Verträgliche Hunde und gar keine Sozialkontakte?

  • Offenbar gibts ja mehrere, die solche Meinungen vertreten, daher kanns nicht nur ein Hirngespinst von meinem Bekannten sein. Wissenschaftlich fundiert ist es aber auch nicht. Trend, Gurumeinung oder sowas in die Richtung?

  • Aber was ich mich wirklich frage: Was soll es denn für einen Sinn haben, einem Hund keine anderen Hunde zu gönnen? Ist das ein Trend, oder hat das eine wissenschaftlich fundierte Grundlage oder ist das einzelne Meinung von einem unbekannten HH?

    Das ist ja eigentlich auch die Ausgangsfrage.
    Wir werden wohl in diesem Leben nicht mehr dahinterkommen. :D

    Fakt ist, die HH, die unverträgliche Hunde haben, finden Sozialkontakte überflüssig.
    Die HH mit verträglichen Hunden, gönnen ihren Tieren regelmäßig Kontakte und Spielstunden mit anderen Hunden.

    Und so war das irgendwie schon immer, ganz ohne "wissenschaftliche Ausreden". ;)

  • Meine persönliche Erfahrungen hier zeigen, dass sich Menschen auch oft selbst in die Tasche lügen. Der eigene Hund, der in der Leine hängt und Theater macht, kaum dass ein Artgenosse auch nur in Sichtweite ist, wird als HH oft nicht als unverträglich empfunden. Der eigene Hund ist auch nie dick, höchstens ein guter Esser, etc.
    Ich treffe oft auch nachts oder sehr früh am Morgen HH, die mit scheinbar sehr schwierigen Hunden unterwegs sind und alle Hände voll zu tun haben, ihre Tiere zu händeln. Da kann ich mir sehr leicht vorstellen, dass sich so eine Idee verbreitet.

  • Das ist ja eigentlich auch die Ausgangsfrage.Wir werden wohl in diesem Leben nicht mehr dahinterkommen. :D

    Fakt ist, die HH, die unverträgliche Hunde haben, finden Sozialkontakte überflüssig.
    Die HH mit verträglichen Hunden, gönnen ihren Tieren regelmäßig Kontakte und Spielstunden mit anderen Hunden.

    Und so war das irgendwie schon immer, ganz ohne "wissenschaftliche Ausreden". ;)

    Ich fühle mich diskrimentiert... ich habe verträgliche Hunde, und die Hunde, nicht ich, finden Fremdkontakte trotzdem meist überflüssig (gehen diesen aus dem Weg - also nicht auf Krawall gebürstet einfach nach vorne...).

    So, und damit bin ich hier raus...

  • Offenbar gibts ja mehrere, die solche Meinungen vertreten, daher kanns nicht nur ein Hirngespinst von meinem Bekannten sein. Wissenschaftlich fundiert ist es aber auch nicht. Trend, Gurumeinung oder sowas in die Richtung?

    :D :D

    Ich bin weder trendverliebt noch Guruabhängig und nach wissenschaftlich fundierten Beweisen gehe ich auch nicht mit meinen Hunden raus ;)

    Hund(e) jawohl, ich habe mehrere! Ne coole Gruppe, extrem reaktionsschnell, sehr führerbezogen, sozialfreundlich Menschen ggü. und leichtführig im Alltag - endgeil also.
    Fremdhundekontakt zum Hallo sagen gibt es nicht, wozu auch? Ich bin mit meinen Hunden unterwegs, weil ich mit meinen Hunden freie Zeit in der Natur leben möchte, nicht weil ich Hundekontakte knüpfen möchte.
    Gemeinsames Laufen mit anderen, bekannten Hunden haben wir alle paar Wochen, die Hunde respektieren sich alle untereinander, keiner hat mit den anderen Mitläufern etwas am Hut, kein Spiel, kein Gezicke!

    Für mich ist das perfekt so wie es ist :smile:

  • Aber was ich mich wirklich frage: Was soll es denn für einen Sinn haben, einem Hund keine anderen Hunde zu gönnen? Ist das ein Trend, oder hat das eine wissenschaftlich fundierte Grundlage oder ist das einzelne Meinung von einem unbekannten HH?

    Hast du evtl schonmal daran gedacht, dass das Ganze nichts mit "nicht gönnen" (als wäre das grundsätzlich etwas super tolles..) zu tun hat?

    Wissenschaftlich fundiert dürfte wohl sein, dass ein adulter Hund eher weniger das Bedürfnis hat sich ausserhalb seines Verbundes (Rudel darf man ja nicht mehr sagen..) ständig mit fremden Hunden auseinanderzusetzen. Ausnahmen bilden hierbei vor allen Dingen die Individuen/Rassen, bei denen gezielt auf infantiles Verhalten selektiert wurde und die (je nachdem) niemals den normalen Erwachsenenstatus erreichen.

  • Es gab vor einigen Jahren einen Blockeintrag und dem folgten dann noch einige andere Blocks und es war glaub sogar nen Zeitungsbericht dabei.

    Aus dem Gedächtnis (denn nein, ich hab keinen Schimmer mehr wann und wo das alles war):

    Es ging darum, das ein Hund keine WILLKÜRLICHEN Sozialkontakte benötigt.
    Wildhunde und Wölfe würden in ihren Revieren auch keine Fremdhunde/wölfe dulden und sogar töten. Aufgrund der Enge in den Städten ist aber eine Revierbildung nicht mehr möglich. Man würde also dem Hund in der menschlichen Enge ständig seinen Totfeind aussetzten, sprich einen anderen Hund.
    Für den (erwachsenen) Hund haben somit lose Treffen nach denen man sich nie mehr wieder sieht keinen Mehrwert, sondern eher Konfliktpotential, also Dauerstress. Somit sollte man solche Hallo-sager-aufeinandertreffen vermeiden.
    Auch die Hundewiesen wurden als Negativbeispiel genannt.

    Aber von GAR NICHT war damals nie die Rede.
    Die Sozialkontakte sollten halt wenige feste Partner (gute Freunde usw) haben und die Kontakte selbst feste Strukturen ohne Mobbing. Also, ich glaub das es eher so was war wie gemeinsam spazieren zu gehen und die Hunde im Freilauf machen irgendwie ihr Ding. Gemeinsam Schnüffeln, Wege ablaufen. Der Teil war glaub aber auch relativ kurz gehalten und nicht so ausführlich erklärt wie der Keine Sozialkontakteteil.
    Könnte also sein, das man diesen mittlerweile einfach rausgeworfen hat. Dann würde das nämlich recht gut zu der Aussage passen :???:

    So ganz bekomme ich es leider nicht mehr zusammen, sorry :ops:

  • Grundsätzlich braucht jeder Hund soziale Interaktion, aber wahrscheinlich möchte die nicht jeder Hund mit einem anderen Hund haben, und recht oft nicht mit wildfremden Hunden. Und die aufgezwungenen einfach mal "Hallo"-Sager (und Unter-sich-Ausmacher) schon gleich dreimal nicht.
    Aber klar gibts auch die Frohnaturen, die das gerne mögen, und teils sogar brauchen!


    Dexter hat schon ganz gerne auch mal Kontakte zu netten Fremdhunden - aber da er etwas rassistisch ist, funktioniert das nicht ohne Weiteres. An dieser Abneigung hat sich auch durch Üben nicht wirklich viel geändert, also lassen wir es bleiben.
    Er freut sich immer, wenn er ihm bekannte Hunde trifft, die er gerne mag!
    Max legt dagegen keinen wirklichen Wert mehr auf neue Kontakte, seit er richtig erwachsen ist. Und davor war es eher sexuell bedingtes Abchecken.

    Wir gehen, wenn es die Zeit erlaubt, auch auf gemeinsame Spaziergänge mit anderen Usern aus dem DF. Dabei findet es Dexter meistens ganz nett, und wenn kleinere Hunde dabei sind, blüht er auch mal auf. Bei größeren Hunden ist er einfach gehemmter, und fängt von sich mittlerweile garkeine Rennspiele mehr an, obwohl das seine Lieblingsspiele sind.
    Max ist ... halt dabei, man schnuppert mal an der gleichen Stelle, markiert da und dort - aber er zeigt recht deutlich, dass er es nicht wirklich braucht oder möchte, oft indem er mir kaum von der Seite weicht.
    Selten ist mal ein Hund dabei, wo er etwas lockerer wird.

    Aber Max braucht Dexter! Er wäre als Einzelhund glaube ich nicht wirklich glücklich, obwohl er mit uns Menschen auch viel interagiert. Es ist halt nicht dasselbe.
    Zuhause dagegen wäre Dexter als Einzelhund nicht unglücklich, dafür müßte es aber draußen mehr Kontakte geben - was hier allerdings kaum machbar ist.

    Es kommt einfach sehr auf den jeweiligen Hund an!

  • Irgendwo habe ich mal den Satz gehört/gelesen "Hunde sind die einzigen Tiere die den Menschen als vollwertigen Sozialpartner ansehen". Weiter gedacht kommt man damit ja genau auf die Aussage des Mannes, dass Hunde keine anderen Hunde brauchen.

    Der Logik kann ich nicht folgen.

    Es ist richtig, dass Hunde den Menschen als Sozialpartner sehen. Wenn ich mich richtig erinnere war es Fedderson-Peterson, die eine Studie mit dieser Schlussfolgerung durchgeführt/ beschrieben hat. Ich bilde mir ein, dass sie sogar schrieb, der Mensch sei der primäre Sozialpartner des Hundes.

    Aber das heißt doch nicht, dass andere Sozialkontakte nicht nötig seien? Ich schätze, dass jeder Mensch, der einen Partner/ eine Partnerin hat, zustimmen würde, dass das der "primäre Sozialpartner" ist. Aber niemand würde behaupten, dass Menschen im Allgemeinen neben diesem primären Partner keine Freunde bräuchten. Oder doch?

    Genauso ist es beim Hund. Der Mensch ist für die meisten Hunde der wichtigste Sozialpartner. Aber "der wichtigste" ist keinesfalls gleichbedeutend mit "der einzig nötige".
    Meine Hündin konnte auf direkte Kontakte zu mindestens 80% ihrer Artgenossen verzichten. Aber trotzdem waren Artgenossenkontakte für sie wichtig. Es mussten nur die richtigen sein.
    Wenn ich darüber nachdenke: eigentlich geht es mir genauso. ;)

  • der Shibawelpe meiner Freundin findet hundekontakte seit de 8. Woche komplett überflüssig. Er interagiert null mit andren Hunden, ignoriert sie, spielt nicht. Kontaktaufnahme findet nur von anderen Hunden statt, selbst kommt sie nicht auf die Idee. Scheint es also tatsächlich zu geben.


    Meine Hunde haben sich. Sie BRAUCHEN keine anderen Kontakte. Wir gehen trotzdem mit andren Gassi, sie haben dabei auch Spaß, aber BRAUCHEN tun sie das mMn nicht.
    Auch Mozart als Einzelhund hatte zwar Spaß mit anderen Hunden, konnte aber auch problemlos darauf verzichten und isr trotzdem ein toller Hund geworden.

    Ich persönlich finde dieses "muss Spaß haben, muss Kontakt haben" viel bedenklicher.

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