Gute Auslastung für aufgeregtes Pudeltier
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Wenn Legolas dauerhaft an der Leine ist, hat er denn die Möglichkeit irgendwo auch mal richtig zu rennen? An der Schleppleine geht das ja nur sehr begrenzt und Pudel sind normalerweise doch ziemlich lauffreudig. Ich glaube selbst unsere Beiden, die ziemlich ruhig und entspannt sind, würden hibbeliger werden, wenn sie dauerhaft nicht auch mal richtig flitzen könnten.
Das heißt natürlich nicht, dass du Legolas ableinen sollst, wenn der Rückruf nicht sitzt bzw. er zu jagdtriebig ist. Aber falls ihr das noch nicht macht, würde ich nach eingezäunten Flächen suchen, auf denen er einfach mal rennen kann. Oder mit ihm joggen oder Radfahren, damit er sonst auch an der Leine mal vernünftig rennen kann, eventuell hätte er auch Freude am Ziehen.
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Thema Leinenführigkeit haben wir hier auch ganz stark. Wir haben jetzt eine Methode gefunden, die für uns funktioniert und das tolle ist, dass das keine Methode ist, die man immer machen muss. Der Hund kann auch ruhig mal ziehen, das wirft einen im Training nicht zurück.
Wir arbeiten nicht mit Bestrafung beim ziehen (also stehen bleiben, umdrehen usw.), sondern Belohnung beim nicht ziehen.
Whiskey ist hinter mir, ich höre, er kommt angelaufen und sobald er auf meiner Höhe ist klicke ich und werfe/rolle (je nach "Aufgeregtheitsgrad" des Hundes) ein Leckerlie auf/über den Boden nach hinten (am Anfang muss es schon was sehr hochwertiges sein, am Besten auch was, was dolle riecht, damit ers schnell findet).
Er lernt also zum einen, dass es toll ist, wenn er neben mir läuft und durch das nach hinten werfen, ist er gleich wieder in einer Position, in der ich ihn erneut belohnen kann.
Die Methode ist rein positiv und nicht frustrierend, weil man es ignorieren kann, wenn der Hund doch mal zieht.
Mittlerweile sind wir so weit, dass 90% eines Spaziergangs sehr entspannt sind. Das Nicht-an-der-Leine-ziehen entspannt auch alles andere. Hätte ich so extrem nie gedacht.
Wenn er dann allerdings mal in 3m Entfernung einen Geruch hat, zu dem er JETZT UNBEDINGT UND SOFORT(!!!!)
hin will, bleibe ich aber auch stehen und lasse mich da nicht hinziehen. Ich fordere dann Blickkontakt ein und sobald er das geschafft hat, bekommt er die Freigabe und wir laufen als Belohnung zu der Stelle, wo er so unbedingt hin wollte.Vielleicht ist das ja auch ein Weg für euch?

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Wenn Legolas dauerhaft an der Leine ist, hat er denn die Möglichkeit irgendwo auch mal richtig zu rennen? An der Schleppleine geht das ja nur sehr begrenzt und Pudel sind normalerweise doch ziemlich lauffreudig.
Finde ich bei Pudeln auch einen extrem wichtigen Punkt.
Grad wenn ich noch Training habe, schaue ich, dass ich mit den beiden Jungs an dem Tag eine Strecke laufe, bei der Gino frei laufen darf. Tim ist ja eh immer frei (hat aber auch nicht mehr dieses enorme Rennbedürfnis wie früher) aber Gino muss in wildreichen Gebieten an die Leine.
Gino rennt dann vor, rast zurück und wieder vor und wieder zurück. Dem sprüht dann die Lebenslust aus den Augen und er wirft den Kopf wie ein Araberhengst. Der braucht das. Den Rest des Tages ist er dann im Regelfall viel besser ansprechbar und viel konzentrierter. Dem fehlt das, wenn er nicht einmal am Tag richtig die Beine strecken kann.
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Wenn Legolas dauerhaft an der Leine ist, hat er denn die Möglichkeit irgendwo auch mal richtig zu rennen?
Da sprichst du was wichtiges an.. nein er hat dazu kaum die Möglichkeit und das ist echt Mist. Eingezäunt gibt es hier nur Hundezonen, die a) meist sehr klein sind und b) wo meist irgendwelche Hunde drin sind mit denen es wieder Stress gibt. Da drin kann man auch nicht wirklich gehen weils eben zu klein ist und er ist keiner der da dann einfach im Kreis läuft. Ab und zu Leine ich ihn bei nem Spaziergang zwischendurch kurz ab, wenn ich die Umgebung gut im Blick habe und die Chance gering ist das ein Hund oder Wild kommt. Sicher ist das aber nie und ein Risiko, dass er abhaut bleibt immer. Ich hab jetzt so ne Halterung fürs Rad bestellt, damit er wenigstens am Rad richtig laufen kann. Mal sehen wie das klappt.
Vielleicht ist das ja auch ein Weg für euch?

So in der Art haben wir das auch eine ganze Weile gemacht. Irgendwie kam so aber nicht der Durchbruch. Als ich nach einiger Zeit versucht habe die Leckerlis etwas abzubauen gings wieder gar nicht.
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Ja, das kenne ich auch. Ich muss immer noch sehr häufig belohnen, aber das ist mir das entspannte spazieren gehen auch einfach wert

In dem Buch, dass ich Dir hier empfohlen hab, wird auch diese Problematik "beleuchtet".(Ach, auch wenn das Buch " Der hyperaktive Hund" heißt, sollte das nicht abschrecken. Whiskey würde ich auch nicht als hyperaktiv bezeichnen. Er hat Tendenzen in die Richtung, aber ich weiß, dass es noch viel schlimmer gehen würde
Das Buch kann auch bei Hunden helfen, die einfach leicht hochfahren/gestresst sind.) -
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Da sprichst du was wichtiges an.. nein er hat dazu kaum die Möglichkeit und das ist echt Mist. Eingezäunt gibt es hier nur Hundezonen, die a) meist sehr klein sind und b) wo meist irgendwelche Hunde drin sind mit denen es wieder Stress gibt.
Hast du vielleicht Freunde oder Bekannte mit einem eingezäunten Garten? Manchmal bieten auch Hundeschulen die Möglichkeit, ihren Platz für eine Stunde zu mieten.
Was passt für mich und meinen Hund eigentlich? Oft habe ich nicht genug auf mein Bauchgefühl gehört. Ich wollte alles richtig machen und hab mich viel den Kopf zerbrochen, was dann aber irgendwie erst recht nach hinten losgegangen ist.
Ich möchte dir ganz viel Mut machen, auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Ich bin ja auch ein Fan von ZOS und ruhigen Ausdauerläufen, weil ich merke, dass es für meinen Hund passt. Das kann bei deinem Hund aber ja ganz anders aussehen. Da hilft nur ausprobieren und beobachten. Und eigentlich finde ich, dass es für einen Legolas nur eine Beschäftigung geben sollte: Bogen schießen!
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irgendwelche Hunde drin sind mit denen es wieder Stress gibt.
Wie sieht dieser Stress denn eigentlich konkret aus?
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Hast du vielleicht Freunde oder Bekannte mit einem eingezäunten Garten? Manchmal bieten auch Hundeschulen die Möglichkeit, ihren Platz für eine Stunde zu mieten.
Und eigentlich finde ich, dass es für einen Legolas nur eine Beschäftigung geben sollte: Bogen schießen!Nein leider kenne ich niemanden mit einem größeren Garten. Einen kleinen haben wir selber. Manchmal spielt er da mit Lumi da im Kreis fangen
Aber wie gesagt auf einem Platz rennt der vielleicht ne Runde und das wars dann meist eh. Außer er findet irgendein tolles Spielzeug, dann läuft er damit auch 10 Minuten im Kreis 
Hihi ja zum Borgenschießen sollte er eigentlich geboren sein

Wie sieht dieser Stress denn eigentlich konkret aus?
Also wenn er nen Hund sieht den er spannend findet (nicht alle aba schon sehr viele) wird er sehr angespannt, beginnt zu zittern, manchmal Zähne klappern und vor allem raunzt und schreit er. Meist ist er ansprechbar und lässt sich absetzen oder so, aber er beruhigt sich erst wenn wir weiter gehen oder der Hund außer Sicht ist. Wenn ich ihn hinlasse stürmt er mal vollgas hin, schnuppert sehr intensiv und aufdringlich, einige versucht er dann gleich mal zu besteigen, bei anderen lässt er dann auch gleich wieder ab. Mit Rüden gibts manchmal bisschen Zickereien.
Früher hab ich ihn zum Beispiel immer zum Essengehen in Restaurants mitgenommen. Solange da keine anderen Hunde sind klappt das auch nach wie vor gut. Wenn da jetzt aber ein anderer Hund rein kommt, ziehe ich den Ärger aller Gäste auf mich, weil mein Hund zum winseln und schreien beginnt als würde ich ihm weh tun.
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Ich würde einfach alles an Sport, extra Auslastung usw weglassen und einen Kurs in einer guten Hundeschule mitmachen, die Outdoortraining anbietet.
Mein Pudelchen ist ja auch so ein Springinsfeld und ich habe viel mit ihr vor. Allerdings fangen wir mit keinem Training für was Besonderes an, solange sie im Alltag nicht völlig unkompliziert und gefestigt ist. Das wird bestimmt noch lange dauern, das ist doch völlig normal und Ok für mich.
Meine Güte, Lego ist ein junger Hund. Behandle ihn einfach so und verlange nicht so viel auf einmal. Nimm die Ansprüche raus, hör auf dein Bauchgefühl und lass dir vor allem Zeit. Wenn ich mit Pudelhaltern über Hollys Aktivität spreche, meinen auch alle, das ist vollkommen normal für einen jungen gesunden Pudel.
Dein Post klingt so, als hättest du ihn in einem ziemlichen Tief verfasst.
Sei bitte nicht so gefrustet. Ich kann völlig verstehen, dass sein Verhalten oft anstrengend ist. Aber dieses ganze überzogene Leistungsdenken, das sich seit längerem bei so einigen Hundebesitzer zeigt, ist schon bedenklich. Es erinnert mich teilweise daran, was bei überengagierten Eltern seit längerer Zeit abgeht. Montag Klavier, Dienstag Reiten, Mittwoch Nachhilfe, Donnerstag Chinesisch, am Wochenende Wettbewerbe. So geht es inzwischen nicht unähnlich in der Hundeszene zu.
Wenn der Hund heutzutage nicht mit anderthalb die BH ablegt, in Obi mindestens Klasse 2 läuft und nebenher auch noch selbstständig Kinder therapiert, macht das Tier ja nichts her.Ich bin nicht für komplettes Entschleunigen, 3x15min (wurde hier ja empfohlen) finde ich nicht gut. ICH will ja auch spazieren gehen. Aber erstmal stehen viele andere Dinge an, die wesentlich wichtiger sind als ein perfektes Fuß oder ein korrektes Vorsitz oder die UO, in der der Hund während eines Einsatzes ist.
Einfach mal entspannen, Kopf aus, zusammen Spaß haben, den Hund mitnehmen, gemeinsam Zeit verbringen (oder auch mal nicht). Ohne das "Baustellen-Denken", ohne "der Hund muss gearbeitet werden" ohne 100 Gedanken "Oh Gott, was mach ich jetzt", wenn auf der anderen Straßenseite ein fremder Hund erscheint und erstmal 50 verschiedene Tipps ausprobiert werden, die einem 40 verschiedene Leute geben.
Dabei hilft vielleicht auch einfach mal ein bisschen Pause von der Hundewelt

Ich weiß noch damals, als ich so frustriert mit meiner Hündin war, sie war so 1,5 Jahre. Sie hat zwischenzeitlich null gehört und ist abgehauen zu anderen Hunden. Als ich sie endlich mal eingesammelt habe, kam von mir ein entschuldigendes "Tut mir leid, sie ist in der Pubertät und muss noch viel lernen. Das kennen Sie sicherlich auch
" und die Dame meinte nur eiskalt "Nein, MEINER hat das noch nie gemacht". Und ich dachte mir nur: Klar, deiner war schon immer perfekt, oder? Eingebildete Piep 
Nicht zuletzt sind das Probleme, die du nicht allein hast. Schau mal in den Junghundethread
Unter anderem deswegen fangen mache Organisationen die Ausbildung zum Therapie/Pädagogik/Besuchshund nicht an, bevor der Hund mindestens ein Jahr alt ist, eher mit zwei oder drei.Wie entwickelt sich denn Lumi? Machst du mit ihr dasselbe Pensum?
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Hab ich wohl irgendwie überlesen, wie alt ist denn der Hund ? Noch ein Jungspund ?

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