• Ich find es halt unfair. :ka:
    Man hätt es ihm ja auch einfach sagen können. =) Und damit wäre ich bei meinem „Problem“ mit „natürlicher“ Erziehung. Nur weil es natürlich ist, ist es nicht unbedingt fair.
    Das ist zB etwas, was ich für wichtig erachtet: Hunde haben ein Recht darauf, in ihrem Tun angeleitet zu werden, zu wissen, was jetzt gerade richtig und was falsch ist, zu wissen, was Mensch gerade von ihnen will.
    =)
    Wenn die Wutz hier zb mal rutschen soll, wird sie lieb und nett angesprochen („Hazeli? Gehst du mal weg?“) und dann geht sie... Ist die müde, mault sie mich beim Aufstehen an, ruf ich sie mit „komm mal her, kleine Schlechte Laune“, knuddel sie, Schmatzer auf die Gumminase und unser beider Welt ist wieder in Ordnung.

    Wenn das so funktioniert ist das wunderbar. Aber dieser Hund war ja nur zu Besuch und hat sich sichtlich wenig um meine Ansagen gekümmert.
    Meinen Hunden sage ich auch was Sache ist und es funktioniert. Aber in besagtem Fall war das leider nicht möglich.

  • Below und Manfred vielen Dank für eure Beiträge. Ich finde die Diskussion sehr interessant und freue mich dass sie zustande kam.

    Ich bin nicht der Meinung, dass es früher unbedingt besser war. Hund und Katze waren einfach da, vor allem auf dem Bauernhof. Kam der Tierarzt mal wegen einer Kuh schaute er ev. auch mal den Hund an. Viel mehr geschah da nicht.
    Mit Intuitiv oder Natürlich meine ich auch nicht die "gute alte Zeit". Aber wie bereits schon angesprochen, leben wir momentan in so einem Überfluss an Erziehungsmaßnahmen, Fernsehshows, Büchern, Foren, dass es den einen oder anderen eher verunsichert als bereichert.
    Und manchmal ist es besser auf seinen Bauch zu hören als gewissen Trends hinterherzujagen, die einem von vornherein nicht geheuer waren.

  • Indem meine Beine immer da sein mussten, wo er lag. Ich habe mich richtig schön breit gemacht und so im Bett rumgearbeitet, dass er keinen Platz mehr fand. Basta, Problem erledigt.Nachts hat er es nochmal versucht. Dasselbe Spiel wieder und gut war es.
    Ich bin da recht schmerzfrei und gehe nicht unbedingt zimperlich vor. :ugly:

    Hmm... hattest du nicht was von "ohne Zwang" und "ohne Gewalt" geschrieben?


    Ich finde es immer wieder spannend, warum sich "Intuition" und "Fachwissen" auszuschließen scheinen. Wie in vielen Bereichen des Lebens: ich bilde mich gerne weiter und entscheide dann, was ich davon übernehmen möchte, was zu mir passt - und in dem Fall auch zu dem Hund.
    Meine beiden Hunde sind ein wenig unterschiedlich. :hust:
    Hündin, sture Kackbratze, die dir gepflegt den Mittelfinger zeigt, wenn du etwas von ihr willst, dass ihr sinnlos erscheint oder wenn sie das Gefühl hat, dass du etwas "mit Fleiß" machst. Bei deinem Bett-Beispiel - vermutlich wäre sie auch irgendwann gegangen, hätte dich aber mit dem Arsch nicht mehr angeschaut und keinen Kontakt mehr zu dir gesucht. Sie ist eine Meisterin des ignorierens. Beim füttern hätte sie dich kurz im Glauben gelassen, dass alles wieder gut ist - um danach wieder in den Ignoriermodus zu fallen. An schlechten Tagen hätte es auch sein können, dass sie deinen Fuß im Maul festhält und zu"beißt", bis es dir verdammt wehtut, weil die kleine Mistmade genau weiß, wo es schmerzhaft ist, ohne dass man hinterher was sieht. :pfeif: Aber mit ihr kann man gut "verhandeln". Mir liegt diese Art von Hund sehr. Vor allem wenn sie, wie in Hoovers Fall, nix jagen was noch lebt.
    Mein Rüde dagegen will geführt werden. Der will Ansagen bekommen. Der will mir gefallen. Finde ich zB anstrengender als Madame Mistmade. Und ich habe mir verschiedene Möglichkeiten angeschaut und angelesen, wie man einen solchen Hund auslasten kann - eben das der auch zufrieden ist. Und da hat mir ganz eindeutig das Fachwissen geholfen, Mit meine Intuition alleine wäre das Schaf vermutlich zu nem ziemlichen Doofhund geworden, da er sich selber Aufgaben gesucht hätte-

  • Und manchmal ist es besser auf seinen Bauch zu hören als gewissen Trends hinterherzujagen, die einem von vornherein nicht geheuer waren.

    Und damit stimme ich nicht unbedingt überein.
    Natürlich kann man für sich entscheiden, dass dieses oder jenes für einen nicht funktioniert oder man es nicht umsetzen kann oder will. Ggf. muss man das aber auch erstmal an sich ran lassen, ausprobieren und seine Erfahrungen machen.

    Neuer Input ist für die Veränderung von Sichtweisen super wichtig, gerade da ganz viele Menschen überhaupt keine Ahnung von ihren eigenen (teils jahrelang gehaltenen) Hunden haben, ihrer Motivation, ihren Bedürfnissen und Beweggründen.

    Allein schon solche Sätze wie "Na Pluto, bist du müde, du gähnst so viel" - da bekomme ich die Bladse.

    Ich stand mal in so einer Gassigruppe für Kleinhunde, da hat ein Hund beim anderen aufgeritten und die Gruppe hat sich darüber beraten, ob der Rüde jetzt schwul ist, weil er bei einem anderen Rüden aufreitet. Weil die menschliche Intuition einem sagt, dass Aufreiten sexuelles Verhalten sein muss, wenn man keine Ahnung hat.
    Ich finde die Aussage mit dem Bauchgefühl so pauschal und lapidar in den Raum geworfen einfach falsch.

  • Hmm... hattest du nicht was von "ohne Zwang" und "ohne Gewalt" geschrieben?


    Ich finde es immer wieder spannend, warum sich "Intuition" und "Fachwissen" auszuschließen scheinen. Wie in vielen Bereichen des Lebens: ich bilde mich gerne weiter und entscheide dann, was ich davon übernehmen möchte, was zu mir passt - und in dem Fall auch zu dem Hund.

    :dafuer: Hazeli ist ja auch so ne Kackbratze. Die mault mich nicht einfach so. Das ist schon warnen. Und sie würde, wenn man unbekannt ist, ähnlich wie Hoover ihre Zähne einsetzen, weil rumschubsen geht für sie schon mal gar nicht. Und das wäre es in dem Augenblick für sie definitiv.
    |)

    Bei den Klopsern, wenn die sich zu breit machen, ja, da schieb ich auch mal im Halbschlaf mit nem Bein den Hund beiseite.... Machen die sich breiter, werden sie halt aus dem Bett geschickt.
    Und ansonsten: wer anfragt, darf ins Bett oder auch nicht.
    :ka:
    Aber ich geb jedem Hund die Chance zu begreifen, was ich ihm da jetzt erzähle und was ich von ihm will. =)

  • :dafuer: Hazeli ist ja auch so ne Kackbratze. Die mault mich nicht einfach so. Das ist schon warnen. Und sie würde, wenn man unbekannt ist, ähnlich wie Hoover ihre Zähne einsetzen, weil rumschubsen geht für sie schon mal gar nicht. Und das wäre es in dem Augenblick für sie definitiv.

    Gnihihi... die Hoover hat das mal bei mir gemacht. Da hab ich sie geärgert und immer mit dem Fuß auf ihren Kopf "gedotzt". Erst kam der Blick des Todes... dann kam der Blick des Tode mit 1 Hundertstelsekunde Lefzen hochziehen... und dann kam "Fuß ins Maul - zubeißen - und gleichzeitig schauen: "Jetzt klar was ich meine oder muss ich noch genauer werden?""
    joah, dann wollte ich nicht mehr wissen, was passiert, wenn ich weitermache. :lachtot:
    Die Mistmade knurrt zum Beispiel kaum. Ich habe noch nie einen Hund so viel über "Augen" machen sehen. Manchmal kann sie da echt beängstigend sein. :flucht:

  • @Czarek bin mir nicht sicher, ob sie das mit Trend meinte.

    Rammeln, Gähnen sind, wie du selbst weißt, Signale und das kleine 1x1 dieser sollte ein Hundehalter schon kennen.

    Ich verstehe das eher so: unser Hundetrainer bestand immer drauf, dass der Hund neben dem HH SITZT, wenn wir warten mussten.

    Chili hat sich aber immer hingelegt. Also hat Platz gemacht.

    Jedesmal hat er das angemerkt und verlangt, sie solle sitzen.

    Sie hat sich dann auch hingesetzt, aber nach 5 Minuten lag sie wieder.

    „Sitz“
    „Sitz“
    „Sitz“

    ...sorry, das wurde mir und Chili echt zu blöde und genau so habe ich das dem Trainer auch gesagt.

    „Nö, will sie nicht, muss sie nicht“.

    Schräger Blick vom Trainer, der wohl gemerkt hat, dass ich da in Zukunft genauso stur sein würde wie Chili.

    Ich hätte natürlich auch rumschreien könnte „SITZ“ „SITZ“ wie es so manch einer gemacht hat.

    Oder „AUS! AUS“! Weil der Hund in einer Tour bellte und ausrastete.

    Man soll ja in der Reihe bleiben.
    Man muss ja auf biegen und brechen auf den Trainer hören.

    Hätte ich so einen durchgeknallten Hund gehabt, der völlig ausrastet in der Reihe stehend, dann hätten ich Abstand gehalten. Und ihn nicht gezwungen mit Leine reißen und schreien und der Tatsache, dass der Trainer nur meckert, aber keine Lösungen aufzeigt bzw. sehr fragwürdige Methoden an den Tag legt.

    Und woher soll ich als Schüler dann WISSEN was jetzt sein muss, was fundierte Dinger sind und wo der Trainer falsch liegt?

    Wenn man das alles wüsste, bräuchte man die Schule nicht oder nur ergänzend.

    Nene, da war ich schon froh um meine Intuition, die mir sagte: „das ist ok, das nicht. Das mache ich anders“.

  • Sorry, aber wenn sich der Trainer nicht mal mit Menschen auseinandersetzen und denen entweder den Sinn einer Übung nicht erklären kann (weil es vielleicht auch keinen gibt?) oder nicht auf deren Ansichten eingeht, wie soll er dann auf die Hunde empathisch und mit Bauchgefühl eingehen? Dann ist es einfach ein schlechter Trainer, da er anscheinend bei seiner eigenen Spezies schon keine Intuition hat. Ich würde dann nicht drauf hoffen, dass er mit Hunden unbedingt besser kann.

  • Bitte hängt euch jetzt nicht an dem Bettbeispiel auf. Für uns hat es so gut funktioniert. Meiner Meinung nach war es gewaltfrei und Hund hat keinen Schaden genommen.

    Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass du es explizit als gewaltfrei bezeichnet hast.
    Und ein „schmerzbefreites“ Rumstrampeln mit den Beinen, was meist mit Touchieren, sanftes / leichtes Treten des Hundes (sonst hätte er ja noch genug Platz, wenn man ihn dabei nicht berührt), ist einfach nicht als gewaltfrei und ohne Zwang zu sehen.
    =)

    Davon abgesehen, kann eben genau das auch nach hinten los gehen.

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