Chemo.....auf Verdacht?
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Hallo ihr Lieben,
ich habe ein paar turbulente Tage hinter mir und es ging um Leben und Tod.
Ich fasse mal kurz zusammen:Meine Hündin Ashley wurde vor 4 Tagen nachts notoperiert wegen des Verdachts eines geplatzten Milztumors. Die Milz wurde entfernt. Am nächsten Tag gab der Arzt Entwarnung und meinte, dass er keine Milztumore entdecken konnte, eher ein Hämatom, aber die Milz geht auf jeden Fall in die Pathologie und dann weiß man mehr.
Sie blieb die letzten 3 Tage in der Klinik, bekam Bluttransfusionen, Infusionen und der Kreislauf konnte stabilisiert werden. Einen Tag nach der OP konnte ich schon draußen ein paar Schritte mit ihr laufen.Eigentlich war alles gut. Dann kam die Nachricht aus der Pathologie. Die Milz ist da nie angekommen. Sie ist verschwunden!
Selbst der Arzt war fassungslos. Das bedeutet, es gibt keine eindeutige Diagnose. Der Chirurg ist sich ziemlich sicher, dass da nix war, aber ohne pathologischen Befund kann auch er nichts schön reden.
Er hat nun eine Chemo-Therapie vorgeschlagen, um ganz sicher zu gehen. Tun wir nix, dann pokern wir um Ashleys Leben.....sagt er.
Ich muss mich entscheiden.
Ich möchte keine Chemo-Therapie auf Verdacht. Die ganze Sache ist doch unglaublich. Wie kann nachts eine frisch entfernte Milz innerhalb der Klinik einfach verschwinden?
Es muss doch eine Alternative geben. Regelmäßige Blutabnahmen, Ultraschall usw.
Was soll ich bloß machen? Weiß Jemand Rat? - Vor einem Moment
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Ich bin fassungslos! Was für eine Entscheidung. Es tut mir sehr leid und drücke dich.
Wenn es mein Hund wäre, würde ich keine Chemo auf Verdacht geben. Aber ich kann es auch verstehen, wenn jemand anders entscheidet.
Auf jeden Fall wünsche dich euch alles Gute.
LG -
Chemotherapie ist auch für den Hund kein Pappenstiel und von daher - auf Verdacht schon mal gar nicht!
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Hallo Audrey,
hmmm das ist wirklich schwer und unfassbar(!!) dass sie die Milz "verloren" haben...
Ich frage mich auch wieso Chemotheraphie, wenn das vermutlich kranke Organ schon entfernt wurde? Müsste man nicht, wenn ein Tumor gestreut hätte auf den Röntgenfotos verdächtige Zeichen sehen? ... Ich bin natürlich kein Arzt und kann da schlecht beraten aber ich bin auch skeptisch.
Meine alte Dackel/Jacky - Hündin hatte einen Gesäugeleistentumor (ist natürlich ein oberflächiger Tumor ...) und ihr wurde "einfach" die betroffene Gesäugeleiste entfernt und damit war das eigentlich gegessen.
Leider wurde wohl ein Tumor in einem Bruch der bei einer Geburt entstanden ist ( Ein Knubbel weichen Gewebes im Bereich ihres Unterbauches nahe des Beinchens) damals übersehen und der hat sich dann in diesem Bruch breit gemacht. Sie war allerdings auch schon 16 Jahre alt, da hätte keiner mehr Operiert.
Nachdem die Gesäugeleiste entfernt wurde hat sie noch gut zwei/drei Jahre glücklich und fidel gelebt.Deswegen bin ich halt skeptisch, warum die Chemo "auf gut Glück" sein muss.
Vielleicht würde ich noch einmal ein/zwei Ärzte aufsuchen und mir dort eine Zweit und Dritt Meinung anhören. Ein Gespräch würde ja zur Not erst mal reichen.
Und ich bezweifle, dass ein eventueller Tumor innerhalb von einer halben Woche derart wächst?Ich hoffe deiner Kleinen geht es bald wieder gut,
Liebe Grüße Reibun
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Am nächsten Tag gab der Arzt Entwarnung und meinte, dass er keine Milztumore entdecken konnte, eher ein Hämatom,
Der Chirurg ist sich ziemlich sicher, dass da nix war, aber ohne pathologischen Befund kann auch er nichts schön reden.
Diese beiden Aussagen würden mich eher dahin tendieren lassen, keine Chemo zu machen. Auch wenn ein Pathologie-Befund die letzte Sicherheit gibt, haben die Chirurgen schon Vieles gesehen beim Operieren und können tatsächlich Aussagen treffen, die man am besten mit "verdächtig" oder "unverdächtig" beschreiben kann.
Das Problem bei der Frage ob Chemo oder nicht, sehe ich vor allem darin, dass man für die Art der Chemo ja vermutlich (!) auch wissen muss, was für ein Ausgangstumor da war. Man müsste also auch bei der Auswahl der Chemo "raten" - und auch, wenn die Chemotherapie beim Hund oft überraschend gut vertragen wird, da würde ich ggf. noch mal nachfragen, wie da die Unterschiede wären.
Hier sind bisher 3 Hunde wegen Milztumoren operiert worden, alles ältere Hunde, da ist nichts weiter untersucht worden und es stand auch nie eine Chemo im Raum, präoperativ wurde eine Metastasensuche (Primärtumoren in der Milz metastasieren gen Lunge, Herz, Leber und Gehirn) durch Echo, Röntgen und Ultraschall gemacht, Gehirn blieb aussen vor, sonst wäre gar nicht mehr operiert worden.
Alle 3 Hunde haben noch ein paar gute Jährchen gehabt.
Wenn der Gedanke an die Chemo noch in Dir arbeitet, informiere Dich noch mal gründlich über das wenn denn dann eingesetzte Mittel, über Metastasensuche und über den Effekt der angestrebten Chemo.
Das bedeutet, es gibt keine eindeutige Diagnose.
Ich "kenne" Dich hier vom Forum als eine Hundehalterin, die Erkrankungen ihrer Hunde sehr energisch angeht. Die sich beliest und informiert und sozusagen den Gegner aus dem Eff-Eff kennenlernt, um besser gegen ihn angehen zu können.
Deshalb kann ich mir vorstellen, dass dieser Satz da oben grad für Dich extrem schwierig ist.LG, Chris
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Wir haben uns damals zum Wohle des Hundes gegen eine Chemo entschieden als unser Hund einen leider inoperablen Tumor an der Milz hatte. Wir wollten ihm die Qualen einer Chemo nicht zumuten.
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Bei Menschen gibt es Tumormarker. Damit wird nach Chemo/Strahlentherapie gecheckt ob der Krebs wieder aufgetreten ist.
Diese Marker sind nicht 100prozentig sicher, aber ein wichtiger Anhaltspunkt.Ich würde den TA danach fragen und so auf Milztumor "prüfen".
Chemo auf Verdacht würde ich auch nicht machen lassen. Und sehe auch das Problem, dass man für eine Chemo ja die genaue Krebsart kennen muss - aber gut, vermutlich ist Milztumor ausreichend.Lg
Sabine -
Das ist heftig.
Was für eine Entscheidung.
@Chris2406 hat eigentlich alles gesagt was ich mir auch überlegen würde.
Ich wünsche dir, dass du eine Entscheidung triffst, die dich nicht so sehr zweifeln und verzweifeln lässt.LG, Friederike
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Wenn der Gedanke an die Chemo noch in Dir arbeitet
In mir arbeitet eine Theorie bzw. eine mögliche Erklärung:
Vor ca. 2-3 Monaten ist die Ashley in einer Laubenkolonie hinter einem Fuchs her und vermutlich gegen einen Zaun geprallt. Ich habe es nicht gesehen. Ich vermute, das sie sich dabei die Milz geprellt hat. Sie zeigte eine Schmerzaustrahlung in die linke Schulter. Ich hatte vor, einen Tag abzuwarten und dann zum Arzt zu fahren. Am nächsten Tag schien wieder alles ok. Hunde halten ja wirklich viel aus.
Vielleicht hat sich aber so das Hämatom entwickelt.....ganz langsam.
In einigen Fällen kommt es erst mit deutlicher Verzögerung zur Blutung aus der Milz: Bleibt bei Einrissen des Parenchyms ein Kapseleinriss vorerst aus, dann entwickelt sich ein zunehmender Bluterguss innerhalb der Kapsel („subkapsuläres Hämatom“). Bei zunehmendem Druck reißt die Kapsel dann nach Tagen, im Extremfall auch nach mehreren Wochen, auf und es kommt zur Blutung in den Bauchraum.
Milzruptur – WikipediaIch habe dem Chirurg meine Vermutung auch mitgeteilt, aber er meinte, die Prellung läge zeitlich zu lange zurück. Vielleicht aber auch nicht. "Mehrere Wochen" würde aber doch passen.
Er hat mir ganz klar erklärt, dass er keinen Tumor gefunden hat, sondern ein Hämatom.Ja....und du hast recht.....ich will wissen, mit was ich es zu tun habe

Vielen Dank auch an die anderen und für eure Meinungen und Anteilnahme. Ich werde dem Arzt dann am Montag sehr genau befragen, wie er sich das mit der Chemo vorstellt.
Ashley gehts soweit ganz gut. Sieht ein wenig aus wie ein gerupftes Huhn.
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Der Appetit ist ungebrochen. Es wäre schade, wenn sie durch die Chemo mit verbundener Übelkeit an Lebensqualität verliert.
Ach....alles blöd

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Die Milz ist da nie angekommen. Sie ist verschwunden!
Da fehlen mir wirklich die Worte...unglaublich.
Hast du in der Nähe eine weitere Klinik? Ich würde mir in diesem Fall eine Zweitmeinung einholen. Ich verstehe gar nicht, warum dir zu einer Chemo auf Verdacht geraten wird, ohne dass man weiß, ob und was für ein Tumor es überhaupt war. Außerdem: Wenn das, was in der Milz war, entfernt ist, wozu noch eine Chemo? Reicht es nicht aus, regelmäßig zu untersuchen, ob was nachgekommen ist?
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