Ein Welpe ist ein Welpe ist ein Welpe

  • Hallo...und ich möchte mal ein paar Grundgedanken zum Welpen und wie schlimm(aus Sicht des Menschen) bzw.wie normal (aus Sicht des Welpen) kann es werden.

    Der große Tag ist gekommen und das Welpenkind zieht ein- nun ist es erstmal soweit um sämtliche romantische Vorstellungen vom leben mit dem Tier über Bord zu werfen und sich mit der Realität zu befassen.
    Das Welpenkind wird Euch evtl.an Eure physische und psychische Belastungsgrenze (und manchmal sogar darüber hinaus) bringen,es wird Geld kosten machmal viel Geld.Ein Welpe macht Dreck-überall.
    Die Uhren laufen ab jetzt anders-der Welpe braucht Euch 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche.
    Die schönen,teuren Klamotten könnt Ihr nun ganz nach hinten in den Schrank packen und Euch schonmal in die Putzklamotten schmeissen.Den Vorrat an Wisch-und Wegtücher sowie Puztzlappen habt ihr hoffentlich schon aufgestockt.Das schicke Dessous für die Nacht kann man nun bequem gegen einen langen Frotteeschlafanzug tauschen und die Schuhe dazu (welpensicher) griffbereit auf das Fensterbrett stellen.
    Wohl dem der einen eigenen eingezäunten Garten hat-ansonsten sollte Leine und Halsband noch bei den Schuhen geparkt werden auch die Zeiten von "wo hab ich denn den Wohnungsschlüssel ?" sind rum.
    Das Welpenkind muß wenn es muß und zwar genau dann muß es.Euer Tempo wird sich sehr schnell steigern,mit jedem "Schiss" oder Pipi das in die Wohnung geht.
    Die Tages oder Nachtzeit sind dabei dem Welpen egal -das Wetter übrigens auch.
    Die Grundbedürfnisse des Welpen-Nähe,Futter,Schlaf und Ansprache sind an erster Stelle zu befriedigen.
    Bald beginnt das Welpenkind sich mit sich und seiner Umgebung auseinanderzusetzen...so manche Auseinandersetzung endet mit einer Niederlage für den Hausschuh,den Teppich,die Zimmerpflanze oder das Lieblingsdessous.
    Dem Welpenkind ist es zudem egal in welcher Höhe seine Erkundungen von statten gehen-mal muß auf dem Tisch geschaut werden ein andermal kann es das Regal sein....es findet sich ganz ohne Euer Zutun ausreichend Beschäftigungsmaterial in Eurer Wohnung.
    Das meiste Beschäftigungsmaterial wird mit den Zähnen erkundet...auch darauf sollte man sich einstellen,das Welpenkind unterscheidet nicht zwischen Klopapier oder einem liegengelassenen Geldschein.
    Da viele Neu-Welpenbesitzer meinen es genüge ein "Nein"...nein das genügt nicht,dieses muß das Hundekind erstmal lernen die Genetik kennt keinen Hund mit eingebautem Spracherkennungssystem.
    Ein weiterer Irrglaube ist-der Welpe kann ja bald alleine bleiben."Nein"...auch das kann er nicht und wenn vom Training mit dem Alleinebleiben die Rede ist so beginnt dieses Alleinebleiben für 1-2 MINUTEN nicht Stunden.Das Welpentier ist ein Rudeltier und fühlt sich ohne Rudel verlassen.Einen Welpen für Stunden alleine zu lassen ist Tierquälerei.Hier kann man ruhigen Gewissens davon ausgehen,daß auch das Alleinebleiben für 2 Stunden erstmal ein Jahr des übens in Anspruch nimmt.
    Oftmals liest man,daß der Welpe nun beißt...ja das macht er denn die Beisshemmung muß auch erst erlernt werden.
    Was Welpen dann auch nicht können ist sich selbst zu Regulieren sprich zur Ruhe zu kommen.Welpen werden schnell müde,trägt man dem nicht Rechnung-indem man für Ruhe sorgt- wird das Welpenplüsch ganz schnell blöd und überdreht.Hier lässt sich dann die ganze Bandbreite des hündischen Ausdruckstanzes sehen-es beisst,es kläfft,es rennt und springt.
    Zum durchdrehen benötigt ein Welpe übrigens keine stundenlangen Spaziergänge -je nach Welpe kann das anlegen eines Halsbandes dann noch der Leine,das verlassen der Wohnung bis auf die Strasse schon genug sein.
    Also kleinschrittig,alles kleinschrittig.
    So ein Welpe ist auch nur ein Mensch und der eine lernt Dinge schnell und der andere eben langsam.Die Wege Dinge zu lernen sind so vielfältig wie die Wege nach Rom und das bedeutet im Menschenkopf Flexibel und Geduldig zu sein.
    Soweit erstmal...LG Alex

  • Hey, ich kann mit dem Großteil des Geschriebenen leider nicht übereinstimmen und habe da eine ganz andere Sicht der Dinge drauf, und zwar wirklich bei fast jedem Satz.

    Nich interessiert aber eher: an wen richtet sich dieser Text? Was ist sein Ziel?

  • Schön geschrieben.
    Was noch zu ergänzen ist:
    Gerade beim ersten eigenen Welpen... redet nicht zu viel mit ihm. Es ist für den Welpen so, wie wenn Ihr in ein fremdes Land geht und nur Bahnhof versteht.
    Er muss es lernen. Aber sprecht allgemein nicht zu viel mit ihm. Sonst stellt er auf Durchzug, wenn es mal drauf ankommt und Ihr ein "Kommando" aussprecht.
    Sagt auch nicht ständig seinen Namen. Ich meine damit: "Lilli, Lilli, Lilli, Liiiiliiii, Liiiiiiillllliiiiiiiiiii".
    Nein. Es ist im Vergleich so, wie wenn Eure Kinder die ganze Zeit sagen: Mama, Mama, Mama, Maaaaaama, Maaaaamaaaaaa. Dann sagen die meisten Mütter irgendwann genervt: "Was willst du?" "Nix!" OMG.

    Also - entspannt an die Sache ran gehen und nicht zu viel verlangen und nicht zu viel Programm in den ersten Wochen und Monaten. Lernt einfach, die Signale Eures Welpen zu deuten.
    Anfangs nach jedem Schlafen, jedem Spielen, jedem Fressen - da muss Welpi sich lösen. Und wenn Ihr wollt, dass das nicht in der Wohnung passiert - schnappen und raus.

  • Ich finde der Text deckt viele Fragen und Probleme ab mit denen Neu-Welpenbesitzer hier aufschlagen.
    Ohne Welpen werden sie es nicht glauben. :smile:
    Natürlich gibt es auch die anderen, für die das Leben mit Welpen langweilig und völlig easy ist.- Gut so!

    LG, Friederike

  • So ein Welpe ist auch nur ein Mensch

    Da wurde mir solange eingetrichtert man solle den Hund ja nicht vermenschlichen.. und dann das! xD

    Ne, ich kann deinem Text auch nicht wirklich zustimmen. Manches mag zutreffen, aber nicht bei jedem Welpen.

    Das ist einfach verallgemeinert... Welpen sind alle individuell, die einen lernen schnell die anderen langsam. Die einen sind Schlaftabletten, die anderen Energiebündel. Die einen bleiben Problemlos alleine, die anderen brauchen dafür Training.

    Mein Hund hat erst in der Pubertät angefangen was kaputt zu machen und auch da musste nur ein Schuh und eine Bettdecke dran glauben. Wenn ein Hund genug Langeweile hat, kann er im übrigen auch im Erwachsenenalter die Einrichtung zerstören.


    Ich habe für mich selber gelernt, wenn man nicht aus jedem Thema ein kompliziertes Drama macht, klappt alles ganz schnell. Beim Alleinbleiben habe ich mir zum Beispiel nie Gedanken darüber gemacht, das in kleinen Schritten aufzubauen. Wenn ich einkaufen musste, blieb der Welpe halt mal 15 Minuten alleine. Klappte wunderbar. (Das man einen Welpen keine 2 Stunden alleine lässt steht außer Frage, aber ein Junghund kann durchaus schon 2 Stunden alleine bleiben)
    Die einen verkraften das Alleine bleiben besser als andere.. soll sogar Hunde geben die das Alleine bleiben nie lernen.

    Ich musste auch nie Nachts raus, es sei denn der Hund hatte mal Durchfall - aber auch das gilt nicht nur für Welpen, sondern auch für Erwachsene Hunde.

  • Ich kann dem Text auch absolut nicht zustimmen...und verstehe gut, warum es so oft Welpenblues hier im Forum gibt, wenn das die Wahrnehmung ist die man von einem Welpen haben "soll"

  • Hey, ich kann mit dem Großteil des Geschriebenen leider nicht übereinstimmen und habe da eine ganz andere Sicht der Dinge drauf, und zwar wirklich bei fast jedem Satz.

    Nich interessiert aber eher: an wen richtet sich dieser Text? Was ist sein Ziel?

    Hach, das dachte ich mir bei den ersten Sätzen auch und den Rest hab ich dann nur noch überflogen :D

  • Edit klappte nicht mehr. Diese blöde Zeitbegrenzung... :fluchen:
    Mein schöner Text ist weg. Um den Satz oben zu beenden: ... (es fehlen) einige Zeichnungen von U. Stein und fertig ist ein lustiges Büchlein.
    Aber: Unsere Welpenzeit wird in vielen Aspekten korrekt dargelegt, so dass der Zweithund - wenn er denn kommt - auf jeden Fall kein Welpe mehr sein wird. Eine Überspitzung ist sicher von der TE gewollt und wer immer noch meint, dass die erste Zeit mit dem Welpen die schönste gemeinsame
    Phase des Lebens gewesen ist, ist zu beneiden - wenngleich dies nicht mit meiner Erfahrung übereinstimmt.

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