Depressionen - Nichts geht mehr
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Sie ist jetzt scheinträchtig. Die Hündin "trägt" ihre Scheinwelpen etwas 60 Tage lang nach der Läufigkeit im Bauch. Danach schließt sich die Scheinmutterschaft an, in der die Symptome Nestbau, Bemuttern von Kuscheltieren etc. auftreten können.
Wie die anderen schon sagten, ist das alles sehr individuell und kann sogar bei ein und derselben Hündin nach jeder Läufigkeit anders aussehen.
Wie gesagt, sie ist gerade schwanger, rein hormonell gesehen. Sie will jetzt weder ihre Babys durchschütteln durch wildes Toben (das sage ich immer, ist aber eher Quatsch zur Veranschaulichung, denke ich) und muss mit ihren Reserven sehr gut haushalten, damit sie später genug Energie hat, um die Welpen durchzubringen. Das ist einfach eine Strategie für erfolgreiches Fortbestehen der Art.
Jetzt akut helfen kannst du ihr, indem du versuchst, sie abzulenken. Versuch doch mal eine große Runde im flotten Schritttempo in einer unbekannten Gegend. Oder fahr mit ihr Fahrrad oder Skateboard. Es macht eh Sinn, sich jetzt schon mal bessere Sachen als Hundewiese einfallen zu lassen, denn nicht jeder Hund hat da nach dem Erwachsenwerden noch Bock drauf. - Vor einem Moment
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Hi,
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So ähnlich sah es nach der zweiten Läufigkeit hier auch aus! Es ging so weit, das wir Lotta Galastop geben mussten!
Um dies bei der dritten Läufigkeit zu umgehen wurde Lotta nicht betüddelt. Normal bekuschelt, aber nicht überwiegend viel.
Sie sind nicht krank, "nur" scheinschwanger. (Wenn wir natürlich davon ausgehen das der Ultraschall ohne Befund ist und Du sonst eine gesunde Dame bei Dir hast
)
Ich kann Dir nur raten, mit ihr soviel zu unternehmen wie möglich. Das Futter eher knapp zu halten und sie abzulenken wo Du kannst.
Wir machen viel, gehen mal in anderen Gebieten spazieren, wo wir nicht so häufig sind. Andere Tiere beobachten, zum Beispiel im Wildpark usw. Auslasten vor allem im Kopf!
Wir kraulen und balgen viel, sind aber so gut wie nie am Gesäuge.
Damit Lotta nicht lethargisch rum liegt, sondern pennt und liegt vor Müdigkeit
Das alles hat beim letzten Mal super geklappt und wir hatten hier ziemlich schnell keinen trübsinnigen Hund mehr.Aktuell ist Lotta in Ihrer vierten Läufigkeit und ich werde es genauso handhaben. Viel Ablenkung und vor allem dem Kopf beschäftigen.
In der Hoffnung das es wieder so gut funktioniert.Ich drücke die Daumen

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War bei uns auch ähnlich.Nur es fing schon ca 1 Monat vor der Läufigkeit an,dann die Läufigkeit hindurch und danach noch.Also 3 Monate schlapp,lustlos,träge und depressiv wirkend.Und das 2 Mal im Jahr,als halbes Jahr so nen Depri-Hund.Ich habe sie vor knapp einem Jahr dann kastrieren lassen.Sie war da schon erwachsen (4 Jahre) und was soll ich sagen?Sie hat wesentlich mehr Lebensfreude und rennt ständig wieder herum wie ein junger Hund und schleppt sich nicht mehr mit Ach und Krach durch den Wald.
Futterreduzierung hatte nichts gebracht.Medikamente wollte ich auch nicht ein halbes Jahr dauerhaft geben insgesamt.Ich bin aber sonst nicht für grundlose Kastrationen,aber bei uns hat es Sinn gemacht.
Wenn du dich für so einen Schritt entscheidest würde ich erst mal mindestens 3-4 Läufigkeiten abwarten.Weiß ja nicht wie alt deine Hündin ist.Bei manchen wird es vielleicht besser mit dem Alter.Und im Kopf werden sie ja auch noch mal erwachsener nach den Läufigkeiten.Meine Hündin war nach der 4 Läufigkeit "fertig".
LG
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Geht die nicht auch einher mit Nestbautrieb, angeschwollenem Gesäuge und bemuttern von Kuscheltieren?
Das kommt später....
Jetzt ist sie ja erst 3 Wochen "trächtig", bzw ihre Hormone gaukeln ihr das vor.
Wie alt ist die Hündin?
Wie liefen bisherige Scheinträchtigkeiten ab? -
Man darf Scheinschwangerschaft nicht mit Scheinmutterschaft verwechseln.
Die Scheinschwangerschaft kommt direkt nahtlos nach der Läufigkeit bzw. dem Deckzeitpunkt und dauert genauso lange, wie die normale Trächtigkeit dauern würde (ca. 63 Tage).
Die scheinschwangere Hündin ist also meistens ruhiger, sucht Körpernähe, frisst mehr, will sich weniger bewegen und scheint vielleicht etwas in sich gekehrt. Schwanger eben. Das und die vorangegangene Läufigkeit strengt einfach auch an, weil die Hormone am Arbeiten sind.
Die Scheinmutterschaft setzt ein, wenn die imaginären Welpen geboren werden, also ab dem ca. 63. Tag der Schwangerschaft. In dem Zeitraum bzw. leicht vorher bauen manche Hündinnen Wurfhöhlen und nehmen Kuscheltiere und Spielzeug als Welpenersatz. Da hier vorwiegend das Hormon Prolaktin wirkt, kann es sein dass es zu Aggressionen mit anderen Hunden/Tieren kommt oder auch gegen fremde Menschen. Das Prolaktin ist das Elternhormon, das dafür sorgt, Brutpflegeverhalten zu zeigen und den Welpenwurf zu beschützen.
Die Läufigkeit der Hündin darf man also nicht separate sehen und denken, nach 3 Wochen ist alles erledigt, sondern die Scheinschwangerschaft und die Scheinmutterschaft gehören genauso dazu.
Je nach Hündin ist der Verlauf unterschiedlich und die "Wehwehchen" mehr oder weniger stark ausgeprägt, da es sich hier oft um ein rudimentäres Wolfserbe handelt.
Deine Hündin verhält sich also völlig normal. Lass sie einfach ein bisschen machen, wie sie will und dann ist es doch auch gut.
Wenn du das Gefühl hast, dass sie rein körperliche Probleme hat, kann man vielleicht noch mit Homöopathie ein bisschen unterstützen.
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.......Je nach Hündin ist der Verlauf unterschiedlich und die "Wehwehchen" mehr oder weniger stark ausgeprägt, da es sich hier oft um ein rudimentäres Wolfserbe handelt.
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Das kann ich nur unterstreichen - ich sitz hier immer bei solchen Problem-Schilderungen und wunder mich *gg Bin mit 2 unkastrierten Weibern gesegnet im Alter von 9 und 15 Jahren, die alle beide noch nie irgendein Problem in/nach der Läufigkeit hatten. Weder Depressionen noch Entzündungen *aufholzklopf - einfach nix..... Auch kein geändertes Verhalten (weder privat, noch beim Arbeiten mit Biene)- und ich kenn die zwei echt gut, das würde mir auffallen. Ist also nicht so, daß ich einfach über irgendwelche Anzeichen hinweggehe oder so.
Kann das sein, daß man das Verhalten der Hündin als Halter selbst ein bissel mit beeinflußt, indem man zB geradezu darauf wartet, daß der Hund was zeigt? Oder eben einfach ganz normal weiterlebt und den Hund weiter fordert, wie sonst auch? Ich hab da nie sonderlich Rücksicht auf irgendwas genommen, oder die Weibsen geschont oder so - evtl. hilft sowas ja schon, damit die Tendenz der Mädels, sich in "scheinschwanger" zu suhlen, a weng weniger wird? Ich finds halt komisch, daß ich zwei Weiber habe, und alle zwei halt so gar nix in der Richtung zeigen - das wär schon ein großer Zufall, weil doch so viele Hündinnen das Problem zu haben scheinen. Also könnte das mit am Halter bzw. eher dessen Erwartungshaltung liegen? Was sagen Eure Erfahrungen dazu?
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Vielen Dank für die vielen ausführlichen Antworten. Das hilft/beruhigt mich ein wenig. :)
Vor einer Gebärmutterentzündung habe ich tatsächlich große Angst. Ich habe schon viel gelesen, aber gerade wüsste ich nicht wie ich Anzeichen einer solchen erkennen sollte. Außer das viel saufen. Weil träge und abgeschlagen ist sie ja sowieso. Und wenn es keine offene Gebärmutterentzündung ist, ist die ja auch schwer zu erkennen. Jedenfalls für den Halter.
Mir fällt noch Temperaturmessen ein. Gut es sonst noch etwas?Kopfarbeit versuche ich schon viel mit ihr zu machen. Normalerweise gehen wir einmal die Woche Trailen. Da wollte sie die letzten beiden Male absolut nicht mitmachen. Hat sich einfach hingelegt und auch durch Motivation mit und ohne Leckeren ging da gar nichts. Auf andere Suchspiele oder Aufgaben ist sie bisher nur 2mal eingegangen. Ich werde es weiter versuchen.
@BieBoss:
Das kann schon sein, dass der Halter da auch Einfluss drauf hat. Kann ich mir bei mir auch ganz gut vorstellen. ich bin da oft echt überbesorgt. Ich arbeite an mir! 
Liebe Grüße Eva
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Die hormonellen Vorgänge haben die anderen schon beschrieben.
In Deinem Eingangsbeitrag hast du geschrieben, dass Du vermutlich einen HSH-Mix hast. Die ersten Läufigkeiten bewirken auch, dass der Hund reifer wird, erwachsen(er). Herdenschutzhunde sind vom naturell her eh eher ruhiger, "rennen" nicht dauernd durch die Gegend, bleiben gerne lange an einem Fleck, sind nicht gerade Beschäftigungsjunkies ... ich denke, das wird auch immer mehr eine Rolle spielen.
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@flying-paws: Ja, ich bin mir nun ziemlich sicher, dass sie ein HSH-Mix ist. Sie ist ja schon von Anfang an sehr ruhig, gemütlich und bedächtig. Das hat sich schon noch mehr in die Richtung entwickelt. Sie zeigt tatsächlich auch leichte Herdenschutztendenzen. Zum Glück habe ich in Hamburg eine Hundetrainerin gefunden, die selber einen Kangalmix besitzt und sich daher etwas besser auskennt mit HSH's. Und durch ein Wochenendseminar zum Thema bin ich glaub ich auch ganz gut im Bilde was da noch auf mich zukommen könnte. Elma ist ja erst knapp 1 1/2 Jahre alt.
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Das kann ich nur unterstreichen - ich sitz hier immer bei solchen Problem-Schilderungen und wunder mich *gg Bin mit 2 unkastrierten Weibern gesegnet im Alter von 9 und 15 Jahren, die alle beide noch nie irgendein Problem in/nach der Läufigkeit hatten. Weder Depressionen noch Entzündungen *aufholzklopf - einfach nix..... Auch kein geändertes Verhalten (weder privat, noch beim Arbeiten mit Biene)- und ich kenn die zwei echt gut, das würde mir auffallen. Ist also nicht so, daß ich einfach über irgendwelche Anzeichen hinweggehe oder so.
Kann das sein, daß man das Verhalten der Hündin als Halter selbst ein bissel mit beeinflußt, indem man zB geradezu darauf wartet, daß der Hund was zeigt? Oder eben einfach ganz normal weiterlebt und den Hund weiter fordert, wie sonst auch? Ich hab da nie sonderlich Rücksicht auf irgendwas genommen, oder die Weibsen geschont oder so - evtl. hilft sowas ja schon, damit die Tendenz der Mädels, sich in "scheinschwanger" zu suhlen, a weng weniger wird? Ich finds halt komisch, daß ich zwei Weiber habe, und alle zwei halt so gar nix in der Richtung zeigen - das wär schon ein großer Zufall, weil doch so viele Hündinnen das Problem zu haben scheinen. Also könnte das mit am Halter bzw. eher dessen Erwartungshaltung liegen? Was sagen Eure Erfahrungen dazu?Ich beobachte dass es schon häufig so ist, wenn der Mensch das Verhalten des Hundes sehr vermenschlicht, das ruhigere Verhalten, mehr Appetit, viel Schlafen als Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit deutet und den Hund mehr oder weniger aufwändig bemitleidet, dann steigert sich der Hund immer mehr in sein Verhalten. Wie in anderen Aktionskreisen wird einfach das Verhalten des Mensches gespiegelt, nach dem Motto "Super, je mehr ich in den Seilen hänge, umso mehr Aufmerksamkeit wird mir zuteil!"
Wenn ich den Leuten die Läufigkeit und die damit einhergehenden hormonellen Abläufe und Verhaltensweisen erkläre und sage dass die Hündin gerade im A+++ Energiesparmodus ist, da auf ihrer Festplatte nach der Läufigkeit "Schwangerschaft" abgespeichert ist haben alle Verständnis und gehen die Sache eher ala "Alles halb so wild" an. Und auch hier erfolgt dann wieder die Spiegelung: Mensch entspannt sich - Hund entspannt sich.
Ich gebe immer den Tipp homöopathisch zu unterstützen, was auch oft angenommen wird, und so meistern sie diese Zeit dann als Team.
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