Der "gefährliche" Hund

  • @Das Rosilein


    Ist grundsätzlich richtig: In Brandenburg besteht die Leinenpflicht (hier wie gesagt nicht). Und selbst wenn nicht: Außer Eingreifweite stromern oder gar hetzen lassen geht gar nicht. Völlig unabhängig von Leinenpflicht. Ebenso dürfen Hunde nicht beißen. Von der Rechtslage her: Gelitten. Kein Thema.


    Aber ich kann Dir sagen: Sogar meine grundfriedliche Ronja hat bei einer Begegnung (der Heftigsten von Mehreren) eine Bürste bis zum Anschlag.

    Deshalb hab ich so ein zwiespältiges Gefühl, wenn ich von mit dem Auto im Wald Patrouille fahrenden Herren lese. Meine unerfreulichen Begegnungen waren weder mit dem ansässigen Jagdpächter noch dem ansässigen Förster, die kennen mich und meine Hunde (und die Rechtslage) nämlich.


    Und deshalb hätte ich hier gerne die andere Seite gehört - mehr wollte ich eigentlich gar nicht sagen :smile:

  • Und deshalb hätte ich hier gerne die andere Seite gehört - mehr wollte ich eigentlich gar nicht sagen :smile:

    Ach so, nicht wegen der Rechtslage als solches, sondern einfach nur so (darauf liegt mein persönlicher Fokus erst gar nicht, auf solches Menscheln, ist m.E. müssig ...).

    Aber wenn es bei Dir nicht der Jagdpächter ist und nicht der Förster (Wildhüter, wer auch immer), wer wars denn dann? Gebietsfremde Jäger oder einfach private Menschen? (Nur wg. meiner Neugierde)

  • Tja - wenn ich das genau wüsste ... Ich hatte mir schon überlegt, mal höflich nachzufragen, was er denn mit dem Auto im Wald zu tun meint. Aber mit Angsthundine und aufgebrachter Ronja wollte ich das Geplänkel nicht vertiefen.


    Hier kurven allerdings öfter Fremde im Wald umher - private Holzmacher, Leute mit nem Hang zur Abkürzung und auch mal nicht ansässige Jäger (und der eine oder andere nicht mehr aktive Jäger, der aber gerne Patrouille fährt :D). Pilzsammler von sonstwoher mittlerweile auch.

  • Hier kurven allerdings öfter Fremde im Wald umher - private Holzmacher, Leute mit nem Hang zur Abkürzung und auch mal nicht ansässige Jäger (und der eine oder andere nicht mehr aktive Jäger, der aber gerne Patrouille fährt :D ). Pilzsammler von sonstwoher mittlerweile auch.

    Das ist ja nicht ungewöhnlich, dass sich irgendwelche Menschen berufen fühlen, über Leinenpflichten (die es ihrer Meinung nach da und dort zu haben hätte) aufzuklären. Das passiert mir hier auch häufiger, am häufigsten nahezu direkt vor der Haustüre. Das sind dann aber in der Regel eher ortsunkundige Besucher (Ausflügler). Die halt dunkel im Kopf haben, dass die angrenzenden Gebiete unter Naturschutz fallen (dort ist dann tatsächlich Leinenpflicht). Sie kennen nur eben den genauen Grenzverlauf sowie die Unterbrüche nicht und auch nicht die davon extra ausgenommenen Strecken. Nicht mal, wenn sie kurz vor den Schildern stehen, in denen das aufgeschlüsselt ist xD (wer einen Blick auf solche Schilder wirft, könnte glatt im Vorteil sein, sofern des Lesens mächtig und überhaupt bereit dazu ;)).

    Im verlinkten Fall spricht der Jäger jedoch von einer normalen Kontrolle des Reviers. Also gehe ich einfach davon aus, dass er mit dem Gebiet schon etwas zu tun hat, denn Kollegen lesen so etwas ja nun auch. Ob er das allerdings freundlich macht oder nicht, lasse ich dahingestellt. Aber ich persönlich muss sagen, hatte noch nie Probleme mit Revierinhabern. Nicht einmal mit gebietsfremden Jagdgesellschaften. Die meisten erkennen gleich, ob man seinen Hund bei sich hält bzw. im Einflussbereich agiert. Und jene, die fest zum Gebiet gehören, haben Dich schon zig mal beobachtet (ohne dass man das selbst bemerkt), bevor es zum ersten Kontakt kommt. Durch die Bank, in vielen, vielen unterschiedlichen Revieren, alle freundlich. Vll. im ersten Moment mal kritisch gucken ... aber angeblöckt worden bin ich noch nie aus der Ecke. Von besserwissenden Sonn- und Feiertagsausflügern und Touristen dagegen schon ...

    Wenn ich mir nur schon vorstelle, es fährt ein Auto auf Betriebswegen ... irgendwo in dessen Nähe läuft ein Hund frei herum. Ganz sicher wären meine schon sortiert bei mir, wenn ich aus der Ferne ein Auto erspähe ... (und so etwas sehen und bewerten sie halt auch, kümmert sich oder kümmert sich nicht, gehorcht oder gehorcht nicht ...).

  • Bei dieser Geschichte würde ich sehr gerne die andere Seite hören, bevor ich da was beurteile. Ich hab so meine eigenen Erfahrungen mit Herren der Schöpfung, die im Wald hinter mir herfahren und mich rein aus Prinzip zum Anleinen meiner Hunde auffordern (um nicht "grob und drohend anschnauzen" zu sagen - und nein: Hier ist es keine Pflicht. Und meine Hunde stromern nicht unkontrolliert oder außerhalb meiner Reichweite herum).

    Seitdem bin ich da etwas vorsichtig und froh, dass ich a. die Rechtslage und b. den ansässigen Jagdpächter gut kenne.

    Naja, dieser Herr ist sowohl Polizist (wenn auch grad krankheitsbedingt außer Dienst) als auch der zuständige Jäger für das Revier, er ist halt eben schon was anderes als die "Herren der Schöpfung" die glauben der Wald gehört ihnen.

    Insofern interessiert mich die andere Seite garnicht. Schon garnicht wenn die mit 3 Hunden unterwegs sind von denen zumindest einer so weit weg ist das man die Besitzerinnen nichtmal sieht.

    Und wenn die dann nichtmal sagen können oder wollen ob der beißende Hund Tollwutgeimpft ist...

  • Mein Chapeau für die beiden beherzten Mitarbeiter!

    Jepp, GsD war er nicht alleine und GsD waren sie beide bereit, direkt einzugreifen (traut sich nicht wirklich jeder). :nicken:

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