Der "gefährliche" Hund

  • Das Kultusministerium wird voraussichtlich gar nichts prüfen und entscheiden, sondern das an die zuständige Behörde (das entsprechende staatliche Schulamt) weitergeben. Und ob die was prüfen oder rein vorsorglich die Erlaubnis streichen - weil keine Lust auf negatives öffentliches Image oder solche Post vom Kultusministerium - mag ich auch nicht beurteilen. Kenne die Verantwortlichen da vorort nicht.

    Was schade wäre u ich nicht recht glaube das tatsächlich nur Aufgrund des Artikels gehandelt wird. Und wenn doch sollte man sich ev vorher überlegen was ein Pressebericht für Konsequenz haben kann.

  • Das Kultusministerium wird voraussichtlich gar nichts prüfen und entscheiden, sondern das an die zuständige Behörde (das entsprechende staatliche Schulamt) weitergeben. Und ob die was prüfen oder rein vorsorglich die Erlaubnis streichen - weil keine Lust auf negatives öffentliches Image oder solche Post vom Kultusministerium - mag ich auch nicht beurteilen. Kenne die Verantwortlichen da vorort nicht.

    Eben. Wenn überhaupt, dann wird ein administrativer Prozess in Gang gesetzt. Und nicht ab morgen das Projekt Schulhund eingestampft und RafiLe1985 bräuchte ab Montag einen Sitter.

    Und ganz ehrlich, bevor ich als Pädagogin einen solchen Artikel initiiere, in dem veröffentlicht wird, dass Kinder von einem Hund gezwickt werden, wenn sie laufen (auch noch die eigene Interpretation dazu als Zitat), sollte man schon den Kopf einschalten. Habe ja schon einige Artikel über Schulhunde gelesen, so etwas war noch niemals dabei, alle anderen haben einen ganz anderen Tenor.

    Und wenn der Artikel die Unwahrheit sagt, es sich um eine Falschdarstellung handelt, wird sie vermutlich eh jetzt schon rotieren, spätestens dann, wenn sie ihn gelesen hat.

  • Schau Dir Anforderungen für einen Schulhund und ebenso seine Aufgaben. Tiergestützte Pädagokik waren da die Schlagworte.

    Ich gebe noch zu bedenken, dass gerade bei Kindern/Jugendlichen mit muslimischen Hintergrund das Verhalten des Hundes ganz doof ankommen kann und bei den Eltern ebenso.

  • Nun denn :ka: Ich lese aus dem Artikel vor Allem heraus, dass der Texter nicht mal über den Namen des Hunds mit sich einig war.

    Das ist, mit Verlaub, aber auch völlig unwichtig.

    Auch, ob der Journalist Hundeahnung hat. (Wobei ich ja meine: Gerade, wenn nicht, find ich spannend, dass er/sie waschechtes Hüteverhalten nebst schlüssiger Begründung beschreibt, wenn es nicht auf Aussagen der Lehrerin basiert).

    Was da über die Arbeitsweise eines Schulhundes drin steht, ist problematisch. Ob der Hund Lassie oder Fiffi heißt, ist doch egal.

    Stimmt es so alles nicht, wunderbar. Wird wirklich so gearbeitet, wäre der Hund nicht mehr an der Schule, oder mein Kind. Da mir mein Kind wichtiger ist, als Haustiere von Lehrern, wäre es wohl der Hund, der gehen muss. Dafür würde ich es nicht bei einer Mail belassen.

  • MMn hat so ein Hund aber absolut kein verhalten zu zeigen wenn ein Kind hochhüpft

    Dann kannst du ein Stoffhund in die Schule legen, was soll dann der Hund nocht da. Ein Handtuch würde den selben Zweck erfüllen, das zeigt auch absolut kein Verhalten wenn ein Kind aufspringt.

    Naja, kopfheben u gucken außen vor.

    Schulhunde sollen mWn durch bloße Anwesenheit schon beruhigend wirken. Etwas anderes ist dann kontrollierte Interaktion, aber eben nicht so ala Kind springt auf u Hund springt darauf an u agiert ungefragt

    In 90% des in der Schule sein liegt der hund mWn ruhig rum. Aber ich habe mich nicht intensiv mit dem Konzept auseinander gesetzt, genaueres können sicher andere User sagen

  • Ich finde gerade damit Schulhunde nicht gestrichen werden, müssen/sollten solche Dinge wie zwicken, hüten usw gemeldet und begutachtet werden. Denn wenn etwas passiert, dann ist richtig Ärger vorprogrammiert.

    Jetzt kann noch gegengesteuert werden.

    Hätte ich fast übersehen.

    Hab ich mir auch gedacht, dass ein solche Fehlverhalten (für mich persönlich ist es eines) ein ungutes Licht auf viele gute Projekte mit Schulhunden werfen könnte. Denn das Risiko ist hoch, wenn stimmt, was im Artikel steht. Denn der Hund ist erst jährig und wird jetzt schon fürs Heelen bestätigt, in dem die Kinder sich entsprechend verhalten und es nicht unterbunden wird. Im Artikel stand ja sogar formuliert:

    Und weil sie ebenso wenig wie Menschen über den eigenen Schatten springen kann, diszipliniert die Hütehündin Kinder, wenn sie zu forsch aufstehen und der Klassentür zustreben, etwa weil sie mal raus müssen. Dann rennt Jumy ihnen hinterher und stupst sie an, eventuell zwickt sie ganz vorsichtig in die Waden und gibt zu verstehen: „Ich bestimme, wer die Gruppe verlässt.“ Dadurch hält sie ihre Herde zusammen, was Stefanie Grauer dann dem entsprechenden Kind sagt: „Siehst Du, das findet sie ein bisschen ,strange’ jetzt“, also ein bisschen befremdlich.


    Das ist das allererste Mal in meinem Leben, dass ich in Verbindung mit dem Einsatz Schulhunden von einem tschah ... zugelassenen, vll. auch gewolltem Disziplinierungssystem per Hund an Mensch lese. Lassen sich die Befürworter zuhause auch von ihren Hunden vorgeben, wann und wie sie die Gruppe verlassen dürfen?

    Und wenn jemand im DF einen Problem-Thread aufmacht: "Hilfe, mein Hüti zwickt meine Kinder schon mal in die Waden, wenn sie was forsch aufstehen und den Raum verlassen wollen. Soll ich das so laufen lassen?", dann wäre ich sehr gespannt, ob das jemand befürworten würde (so etwas habe ich z.B. hier im DF auch noch nie gelesen, dass man seine eigenen Kinder vom Hund kontrollieren lassen sollte, erst recht keine Fremden). Aber klar, in Zukunft wird es heissen: "Recht so, Dein Hund macht das schon richtig. Brauchste nix machen, issn Hüti, der sorgt schon für Ordnung in der Bude" :doh:

  • Einige (aus dem Forum) ärgern sich über

    - unangleinte Hunde die in den eigenen Laufen

    - Hunde die im eigenen Garten bellen

    - wenn der eigene Hund mal stiften geht

    - wenn der Hund mal hinter einer Katze her läuft (muss noch nicht mal richtig jagen)


    aber ein Hund der im Stress ist, nicht beigebracht bekommt wie er reagieren darf und in so einer Situation zwickt (also nach vorne geht) und dabei Kinder erwischt. Das ist toll, absolut super ... denn es ist ein Schulhund.


    Da läuft doch was falsch!

    Ja, es kann passieren das der Hund zwickt und ja man muss es den Kinder erklären und ja ein Hund darf und soll sich bewegen ABER es als normal anzusehen und sogar noch gut zu finden... das geht einfach nicht.


    so ein Verhalten kann (sehr wahrscheinlich) nach hinten losgehen, denn was ist wenn der Hund das Gefühl hat alles regeln zu müssen und das auf seine Art? Denn Frauchen scheint das ja super zu finden.

    Ein Hund hat nicht zu zwicken, wenn es passiert gehört er gesichert und im ein gewünschtes Verhalten gezeigt.

    Ja, auch den Kindern muss gezeigt werden was richtig ist.


    Meine Nichten rennen rum und ich schimpfen und Hund splittet dann auch mal oder bremst aus. Da geh ich dann dazwischen, meine Aufgabe und nicht die vom Hund, basta.
    Aber wir reden von einem Schulhund, der braucht noch einmal stärkere Nerven und wir reden nicht vom splitten sondern vom zwicken.


    noch nicht einmal der Hund von unserer Hundetrainerin hat je einen Welpen gezwickt und deren Aufgabe war es nach dem Rechten zu sehen bei den Welpen und zu splitten.

  • Dann kannst du ein Stoffhund in die Schule legen, was soll dann der Hund nocht da. Ein Handtuch würde den selben Zweck erfüllen, das zeigt auch absolut kein Verhalten wenn ein Kind aufspringt.

    Aber doch nicht ein Hüteverhalten mit Heeling am lebenden Subjekt Kind (wie ich schon schrieb: das lässt man unausgebildet nicht mal an den Schafen zu). Wenn man das speziell zeigen möchte, also solch ein Jagdverhalten (Hüten sind ja Sequenzen aus dem Jagdverhalten, keine Sequenzen aus der Welpenerziehung), dann sollte man einen Ausflug zu den Hunden bei der Arbeit an den Schafen machen und das dann auch richtig erklären/kommentieren (lassen), was dort gerade passiert. Sprich: Auch ein Schwenk über Jagen und Beute ... welche Sequenzen davon züchterisch hervorgehoben und welche - soweit möglich - unterbunden wurden.

    Als wäre dieses ausgeprägte Hütverhalten von Hütis das normalste Hundeverhalten der Welt ... Macht das Deiner auch bei Dir und anderen Familienmitgliedern? Der Labbi von nebenan ebenso? Nein, es ist nicht normal, wenn ein Kind forsch aufsteht und zum Ausgang schreitet, dass der Familienwauzi es gleich disziplinieren wollen würde. Ok, es sei denn, man hält Hütis, bietet ihnen keinen Ausgleich und lässt es einfach so laufen.

    Nein, nein, man muss kein Handtuch nehmen, sondern einen normalen Schulhund.

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