Stress, und es macht evtl. auf Dauer Frust ... und möglicherweise die Futtersituation so bedeutend, dass Futter zu einer Ressource wird...

    Soll er sich freuen - und du setzt dich durch; ganz unspektakulär, indem du ihn gesichert zusehen lässt, und in dieser Sicherheit machst du dann zügig dein Ding. Sobald das fertig ist, gibt es keinen GRUND mehr zu warten.

    Im Moment bringst du mMn nur noch weiteren und unnötigen Stress rein.

    Du kannst deinem Hund nicht erklären, WARUM er warten soll. Mit etwas Glück stellt er im Laufe der Zeit aber selber fest, dass er so schneller zu seinem Futter kommt.

  • Das Ding ist ja, er freut sich nicht direkt aufs Futter, das ist eine ganz gespannte Erwartungshaltung, die sich auch wieder hochpusht. Ich glaube ja, er hat in seiner Zeit, als er vernachlässigt wurde, gehungert... anders kann ich seine extreme Affinität zu allem Fressbaren nicht erklären, und gleichzeitig hat er einen extrem sensiblen Magen und Darm (u.a. auch Futterunverträglichkeiten), dass mir scheint, er ist wohl nicht gescheit, ausgewogen und genug gefüttert worden.
    Als er hier ankam, war er auch sehr dünn, und ich hab ihm erstmal 2,5 bis 3 Kilo auf die Rippen gefüttert, so dass er eine schöne feste Figur hat.

    Ich werd mir mal überlegen, wie wir das Füttern stressfreier gestalten können, danke für deine Anregungen @Hundundmehr.
    Er macht halt aus allem einen Akt, Anleinen, Jacke anziehen, alles muss ich reglementieren, sonst dreht Herr Terrier ganz schnell ab :ka: .

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