Wie sieht eine optimale Sozialisierung aus?

  • Wie habt ihr eure Hunde sozialisiert?

    Durch ausgewählte Kontakte mit souveränen und höflichen Hunden und durch Vermeiden von unerwünschten Kontakten, durch blocken und einmal auch Not gedrungen durch auf den Arm nehmen.

  • Ich würde mich diesmal ohne Versuche gegen die Welpen-/Hundeschule entscheiden.

    Ich würde wieder meinem Hund die Entscheidung überlassen, ob und in welchem Umfang er Kontakt möchte.

    Ich würde aber wieder nur Kontakt zu entspannten Hunden erlauben.

  • Ich glaube ich würde keine Welpenspielstunde mehr besuchen. Es gibt zu wenig gute Stunden, entweder wildes Gespiele oder es ist eigentlich ein Erziehungskurs. Obwohl es auf den Hund ankommt, ich würde wohl aber eher gezielte Sozialkontakte auf Spaziergängen suchen. Weniger ist da oft mehr.

  • @ all: Trefft ihr alle so viele etwa gleichaltrige Welpen ähnlich grosser Rassen, die zudem noch euren Tauglichkeitscheck passieren, oder findet ihr es alle entbehrlich, dass ein Welpe mit 9, 10 Wochen noch Kontakt mit anderen Hundekindern haben soll? Das Fehlen einer Peer Group mag ja der möglichst schnellen disziplinierten Einordnung in den politisch korrekten Hundealltag förderlich sein, aber tut es dem Junghund tatsächlich gut?

  • Wie schon gesagt dazu braucht es die passende Welpengruppe. Wenn ich die nicht habe lieber keine, dafür Sozialkontakte zu gut sozialisierten erwachsenen Hunden.
    Meine Hündin war in der Welpenspiele die älteste und die Kleinste ( ähm sie ist 50 cm groß), sie wurde von den Großen überrannt und hat gelernt sich zu wehren. Das sah nicht dramatisch aus und ist auch schon 13 Jahre her, aber aus heutiger Sicht war es nicht gut für sie ... obwohl die Trainerin sehr gut war. Für DIESEN Hund aber nicht das richtige. Mein Rüde ist im gleichaltriger Rudel aufgewachsen, bis zum 10 Monat, sehr gut sozialisiert, hat aber mit dem erwachsen werden trotzdem Unsicherheit mit manchen Hunden entwickelt.

    Später habe ich immer mal wieder bei Welpenspielstunden zusehen dürfen, das lief recht ruhig ab, spielen, Ruhephasen, spielen - es wurde auch schnell eingegriffen und dann wieder Ruhephase. Allerdings fiel mir auf das die Hunde beim auf den Platz gehen sehr aufgeregt waren - logisch. Da wurde gezerrt, juchuuuu andere Hunde, in die Leine springen. Das war später sehr schwer diesen Hunden das wieder abzugewöhnen und sie blieben aufgeregt bei Hundesichtung. Das war bei den Welpen die nur im Einzeltraining waren oder zu zweit spielten nicht so. Naja ich glaube nicht das ich jemals wieder einen Welpen haben werden, also mache ich mir auch nicht zu viele Gedanken darüber :D

  • Wie sieht für euch eine optimale Sozialisierung aus?

    Ganz normal, wie es sich halt so ergibt.
    Hier trifft man so einige Hunde, die meisten ohne Leine. Das Verhältnis der HH ist entspannt. (Es gibt hier im weiten Umkreis keine DF-User ;) .)
    Kontakt zu anderen Hunden darf, muss aber nicht sein. Meine beiden sind alt und zurückhaltend. Jungspunde kriegen mal kurz die Zähne gezeigt.

    Das haben meine aber auch lernen müssen, sich aus Konflikten rauszuhalten. Das habe ich nicht über Vermeiden geregelt, sondern eher durch Desensibilisierung.

    Welpenstunde war hier nicht, da beide schon erwachsen.
    Hundeschule hat viel gebracht. Einfach das konzentrierte Üben und Ausblenden von Reizen.
    Der Terrier kann mittlerweile total entspannt neben seinem Hassobjekt herlaufen.

  • Wenn man nicht das Glück hat, im Bekanntenkreis Hundebesitzer zu haben, finde ich Welpengruppe und Hundeschule schon wichtig. Natürlich nicht wahllos, aber es sind ja nicht alle schlecht;-)
    Ich find wichtig, dass ein Hund Kontakt zu Artgenossen hat. Und hier bei uns trifft man nicht so oft welche, die überhaupt Interesse an anderen Hunden haben. Und so ein Mensch kann doch einen anderen Hund nicht wirklich ersetzen. Daher find ich schön, dass unser Hund zu einem geworden ist, der (fast) alle Artgenossen liebt. Und wenn er mit anderen Hunden tobt, geht mir das Herz auf.
    Wenn ich im Bekanntenkreis genug HH gekannt hätte, hätte ich mir die Hundeschule evtl. gespart. Aber so war es einfach die einzige Möglichkeit, dass der Hund regelmäßig Kontakt zu anderen Hunden haben kann. Und das finde ich, wie gesagt, schon wichtig.

  • @ all: Trefft ihr alle so viele etwa gleichaltrige Welpen ähnlich grosser Rassen, die zudem noch euren Tauglichkeitscheck passieren, oder findet ihr es alle entbehrlich, dass ein Welpe mit 9, 10 Wochen noch Kontakt mit anderen Hundekindern haben soll? Das Fehlen einer Peer Group mag ja der möglichst schnellen disziplinierten Einordnung in den politisch korrekten Hundealltag förderlich sein, aber tut es dem Junghund tatsächlich gut?

    Welpen und Chihuahuas fand mein Chi schon immer gruselig.

    Gelernt hat er von den ruhigen Grossen der grossen und mittleren Rassen.

  • Meine Hündin war in der Welpenspiele die älteste und die Kleinste ( ähm sie ist 50 cm groß), sie wurde von den Großen überrannt und hat gelernt sich zu wehren. Das sah nicht dramatisch aus und ist auch schon 13 Jahre her, aber aus heutiger Sicht war es nicht gut für sie .

    Meiner ist zwar noch kleiner - aber alles andere auch das jetzige Alter stimmt.

    Wir hatten 4 Versuche und haben es dann gelassen. Nie wieder! :D

  • @ all: Trefft ihr alle so viele etwa gleichaltrige Welpen ähnlich grosser Rassen, die zudem noch euren Tauglichkeitscheck passieren, oder findet ihr es alle entbehrlich, dass ein Welpe mit 9, 10 Wochen noch Kontakt mit anderen Hundekindern haben soll? Das Fehlen einer Peer Group mag ja der möglichst schnellen disziplinierten Einordnung in den politisch korrekten Hundealltag förderlich sein, aber tut es dem Junghund tatsächlich gut?

    Ja wir hatten das Glück zwei Welpen in der Nachbarschaft zu haben, ansonsten eben Hundewiese wo man Welpen traf :) und ach die Erwachsenen Hunde aus der Nachbarschaft.

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