Alles spannend außer ich
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Hallo miteinander,
ich bin hier schon einige Zeit angemeldet, ich glaube sogar noch bevor ich mir meinen Hund zugelegt habe. Khaos, ein mittlerweile 4jähriger kastrierter Boxerrüde, ist mein erster Hund und ich bin mir bewusst, dass ich von Anfang an einiges an Erziehung versäumt habe. Was mich aktuell am meisten Nerven kostet, ist, dass er draußen bei den Gassirunden auf alles mögliche fixiert ist, nur null auf mich. An der Leine ziehen ist das eine, aber auch bspw. wenn ich mich in Ruhe auf eine Bank im Park setze, ihn Sitz machen lasse und theoretisch nichts passiert, guckt er die ganze Zeit aufgeregt und unter Strom stehend in der Gegend umher und reagiert auf die kleinsten Laute in der Umgebung und ist "kaum ansprechbar". Dass er bspw. bei LKW´s und Fahrrädern bellt, ist ein Teufelskreis (denke ich zumindest) daraus, dass ich angespannt bin, weil ich weiß, er wird gleich bellen, weil er das immer tut und er bellt weil ich angespannt bin. So erkläre ich mir das zumindest. Na wie auch immer, jedenfalls wollte ich fragen, ob ihr mir Tipps geben könnt, wie ich die ganze Situation beim Gassi gehen entspannter für uns beide gestalten kann. In der Wohnung ist er (zumindest solange ich mit ihm allein bin) der ruhigste und liebste Hund der Welt. Wenn Besuch kommt, fährt er sich auch recht schnell hoch, aber das klappt mittlerweile schon immer besser. Ja wie gesagt, ich wäre über jeden Tipp dankbar.
LG Doreen - Vor einem Moment
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Hi,
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Ich sehe gerade, ist vllt eher in der falschen Kategorie gelandet. Tut mir leid :/
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Was machst du denn mit ihm, was dich als "spannender" als die Umwelt qualifizieren könnte? Wir haben zur Zeit mit einer ähnlichen Situation zu tun, wobei es nicht ganz so arg ist, aber mein Hund ist auch noch recht jung (19 Monate), sodass ein Teil seiner Abgelenktheit auch am Alter liegt. Außerdem ist er ein ziemlicher Schisser, sodass er draußen oft nach potentiellen "Gefahren" Ausschau hält.
Bei uns ist in den letzten Monaten einiges besser geworden, weil wir vermehrt mit ihm spielen. Das sind durchaus Spiele, die genau darauf ausgelegt sind, seinen Fokus auf uns zu vergrößern, aber selbst nach kurzer Zeit haben wir schon Fortschritte gemacht, weil er einfach immer öfter und mehr Spaß mit uns hatte. Prinzipiell ist also alles, was er gern macht, dafür geeignet; Voraussetzung ist natürlich, dass es in irgendeiner Weise mit dir zu tun hat. Wenn er gern Tricks lernt, bring ihm welche bei, wenn er gern Zerrspiele spielt, mach das mit ihm. Ausgenommen ist für mich in dem Kontext Bällchen werfen, weil das in meinen Augen zu viel Junkie-Potential hat und außerdem der größte Spaß für den Hund von dir weg stattfindet.
Du kannst übrigens auch Übungen, die er gut beherrscht, unter steigender Ablenkung in der Wohnung machen. Kann er z.B. noch zuverlässig Sitz oder Platz oder sonst ein Grundkommando, wenn sein Lieblingsfutter in Reichweite steht? Läuft er brav bei Fuß über ausgestreute Leckerchen drüber? Da muss man natürlich langsam anfangen, damit Hundi begreift, was gerade gefragt ist. Außerdem sollte man versuchen, zu vermeiden, dass der Hund einfach Leckerlie-Staubsauger spielt, also die Leckerlies kontrollieren. Das geht halt anfangs am besten, wenn es nur ein einziges ist. Da kann ich dir aber auch gern noch mehr zu möglichen Vorübungen schreiben; Hunde haben, wie Menschen auch, am meisten Spaß an Dingen, in denen sie erfolgreich sein können, und das klappt am besten, wenn man verstanden hat, was gefragt ist.
Ihr habt aber keine Probleme mit Angst vor Fahrrädern oder LKWs oder so? -
bspw. wenn ich mich in Ruhe auf eine Bank im Park setze, ihn Sitz machen lasse und theoretisch nichts passiert, guckt er die ganze Zeit aufgeregt und unter Strom stehend in der Gegend umher
Was hast Du denn vorher gemacht, um ihn auszulasten?
Wenn Du auf der Bank sitzt, setzt sich Dein Hund ja nicht auch automatisch hin (fährt in den Ruhemodus).
Er tut seinen Hundejob und wacht, weil Du inaktiv bist. -
Beschäftigst du dich recht viel mit ihm oder beachtest du ihn im Alltag sehr oft?
Dieses "ich bin für meinen Hund nicht interessant" kommt m.E. davon, wenn man sich zu sehr mit dem Hund beschäftigt, also viel mit ihm spricht, ihn ganz oft beachtet, sei es nur ein kurzer Blick zu ihm, ihn kurz streichelt usw. usw..
Ich habe festgestellt, je weniger man den Hund beachtet, desto besser orientiert er sich an einem und desto weniger interessiert er sich für seine Umwelt, weil er genug damit zu tun hat, sich auf den Besitzer zu konzentrieren. -
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Hallo
Es ist immer schwer , wenn man den Hund und Besitzer nicht kennt , hier einen Ratschlag zu geben .
Aber generell .
Man sollte überlegen , warum ist für den Hund alles interessanter ,
als der Besitzer . Was macht man falsch das es so ist . Ich werde noch einige Sachen dazu schreiben , woran es kranken könnte .
Und Nein , es liegt nicht am Alter , das der Hund nicht so weit ist , wie er eigentlich sein sollte .
Hier einige Punkte die beim Hund verheerende Folgen haben .
1 ) Inkonsequenz
Der Hund sagt quasi was zu geschehen hat . Hund geht zB nach links und Besitzer läuft hinterher .
2 ) Hunde werden zu früh von der Leine gelassen , obwohl sie nicht folgen
3 ) Hundebesitzer sollten ihren Hund auch als Hund sehen . Nicht als Kinderersatz oder als Zeitvertreib .
4 ) Am Anfang wird viel Zeit vertan , Welpi oder Junghund sind ja so niedlich . Auf einmal tauchen die Probleme auf und was dann .Und nun zu diesem was dann .
Als Besitzer darf für den Hund nicht alles selbstverständlich sein .
Sei es nun das Futter ... die Leckerli .
Will der Hund nach links gehen ... gehe ich nach rechts . Ohne irgend ein Kommando . Den ich will ja das er lernt auf mich zu achten . Das Gleiche wenn man gerade aus geht ... der Hund fast
schon zieht , so bleib ich stehe . Bleibt er auch stehen , dreh ich mich um .. warte kurz und geh dann weiter . Er wird etwas verwundert sein , aber dann nachlaufen , bleibt ihm ja nichts anderes über , da er ja an der Leine ist . Jetzt wird er versuchen wieder nach vorn , also vor den Besitzer , zu kommen . Wenn er überholt , sofort stehenbleiben . So lange bis er zu schauen beginnt . Ab da wird dann verbal und mit Futter belohnt .
Auf diese Art und Weise bringe ich dem Hund sogar das schöne
Fuß-Gehen bei .
Es ist zwar Zeitaufwendig , aber wenn es vom Hund begriffen wird , hat der Besitzer oder die Besitzerin lange Freude mit dem Hund . Vor allem weil man durch diese Methode Ruhe in den Hund bringt und sich dadurch auch bei den weiteren Übungen leichter tut .
Meiner Meinung nach sollten Hunde bereits mit 6 - 10 Monaten
voll ausgebildet sein .
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Unserer wird auch schnell mal langweilig unterwegs und dann kommt sie bloss auf blöde Gedanken.
Um das zu vermeiden beschäftige ich sie unterwegs, dann ist sie ganz bei mir.
Wir machen Suchspiele, d.h. ich verstecke so nebenbei ein Leckerlie und lass sie danach suchen, oder erst absitzen und dann verstecken und suchen lassen. Jetzt im Herbst super unter Laubhaufen, oder in den Baumrinden.
Wir klettern über Baumstämme oder balancieren darauf, das macht ihr total Spass.
Ich geh mal schneller, mal krieche ich förmlich, so dass sie sich meinem Tempo anpassen muss, renne auch ein Stück mir ihr.
Lauter Blödsinn halt, aber mit dem Hintergrund, dass sie auf mich achten muss.Ist natürlich kein "gemütlicher" Spaziergang, macht aber total Spass.
Probiers das einfach mal aus, mit der Zeit wirds dann schon besser und du auch interessanter.
Allerdings bin ich auch am interessantesten wenn ich Hühnchen in der Tasche habe.
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Genau so wie du es schreibst , sollte es ablaufen .
Nur dieses Futter verstecken würde ich lassen , den wenn sie frei ist .. etwas findet und frisst , fährst du wo möglich sehr bald zum TA .
Was diese Futterbelohnungen darstellen , damit solltest du sehr sparsam sein . Du willst ja nicht das du für ihn nur interessant bist , weil ihm das Futter ins Maul hüpft . Es soll ja um dich gehen . !Aber es freut mich für dich und deinen Hund , vor allem für dich , das es so super lauft zwischen euch und das du dir Gedanken machst wie du deinem Hund etwas lernen kannst . Toll !!!!!!
LG .
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@DOJO2
Da hast du natürlich völlig Recht, wir üben nebenher auch mit ihr eben bitte nicht alles was sie findet in sich reinzufuttern, klappt nur bedingt! Bleiben dran!!!Leckerlies bauen wir auch langsam ab, nur auf unseren intensiven Trainingsgängen benutzen wir sie verstärkt.
Aber Spaziergänge mit Hund sind einfach nur toll, allein sie zu beobachten macht ja schon höllisch Spass! Sie ist ja erst 9 Monate alt, also fast ein Baby!

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Da siehst du das dein Hund schon etwas falsch verbunden hat und jetzt muss es aberzogen werden .
Soll kein Vorwurf sein , aber es ist vertane Zeit .Und wenn die Trainingsgänge noch so Intensiv sind , du solltest deine Art oder den Umgang mit dem Hund , ändern .
Leckerli gibt es nur für besonders schöne Sachen , die der Hund macht bzw zeigt .
ZB . wenn man ihn Ruft und er kommt , ohne zu überlegen , sofort .
Oder man legt etwas fressbares auf und er nimmt es nicht .Jetzt einmal davon abgesehen , das der Hund nie genau Wissen darf , wann es etwas gibt . Das liegt am Besitzer der festlegt ,
ob oder nicht .
Wenn man den Hund nicht vollquatscht und ihm einen Roman erzählt .. oder den Hund mit Liebe überschüttet , dann freut er sich
über ein " so bist brav " oder über eine Streicheleinheit genau so , als würde er ein Leckerli bekommen .
Und ja , ich finde es auch toll , mit dem Hund spazieren zu gehen und ihn zu beobachten . Aber ich habe dabei immer die Umgebung
im Auge , damit mich nichts überraschen kann bzw ich den Hund rechtzeitig unter Kontrolle bringen kann .LG .
- Vor einem Moment
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