"eine neue Familie" - Hund überdreht, überfordert
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@Querida wie ich heute auch schon einmal in einem anderen Thread geschrieben habe, man lernt nie aus
Ich bin voll und ganz bei dir mit dem was du schreibst und ich finde auch nicht, dass generelles meiden eine Lösung ist. Ist aber bei einem dermaßen aufgeputschten Hund nicht erstmal etwas Ruhe rein bringen sinnvoll? Das ist natürlich keine Dauerlösung, so war es auch nicht gemeint.Ich habe hier einen eher gelassenen Hund liegen allerdings merkt man ihm nach 2-3 Tagen mehr Programm dieses auch an im Sinne von überdrehtheit und geringerer Frustrationstoleranz. Sobald wir wieder ein paar ruhigere Tage eingelegt haben findet er auch wieder mehr Ruhe und kann sich wesentlich besser kontrollieren.
Ein Beispiel von uns: er kann auf Spielzeug wirklich gut verzichten worauf er aber total abfährt sind Bälle. Jetzt kann ich natürlich gleich mit dem Ball als übungsmaßnahme beginnen da es im Alltag immer vorkommen kann oder ich beginne mit etwas ruhigerem wie zum Beispiel einem Futterbeutel der äußerst interessant ist aber ihn gefühlt nicht in dieses hoch pusht.
Nachdem mit dem Hund, so wie es sich liest, bisher recht wenig gearbeitet wurde führt das dann doch wahrscheinlich nur auf beiden Seiten zu Frust oder?
Wie gesagt lasse ich mich gern eines besseren belehren und versuche die Dinge auch von anderen Standpunkten zu sehen und verstehen.So wie du es schreibst reden wir von konsequentem und diszipliniertem Training ich glaube aber um ehrlich zu sein nicht, dass dies vom Threadersteller so durchgeführt werden würde wie es sein müsste wenn die ersten 11 Monate in dieser Hinsicht noch nicht viel passiert ist
Ich kann mich aber natürlich auch täuschen - Vor einem Moment
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Hallo,
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Mit Leine: anderer Hund in Sichtweite! Und die Leine geht auf Spannung. Ich kann ihn in diesem Moment zwar zu mir rufen und ins Sitz bringen, sobald aber Fuß kommt, geht die Leine wieder auf Spannung.
Je mehr sich der andere Hund nähert, desto "aggressiver" wirkt das Verhalten an der Leine... Allerdings zeigt er dieses Verhalten auch bei Hunden, die er kennt! Und sobald ich die Leine in dem Moment abmache, fangen sie an zu spielen.Ich würde mir das so erklären:
Hund sieht Hund und hat Stress, will nach vorne und kann nicht.
Du befiehlst "Sitz! Fuß!", und der Hund hat noch mehr Stress, weil sein Spieltrieb und Deine Kommandos kollidieren.Ich würde mir einen guten Trainer suchen, der die Situationen beobachtet und sehr auf Menschen eingeht und nicht nur den Hund maßregelt.
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ZitatAlles anzeigen
Ich persönlich würde dem betreffenden Hund daher beibringen, dass er nie
auf direktem Weg ans Ziel kommt, sondern immer nur über den Hundeführer
bzw. Gehorsam, mit ihm gerade bei Beutespielen an der Impulskontrolle
arbeiten und üben, dass er sich ablegen und runterfahren lässt. Dazu
käme dann noch reine Kopfarbeit, um das Mitdenken zu fördern und
kopflosem Aktionismus entgegen zu wirken.Ja. Bin voll bei dir. Aber das kann der Hund nicht leisten, wenn das Hirn eh grad Karussell fährt wg. Überlastung; und ich muss ehrlich sagen, das traue ich dem Threaderöffner nicht so richtig zu. Ich weiß, was du meinst, aber die Hundeführer, die das hinbekommen, haben eine GLASKLARE, absolut SOUVERÄNE Ausstrahlung, da gibt es nicht eine einzige Rückfrage. Sowas hat nicht jeder, und es erlernt sich auch nicht so leicht.
Grüßle
Silvia -
Um Frust tolerieren zu lernen, muss man ihn aber kennen lernen (dürfen).
Das ist ein Fehler, der sowohl bei Menschenkindern als auch bei Tierkindern gerne gemacht wird: bloß keinen Kontakt zu Reizen, die negative Gefühle auslösen könnten.Finde ich bedenklich, in beiden Fällen.
Besser wäre tatsächlich ein kontrollierter Umgang.
Beispiel: Mein Hund liebt, vergöttert Bälle. Dann setzt das kleine Spatzenhirn aus.
Statt Bälle nun konsequent zu meiden (was spätestens interessant wird, wenn mal ein Kind mit Ball vorbei geht), nutze ich Bälle als Belohnung.
Der Ball liegt mitten auf der Wiese, ich arbeite mit dem Hund am Gehorsam. Klappt das einige Zeit (je nach Können), darf er den Ball haben, jagen, beißen, mir egal. Dann rufe ich ab und wiederhole den Spaß.
Hier beim TE hätte ich es ähnlich gemacht: sobald ein anderer Hund in Sichtweite kommt, Spielzeug oder Futter raus und let‘s fetz. Ich als Halter muss spannender sein als der blöde Hund, der nichts kann und tut.Joa, das erfordert Arbeit und Engagement.
Ich möchte nur nicht verstehen, wieso man, wenn bekannt ist, dass der Hund an der Leine intensiver reagiert, dann ein Kind zum kennenlernen so an den Hund heranführen lässt.
Mir fallen spontan drölfzigtausend bessere Szenarien ein, inklusive Spaziergang, Spielrunde, kennenlernen im müden Zustand, beim Hund zuhause wo der Hund auf den Platz geschickt oder separiert wird - aber die gewählte Lösung war minimal Käse ohne Ende.
Ich wäre mal gespannt, wie der Kleine und seine Mutter das nächste Mal auf den Hund reagieren. Da hab ich ein mulmiges Gefühl -
@Querida wie ich heute auch schon einmal in einem anderen Thread geschrieben habe, man lernt nie aus
Ich bin voll und ganz bei dir mit dem was du schreibst und ich finde auch nicht, dass generelles meiden eine Lösung ist. Ist aber bei einem dermaßen aufgeputschten Hund nicht erstmal etwas Ruhe rein bringen sinnvoll? Das ist natürlich keine Dauerlösung, so war es auch nicht gemeint.So wie du es schreibst reden wir von konsequentem und diszipliniertem Training ich glaube aber um ehrlich zu sein nicht, dass dies vom Threadersteller so durchgeführt werden würde wie es sein müsste wenn die ersten 11 Monate in dieser Hinsicht noch nicht viel passiert ist
Ich kann mich aber natürlich auch täuschenIch glaube, wir widersprechen uns letztendlich gar nicht so wirklich....
Solange der Hund noch völlig überdreht ist und das Grundprinzip der (lohnenden) Mitarbeit noch nicht verstanden hat, würde ich 1) nur in ganz kurzen Sequenzen und
2) erstmal mit geringer Reizlage üben.Von Übungen wie "Trieb auf Beute machen und dann um die Beute herum Fußlaufen, bei korrekter Ausführung schicken/freigeben" ist der TE natürlich noch Meilen weit entfernt.
Darum rate ich auch zu einem Trainer, der weiß, wie man eine vernünftige Impulskontrolle aufbaut - das wäre vermutlich ein Trainer aus dem Gebrauchshundebereich.Wovon ich unbedingt abrate ist, zu versuchen, den Hund "müde zu machen" mit immer mehr körperlicher Betätigung. Dadurch würde immer mehr hoch gedreht und die zunehmende Kondition würde dazu führen, dass der Hund immer mehr fordert.
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Bei der großen Runde ist immer sein Hunde Freund dabei, damit sie sich austoben können etc.Das würde ich tatsächlich auch mal stark einschränken und stattdesen mit dem Hund in der Zeit arbeiten.
Ich habe jetzt schon recht häufig erlebt, dass Hunde die jeden Tag mit Gleichgesinnten raufen, Toben, rennen, rempeln, jagen,... durchaus viel überdrehter sein können, als wenn sie ruhigere Aufgaben bekommen.
Soweit mir bekannt ist, spielen Staffs auch gern mal recht körperbetont und wild, mit diesen ritualmässigen Treffen pusht man die Erwartungshaltung enorm auf.Ich würde mich erstmal nur 1 oder 2x in der Woche mit dem Kumpel treffen und die restliche Zeit zum Üben nutzen:
- warten lernen
- höflich bleiben lernen
- wie verhalte ich mich richtig bei Menschenkontakt
- gib ihm ruhige AufgabenTatsächlich würde ich dir mal das Buch "Fit for Life - was Welpen wirklich lernen müssen" empfehlen. Du hast zwar keinen Welpen mehr, aber das Buch erklärt sehr gut, wie man Höflichkeit und dergleichen lernt.
Und ich würde vielleicht auch mit Hilfe eines Trainers arbeiten - hier fast eher für dich als für den Hund.
Ich denke du bist einfach ein Mensch der denkt, dass du deinen Hund mit Regeln einschränkst und du liebst ihn so sehr, dass du lieber inkonsequent bist, damit er sich immer wohl fühlt.
Das ist aber oft ein Trugschluss, denn dieses "aufdrehen" und "überdrehen" ist keine Freude, sondern Unhöflichkeit und manchmal sogar Verunsicherung.
Für Hunde ist es immer bessr´er, wenn sie Regelnb bekommen, an denen sie sich orientieren können. -
Das ist aber oft ein Trugschluss, denn dieses "aufdrehen" und "überdrehen" ist keine Freude, sondern Unhöflichkeit und manchmal sogar Verunsicherung.
Da möchte ich widersprechen. das klingt etwas nach menschlicher Unterstellung.
Unsicherheit- ja , sehe ich auch so- der Hund kriegt sich vor Aufregung gar nicht sortiert und weiss nicht, wie er damit am besten umgehen soll. Es ist keine absichtliche Unhöflichkeit bei einem triebstarken Hund, sondern eine Menge Übersprungsverhalten. Routinen bringen Sicherheit und Berechenbarkeit- für Hund und Halter. -
Das Theater, das Du @Chaotischer Amstaff beschreibst, ist übrigens typisch für Hunde mit hoher Triebveranlagung bei mangelnder Erziehung, Ausbildung und Führung - da musst Du jetzt dringend ran! Gerade solche Hunde machen aber irre viel Spaß, wenn sie gut im Gehorsam stehen, gerade, weil es keine langweiligen Schlaftabletten sind.
Ist halt die Frage, ob das eine "extrem hohe Triebveranlagung" ist oder einfach eine Wesensschwäche.
Ich würde mir das so erklären:
Hund sieht Hund und hat Stress, will nach vorne und kann nicht.
Du befiehlst "Sitz! Fuß!", und der Hund hat noch mehr Stress, weil sein Spieltrieb und Deine Kommandos kollidieren.Das ist wahrscheinlich kein Spieltrieb, sondern 1a Fiddle. Warte bei der Rasse noch 1 Jahr und dann wird aus Fiddle Fight.
Um Frust tolerieren zu lernen, muss man ihn aber kennen lernen (dürfen).
Das ist ein Fehler, der sowohl bei Menschenkindern als auch bei Tierkindern gerne gemacht wird: bloß keinen Kontakt zu Reizen, die negative Gefühle auslösen könnten.Schön und gut, aber dann bitte trotzdem nicht Frust an dem Kind der Freundin lernen. Und aktuell geht's halt grad um diese Situation.
Ich verstehe gar nicht, wieso das mit einem Auslauf nicht realisierbar ist. Finde die Idee gut... Der TE kommt erst mit dem Gitter in die Wohnung der Freundin, stellt es auf, dann kommt er mit Hund hoch, tut ihn da rein, gibt ihm was stabiles zu kauen und dann kommen Mutter und Kind rein. Alle beachten den Hund nicht und er lernt, dass er in dieser Situation abgeschrieben ist. Ruhiges Verhalten belohnen

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Der Hund ist mittlerweile 13 Monate, wollte das eigentlich in meinen Anfangs Post mit reinbringen, hab ich wohl verschlafen
Das ist der wichtigste Beitrag bisher.
Also der Hund ist leinenagressiv und unerzogen.
Er springt aufs Bett/Sofa und lässt Menschen sich nicht küssen.Er springt Kinder an, ist nicht in der Lage sich abrufen zu lassen.
Er "tollt" beim Gassie immer mit Hundekumpels.
Die Zukunft wird sein:
Der Hund wird erwachsen und aus dem "tollen", also "Spielen" entwickeln sich kleinere Rangeleien und irgenwann kommt es zu einem Beissunfall...du kann da die Uhr nach stellen..."Hatter ja noch nie gemacht", wird bald ernsthafter. und dann hast du mit dieser Rasse noch mehr ein Porblem, als ob ein niedlicher Kleinhund-Plüschie wen zwickt.
Das liegt einfach in der Natur der Sache.Der Hund kann in einem WOHNZIMMER nicht an der Leine gehalten werden und springt auf ein Kind.
Wie ist das dann erst draussen?
Du hast genau noch EINE Chance jetzt!
Hol dir HILFE vor ORT und ERZIEH den Hund zu einem Begleithund, der bei dir im Kommando steht!Es ist 5 Minuten vor 12:00
12:00 bedeutet für diesen Hund Maulkorbzwang und im Verlauf: Abnahme oder Euthanasie. -
Bei all der Action und Auslastung - wann und wo übst Du mit Deinem Hund mal, dass irgendwas im Leben ruhig von statten geht? Mir scheint, für Deinen Hund ist aufdrehen und rumballern des Rätsels Lösung für alles. Das ist ein grundlegendes Erziehungs- bzw. Zusammenlebensproblem.
Ich denke, Du wirst einen Trainer brauchen, der Dich und den Hund aus dieser Spirale herausholt. Meist merkt man nämlich selber nicht welche Rädchen alle dazugehören.
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