Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 9

  • Hier gab es bisher keinen einzigen Böller, die Hunde laufen auch wie gewohnt frei weil die beide bisher nie Angst hatten und falls doch, sind die nicht der Typ für blinde Panik sondern kommen zu mir.

    Ob es Silvester hier ruhig bleibt oder richtig die Hölle losbricht hängt davon ab ob die Jugendlichen in der Straße zu Hause feiern oder unterwegs sind. Mal sehen, wir machen uns einen entspannten Abend mit leckerem Essen und hoffen auf ein schönes Feuerwerk statt blöde Böllerei.

    Von mir aus könnte man Feuerwerk komplett verbieten, aber solange das nicht der Fall ist lieber bunte Raketen statt Böller.

  • Schattenpfote

    Myles ist nur gut 3 Wochen älter als deine Maus und er kann diese Sachen auch noch nicht zuverlässig. Wenn es zu dunkel ist oder unübersichtlich ist, lasse ich Myles gar nicht von der Leine. Dann bleibt er an der Flexi (im Matschwetter bin ich mit der SL nicht glücklich geworden) und hat so seinen kleinen Freiraum. Er ist aktuell nur am Geschirr und darf da laufen wie er möchte. An der Leinenführigkeit arbeiten wir am Halsband und vorerst erstmal im Garten, vielleicht so 2-3min täglich. Rückruf beim Spaziergang versuche ich auch auf ein paar wenige Male zu beschränken, wenn zuviele Leute unterwegs sind, bleibt Myles auch an der Flexi. Er würde auch gerne möglichst zu allen hinlaufen und hochstehen, daher versuche ich das auch möglichst zu vermeiden.

    Ich bin froh, habe ich noch zwei andere, gut erzogene Hunde. Das macht mir doch vieles einfacher oder ich lasse mir bewusst auch mehr Zeit =)

  • Von mir aus könnte man Feuerwerk komplett verbieten, aber solange das nicht der Fall ist lieber bunte Raketen statt Böller.

    Sehe ich genauso!

    Jumi hat auch keine Angst vor Knallerei aber da man diesen Deppen ja nur vor den Kopf guckt, bin ich lieber ein paar Tage vorsichtig bevor wir doch mal nen Böller hinterher geworfen bekommen..

    Morgen früh werden wir schön laufen gehen :hundeleine04:

  • Mico läuft auch noch frei aber bei uns fängt die Knallerei auch immer erst am 31. an. Iwann nachmittags vereinzelt meistens aber noch nichts richtiges. So lange man die letzte Runde gegen 10 angeht an Silvester ist man ziemlich sicher vor Knallerei. Ab 30. abends kommt Mico wohl nicht mehr von der Leine falls doch jemand auf dumme Ideen kommt, besonders besorgt bin ich da aber nicht. Letztes Jahr haben wir Silvester gut durchgestanden mit Rolladen runter, ein gutes Buch für mich und laute Violinmusik. Herr Hund ist zwar ein schisser aber so hat er es gut ohne iwas hinbekommen. Violinmusik beruhigt ihn und mit Lesen kann ich sicherstellen das ich so viel Ruhe wie möglich ausstrahle was ihn auch nochmal beruhigt. An mich gekuschelt hat das dann gut geklappt.

    Ich wüsste aber gerne mal eure Meinungen zu einem Thema das mich bei Mico gerade ein bisschen stresst.

    Hundebegegnungen an der Leine. Natürlich darf er nicht hin und ich blocke andere Hunde wenn ihre Besitzer meinen das die sich an der Leine hallo sagen müssen, aber das ist auch nicht so einfach weil Mico selbst in Richtung anderer Hund zieht und sich kaum hinter mich bringen lässt. Bei ein zwei Hunden die ihn ein paarmal zu oft genervt haben knurrt er wenn sie an der Leine zu nahe kommen (ab 2m ca. Im Freilauf sind die Hunde komplett friedlich miteinander also ist nur an der Leine) aber bei den meisten will er unbedingt hin. Der Kopf schaltet einfach aus und er reagiert einfach auf absolut nichts mehr. Vorhin ist unsere Nachbarin gerade mit ihrem Hund vorbeigekommen und Mico hat angefangen die ganze Straße zusammenzubellen und zu winseln. Nicht sein "geh weg" Bellen oder auch"mein Revier" Bellen sondern wirklich richtiges "will haben bitte bitte warum darf ich nicht" Bellen.

    Was kann ich da machen? Umdrehen und gehen? Dann muss ich ihn aber mit mir zerren weil freiwillig bewegt der werte Herr sich keinen milimeter mehr wenn da ein anderer Hund ist. Macht auch keinen Unterschied ob groß, klein, Hündin, Rüde, kastrat oder intakt.

    Mit anderen Hunden spielen darf er übrigens so eig nicht, also weiß ich auch nicht so ganz wo das ganze herkommt:verzweifelt: Es gibt eine Berner Hündin die wir alle paar Wochen sehen mit der er kurz spielen darf, das ist aber nie wild. Die Hündin ist recht ruhig und rennt vllt 5m mit ihm und dann bremst sie ihn aus und beachtet ihn so lange nicht bis er ruhig mit ihr schnüffelt. Ansonsten in der Hundeschule wenn sie 10min Spielpause haben zwischendrin, aber selbst da gibt es das Drama nie. Die Hunde spielen und rennen begeistert miteinander sobald sie die freigabe bekommen, vorher sitzen sie aber schon abgeleint ruhig da und wenn ihre Spielpause beendet ist werden alle wieder rangerufen, angeleint und es ist gut. Da gibt es kein gebelle, gewinsel oder sonst was, sie arbeiten einfach wieder mit.

  • Richtig aufgebaut ist er aber eher ein Reflex für den Hund

    Wobei der Reflex ja dann auch vom Reiz ausgehen kann (oder alternativ zum Rückruf auch so aufgebaut funktioniert, denn die Erwartungshaltung des Hundes spielt ja immer massiv rein und mit besonders tollen Reizen konkurrieren wird schwierig. Und auf das Abwägen beim Hund, scheint es mir bei den meisten, die über Rückruf arbeiten, hinaus zu laufen. Mit entsprechend anderer Entscheidung des Hundes bei tollem Gegenreiz). Ich hab mal einen Aufbau von dir gelesen, dass du erst den unbedingten Willen zu dir zu kommen aufbaust und da den Rückruf obendrauf setzt, wenn ich mich recht erinnere. Finde ich auch interessant! Dagegen den Aufbau über "ich wedel mit was -hoffentlich- besserem" in Reizsituationen finde ich (ohne weitere Absicherung) selten zielführend, vor allem bei einem jungen, außenorientierten Hund

    Absolut - ja, man kann natürlich auch den Reiz zum Auslöser machen.

  • Ich habe nie Probleme mit der Knallerei gehabt, aber ich komme mittlerweile so viele Menschen mit regelrechter Panik davor. Und ich finde es eine Zumutung für unser Wildtiere.

    Meinen Hunden kann ich was geben, ihnen helfen.


    ich finde der Scheiss gehört verboten.


    Besser noch fänd ich’s, wen nur! Ausschließlich an Sylvester an ausgewiesenen Ballerplätzen geballert werden darf. Und sonst nichts, nada, Nottingham.


    Und in dem Zug würde ich auch Lichtverschmutzung verbieten.
    Das ist eine Zumutung:

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  • Also... Ich wollt hier jetzt keine Grundsatzdiskussion über Kinder dabei oder nicht. Ich bin 3/4 vom Tag allein mit Kindern und Hund und ohne Kinder geht nicht. Aktuell haben sie Kindergarten/Schulferien und sind sowieso Zuhause und selbst wenn sie in Kiga und Schule sind hab ich die Jüngste noch mit dabei. Ich erwarte keine Wunder von der Maus, das nicht. Aber ich muss sie jeden Morgen mit zum Kiga nehmen wenn ich den Mittleren weg bringe, weil das sowieso ihre Gassi Gehzeit ist und es vom Zeitraum den wir hin und zurück brauchen perfekt von der Zeit her passt (~20 Minuten). Das heißt da üben wir auch das an der Leine laufen. Sie neigt noch dazu sich in die Leine zu hängen wie ein Schlittenhund bei der Arbeit - unabhängig davon ob Halsband oder Geschirr oder beides. Mir wurde geraten sie auf ungefährlichen Wegen Leinenlos laufen zu lassen, weil das ihre Bindung zu mir stärkt. An Strassen geht sie nie ohne Leine. Flexi haben wir nicht und hatte ich vorerst auch nicht vor anzuschaffen. Bei uns gibt es 2m und Schleppleine und letztere geht an der Straße auch nicht. Nymeria ist ein toller Hund und ich weiss das nochmal eine Phase kommen wird wo sie "auf 0 stellt" was das Gelernte angeht. Ich habe mich bevor wir sie geholt habe durch zig Artikel und Berichte gelesen.

    Sie kommt aus Erfurt von einem Kumpel von uns und hat die ersten Lebenswochen mit Mama, Papa, Geschwistern, Kind und Katze und Pferden gelebt. Sie war am längsten bei Mama und Papa und hatte noch eine Woche Einzelerziehung bei ihren Eltern bevor siezu uns kam.

    Warum sie nach Fremden schnappt? Ich weiss es nicht und sie schnappt ja auch nach meinem Mann und den Kindern ihren Klamotten. Bei mir macht sie es nichtmehr, ich hab ihr aber auch mehrfach klar gemacht, das ich das ned dulde. Das kriegt mein Mann irgendwie nicht hin - wenn sie da hochspringt streichelt er sie noch. Ein Verhalten das ich im Moment rigoros unterbinde, weil sie auch die Kinder anspringt und die schmeißt sie Mal eben um (6,3 und fast 2 Jahre). Außerdem darf sie - egal ob vor Freude oder aus Unsicherheit - nicht nach unseren Gesichtern schnappen - das macht sie nicht immer, aber öfter Mal. Ich versuche ihr derzeit zu zeigen das sie uns auch begrüßen kann ohne wie ein wilder Irrwisch an uns hoch zu springen und sich wie ein Kreisel zu drehen.

    Unser (normaler, wenn keine Ferien) Tagesablauf:

    Aufstehen, Lösen draussen, dann zum Auto weil ich arbeiten muss. Da ist sie meiste Zeit in der Box mit was zu kauen. An einer Sackgasse darf sie mit raus ungefähr zur Hälfte meiner zweistündigen Austragezeit und da macht sie normal nochmal ihre Geschäfte. Dann fahren wir heim und sie schläft nochmal bis ca halb acht in ihrer Box. Dann lass ich sie raus und sie bekommt Frühstück. Derweil richte ich die Kinder und schicke die Grosse in die Schule. Anschließend gehe ich mit Hund und den beiden Jüngeren zum Kiga. Nymeria wartet vor dem Kiga max 2 Minuten in Sichtweite bis der Mittlere weg ist. Danach gehen wir unsere Runde zu Ende. Danach liegt sie normal in ihrem Bettchen während ich meinen Haushalt mache (oder sie rennt Rum und sucht ob die Kids was zu essen auf den Boden fallen lassen haben, wird aber von mir dann wieder an ihren Platz geschickt da ich das nicht möchte -> ungesundes Zeug für den Hund. Wenn ich die Jüngste dann gegen 11 Uhr hinlege geht sie wieder in ihre Box (vorher draussen lösen) und ruht. Wenn ich den Mittleren vom Kiga hole geht sie wieder mit und erledigt ihre Geschäfte. Danach ist sie wieder in ihrem Bett bzw bekommt Mittagessen oder schaut hier rum. Den ganzen Nachmittag ist hier dann soweit ruhig, wenn wir noch Termine haben bleibt sie Zuhause. Zwischendurch immer mal zum lösen raus und abends dann Futter und nochmals 10 Minuten laufen. Danach Nachtruhe für sie in der Box. Sollte es Mal zu trubelig sein mit den Kindern ist sie auch in ihrer Box. "Training" machen wir während der Spaziergänge und nicht durchgehend.

  • Ich muss dich sehr enttäuschen.


    Leinenführigkeit entsteht nicht, wenn der Hund immerzu zieht. Das Is durch.
    Der Hund hat ziehen gelernt. So wurde es ihm beigebracht.

    Hat der Hund jetzt Bindung zu dir? Wenn ja, dann nimm ihn jetzt an die Leine, bis er hört.
    Sonst hat die Welt den nächsten Tutnix.


    Auslauf halt in einem Gebiet, wo der Hund niemand belästigen kann.


    Und bring ihn zum Handball, nicht zum Ballet, am besten bevor er anfängt zu rauchen.

  • Verstehe ich das richtig?

    Früh morgens ist der Hund mit dir im Auto dabei und beschäftigt sich dort 2 Std. mit Kauen, anschließend kurze Pause zuhause, dann Gassi zum Kindergarten.

    Ich persönlich würde einen Hund, egal wie alt er ist, keine 2 Std. sich intensiv mit irgendwas beschäftigen lassen, das ist. M.M.n. viel zu lang und der Hund stresst sich dadurch irgendwann selbst.

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