Zu viel Freilauf?
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Hallo ihr Lieben,
ich wollte mir mal wieder ein paar Ratschläge einholen, weil die Tipps hier immer super und vielfältig sind :-)!
Kurze Zusammenfassung:
Weiße Schäferhündin, 18 Monate alt, hört sehr gut, zwei Mal am Tag große Runde (30 - 40 Minuten), einmal am Tag geistige Auslastung. Abends nochmal Mini-Runde (max. 10 min) zum Lösen.Problem: Unruhe, Nervosität, Fieperei, Aufgedrehtheit
Da wir ländlich wohnen und sie jederzeit abrufbar ist, genießt sie fast die meiste Zeit Freilauf und ist nur selten an der Leine.
Im Sommer/ Herbst als sie das erste Mal läufig war, ist sie dabei auch recht gechillt vor sich hin getrabt. Mal hier geschnüffelt, Mal dort. Mittlerweile ist es aber so, dass sie nur noch durch die Gegend fetzt. Ich habe so das Gefühl, dass der Hund überhaupt nicht mehr normal oder gelassen ohne Leine läuft.
Sie wartet zwar immer auf uns - kurz bevor wir wieder bei ihr sind rast sie dann wieder 10 m - wartet wieder auf uns - galoppiert wieder weiter.
Sie steigert sich durch dieses kopflose Rumgerenne echt rein und ist heute dann auch übel auf die Nase gefallen, weil sie nimmer aufpasst und es glatt war.
Was würdet ihr nun tun? Wenn ich sie zwischendrin anleine, bringt das gar nix. Wenn ich ableine geht's wieder genauso weiter wie bisher.
Soll ich sie Mal mehrere Wochen nur an ein Geschirr mit Schlepp nehmen, dass sie sich wieder angewöhnt, einfach normal zu laufen?

Normalerweise sind unsere Spaziergänge immer mit Aufgaben gespickt - sie sind also alles andere als anspruchslos, aber in letzter Zeit habe ich das stark heruntergefahren, weil ich das Gefühl habe, dass Aufgaben/ Kommandos sie noch mehr pushen.
What to do? Ich danke euch

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Hi,
Schau mal hier: Zu viel Freilauf?*
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wann kann sie sich mal so richtig körperlich auspowern?
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Liegt bei euch seit kurzem Schnee? Viele Hunde sind "schneeblöd" und führen sich da anders auf als normal, das gibt sich m.E.n. nach kurzer Zeit.
Meine Hündin ist heute morgen ausgeflippt, sodass sie an der Flexi bleiben musste, sonst hätte ich sie ständig korrigieren müssen.
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"Normalerweise sind unsere Spaziergänge immer mit Aufgaben gespickt - sie sind also alles andere als anspruchslos, aber in letzter Zeit habe ich das stark heruntergefahren, weil ich das Gefühl habe, dass Aufgaben/ Kommandos sie noch mehr pushen."
Ich denke, da liegt der Knackpunkt: Sie verbindet inzwischen Spazierengehen mit Arbeit, Herausforderung, Spannung und fährt entsprechend hoch. Das "Leine ab" ist ihr imaginäres Startsignal geworden, und sie ist ständig in Erwartungshaltung.
Wär's mein Hund, würde ich mit ihr einfach ruhig weitergehen, möglichst entspannt durch die Gegend trödeln, so dass sie sich körperlich zwar die Bewegung holen kann, die sich braucht, aber diese ewige Anspannung nach und nach verliert. Was aber sicher dauern wird - sie hat es ja bisher nicht anders gelernt.
Ein bißchen verrückt und raketentartig finde ich in dem Alter auch überhaupt nicht schlimm, sondern eher normal - meine Terrier waren mit 18 Monaten gefühlt mehr in der Luft unterwegs als am Boden und haben das wirklich gebraucht. Bedenklich wird das erst, wenn's zwanghaft wird und der Hund sich nicht mehr runterregeln läßt.
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einmal am Tag geistige Auslastung
Wäre mir zu viel. Meine drehen durch, wenn die täglich was machen. Ich würde das zwei Mal die Wochen machen. Was macht Ihr denn genau?
Sie steigert sich durch dieses kopflose Rumgerenne echt rein
Kenne ich zu gut. "Meine" Rasse ist da quasi prädestiniert ...
Hirn aus und los geht's. Das ist nicht gut.Was würdet ihr nun tun? Wenn ich sie zwischendrin anleine, bringt das gar nix. Wenn ich ableine geht's wieder genauso weiter wie bisher.
In dem Alter habe ich das bei allen meinen, dass es aus dem Ruder läuft, wenn ich da nicht den Daumen drauf habe. Ich erarbeite mir die Ruhe tatsächlich über Leine. Im Augenblick läuft meine eineinhalbjährige Border Collie-Hündin fast jeden Spaziergang nur an der kurzen Leine oder, wenn sie sich sehr brav verhält an der Flexi - dort ist ballern aber genauso Tabu! Meiner Erfahrung nach wird das nach einem Jahr wieder etwas ruhiger, wenn man sie da vor sich selbst schützt und das konsequent durchzieht.
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Gibts denn ausser den Spaziergängen noch andere Bewegungsmöglichkeiten über den Tag?
Ich weiß, heutzutage wird immer gepredigt, dass es bloss nicht zuviel sein soll, aber die angegebenen Zeiten wären mir für einen immer noch jungen Hund zu wenig an Bewegung. Da halte ich das "Flipperkugel-Syndrom" für normal.
LG, Chris
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Ich muss gestehen ich finde ne gute Stunde Auslauf am Tag für einen jungen, erwachsenen Hund relativ knapp

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War und ist hier teilweise auch noch so. Leine ab und der Hund schaltet auf blöd für die ersten Minuten. Irgendwann konnte ich dann aber zumindest unterscheiden ob sie einfach nur rennt weil sie rennen kann oder ob sie wirklich ballert und das Oberstübchen ausschaltet. Ganz rausbekommen werde ich das wohl niemals und deshalb werde ich auch immer einen Daumen drauf haben müssen um zu sehen wann sie drüber ist.
Besser wurde es erst als verstanden wurde, dass Leinenspaziergänge nen bisl langweilig aber entspannend sind. Dachte ich baue mit anschließendem Ableinen eine Erwartungshaltung auf, aber wurde eines besseren belehrt. Nach ner entspannten Runde an der Leine kann hier inzwischen auch abgeleint werden ohne das sofort auf Durchzug geschaltet wird.
Kofferraum auf, Hund raus und Attacke ist hier ein Patentrezept für Chaos das niemand will. -
Ab ca. 1 Jahr bin ich mit meinen Schäferhunden 2x täglich je 45-60min Gassi gegangen (mit Freilauf) und abends nochmal eine 5-10min Löserunde.
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Ich würde erst mal geistig trennen zwischen "Auslastung" und "ruhe an der Leine/ im Freilauf".
die Ruhe musst du dir genau so erarbeiten, wie jedes andere erwünschte Verhalten.Das ist natürlich schwieriger, je unausgeglichener der Hund ist. Also zu viel/ wenig/ die falsche Auslastung. Aber im Prinzip trotzdem möglich. Vorausgesetzt der Hund kennt und kann eben das Ruhig an der Leine bleiben/ im Freilauf bleiben.
Ich würde das aufbauen, in dem du ruhiges VErhalten einforderst und belohnst und aufhörst, bevor Jung-Schäfi drüber ist. Sowohl an der Leine, als auch im Freilauf. du wirst beim Training merken, wann bei m Hund der Groschen fällt und ob deinem Hund das eher an der Leine oder im Freilauf möglich ist.
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