Verteidigt ein Hund automatisch seinen Halter?

  • Nun, wer damit als Mensch zuvor keinerlei Erfahrungen gemacht hat, ähnliches nicht kennt, hat vll. auch als Mensch nicht gelernt, wie mit so etwas umzugehen wäre. Oft macht man sich doch keine realtitätsnahe Vorstellung davon.

    Tut mir leid, ich würde niemandem je auf diese Weise antworten, egal wie sehr ich beleidigt werde, egal ob ich den Menschen kenne oder nicht . Damit lässt man sich auf genau dieselbe Ebene herab und steigt auf Provokation ein. Was soll das denn bringen? Ein bisschen Distanz und gesunder Menschenverstand tun gut... Da ist keine mehrfache Erfahrung mit solchen Leuten oder ein vorsorgliche Seminar für nötig...

  • Tut mir leid, ich würde niemandem je auf diese Weise antworten,

    Ist aber doch nicht jeder wie Du und es denkt nicht jeder gleich. Und was nutzt es, anderen im Nachhinein mehr Verstand zu predigen? Oder zu bewerten, welche Ebene sie dabei betreten, welches Risiko sie damit eingegangen sind?

    Wenn sie gewusst hätte, wie das ausgeht, dann hätte sie es doch nicht getan. Hat sie aber und sie hat sich über die Reaktion gewundert. Und nun?

  • Ich hab hier genau die umgekehrte Erfahrung gemacht: Wenn man von jungen Leuten doof angepöbelt wird und schweigend dran vorbeigeht, dann legen die nach und nach und nach und kommen auch immer näher, weil sie ein wehrloses Opfer wittern. Kriegen sie dagegen gleich beim ersten grenzwertigen Kommentar das passende Echo (was nicht beleidigend sein muss, ein ordentlicher Spruch, der den Rädelsführer ausbremst, tut da seinen Dienst), hat man seine Ruhe. Klar muss man situativ unterscheiden, aber ich weiß, dass ich viele Situationen durch den entsprechenden Spruch schneller geklärt hatte als es durchs stumme Weitergehen gelungen wäre.

  • Bei mir ist halt das Problem das Nino und Bicho beiden Probleme mit Fremden haben. Rateros sind ziemlich misstrauisch Fremden gegenüber und haben eine sehr kurze Zündschnur. Conan "macht nur mit". Aber das kommt natürlich ganz anders an wenn ein 32kg Boxer auf Angriff macht als ein 10kg Ratero :ugly:
    Wenn ich mit der Truppe unterwegs bin gehen mir die meisten Leute aber aus dem Weg :flucht:

  • Wenn man davon ausgeht, dass der Hund keinen mehr an sich ranlaesst, wenn man sich den Fuss verstaucht hat o.ae., wie kontrolliert man denn seinen Hund im Alltag?
    Fuss/Arm verstaucht oder was-weiss-ich, ist eine Situation, in der der HF nicht bewusstlos ist. Ergo kann er verbal Einfluss auf den Hund nehmen...oder er sollte es koennen :ka:

  • Ergo kann er verbal Einfluss auf den Hund nehmen

    Hatte jetzt geraten, dass sie vll. so fallen und sich weh tun, dass sie es vll. nicht mehr so mitbekommen und/oder unter Schock stehen. Also schlimmere Unfälle ... (sicher bin ich mir aber nicht).

  • Das find ich grade wieder sprüchlich , magst du das einmal näher ausführen

    In dem Augenblick wo man hinfällt, ist man für den Hund hilflos, er kann das nicht einordnen. Also läßt er einfach mal niemanden an einen heran.

    Wird man aber körperlich von einer Person angegriffen und wehrt sich nicht, sondern zeigt Angst, spürt der Hund die Angst und reagiert nicht.
    Anders, wenn man diese angreifende Person seinerseits dann körperlich bedroht.
    Das ist für den Hund ein Zeichen mitzumischen, weil du als "Rudelführer" (extra in Anführungsstriche gesetzt) zum Angriff bläst.

  • Wenn man davon ausgeht, dass der Hund keinen mehr an sich ranlaesst, wenn man sich den Fuss verstaucht hat o.ae., wie kontrolliert man denn seinen Hund im Alltag?
    Fuss/Arm verstaucht oder was-weiss-ich, ist eine Situation, in der der HF nicht bewusstlos ist. Ergo kann er verbal Einfluss auf den Hund nehmen...oder er sollte es koennen :ka:

    Das hab ich, nachdem der Schock des Hinfallens überwunden war, auch gemacht.
    Wäre ich bewußtlos gewesen, hätten die Karten schlecht ausgesehen.

    Das ist einem befreundeten Ehepaar so passiert; Mann hatte einen Herzinfarkt und der Hund ließ die Sanitäter nicht an ihn ran.
    Seine Frau mußte erst den Sohn anrufen, der es dann geregelt bekommen hat. War übrigens auch ein Airedale.

  • Das hab ich, nachdem der Schock des Hinfallens überwunden war, auch gemacht.Wäre ich bewußtlos gewesen, hätten die Karten schlecht ausgesehen.

    Das ist einem befreundeten Ehepaar so passiert; Mann hatte einen Herzinfarkt und der Hund ließ die Sanitäter nicht an ihn ran.
    Seine Frau mußte erst den Sohn anrufen, der es dann geregelt bekommen hat. War übrigens auch ein Airedale.

    Die Frage, ob Diego Fremde an mich ran lassen würde, wenn ich bewusst los bin, hab ich mir auch schon gestellt. Vor allem weil ich mal gelesen habe, dass der Hund dann von der Polizei erschossen werden kann...


    Diego schützt auch. Im Alltag manchmal ziemlich anstrengend, aber manchmal auch hilfreich. Wir waren im leeren Wald unterwegs, wo plötzlich ein Radfahrer auftauchte, anhielt und mich blöd anquatschte. Da half (mir) der aufgebaute Hund neben mir schon, ruhig und entspannt zu bleiben. Mehr macht er in so einer Situation nicht, aber das reicht halt schon, um Eindruck zu erzeugen.

  • Hatte jetzt geraten, dass sie vll. so fallen und sich weh tun, dass sie es vll. nicht mehr so mitbekommen und/oder unter Schock stehen. Also schlimmere Unfälle ... (sicher bin ich mir aber nicht).

    Genau so ist es. Es ging nicht um die Situation die passiert ist, sondern wie es gewesen wäre wenn was schlimmeres passiert wäre. Bei nem verknacksten Fuß ist man ja wie du sagst noch in der Lage den Hund zu kontrollieren.

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