Qualzuchten II
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Helfstyna -
5. Juni 2017 um 10:01 -
Geschlossen
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In der Praxis kommen solche Fälle selten vor, aber es gibt sie. Wenn man ganz, ganz sicher gehen will oder einen leisen Verdacht hat, dass der eigene Hund merle sein könnte, kann man vor einem ev. Zuchteinsatz einen Gentest machen.
Ist bei den Beaucis Pflicht, weil es doch häufiger vorkommt als man meint(e). Das findet man aber nur heraus, wenn der Gentest für die Zucht die Regel ist.
Meine Maus ist z.B. eine cryptic merle. Sie sieht aus, wie ein ganz normaler schwarz-roter Beauci. Und dabei ist sie noch eine Ausnahme, denn bei intensiver Fellpflege siehst im Kragen ein kleine Stelle, die bei normalen Bürsten nicht sichtbar ist. Ein weiteres Problem (also ohne Gentest), selbst die unverkennbaren Harlekin dunkeln im Alter stark nach. Oder z.B. die schwarz-roten Geschwister (aus dem gleichen Wurf) von meinem Harlekin-Rüden tragen nicht ein einziges graues Haar
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Hi,
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Da nach Pudel-Vibrissen gefragt wurde, habe ich jetzt Fotos gemacht. Letzte Schur war Ende Jänner, d.H. das ist die Länge von Vibrissen nach eineinhalb Monaten, nachdem sie mit dem Rest des Felles durch den 9mm-Scherkopf gewandert sind. Ich hoffe, man sieht sie. Sie stehen also ganz gut hervor und sind gerade.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.So richtig empfindlich scheinen die Dinger bei diesem Pudel allerdings nicht zu sein: Wenn ich mit dem Finger gegen die Vibrissen fahre, passiert gar nichts. Er dreht nicht mal den Kopf weg. (Und nein, ich habe keine drei Hände, mit denen ich Kopf festhalten, Hund nerven und gleichzeitig ein Foto machen kann.
)
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Danke fürs Erläutern+auch für die Fotos.
Hm. Also... soviel Puschel... X-D Da muss man sich erstmal orientieren, wo jetzt was ist. Haha.
Auf mich wirken sie etwas kreuz und quer - aber nicht gekräuselt, das stimmt.
Schön sieht man auch, dass die Kante vorne "dick" ist - da die Haare nicht 'natürlich' so abgenutzt werden, wie Haare normalerweise, wenn sie länger nicht geschnitten werden.
Ich könnte mir vorstellen, dass dadurch, dass soviel Fell dauernd auf sie einwirkt, Pudel da evtl. etwas 'abgehärteter' sind.
Wenn ich bei Zoey Vibrissenbanjo spiele(natürlich nicht oft), dann macht sie z.T. mal gar nichts(gerade, wenn sie sehr müde ist und liegt), oder aber fängt an sich mit der Pfote zu reiben, dreht sich auch mal weg - oder man sieht, dass sie so flimmern - sieht man vermutlich besser bei Hunden, wo weiter kein Fell etwas verdeckt... .
Unsere Hündin reagiert ad also auf jeden Fall drauf - auch bei denen z.B. über den Augen/an der Seite und unterhalb der Schnauze.
Ihre kleinen Antennen... X-)
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Von Tierquälerei zu sprechen beim abschneiden von Vibrissen halte ich für maßlos übertrieben.
Weder äußert ein Hund Schmerzen bei der Schur, noch zeigt er sich vibrissenlos irgendwie in seiner Orientierung oder Motorik beeinträchtigt.
Mein Dackel-Pudelmix soll seinen Bart zwar behalten (weil es mir optisch einfach gefällt) , aber ernste Skrupel hätte ich nicht, ihm die Schnauze zu scheren.
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Auch wenn es meiner Meinung nach im Qualzuchtthread nicht richtig platziert ist ... ich finde das Sinushaar-Thema zu interessant um die Finger stillzuhalten.
Grundsätzlich ist es eine anatomische Frage ... ist die Vibrisse Teil des Tastorgans, da sie über einen komplexen Aufbau verfügt, mit Nerven in Verbindung steht und Informationen ans Gehirn weiterleitet, oder ist sie nur ein funktionsloses Relikt und somit kein Teil des Tastorgans.
Wird die Frage wirklich so gestellt?
Sogar beim Menschen sind die Sinushaare nicht völlig funktionslos, die verbleibende Schutzfunktion der Tasthaar-Rudimente rund um die Augen ist zwar nicht lebenswichtig (und bei Brillenträgern oft genug noch weiter eingeschränkt, weil die einfach so oft anstoßen dass der Reflex durch diesen desensibilisierenden Lernvorgang unterdrückt wird), aber von "funktionslos" zu sprechen wäre dennoch grundfalsch.Die meiner Meinung nach wichtige Frage ist: ist die Funktion der Tasthaare beim Hund un-/wichtig genug, um eine Entfernung zu rechtfertigen oder zu untersagen?
Welche Funktionen die gar nicht so rudimentären Sinushaare beim Hund haben, ist meines Wissens bisher nicht gut bis überhaupt nicht erforscht. Aber man kann davon ausgehen, dass zumindest eine Schutzfunktion vorliegt. Wie beim menschlichen Brillenträger kann natürlich ein Hund, der jahrelang Manipulationen an den Sinushaaren gewohnt ist, die zugehörigen Reflexe "verlieren". Es ist auch denkbar, dass bei unterschiedlichen Fellmerkmalen die grundsätzlich vorhandenen Funktion der vorhandenen Tasthaare mehr oder weniger ausgeprägt sind. Aber genau das ist ja die Frage: Ist das Entfernen der Tasthaare für den Hund nachteilig oder nicht? Und wenn es nachteilig ist, gibt es Vorteile oder gibt es Einwände, die diese Nachteile aufwiegen bzw. relativieren?
Auf persönlicher Ebene ist die Antwort auf diese Frage leicht: ich persönlich schätze selbst eine minimale Schutzfunktion im Gesicht für bedeutend genug ein, um Tasthaare nicht zu entfernen. Die logische Folge ist: ich schaffe mir keinen Hund an, bei dem die Tasthaare mit dem Bart gekürzt werden müssen oder bei dem die Tasthaare aufgrund von Fellveränderungen (wie beim Pudel vermutet wird) möglicherweise so verändert sind, dass ihr Nutzen eh nicht zum Tragen kommt.
Aber ich bin nicht das Maß der Dinge. Auf objektiver Ebene ist eine Antwort derzeit wahrscheinlich nicht möglich. Und auf rechtlicher Ebene steht selbst der Versuch einer Antwort bisher aus. Aus der Ferne betrachtet kann ich das vermutliche Vorpreschen der Amts-TÄ als einen Versuch zur Schaffung von Klarheit verstehen. Wenn dieses Vorgehen dazu führt, dass sich mal einer hinsetzt und das Problem endlich untersucht oder untersuchen lässt, um zu einer fundierten Entscheidung kommen zu können, dann ist das ein Fortschritt für alle. Ich möchte zufügen, dass eine solche Entscheidung auch rassespezifische Besonderheiten einschließen kann: es ist möglich, dass der Pudel tatsächlich weniger Nutzen aus seinen Tasthaaren hat als ein Pinscher und dass deshalb die Entscheidung beim Pudel anders ausfällt.
Aber bisher habe ich nur Quellen gelesen, die bestätigen, was ich vorher schon wusste: man weiß nicht viel, aber jeder hat eine mehr oder weniger begründete Meinung.
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Da wäre es mal interessant, wenn man (z.B. per Schere in der Hand) tatsächlich längerfristig mal versucht um die Tasthaare herumzuschneiden. X-D
Vermutlich halten nur viele Hunde nicht lang genug still und bringen die benötigte Geduld mit... . -
Wenn der Pudel jetzt nicht mehr in Frage kommt, weil der ja einen gestutzten Bart braucht, dann bin ich schon gespannt, welche Alternativen in Zukunft vorgeschlagen werden, wenn jemand hier im Forum zukünftig einen aktiven Begleithund ohne ohne irgendeinen Spezialzweck sucht.
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Da wäre es mal interessant, wenn man (z.B. per Schere in der Hand) tatsächlich längerfristig mal versucht um die Tasthaare herumzuschneiden. X-D
Vermutlich halten nur viele Hunde nicht lang genug still und bringen die benötigte Geduld mit... .So viel Geschick hab nichtmal ich, und ich bin wirklich gut in allem was mit Handarbeit zu tun hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Hund zehnmal lieber auf die Vibrissen verzichtet als noch eine Extrastunde auf dem Tisch zu verbringen, damit sie erhalten bleiben.
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Da wäre es mal interessant, wenn man (z.B. per Schere in der Hand) tatsächlich längerfristig mal versucht um die Tasthaare herumzuschneiden. X-D
Vermutlich halten nur viele Hunde nicht lang genug still und bringen die benötigte Geduld mit... .Bei meinem Mix geht das, die hat allerdings keine Pudellocken. Und manchmal erwische ich dann aus Versehen doch ein Tasthaar mit der Schere.
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Zu spät für Edit.
Mir ist gerade eingefallen, dass meine vorne an der Schnauze kurzes Fell hat und ich deshalb nur die hinteren Tasthaar umschneiden muss!Die kleineren Tasthaar an der Unterlippe lassen sich bei meiner auch nicht einzeln umschneiden, die sind kaum zu sehen und sind zu zahlreich. Da muss ich den Bart entweder stehen lassen oder sie mit abschneiden.
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