Rüde nimmt (grundlos?) zu

  • Moin zusammen,
    es geht um meinen Rüden: 7 Jahre, kastriert mit knapp 3 Jahren bei medizinischer Indikation, absolut Gewichtsstabil bis vor 4 Monaten, seitdem nimmt er zu. Bei einer Schulterhöhe von 46cm hat er seit jeher einen sehr ausgeprägten Körberbau gehabt: 23kg Lebendgewicht, kräftige Oberschenkel, breiter Brustkorb, schöne Taillienlinie.
    Er leidet unter Epi, die aber seit der Kastra auf ein Minimum zurück gegangen ist, außerdem hat er Störungen im Sehnerv, er nimmt aber keine Medikamente. Er ist fit, agil, er rennt mit wachsender Begeisterung - sein Verhalten hat sich überhaupt nicht geändert. Er trinkt normal, er markiert unterwegs viel, kann zuhause tagsüber 10h einhalten, nachts 12-14h, sein Wesen ist ausgeglichen, der Kotabsatz (ausser bei Stress) normal - es st also alles wie immer.
    Geändert haben sich unsere Umstände: Nach einem Umzug im Juni diesen Jahres haben sich unsere Gassigänge deutlich verlängert und seit September kann er auch frei laufen - täglich mindestens eine Stunde. Unsere Fütterungen sahen bisher so aus: Er bekam mehr als mein Mädchen, weil die einen miserablen Stoffwechsel hat und sowieso weniger wiegt. Draussen gibt es TroFu von Wolf of Wilderness (ca. 1kg die Woche für beide zusammen), bis vor 4 Monaten gab es Markus Mühle, davon haben wir deutlich mehr gebraucht, es hat den beiden aber echt nicht so gut geschmeckt, außerdem hat mich genervt, dass es immer so große Brocken sind. Indoor gibt es meistens (5-6 Tage/Woche) noch einen Napf voll Futter - für ihn bisher meistens 400-500g GranCarno, dazu noch Reste... Quark, Joghurt, Stampfkartoffeln, Möhrenbrei, Rührei - was halt eben so rum liegt. Als ich vor zwei Monaten das Geschirr weiter stellen musste und ich sämtliche Fremdfutterquellen ausschliessen konnte, habe ich seine Dosis reduziert auf die der Hündin - d.h. draussen nur noch 1 Leckerchen statt 2 je Belohnung und drinnen nur noch 300g NaFu und die meisten Kohlenhydrate und stark fetthaltigen Dinge landen nun in der Tonne statt im Hund. Knabberartikel gab und gibt es nur sehr selten: Alle 10 Tage ca. landet mal ein Stück Ochsenziemer oder Rinderhaut im Hund.
    Ergebnis der Reduktionskost: Letzte Woche musste ich das Geschirr nochmal weiter stellen.
    Durch unseren Umzug habe ich noch keinen Tierarzt meines Vertrauens (hab aber schon zwei verschlissen) und deshalb wäre ich über Ideen eurerseits sehr sehr glücklich. Könnte da eine Krankheit hinter stecken? Kommt euch das evtl bekannt vor? Was ist euch zuerst in den Sinn gekommen?

    Meine Hündin hat in derselben Zeit übrigens 1kg abgenommen, ihr hat das mehr laufen also sichtlich gut getan und bestätigt mich in meiner Annahme, dass ich per se erstmal nichts falsch mache.

    Ich freu mich auf euren Input!

  • Was ist denn das für eine Rasse/Mix von der Größer her?
    Und fühlt sich Dein Hund für Dich tatsächlich dicker an, also hat er eine Schicht auf den Rippen zugelegt, oder hat sich mehr der Brustkorb "ausgedehnt"?

    LG, Chris

  • Ich würde ein Schilddrüsenprofil machen lassen und den Cortisonspiegel im Blut.
    Hab ich bei Maya auch machen lassen, da sie trotz Dauerdiät nicht abnimmt, sondern zunimmt.
    Heute sind hoffentlich die Werte da, dann kann ich dir noch mal was dazu schreiben. ;)

  • Was ist denn das für eine Rasse/Mix von der Größer her?
    Und fühlt sich Dein Hund für Dich tatsächlich dicker an, also hat er eine Schicht auf den Rippen zugelegt, oder hat sich mehr der Brustkorb "ausgedehnt"?

    LG, Chris

    Er ist ein Beagle, zu groß für seine Rasse - wir haben ihn aus dem Tierheim, vermutlich ist er ursprünglich vom Vermehrer aus Polen, also nicht ganz reinrassig.
    Für mich hat er definitiv eine Schicht auf den Rippen zugelegt und die Taillienlinie ist verschwunden, er ist jetzt mehr so kompakt. Spannend war allerdings, dass nach dem Wochenende (ich hab es vorgezogen, dass WE auf dem Klo zu verbringen, deshalb gab es so gut wie keine Gassigänge, schon gar keine großen) das Geschirr gestern sehr locker saß. Wir haben ein Sicherheitsgeschirr, weiter stellen musste ich zuerst hinten, beim zweiten Mal hinten und in der Mitte, er geht also definitiv in die Breite.


    Ich würde ein Schilddrüsenprofil machen lassen und den Cortisonspiegel im Blut.
    Hab ich bei Maya auch machen lassen, da sie trotz Dauerdiät nicht abnimmt, sondern zunimmt.
    Heute sind hoffentlich die Werte da, dann kann ich dir noch mal was dazu schreiben.

    Das wäre super!

  • das Geschirr gestern sehr locker saß. Wir haben ein Sicherheitsgeschirr, weiter stellen musste ich zuerst hinten, beim zweiten Mal hinten und in der Mitte, er geht also definitiv in die Breite.

    Auch interessant, dass das so wechselt. Vielleicht neben einer gewissen Grundzunahme auch ein Verdauungsproblem in Form von Gasbildung?
    Wobei ich den Hinweis auf die SD-Geschichte auch wichtig finde.

    Wieviel hat er denn lt. Waage zugenommen?

    LG, Chris

  • Das heißt, er hatte durch die fehlenden Spaziergänge auch kein halbes Kilo Trofu pro Tag am Wochenende?

  • Das heißt, er hatte durch die fehlenden Spaziergänge auch kein halbes Kilo Trofu pro Tag am Wochenende?

    1kg pro Woche für 2 Hunde, er kommt also in etwa auf 70g/Tag. Ich kauf das Futter immer im Rahmen von Sonderaktionen und das ist es im 1kg-Sack am billigsten, deshalb kann ich recht genau sagen, dass ich meistens Mittwoch/Donnerstag einen neuen Sack anbreche. Beide bekommen nicht jeden Tag gleichviel, das Essen gibt es seit jeher immer nur gegen Arbeit, d.h. wenn die Ohren auf Durchzug stehen, dann gibt es weniger als an supermotivierten Tagen - auch zuhause gibt es eben nicht immer Mittags um 3 essen, wenns ganz dumm läuft gibt es eben auch mal gar nix aus dem Napf zuhause - so füttere ich seit Jahren und kann deshalb immer recht gut Wochenrationen angeben und die gleichen sich auch über die Monate immer. Wären bei meinem Rüden vor der Reduktion ca. 800g Trockenfutter (Empfehlung 1750g/Woche als Alleinfutter), ca. 3.000g Nassfutter (Empfehlung 6300g/Woche als Alleinfutter), dazu im Schnitt 50g trockene Kauartikel, 2 Eier, 1 Joghurt, 200g Muskelfleisch frisch, etwas Gemüse, 1 Kartoffel etc.. - mit der Ration hat er über 3 Jahre lang nicht zugenommen. Seit der Reduktion sind wir runter auf 500g Trockenfutter, 1.800g Nassfutter, Gemüse wurde erhöht, Kauartikel noch mehr reduziert. Er bekommt damit jetzt so viel wie meine Hündin mit 16,5kg.


    Auch interessant, dass das so wechselt. Vielleicht neben einer gewissen Grundzunahme auch ein Verdauungsproblem in Form von Gasbildung?
    Wobei ich den Hinweis auf die SD-Geschichte auch wichtig finde.

    Wieviel hat er denn lt. Waage zugenommen?

    Der feine Herr ist ein wandelndes Gaskraftwerk, aber schon immer und egal wie wir über die Jahre gefüttert haben, egal ob es roh, feucht, kaltgepresst oder Standard-Tofu gab... am späten Nachmittag fängt das furzen an und geht bis in den Abend hinein.

    Die Waage ist natürlich nur bedingt zuverlässig, weil wir beim neuen Tierarzt ja keinen vorher-Referenzwert hatten... aber vor 6 Wochen lagen wir bei 25kg, jetzt würde ich es auf 26kg schätzen.

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