Hunde tauschen in der Hundeschule

  • Was auf jeden Fall mal witzig ist, bzw. lehrreich, wenn ein Kleinhundbesitzer mal einen großen schweren Hund an der Leine hat, der noch am lernen ist ... ;-)

    Umgekehrt ist es bestimmt eine "Wohltat" ... :hurra:

    Begegne ab und an einem Jacky-Besitzer ... dessen kleiner Giftmolch an der Leine macht wie blöd und unseren Großen immer total anmacht, da sieht man nur noch Zähne und ein irres böses Gekläffe schallt durch den Wald ... Charly würde ihn sicher gerne mal näher kennenlernen ... :pfeif: aber ich hab ihn im Griff - jetzt hab ich das ganze aber im Doppelpack und ärgere mich schon ein bissle, wenn der Jacky-Halter auf dem Weg bleibt, und gemütlich vorbeischreitet, während ich mich als 60-Kilo-Frau in die Pampa verdrücken muss, um meine zwei Buben im Griff zu behalten, die sich eben nicht gerne so anmachen lassen und schon ein bissle nach vorne gehen und ich ein bissle Abstand vom "Zielobjekt" brauch ... die beiden wiegen zusammen mehr als ich mittlerweile. Gar nicht so einfach ...

    Hätte ich an der Leine einen grossen Hund haben wollen, hätte ich mir keinen Chihuahua ins Haus geholt.

    Nur zwei Menschen führen diesen Zwerg an der Leine: Herrchen und Frauchen.

    Wenn mein Hund sich bei fremden Menschen auf Kommando ins Sitz begeben würde, wäre es mir egal. Er tut es nicht und das finde ich gut.

  • Das Thema ist echt interessant, habe jetzt mal eine Weile darüber nachgedacht, wie ich mit fremden Hunden umgehe. Dass ich meine Hunde keinem anderen in die Hand drücke und warum habe ich ja schon geschrieben. Was nicht heißt, dass nur ich mit ihnen umgehe. Sondern ich, mein Mann und meine Töchter. Jeder anders und bei jedem reagieren die Hunde anders.

    Mit fremden Hunden habe ich in anderen Situationen oft zu tun, bin ja Osteopathin für Pferde und Hunde. Witzigerweise mache ich da im Umgang Unterschiede. Ein fremdes Pferd, was mir während der Behandlung auf dem Kopf rumtanzen will bekommt genau von mir eine Ansage, damit es merkt bei mir läuft sowas nicht. Mag ja bei Frauchen gehen, aber ich weise 600kg dann schon selbstständig in die Schranken, ist mir sonst einfach zu gefährlich.
    Bei den Hunden überlasse ich das den HH. Weil doch jeder andere Kommandos gibt (gibt auch durchaus Hunde die gar keine kennen) und es die Hunde auch irritiert, wenn ich Kommandos gebe. Und während einer Behandlung sollen sie sich entspannen können. Ist natürlich eine andere Ausgangslage, will ja da nichts trainieren.

  • Darf ich mal fragen warum/was so schlimm wäre, wenn der eigene Hund sich von einem fast Fremden bzw. anderen Kommandos geben lässt/diese befolgt? Ist das einfach eine reine Ego-Sache oder hat das andere Gründe?
    (Ausgenommen natürlich, man hat einen Hund der echt ängstlich bei anderen reagiert (schlechte Vorgeschichte) und deshalb völlig gestresst wäre.)
    Ich finde es schon recht extrem, wie sehr hier einige darauf bestehen das der Hund unter ihrer alleinigen “Führungsgewalt“ liegen müssen. Hat so ein bisschen was von totaler Kontrolle oder Verlustangst des Halters. Bitte nicht böse auffassen, es interessiert mich einfach, weil ich das nicht wirklich nachvollziehen kann. Akzeptieren und respektieren ja, aber so ganz verstehen eher Nein.

  • Also hier im Verein lernen die Hunde schon, dass das Kommando des Besitzers über dem eines Fremden steht (das wird auch gezielt so geübt).
    Wäre ja beim Schutzdienst zB doof wenn der Helfer AUS sagt und der Hund macht das dann auch noch XD

    Im Alltag ist es mMn viel Ego des Besitzers und eben die Tatsache dass man Angst hat jemand könnte den Hund mitnehmen wenn man ihn irgendwo unbeaufsichtigt anbindet (was ich niemals tun würde).
    Wenn jemand anders ein Kommando gibt "fragt" Zera erstmal bei mir ab ob das seine Richtigkeit hat und wenn ja dann befolgt sie es auch und arbeitet danach auch mit dem ansatzweise Fremden..wenn nein führt sie stattdessen mein Kommando aus. So finde ICH es optimal.

  • Ich leihe mir einen Hund nur dann aus, wenn ich dem Hundebesitzer an seinem eigenen Hund zeigen will, wie er das, was er eigentlich machen soll, besser machen kann.
    Meinen eigenen Hund verleihe ich nicht, da wäre auch keiner meiner Hund mit einem anderen mitgegangen. Sobald die Leine jemand anderes in der Hand hätte und sich auch nur 1m von mir entfernt, würde mein Hund die Bremse dermaßen reinhauen und wäre auch für das andere Ende der Leine gar nicht ansprechbar, weil mein Hund nur zu mir wollen würde.

  • Ich leihe mir einen Hund nur dann aus, wenn ich dem Hundebesitzer an seinem eigenen Hund zeigen will, wie er das, was er eigentlich machen soll, besser machen kann.
    Meinen eigenen Hund verleihe ich nicht, da wäre auch keiner meiner Hund mit einem anderen mitgegangen. Sobald die Leine jemand anderes in der Hand hätte und sich auch nur 1m von mir entfernt, würde mein Hund die Bremse dermaßen reinhauen und wäre auch für das andere Ende der Leine gar nicht ansprechbar, weil mein Hund nur zu mir wollen würde.

    Sicher? Habt ihr das mal ausprobiert? Mir wurde bis zu einem gewissen Punkt bei beiden Hunden das Gegenteil bewiesen (für mich eine ziemlich bittere Pille) zwar drehen sie sich ab und an um lassen sich aber ohne Probleme mit Futter oder anderen Triebmitteln weiterlocken....zwar nur bis ich dann außer Sichtweite bin (danach geht nichts mehr und sie wollen nur noch zurück) aber trotzdem hatte ich das nicht erwartet

  • Darf ich mal fragen warum/was so schlimm wäre, wenn der eigene Hund sich von einem fast Fremden bzw. anderen Kommandos geben lässt/diese befolgt? Ist das einfach eine reine Ego-Sache oder hat das andere Gründe?


    Ganz einfach - ich sehe keinen Sinn darin.

    Unsere Hunde hören auf die Familienmitglieder, die auch diejenigen sind, die sich um die Hunde kümmern, wenn "Not am Mann" oder eben generell auch mit den Hunden unterwegs sind.

    Ggf. noch gegen Erwartung einer Belohnung bei Bekannten - aber nur solchen, denen ich das zugestehe.

    Auf Fremde brauchen meine Hunde nicht zu hören. Sie sollen sich Fremden gegenüber neutral-freundlich verhalten - das reicht mir völlig. Ich habe die Auswüchse des "jeder arbeitet mit jedem Hund und gibt jedem Hund Kommandos und Leckerlies" oft genug gesehen .... zum Glück nicht an meinen eigenen Hunden.
    Hunde, die beim Anblick anderer Menschen sofort "jippiieeehhhh da kommt ein Mensch, da will ich hin" abmarschbereit sind und auch gehen. Und man dann wieder lange daran trainieren muss, damit Hund nicht zu jedem Menschen bei Spaziergängen hinrennt. Muss ich nicht haben.


    Im Agility ist das was anderes - da kann es schon mal interessant sein, einen anderen Hund im Parcours zu führen. Aber auch nur, wenn der andere Hund das freiwillig anbietet und bereits ein gut ausgebildeter Hund ist. NICHT bei Anfängern - da stelle ich immer wieder fest, dass die völlig verwirrt sind, selbst wenn es sich nur um Familienmitglieder handelt, die sich abwechseln.

    In Erziehungskursen, in der Junghundausbildung finde ich das kontraproduktiv.

  • Ist bei Betty genauso, die legt erst mal die Bremse ein, wenn jemand anderes sie wegführen will, aber sobald derjenige super tolle Leckerlies auspackt, hat sie ihre Vorsätze wieder vergessen :lol: Und schon ist Bettys Mitarbeit gesichert, die ist käuflich und bestechlich ;)

  • Ist bei Betty genauso, die legt erst mal die Bremse ein, wenn jemand anderes sie wegführen will, aber sobald derjenige super tolle Leckerlies auspackt, hat sie ihre Vorsätze wieder vergessen :lol: Und schon ist Bettys Mitarbeit gesichert, die ist käuflich und bestechlich ;)

    Hunde sind Egoisten...die tun das wovon sie sich den meisten Nutzen erhoffen

  • Sicher? Habt ihr das mal ausprobiert) Mir wurde bis zu einem gewissen Punkt bei beiden Hunden das Gegenteil bewiesen (für mich eine ziemlich bittere Pille) zwar drehen sie sich ab und an um lassen sich aber ohne Probleme mit Futter oder anderen Triebmitteln weiterlocken....zwar nur bis ich dann außer Sichtweite bin (danach geht nichts mehr und sie wollen nur noch zurück) aber trotzdem hatte ich das nicht erwartet

    Jepp, da bin ich mir sicher. Mein letzter Dackel hat sich dermaßen in die Leine gestemmt nach 2m Entfernung und zu schreien begonnen, dass derjenige freiwillig sofort wieder zu mir hergegangen ist. Da waren ihm Leckerlies vollkommen egal, obwohl er ansonsten ziemlich verfressen war. Da war es schon ein Problem, wenn mal jemand aus meiner Familie mit ihm Gassi gehen sollte. So lange er mich sah, war das ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn ich nicht zuhause war, dann funktionierte es besser. Aber sich von mir entfernen, war für ihn schrecklich.
    Tamy sträubt sich enorm und lässt sich sowieso nicht mit Futter bestechen, auch nicht mit Wurst.

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