Rüde nimmt (grundlos?) zu

  • Eine Blutuntersuchung fände ich auch sinnvoll - hinsichtlich Schilddrüse und Nebennieren vor allem.
    Allerdings: der Hund ist jetzt sieben Jahre alt, es ist durchaus möglich, dass sich sein Stoffwechsel geändert hat, dass er also einfach deutlich weniger Kalorien verbraucht als vorher.

  • Ok vergiss was ich geschrieben hab,
    wobei Lungenstückchen als Leckerlie noch auszuprobieren wäre.

    Bei Lunge streiken bei mir übrigens bisher alle Hunde (trotz der Beagle-Gene), ich hab früher in übungsintensiven Zeiten immer Möhren und Gurken-Stückchen über Nacht mit der Tagesration TroFu liegen lassen - dann hat es den Geruch angenommen und wurde gerne als Leckerlie genommen. Aber es kann ja nicht Sinn und Zweck sein, dass ich das Futter noch weiter reduziere, wo doch schon die Bewegung erhöht wurde - allein durch den Freilauf läuft er jetzt mindestens alles doppelt und viel dynamischer, als es an der Leine möglich wäre.


    Schilddrüsenprofil klingt auf jeden Fall sinnig. Tuts für eine Erstanalyse ein normaler Wald- und Wiesentierarzt?

  • Uff.... Ursachen können viele geben. Mein persönlicher Fall war eher tragisch... Hündin nahm plötzlich mit 9 Jahren an Gewicht zu... Diät und Sport half nicht weiter...plötzlich Blind...Schleim aus der Nase...hat noch ein Jahr mit uns gelebt, bevor wir den letzten TA hatten.... Diagnose? Hatten 3 TA aufgesucht... gefunden wurde nichts...Vermutung ist natürlich Gehirntumor.

  • Ein Wald- und Wiesentierarzt als erste Anlaufstelle ist - finde ich - ausreichend. Ein geriatrisches Profil sollte die Schilddrüse mit den wichtigsten Werten ja enthalten. Wenns grenzwertig ausfällt, kann man immer noch einen Spezialisten aufsuchen.

  • Vermutung ist natürlich Gehirntumor.

    Schiet, das tut mir leid für euch. Der Sehnerv ist durch starken Hagel geschädigt worden, wir sind damals beide Opfer geworden und lagen anschliessend wochenlang mit Gehirnerschütterung flach. Seitdem sieht er mal alles und mal hat er starke Sehfeldeinschränkungen, kann den Übergang hell/dunkel überhaupt nicht verknüsern oder sieht eben auch mal gar nichts. Wir waren damals bei zwei Tierärzten und beide haben gesagt, dass eine weitere Diagnostik auch keine Linderung verschaffen könnte. Ein CT wäre zwar möglich, aber was auch immer man darauf sieht wäre in fast allen Fällen nicht oder nur als Hochrisikooperation zu ändern.
    Aber erstmal werde ich den Standard-Weg gehen und wenn ich da nicht weiter komme, dann halte ich zur Not auch nochmal Rücksprache mit unserem alten Tierarzt, der die bisherige Krankengeschichte begleitet hat und dem ich persönlich arg vertraue.

  • Das mit dem weniger Kalorien verbrauchen im Alter ist sicherlich bei jedem Hund anders,
    aber meine alte Hündin hat erst mit 13 Jahren angefangen weniger zu verbrauchen und da handelt es sich mittlerweile auch nur um 50gr. die sie am Tag weniger bekommt und alles ist gut.
    Hier kommt mir das schon ziemlich viel vor ehrlich gesagt.

  • Beide bekommen nicht jeden Tag gleichviel, das Essen gibt es seit jeher immer nur gegen Arbeit, d.h. wenn die Ohren auf Durchzug stehen, dann gibt es weniger als an supermotivierten Tagen - auch zuhause gibt es eben nicht immer Mittags um 3 essen, wenns ganz dumm läuft gibt es eben auch mal gar nix aus dem Napf zuhause - so füttere ich seit Jahren und kann deshalb immer recht gut Wochenrationen angeben und die gleichen sich auch über die Monate immer.


    Also: Du hast keine feste Tagesration. Das heißt, man muss sich auch nicht wundern, wenn er dann am WE mal ein bisschen dünner wirkt.
    Du gibst von verschiedenen Trofus jeweils ein Kilo, da würde ich schon mal ansetzen, und diese nach Kalorien statt nach Packungsgröße verfüttern.
    Auch beim Rest (Nafu und Essensrest) würde ich eine Zeit lang gleichbleibend jeden Tag eine feste Kalorienzahl füttern.

    Zitat

    Der feine Herr ist ein wandelndes Gaskraftwerk, aber schon immer und egal wie wir über die Jahre gefüttert haben, egal ob es roh, feucht, kaltgepresst oder Standard-Tofu gab... am späten Nachmittag fängt das furzen an und geht bis in den Abend hinein.


    Das ist ja auch interessant. Von wie nach wie seid ihr eigentlich umgezogen? War die vorherige Umgebung stressiger? Sein Leben stressiger?

  • Du gibst von verschiedenen Trofus jeweils ein Kilo, da würde ich schon mal ansetzen, und diese nach Kalorien statt nach Packungsgröße verfüttern.

    Die Kalorien variieren um 35/1kg bei vier verschiedenen Geschmacksvarianten einer Firma, das ist für mich vernachlässigbar. Markus Mühle hat in etwa 150kcal weniger gehabt je Kilo, das Nassfutter ist kalorisch stabil. Bisher bin ich sehr gut damit gefahren "nach Gefühl" zu füttern, als ich einen Zunahme registriert habe, habe ich deutlich besser aufgepasst und kontrolliert und habe dann ja eben auch runter gefahren und bin dabei durchaus recht aufmerksam, aber in der Tat wiege ich das Futter nicht aufs Gramm genau ab. Ich bin die allereinzige die füttert, keine Kinder, keine Oma, kein Mann, keine Nachbarn, unterwegs niemand. Ich habe ein wirklich gutes Augenmaß und wenn ich zwei Näpfe mit ungefähr 300g Nassfutter anrichte, dann nehm ich dafür keine Waage, wenn am Ende der Woche 5-6 Dosen á 800g fehlen, dann hats ziemlich gut hingehauen, da ich nur online bestelle, seh ich gut, dass ich mit 4 6er Packs im Monat gut hinkomme.
    Ich denke schon, dass ich gut kontrolliere, sehe aber keine Notwendigkeit dem Hund jede Kalorie in den Mund zu zählen, er bewegt sich ja auch nicht wie ein Uhrwerk gleich.


    Von wie nach wie seid ihr eigentlich umgezogen? War die vorherige Umgebung stressiger? Sein Leben stressiger?

    Von der Kleinstadt bzw. Land in die Großstadt. Vorher hat er jedes Auto am Haus begrüsst bzw. verbellt, war leinenaggro, konnte nicht offline laufen und länger als ne halbe Stunde am Stück war kaum drin... hier haben wir ein tolles Auslaufgebiet ohne Giftköder, Bauern die die nicht leiden können, Radfahrer, die dich gerne platzen sehen würden und rundum Autobahnen und Gleisen, er "begegnet" täglich bis zu 200 Hunden (jo, der ein oder andere Dogwalker kreuzt unseren Weg), begrüßt werden die wenigsten und er geniesst das total. Wir wohnen sehr ruhig, verbellen kann er hier nur den Postboten und den Fischreiher, ansonsten sieht und hört er nix. Beide Gärten sind klein und nicht zum spielen/rennen geeignet. Ausflüge machen wir des öfteren und er stampft da ganz tapfer mit, nimmt neue Umgebungen gut an und kann auch da mittlerweile frei laufen. Aber lässt sich mangelnder negativer Stress gegen täglich 8km Freilauf aufrechnen?

  • Ich denke schon, dass ich gut kontrolliere, sehe aber keine Notwendigkeit dem Hund jede Kalorie in den Mund zu zählen, er bewegt sich ja auch nicht wie ein Uhrwerk gleich.

    Mir wäre es wichtig, damit ich beim TA sagen kann, dass er bei wirklich deutlich reduzierter Fütterung zunimmt. Und bei um wieviel Prozent reduzierter Fütterung. Nicht bei Pi mal Daumen Fütterung.

  • Aber lässt sich mangelnder negativer Stress gegen täglich 8km Freilauf aufrechnen?

    Schon möglich. Durch den negativen Stress (darauf deuten für mich Blähungen gegen Ende des Tages) kann es passieren, dass der Körper die Nährstoffe gar nicht erst aufnimmt. Also auch keine Kalorien verbrauchen muss.

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