Alles spannend außer ich

  • Es kommt wohl immer darauf an, welchen Anspruch man an einen Hund hat und wieviel Potential der Hund an Zusammenarbeit mit seinem Menschen mitbringt.

    Wenn man in 3 Monaten keinen Hund ausbilden kann , klar kann man
    es sich dann nicht vorstellen , das ein Hund dann im 10ten Monat auch
    noch nicht ausgebildet ist .

    Sicher kann man einen Hund in 3 Monaten ausbilden, aber keinen Junghund, zumindest nicht mit den Methoden die ich persönlich in der Hundeerziehung als geeignet ansehe. Ein Hund muss genauso reifen, wie jedes andere Lebewesen, kommt unfertig zur Welt und muss viel lernen und viele Eindrücke verarbeiten. Ich habe hier zB. einen Spätentwickler sitzen, d.h. bis 2,5 oder 3 Jahren ist verhaltenstechnisch alles drin und es muss immer wieder Erlerntes wiederholt und gefestigt werden.


    Und wenn es zwischen Hund und Halter nicht harmoniert , klar stellt
    dann die Puppertät ein weiteres Problem dar .


    Was hat das mit der Harmonie zwischen Hund und Halter zu tun? :???: Die Pubertät ist der Schritt des Junghundes zum erwachsenen Hund, da werden Grenzen ausgetestet, geprüft, ob alle Regeln von gestern auch noch heute gelten usw.

    Deine Aussagen und Schlussfolgerungen finde ich teilweise seltsam. Die Pubertät ist eine sehr sensible Phase, in der man viel falsch machen kann, die ich aber als genau den Entwicklungsschritt ansehe, in dem Halter und Hund zu einem Team zusammenwachsen.


    Sondern das man den Hund so weit bringt , das er sich von selbst anpasst
    und nicht das er angepasst wird .

    Ich bin ja immer für Neues offen, daher meine (ernst gemeinte) Frage: Wie bringst du einen 10 Monate alten Junghund dazu, dass er sich von selbst anpasst oder das er angepasst wird und somit voll ausgebildet ist?

    Wobei ich die Formulierung "anpassen" schon "unpassend" finde. Ein Hund, der sich von selbst anpasst, also selbst erkennt, was ich von ihm möchte? Ohne dass ich auf ihn einwirke? Ja, sehr schwer vorstellbar, deshalb wäre ich hier für eine Erklärung sehr dankbar.


    Den es gibt dabei nur 3 Dinge : Das er nichts frisst ... kein Jagen ( mit kleiner
    Ausnahme ) und sofortiges Kommen bei Abruf .

    Und exakt diese 3 Dinge kann man prima über Belohnung üben. In welcher Form der Belohnung, hängt auch wieder vom Hund ab. Wie trainierst du das, wenn nicht über Belohnung?

    Und was ist die kleine Ausnahme beim Jagen? Bei mir gibt es da keine Ausnahme.

  • @tinkar

    Nachtrag:


    Natürlich soll einen der Hund nicht nur wegen der Leckerlies beachten,

    ich will aber auch nicht, dass mein Hund so nach Beachtung oder Zuneigung lechzt, dass er für einen liebevollen Blick oder ein einfaches "gut gemacht" gleich Salto schlägt.


    Und das kann ich auch nicht, sorry! Dann hätte ich nen Goldfisch und keinen Hund!


    Ich denke , das siehst du zu menschlich bzw übertreibst du dabei .
    Den Beachtung und Zuneigung ... ist Bindung zum Menschen und auch
    ein Zeichen des Vertrauens .
    Und ja , der Hund freut sich über ein Brav , ist dies doch auch schon
    eine Art von Zuneigung dem Hund gegenüber . Jetzt einmal abgesehen ,
    das der Hund dadurch ja auch lernt und motiviert wird .

    Die Aussage , das kann ich nicht , ist schon mal schlecht . Den wenn du dies
    nicht kannst oder willst , wie willst du mit dem Hund auf einen grünen Zweig kommen .


    Und ein Goldfisch macht auch keinen Salto weil du ihn anredest oder
    ihm Futter reinstreust .
    .

  • Bevor man sich selbst so "outet" und zeigt, dass man nicht annähernd verstanden hat, auf welchen Grundlagen Hundeerziehung überhaupt funktinoiert, sollte man sich m.E.n. wenigstens ein wenig schlau gemacht haben, worüber man spricht. Man muss nicht unbedingt Psychologie oder Erziehungswissenschaften studiert haben oder ein Hundetrainer sein um sich zumindest die Gundlagen im Umgang mit Hunden anzueignen.

    Die "Ausbildung über Leckerl" oder noch bildungsferner über "Schönfüttern" nennt sich sich schlicht und einfach "positive Verstärkung", bzw. "nagative Verstärkung" und das sind 2 Eckpfeiler der nachweislich und seit Bestehen der Hundeerziehung (eigentlich Erziehung im Allgemeinen) praktizierten Treainingsformen, nach der JEDE Erziehung (egal ob Tier oder Mensch) funktioniert.

    Eine Ausbildung über "Leckerlie" ist erstmal weder falsch noch richtig, sondern aboslut wertfrei einfach eine gut funktinieren Erzeihungsmethode (wenn mans richtig macht) Es gibt sie, sie wird seit Urzeiten angewandt und sie funktioniert gut und vor allem nachhaltig. Genauso wie Prügel oder Starkzwänge.
    Es kommt einzig darauf an WAS man erreichen will, WIE man das erreichen will und WELCHE Nachhaltigkeit eine bestimmte Erziehung besitzen soll.

    Ein Hund passt sich überdies niemals "von sich aus" einfach an. Ein Hund ist immer Opportunist und wird daher immer versuchen, für SICH das Beste aus jeder Situation herauszuhole. Wenn Dein Hund also tut, was DU willst, dann tut er das ebenso immer, weil Du in irgendeiner Form reglementierst und steuerst. D.h. entweder arbeitest Du über Vermeidung, als mit positiver oder negativer Bestrafung, oder mit Belohnung, also mit positiver oder negativer Verstärkung .Das muss kein Leckerlie sein, das kann auch Zuwendung sein, freundliche Worte oder eine Streicheleinheit. Nur sind Leckerlie deshalb gut geeignet, weil sie auch ohne eine schon gut etablierte Bindung funktionieren. Man könnte auch sagen, sie sind nicht Personenbezogen, sondern gelten als positiver Reiz an sich. Genau deshalb funktionieren sie ja auch so gut, wenn z.b. TS-Hunde mit ensprechender Vorgeschichte, Vermittlungstauglich gemacht werden müssen. Die Zeit für eine tiefe Pfleger/Hunde Bindung ist a) nicht vorhanden und b) ja auch gar nicht erwünscht. Kein Hund kommt von sich aus auf die Idee, korrekt an der Leine zu gehen, nicht auf dem Sofa zu liegen, wenn er es eigentlich will oder mit anderen Hunden klar zu kommen, wenn er keine vernünfige Sozialisation incl. entsprechender Erziehung genossen hat. Genau so wenig, wie ein Hund weiss, dass man in Gegenwart anderer nicht Rülpst, nicht furzt oder sich in der Nase popelt. OK. letzteres ist dann eher den Menschen vorbehalten, die selbst eine nur mäßige Sozialisation erfahren haben.

    Positive Verstärkung, oder für etwas schlichtere Gemüter, "Schönfüttern", funktioniert nach einem ganz einfachen und simplen Prinzip. Mache ich etwas so wie ich es soll, dann wird es schön für mich (positive Verstärkung). Mache ich etwas falsch oder "nicht richtig", dann gibt es nichts (negative Verstärkung). Und da die Ausschüttung von Glückshormonen, neben Angs und Panik, eines der stärksten und nachhaltigsten Motivationsfaktoren ist, der von der Natur zum Lernen "erfunden" wurde und es im Wesen JEDES Lebewesens liegt, dieses Schöne immer wieder zu erleben, bietet es sich natürlich an, genau diesen gut und (wenn verstanden) leicht funktionierenden Mechanismus zu nutzen. Natürlich gilt es dabei einige Regeln zu beachten, wie z.B. das exakte Timing, aber dass sollten die meisten Leute hinbekommen.

    Wenn Du also schreiben würdest: Ich habe schlicht und einfach nicht verstanden, wie positive Verstärkung einfach funktiniert und es interresiert mich auch nicht. Dann könnte man Dein Posting so stehen lassen.

    Eine millinoenfach erprobte und sehr gut funktionierende Methode zur Lenkung von Hunden (wenn man denn vestanden hat, worüber man eigentlich redet), als "falsch" zu titulieren ist, ziemlich dreist.... wie gesagt, WENN man verstanden hat, worüber man eigentlich schreibt. Und durch Deine Nebensätze oder Einwürfe wie "Tonnenweise Futter mitschleppen" bezweifle ich das mal sehr stark.

  • Ich will den Hund so weit bringen , das er sich von sich aus an mich anpasst und nicht weil ich Futter rumschleppe .
    .

    Die meisten Hunde passen sich doch wunderbar an. Ohne Leckerchen.
    Ich belohne die Hunde an der Stelle an der ich Dinge verlange, die eigentlich gar nichts ins hundliche Repertoire fallen.
    Denn reines anpassen reicht heutzutage nicht mehr in der Hundeausbildung. Das wär ja einfach.


    EDIT: ach is ja schon so viel zu geschrieben, ich lasse es dennoch stehen.

  • Ich habe nun versucht, die Futterbelohnungsdiskussion zu überlesen, von daher wurde es vielleicht schon gesagt:

    Ich würde den Hund draußen "entschleunigen" und Umorientierung zum Halter einüben und so stark verstärken, dass es ein "Automatismus" wird. Man kann es ja später wieder ausschleichen lassen. Mein Hund stand anfangs immer kreischend im Wald und hat auch nicht verstanden, dass wir *gemeinsam* draußen sind und "Gassi" nicht bedeutet, dass wir uns in 2 Stunden wieder daheim treffen.

    Konkret habe ich mich anschauen/umblicken belohnt.
    Wir haben das Anzeigen von Wildtieren/ Joggern/ Vögeln trainiert und die zugehörige Umorientierung.
    Ich habe übrigens ganz stark und hochfrequent mit Futter und Spiel belohnt und Spaziergänge bei unkooperativen Verhalten sofort abgebrochen.

  • @ Herdifreund

    Das hast aber schön geschrieben .
    Wie kommst du eigentlich darauf , das ich mich nicht auskenne ?
    Was du geschrieben hast , ist zwar viiiel , aber ein uralter Hut .
    Den das Arbeiten mit einem Hund auf Futterbasis , wurde schon vor
    50 Jahren praktiziert . Da sind Hunde nur wegen dem Futter gelaufen
    und dies hat man dann positive Verstärkung/Bestärkung genannt .
    Und ja , es gab auch die negative Sache , die sehr hart für den
    Hund war , je nach Halter .
    Zum Glück kam dann das Tierschutzgesetz und es durfte vieles nicht
    mehr gemacht werden ..... zumindest öffentlich nicht mehr .

    Wenn Hundehalter nur Hart oder Wattebausch kennen , die haben mMn
    noch einen Nachholbedarf .

    Man kann auch etwas Verstärken/Bestärken , ohne dauernd Futter in den
    Hund zu schieben .
    Es kommt halt drauf an wie die Beziehung/Bindung zwischen Mensch und
    Hund ist . Ob der Hund sich selbst dem Besitzer anpasst oder ob er mit
    Leckerli angepasst wird . So schaut es einmal grundlegend aus .

    Klar muss man reglementieren bzw den Weg vorgeben .
    Den wenn ein Hund etwas falsch macht und man nichts macht oder darauf
    nicht eingeht , so lernt er auch nichts . Und selbst dies hat nichts mit Hart
    zu tun , wenn man reglementiert . Man muss dem Hund nur zeigen was
    man will bzw wie man es will .
    Und auch Loben oder streicheln sind eine Motivation bzw Bestätigung .
    Macht er mal etwas was ich gar nicht will , dann gibt es eine Rüge und im
    schlimmsten fall mal einen leichten Leinenzupfer , der ihm sagen soll ...
    so nicht . Hab dies aber ganz selten gebraucht .

    Du schreibst , ich sollte schon Ahnung haben von was ich schreibe .
    Also wenn du an meinen Aussagen nicht gemerkt hast , das deine Aussage
    gar nicht stimmen kann , dann tust du mir echt leid .
    Du schreibst auch von den angeblich Wissenden . !
    Was haben sie den bisher gezeigt ? Sie haben altes neu aufgepeppt und
    anders benannt und schon war es für viiiele das Beste .
    Wenn Hundbesitzer/Hundebesitzerin in Hundeschule kommt , denen kann
    man alles erzählen . Was bleibt ihnen auch anderes über .
    Ich habe nichts gegen Hundeschulen , ehrlich nicht . Aber wenn es dort alles
    Wissende sind und auf dem neuesten Stand , warum gibt es dann so viele
    unzufriedene Kursteilnehmer . ( ? )
    .


  • Mein Hund stand anfangs immer kreischend im Wald und hat auch nicht verstanden, dass wir *gemeinsam* draußen sind und "Gassi" nicht bedeutet, dass wir uns in 2 Stunden wieder daheim treffen.

    Konkret habe ich mich anschauen/umblicken belohnt.
    Wir haben das Anzeigen von Wildtieren/ Joggern/ Vögeln trainiert und die zugehörige Umorientierung.
    Ich habe übrigens ganz stark und hochfrequent mit Futter und Spiel belohnt und Spaziergänge bei unkooperativen Verhalten sofort abgebrochen.

    Mir stellen sich bei deiner Aussage , allerdings Fragen .

    1 ) Warum lässt man einen Hund frei laufen , wenn er noch nicht so
    weit ist bzw noch einiges an der Ausbildung zu tun ist . ?

    2 ) Was dieses Ansehen anbelangt , so lobe ich dies auch .

    3 ) Was genau verstehst du unter Umorientierung . ?

    4 ) Denkst du wirklich das der Hund verstanden hat das abgebrochen wurde ,
    weil er unkooperativ war . ?


    Sehr oft wird die Aussage " Spielen " verwendet .
    Eine Frage : Was ist dieses Spielen genau . ?

    Für mich gesehen ist dies eine menschliche Ausdrucksweise für ein Verhalten
    das der Hund zeigt und der Mensch sagt " Spielen " dazu .
    Nur wer kann beweisen das es auch der Hund als " Spiel " sieht/wahrnimmt .
    .

  • Wasser
    Die meisten Hunde passen sich doch wunderbar an. Ohne Leckerchen.
    Ich belohne die Hunde an der Stelle an der ich Dinge verlange, die eigentlich gar nichts ins hundliche Repertoire fallen.
    Denn reines anpassen reicht heutzutage nicht mehr in der Hundeausbildung. Das wär ja einfach.


    Du hast schon Recht , wenn es nur am Anpassen liegen sollte ,
    dann wäre das Ausbilden eines Hundes sehr einfach . Aber es ist eine
    wichtige Grundlage bzw Grundschritt .

    Aber Nein , die wenigsten Hunde passen sich an , eher das sich
    der Mensch dem Hund anpasst .
    Viele Hunde gehen ihren eigenen Weg . Und das es so ist , beweisen
    ja die vielen Fragen die hier gestellt werden .

    Ich verwende Leckerchen für zwei Sachen .
    Erstens :
    Fürs hereinrufen und auch nur da , wenn er schnell und ohne zu überlegen
    kommt .
    Zweitens :
    Gelegentlich beim Fährten , wo etwa unter dem Gegenstand liegt bzw ich
    es dem Hund mit der Hand gebe .
    .

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!