Der "gefährliche" Hund
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KuschlWuffl -
4. April 2018 um 18:27 -
Geschlossen
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Hunde in der Schule oder am Arbeitsplatz sind eine tolle Sache! Zeigt sich auch, das dadurch das Arbeitsklima verbessert wird.
Allerdings bin ich der Meinung, wenn jemand in der Schule maßregelt, dann bitte die Lehrkraft und nicht der Hund!
Der Hund hat für mich nicht die Funktion dort den Kontrolleur zu spielen.
Ich denke auch nicht, dass Kinder durch ein solches Verhalten Hunden näher gebracht werden. Eher das das Gegenteil der Fall sein wird und sich früher oder später das ein oder andere Kind beginnt zu fürchten. Spätestens wenns mal weh tut. Und das kann ja nicht Sinn und Zweck des Ganzen sein.

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Hallo zusammen,
so, ich habe jetzt erstmal die letzten acht Seiten nachgelesen... Das Zitat aus dem Artikel habe ich jetzt einfach mal von Avocado übernommen, dann muss ich es nicht abtippen.

"Und weil sie ebenso wenig wie Menschen über den eigenen Schatten springen kann, diszipliniert die Hütehündin Kinder, wenn sie zu forsch aufstehen und der Klassentür zustreben, etwa weil sie mal raus müssen."
Also erstmal befürchte ich, dass die Kollegin da Opfer von schlechtem Journalismus geworden ist.
Spoiler anzeigen
Über mein Schulhund-Projekt wurde ja auch mal berichtet (https://www.bo.de/lokales/lahr/k…gWBmrXVEZlAtEw8) und da standen auch einige Sachen drinnen, die ich jetzt SO nicht gesagt hatte. Zum Beispiel, dass der Hund die BHP haben muss. Auch hatte ich nicht gesagt, dass Newton im Dezember mit der Ausbildung "fertig" ist. An diesem Termin war lediglich die (schriftliche) Prüfung. Es folgten dann noch Unterrichtsbesuche, etc. Insgesamt waren wir "fertig" als Newton 2,5 Jahre alt war.
Von daher würde ich es jetzt nicht auf die Goldwaage legen, was da genau gesagt wurde.
Dass ein Hund natürlich Kindern nicht hinterher rennen, sie stupsen oder gar zwicken soll, ist klar. Allerdings ist der Hund halt erst 1, d.h. er muss noch Vieles lernen. Und irgendwie muss die Lehrerin den Kindern ja erklären, warum der Hund das gemacht hat. Ob das von ihr erwünscht ist oder nicht oder ob sie vielleicht einfach noch Zeit braucht, bis der Hund gelernt hat, es zu tolerieren... Davon steht in diesem Artikel meiner Meinung nach gar nichts.
Klar sollen Kinder rennen und toben können. Aber im Unterricht? Seitwann ist das in regulären Schulen den Gang und Gäbe?
Ja, diesbezüglich hat sich heute viel verändert. Wenn du bei mir ins Klassenzimmer kommst, herrscht das organisierte Chaos. Schüler wechseln mal die Plätze, laufen durch's Zimmer um sich vom Mathe-Ass was erklären zu lassen. Ich sitze u.U. mit Schülern am Tisch. Einige Schüler sitzen mit Kopfhörern im Ohr auf dem Sofa und hören sich Lernvideos an. Ein Schüler steht an der Tafel und erklärt zwei anderen Schülern seinen Rechenweg. Zwei Mädels sitzen draußen in der Stillarbeitsecke. Und irgendwo liegt halt dann noch der Schulhund rum.
Ich bin an einer beruflichen Schulen. Unsere Schüler sind so 15 Jahre alt und aufwärts.
So Mails braucht's. Adieu Schulhunde. Schlimmer als Helikoptereltern.
Naja, wenn es das KuMi überhaupt kümmert, leiten sie es allenfalls an das zuständige Regierungspräsidium weiter. Ob das jemals die betroffene Kollegin erreicht, wage ich zu bezweifeln.
Kann Rafi le sich schon Mal n Hundesitter suchen.
Naja, nur weil Newton nicht mehr in die Schule mit kann, brauche ich jetzt nicht gleich nen Hundesitter. Hunter geht ja auch nicht mit in die Schule. Da lässt sich schon auch so arrangieren.
MMn hat so ein Hund aber absolut kein verhalten zu zeigen wenn ein Kind hochhüpft, losrennt oä!
Ein gut ausgebildeter Schulhund hat darauf eigentlich gar nicht zu reagieren. Ich stelle mir vor, Newton würde jedes Mal aufstehen, wenn einer meiner Schüler aufsteht... Klar, rennen, hüpfen ist nochmal was Anderes und das kann man denke ich keinem Hund verübeln, wenn er sich da zu einer Reaktion hinreißen lässt. ABER: Der Hund muss dann kontrollierbar sein! Und zwar nicht erst, wenn er meint, er sei jetzt wieder aufnahmefähig sondern sofort! Newton ist mal auf dem Schulhof einem Eichhörnchen hinterher... Abbruch und fertig... Das wär's noch, dass der Schulhund am Ende das schuleigene Eichhörnchen auf dem Gewissen hat...

Das, was die Pädagogin mit ihrem Hund praktiziert, läuft dem eigentlichen Sinn und Zweck von Schulhunden zuwider.
Naja, das geht aus diesem Artikel meines Erachtens nicht wirklich hervor, was jetzt genau Sinn und Zweck des Einsatzes ist. Es werden die Dinge genannt, die in jedem Artikel über Schulhunde genannt werden. Ob der Journalist das jetzt irgendwo aus dem Internet abgeschrieben hat, weiß man nicht. Man müsste halt mal das Konzept der Kollegin anschauen. Auf der Homepage der Schule findet der Schulhund keinerlei Erwähnung. Daher denke ich eher, dass dort der Schulhund "inoffiziell" einfach mitläuft... Mein Konzept ist auf der Homepage meiner Schule zum Beispiel komplett frei zugänglich.
Gut, ich hoffe ich konnte ein paar Dinge erklären und vielleicht auch relativieren. Ich wurde noch in einem anderen Thread erwähnt? War das zum selben Thema? Ich werde mal gucken gehen.
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Es liegt nun mal wie in jedem anderen Lebensbereich auch in der Natur der Sache, dass es eine Menge gute Schulhunde, wenig sehr gute und wenig sehr schlechte gibt. Normalverteilung und vor den wirklich richtig schlechten (oder schlecht erzogenen) müssen die Kinder eben geschützt werden.
Absolut, aber doch nicht wegen einem Zeitungsartikel ohne das man das Tier nicht einmal selber gesehen hat.
Da stimme ich dir zu.
Das Problem ist, dass man es nicht darauf ankommen lassen sollte. Wenn dann doch etwas passieren sollte, ist das Gejammer wieder groß, „Wie kommte das Passieren?“ „Warum hat den nicht vorher jemand etwas gesagt?“ u.s.w.
Zu viele „Hundeprofis“ habe ich in der kurzen Zeit meines Hundehalter Lebens schon gesehen und ihnen Anfangs auch geglaubt. Ich dachte, wenn diese Person schon einen Hund hat (hatte) kennt er sich sicher gut aus. Weit gefehlt.
In einer normalen Welt, würde der Hund in den Unterricht mit einbezogen werden, die Kinder würden den Umgang mit Hunden besser verstehen und vielleicht sogar bessere HH werden. Die Welt ist schon lange nicht mehr normal.
Ein Hund mit 1. Jahr kann das eigentlich noch nicht leisten und hier gibt es HH die sich sehr mit Hunden auskennen und vor dem ersten Lebensjahr nichtmal auszubilden beginnen. flying-paws glaube ich?
Der Artikel ist wahrscheinlich nicht von einem erfahrenen Hundehalter geschrieben, aber genau deshalb, weil er eben wahrscheinlich dein erwähntes Greifen von Kneifen nicht auseinanderhalten wird können, bringt das eine Verantwortung mit sich.
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Ja, diesbezüglich hat sich heute viel verändert. Wenn du bei mir ins Klassenzimmer kommst, herrscht das organisierte Chaos. Schüler wechseln mal die Plätze, laufen durch's Zimmer um sich vom Mathe-Ass was erklären zu lassen. Ich sitze u.U. mit Schülern am Tisch. Einige Schüler sitzen mit Kopfhörern im Ohr auf dem Sofa und hören sich Lernvideos an. Ein Schüler steht an der Tafel und erklärt zwei anderen Schülern seinen Rechenweg. Zwei Mädels sitzen draußen in der Stillarbeitsecke. Und irgendwo liegt halt dann noch der Schulhund rum.
Ich bin an einer beruflichen Schulen. Unsere Schüler sind so 15 Jahre alt und aufwärts.Ich meinte auch nicht, dass die Kinder wie festgenagelt auf ihren Plätzen sitzen sollen. Aber zwischen im Unterricht "rumlaufen" und "toben und rennen" bzw. fluchtartig den Raum verlassen gibt es ja schon noch einigen Spielraum. Laut Artikel - und nur darauf kann ich mich beziehen - tritt das Verhalten des Hundes nur auf, wenn die Kinder zu schnell den Raum verlassen wollen. Bei Pausen und dergleichen gehe ich mal davon aus, dass der Hund zurückgehalten wird.
Danke für deine Erklärung RafiLe1985 .
Ich verstehe gerade nicht, wo hier manch einer das ganze Negative raus liest bzw. rein liest. Da wird aus einem Shelti quasi der kinderfressende Hund von Baskerville und die Lehrerin benötigt den Hund (der wohlgemerkt auch noch auf die Schüler hört) zur Erziehung der Kinder und heißt Beißen gut....
Ich finde den Artikel gut. Es steht schließlich offen und ehrlich darin, dass einfach noch nicht alles perfekt läuft.
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Dass ein Hund natürlich Kindern nicht hinterher rennen, sie stupsen oder gar zwicken soll, ist klar. Allerdings ist der Hund halt erst 1, d.h. er muss noch Vieles lernen. Und irgendwie muss die Lehrerin den Kindern ja erklären, warum der Hund das gemacht hat. Ob das von ihr erwünscht ist oder nicht oder ob sie vielleicht einfach noch Zeit braucht, bis der Hund gelernt hat, es zu tolerieren... Davon steht in diesem Artikel meiner Meinung nach gar nichts.
ja, klar muss sie noch lernen
Ist es dann üblich den hund schon im angepeilten Umfeld einzusetzen? Oder sollte er erstmal pöapö Impulskontrolle etcpp lernen?
Ich befürchte das wird jetzt immer mehr OT
vlt lieber als pn o Spoiler? -
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Niemand fantasiert hier eine beißende Bestie herbei. Am Menschen ausgelebtes Hüteverhalten ist schlichtweg problematisch.
(Und auch einer der Hauptgründe warum Hunde vom Hütetypus irgendwann wegen zwickt/beißt das eigene Kind abgeben werden).
Da muss niemandem gleich der ganze Arm fehlen. Der 3 Kilo "Wadenbeißer" ist auch keine reißende Bestie, trotzdem möchte ich nicht, dass ein Hund mich maßregelt. Oder gar, dass ein Hund Kinder maßregelt.
Für die Leute ohne Kinder vielleicht verständlicher: der Nachbarhund entscheidet, was mein Hund darf und gefällt es ihm nicht, zwickt er meinen Hund. Der Besitzer findet das in Ordnung.
Jetzt regt Euch doch bitte nicht so auf. Is doch alles super. Oder?
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Das Problem ist, dass man es nicht darauf ankommen lassen sollte. Wenn dann doch etwas passieren sollte, ist das Gejammer wieder groß, „Wie kommte das Passieren?“ „Warum hat den nicht vorher jemand etwas gesagt?“ u.s.w.
Mir war nur daran gelegen, dass sich jemand ein Bild davon vor Ort macht (ob das überhaupt passieren wird, steht in den Sternen). Denn genau so, wie man sich vorher ein Bild darüber machen sollte, was schlecht (oder i.d.F. vll. auch gefährlich) sein könnte und eben das festzustellen, gilt es auch dafür, dass man sich ein Bild davon machen sollte, ob es auch gut (und i.d.F. ungefährlich) ist.

Weiss nicht, warum man das irgendwie gedanklich trennt. Muss gut sein, also besser nix gucken, eine Überprüfung als solches wäre schlecht. Also lieber doch kein Bild von machen vor Ort? Und wenn man das anregt, dass sich jemand das vor Ort anschaut und überprüft, wie es läuft, dann tönt es:
Bevor man das anregt, dass sich jemand ein Bild macht, muss man sich ein Bild machen.Ja wie jetzt, Bild vorher machen oder lieber keines bzw. ein Bild vor dem Bild machen?

Das werde ich niemals nachvollziehen können ...
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Ich finde den Artikel - ehrlich gesagt - alles andere als gut, da stimme ich völlig mit RafiLe1985 überein. Weil gerade zu dem, was hier die Gemüter bewegt, sehr wenig konkrete Info vorhanden ist. Zwei Zitate der Lehrerin, ein Zitat aus dem Züchterverband und wenig konkretes Geschehen. Und die Beschreibung des Hütehundverhaltens kann sonstwoher kommen.
Wie gesagt - auf Basis dieses Artikels würde ich mich hüten ein Urteil zu fällen.Ich hab selbst keine Kinder - aber Patenkinder, die mir in dem Alter bei Hundebesuch in der Schule sehr ausführlich jede Einzelheit erzählt haben. Ich kann mir schlechterdings nicht vorstellen, dass der Hund in diesem Gymnasium Kinder bedrängt, ohne dass zu Hause eins der Kinder was sagt. Mit 12 lassen die sich nicht mehr den Mund verbieten.
Hingegen habe ich schon oft unzulänglichen Regionaljournalismus erlebt ... Und ja - ich finde schon, dass der verwechselte Name was über die journalistische und redaktionelle Sorgfalt aussagt.
Wenn ich für mich die Wahrscheinlichkeiten abwäge, komme ich nicht zu dem Schluss, dass ein einjähriger Sheltie Kinder diszipliniert. Aber - wie schon gesagt - nur auf Basis des Artikels mag ich nicht urteilen. -
Mir war nur daran gelegen, dass sich jemand ein Bild davon vor Ort macht (ob das überhaupt passieren wird, steht in den Sternen).
Das ist aber Aufgabe der Eltern und Lehrer und nicht irgendwelcher Menschen im Internet.
Als könnte Lehrer Hans ungefragt seinen Hund mit zur Schule nehmen, ohne das Eltern, Schulleiter und vermutlich auch das entsprechende Schulamt vorher informiert worden wären und ihren Senf dazu gegeben hätten. Also würde da niemand ein Auge drauf haben.
RafiLe1985 Wie lief das bei dir? Durftest du deinen Hund einfach so mit nehmen und seither kümmert sich niemand mehr darum was ihr das "treibt"?
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Da wird aus einem Shelti quasi der kinderfressende Hund von Baskerville
Nö, derart hat niemand übertrieben.
Ich meinte auch nicht, dass die Kinder wie festgenagelt auf ihren Plätzen sitzen sollen. Aber zwischen im Unterricht "rumlaufen" und "toben und rennen" bzw. fluchtartig den Raum verlassen gibt es ja schon noch einigen Spielraum.
Im Artikel stand aber nix von "toben und rennen" sowie "fluchtartig den Raum verlassen", sondern dort stand wortwörtlich:
"wenn sie zu forsch aufstehen und der Klassentür zustreben, etwa weil sie mal raus müssen". Dort stand dann auch zur Erklärung: „Ich bestimme, wer die Gruppe verlässt.“
Dort stand nicht einmal: 'Ich bestimme, wie die Gruppe verlassen wird'
Und um das zu klären
Ich finde den Artikel gut. Es steht schließlich offen und ehrlich darin, dass einfach noch nicht alles perfekt läuft.
wie gut und treffend der Artikel wirklich ist, hatte ich angeregt das zu prüfen.
Aber in einer Schulklasse, finde ich persönlich, läuft ein kinderzwickende Hund unter wenig bis gar nicht perfekt (eigentlich sogar unter ungeeignet). Und so hoffe ich, man schaut sich das an. Unsere normale Hunde dürfen dort draussen keine Kinder zwicken, wenn sie denn laufen. Nicht mal, wenn sie tatsächlich toben und rennen würden oder gar fliehen. Wieso sollte das Hunden von Lehrerinnen gestattet sein, Schüler zu massregeln?
Weiterhin gehe ich davon aus, auch unter Eltern der Schüler, die auf diese Schule gehen, wird bei einigen Aufregung herrschen, wenn sie ihn denn gelesen haben, den Artikel. So derart viele Eltern werden das nicht so entspannt sehen, wie Du das tust, ja, dann zwickt er halt, sollen sie halt tun, was wauzi empfiehlt.

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