Hund fürs Training weggeben -Ja? Nein? Und wenn ja, wohin?
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Ich denke, so etwas KANN funktionieren wenn anschließend mit der gleichen Konsequenz weiter gearbeitet wird. Meine Tante hatte vor Jahren ihre Westi-Hündin zu einem Trainer gegeben und anschließend "perfekt" Leinenführig wieder bekommen. Die ersten Tage war die Hündin auch prima beim Gassi gehen aber da meine Tante mit der gleichen inkonsequenten Art weiter machte, dauerte es nicht lange und es gab wieder die gleichen Probleme.
Allerdings war die Hündin damals noch sehr jung, ein oder zwei Jahre und ich weiß auch nicht, was damals gemacht wurde. Das ist locker 20 Jahre her. Was ich sagen kann ist, dass die Hündin danach definitiv nicht irgendwie komisch oder verängtigt war. Der Trainer damals schien es also ganz gut hinbekommen zu haben. Aber die Frage ist natürlich auch, ob man das Vertrauen in eine völlig fremde Person hat und wenn man anschließend nicht weiter trainieren kann oder das Problem schon sehr stark gefestigt ist, ist eine Abgabe wohl die bessere Möglichkeit. - Vor einem Moment
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Hallo,
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Es soll die Probleme ja gar nicht schwuppdiewupp für immer und ewig beseitigen. Dann hätte ich alle meine Hunde erstmal ins Camp geschickt bevor sie zu mir kamen. Wäre ja echt schön gewesen die Hunde quasi fertig gut erzogen zu kriegen.
Ne, ist ja keine Wunderkur. Aber es schafft in einer mehr oder weniger verkorksten Beziehung einfach die Chance auf einen Neuanfang für Hund und Halter. Natürlich muss man auch dann noch mit dem Hund arbeiten, wenn jemand anderes den Hauptteil an Vorarbeit geleistet hat. Aber es wird leichter sich neu auf den Hund einzustellen, wenn man mal kurz durchatmen und locker lassen konnte. -
Ich glaube nicht das es funktioniert. Abgesehen davon das diese "Hundeinternate" nicht gerade zartbeseitet arbeiten. Da muss innerhalb kürzester Zeit ein Ergebnis her und egal was erzählt wird das läuft selten positiv ab. Wobei es bestimmt Ausnahmen geben mag.
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Es gibt Ausnahmen. Und ich halte 4- 6 Wochen nicht für eine kurze Zeitspanne um einem Hund etwas in der Grundlage zu vermitteln. Die Arbeit in der letzten Woche mit Hund und Halter ist ja auch wesentlicher Bestandteil des Ganzen, damit es funktioniert.
Warum sollte es eigentlich nicht funktionieren? Was spricht dagegen? -
Ich sehe das Problem nicht beim Hund sondern beim Halter, von daher glaube ich kaum dass es etwas bringt den Hund fürs Training irgendwo hin zu geben.
Ich würde meinen Hund niemals irgendwo hin gehen für ein Training, dann würde ich den Trainer nach Hause kommen lassen und gezielt zusammen daran arbeiten, das ist kostenmäßig garantiert nicht teurer als den Hund irgendwohin ab zu geben.
Wenn sie dem Hund körperlich nicht gewachsen ist dann soll sie ne Maulkorb dran machen und ein anderes Geschirr kaufen und sich eventuell den Umgang mit einem Halti zeigen lassen. -
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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten!

Ich habe mir mal einige Stellen rausgepickt die ich besonders wichtig finde. Ich versuche auch auf die anderen Fragen zu antworten und hoffe ich vergesse nichts wichtiges.
Es kann klappen, wenn - und nur dann - der Internats-Hundetrainer eine entsprechend intensive begleitende Halterschulung anbietet. Sprich, die Halterin erhält nicht nur an einem Termin eine rudimentäre "Bedienungsanleitung", sondern sie wird mehrfach im Umgang mit ihrem Hund unter realistischen Bedingungen geschult, als zB samt Kinderwagen.
Nur Hund einsenden, und nach x Wochen perfekt funktionierend wieder abholen wird nicht klappen.Das war der Gedanke dahinter. Also dass jemand zuerst mit dem Hund arbeitet und dann gemeinsam mit ihr und dem Hund weiter arbeitet.
Alles anzeigenAus meiner Erfahrung hat ein Hund, der an der Leine pöbelt, meistens auch noch andere Baustellen. Die Leinenführigkeit ist oft auch ein Spiegel der Mensch-Hund-Beziehung.
Ein Training zuhause würde somit vielleicht auch erst mal anders woanders ansetzen und erst dann wird an der Leinenaggression gearbeitet.
Grundsätzlich ist es schon möglich, dass ein guter Trainer, den Hund entsprechend vorarbeitet (schnellere Erfolge), damit der Halter den Hund, wenns gut läuft, mit ein bisschen Trainingsvorsprung weiter trainieren kann. Das Training mit dem Halter selbst muss dadurch aber nicht kürzer ausfallen, weil es letztendlich auch am Halter liegt, wie gut der Trainingsinhalte umsetzen kann.
Ein Problem sehe ich darin, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass der Trainer an der Leinenaggression gar nicht arbeiten KANN, weil es bei ihm gar nicht vorkommt.
Gerade wenn der Hund beim Trainer einzieht, wird der Hund sich erst mal neutral und möglicherweise verunsichert verhalten. Er muss ja erst mal checken, welche Regeln dort gelten und wie der Mensch so tickt. Ein erfahrener Trainer wird sich den Hund somit auch direkt einstielen und es ist wahrscheinlich, dass die Leinenaggression bei ihm gar nicht stattfindet.
Er hätte also gar nichts zu trainieren, weil der Hund sich direkt anders verhält.Gerade Leinenaggression ist recht komplex und hat immer auch was mit der Beziehung zum Halter zu tun, weil es sich meistens um erlerntes und ritualisiertes (möglicherweise sogar territorial auftretendes) Verhalten handelt.
Rituale und der territoriale Aspekt (Hunde lernen personen- und ortsbezogen) würden sich durch den Umzug in eine neue Umgebung, vor allem, wenn der Hund beim Trainer mit im Haushalt lebt, ja sofort auflösen.Kommt der Hund ins alte Zuhause zurück, hat man möglicherweise eine Zeitlang Ruhe und könnte da eventuell noch mal mit Training ansetzen, aber machen muss es der Halter trotzdem selbst, er hätte es möglicherweise nur etwas einfacher.
Für mich würde stationäres Training nur Sinn machen bei Dingen, die nicht mit der Mensch-Hund-Beziehung zu tun haben, wenn es also um einfache Konditionierungen geht oder um Dinge, die der Hund neu lernen soll.
Machbar ist so was wie Rückruf (z.B. durch eine Neukonditionierung auf Pfeife), Leinenführigkeit mit einem neuen Führsystem, vielleicht auch ein Abbruchsignal, reine Dressurkommandos oder Dinge wie am Fahrrad laufen, Apportiertraining usw. Da hätte ein Trainer in kürzerer Zeit mehr Effizienz, dem Hund Dinge neu beizubringen, die der Halter dann als Vorteil für sich nutzen kann, wenn der Hund schon etwas gelernt hat und der Halter es nur noch weiter führen muss. Sobald dieser aber nicht dran bleibt, wird auch das wieder schnell gelöscht oder verändert.Ich glaube, dass es zunächst einmal Sinn macht, dass ein erfahrener Trainer eine Anamnese vor Ort macht und sich dabei erst mal anschaut, wie der Hund lebt, wie er sich zuhause verhält, wie das Verhältnis zwischen Halter und Hund insgesamt ist und da könnte man sehr wahrscheinlich schon einige Dinge verändern, um erst mal einen Ansatz zu haben.
Langfristige Erfolge wird man nur haben, wenn man selbst dran bleibt, wenn man den Hund grundsätzlich anders führt und zwar für immer.
Symptome kann man mit allen mögliche Mitteln schnell mal eben unterdrücken, aber dann kommt meistens an anderer Stelle wieder etwas anderes hoch oder das alte Problem schleicht sich wieder ein.
Man kann also nicht nur am störenden Verhalten arbeiten, sondern muss den Hund auch im Gesamten sehen und dazu gehört der Lebensraum des Hundes und auch die Menschen um ihn herum, die Strukturen und die Beziehungsgeflechte, die ja auch nicht starr sind, sondern immer wieder Veränderungen unterliegen.
Ein guter Trainer würde einen beraten können, was extern möglich ist und würde aber auch mögliche Grenzen aufzeigen und von stationärem Training abraten, weil er weiß, dass das höchstens einen kurzfristigen Erfolg bringt und er den Halter nur bedingt beeinflussen kann. Mit dem Halter steht und fällt am Ende immer der Erfolg jeden Trainings.
Es gibt einige wenige Hundeinternate, die so was anbieten und die nehmen richtig Geld dafür und der Hund wird mehrere Wochen, teilweise Monate und meistens auch isoliert gehalten (damit wird bewusst gespielt, um die Motivation des Hundes zu erhöhen) und bekommt Trainingseinheiten. Losgelöst aus seiner gewohnten Familienstruktur wird jeder Hund bereit sein, zu arbeiten, wenn er für zwei Mal eine Stunde am Tag aus dem Zwinger geholt wird.
Mit der Realität, in der er sich später wieder bewegen wird, hat das aber nichts zu tun. Übergaben finden da meistens nur in Kurzform statt, weil den Haltern vorgegaukelt wird, dass der Hund jetzt alles kann und sie nur diese und jene Kommandos geben sollen, die der Hund ja nun gelernt hat.Das mag dann die erste Zeit zuhause dann gut gehen, weil der Hund nach den Wochen woanders zuhause erst mal kleine Brötchen backt, aber das Problem wird sich unabhängig vom Training sicherlich sehr schnell wieder einschleichen. Nur die Unterbrechung im Hundeleben zeigt zunächst etwas anderes. Und über reine Dressur wird sich das Verhalten und vor allem das Grundgefühl des Hundes nicht verändern können. Hier geht es vielmehr um echte Erziehung und dazu gehört zwangsläufig nunmal auch Beziehung.
Kein Trainer dieser Welt bräuchte Wochen und Monate, um auf einer neutralen Basis und unter Ausnutzung des Trainereffekts, an einer Leinenaggression zu trainieren. Weil es sich bei ihm gar nicht direkt zeigen wird (höchstens in einigen Ausnahmefällen) und er es aber direkt im Ansatz unterbinden wird.
Danke für die ausführliche Antwort. Das fett markierte finde ich total wichtig, stimmt, das habe ich nicht bedacht.
Von den Bedingungen unter denen die Hunde "sationär" trainiert werden habe ich keine Ahnung, so wie du es beschreibst kommt es nicht in Frage. Auch der Kostenfaktor ist natürlich so eine Sache... :/
Wir haben uns letztens unterhalten, allerdings hatten wir nicht so viel Zeit. Ich weiß nicht genau in wie fern sie aktuell noch mit dem Trainer in Kontakt ist und wie intensiv sie mit ihm gearbeitet hat. Auch ob sie noch einen anderen um Rat gefragt hat weiß ich nicht, das werde ich nochmal ansprechen. -
Der Beitrag war zu lang, daher aufgeteilt.

Es gibt Hundetrainer, die diese Form der Ausbildung anbieten und es funktioniert auch. Die Hunde sind bis zu 6 Wochen dort und in der letzten Woche (zwischen 2 und 5 Tage) erhält der Halter eine intensive Schulung zusammen mit dem Hund. Das heisst eine solche Form der Ausbildung schafft zwar eine neue Basis, aber der Halter muss trotzdem noch weiter mit dem Hund arbeiten. Es entbindet ihn nicht gänzlich von der Erziehungsarbeit. Sinnvoll ist diese Methode aber in jedem Fall dann, wenn das Verhältnis zwischen Hund und Halter nicht mehr funktioniert, aber immer noch eine gute Beziehung vorhanden ist. Der Halter hat Zeit zum Durchatmen, kann die Verantwortung kurzfristig in andere Hände übergeben und erhält so wieder mehr Selbstvertrauen und Ruhe. Der Hund wird ebenso aus einer angespannten Situation genommen und kann sich neu “sortieren“.
Der Nachteil ist sicher der Kostenfaktor. Eine solche “Ausser-Haus-Erziehung“ ist sehr teuer und gibt letztlich keine Garantie, das das Ergebnis langfristig bestehen bleibt. Ist die Verzweiflung gross und der Hund wichtig genug für den Halter, dann sollte man es versuchen.Alles anzeigenWenn es denn mal immer so einfach wäre.
Situation überdenken, Neu organisieren, Backen zusammenkneifen und durch.
Nö, so leicht ist es eben nicht immer.
Wenn die Situation schon so eingefahren ist und man sich nur noch überfordert fühlt, bringt das nichts. Die innere Einstellung macht einem da ganz schnell einen fetten Strich durch die Rechnung.
Es bringt manchmal beiden mehr ein Grosses Stopp zu setzen und erstmal Ruhe reinzubringen. Dazu ist es sicher besser, den Hund temporär woanders unterzubringen und zu wissen es kümmert sich jemand um das Problem. Reset in der Hunde-Halter Beziehung sozusagen.
Auf einer gesunden Basis lässt sich dann wieder aufbauen.
Sich weiter zu quälen, überfordert zu fühlen und trotzdem auf biegen und brechen alles selber hinkriegen wollen mag heldenhaft wirken, ist aber manchmal einfach falsch. Es ist nicht verwerflich die Notbremse zu ziehen und die Verantwortung auch mal weiterzugeben. Es ist nicht immer der Weg das Ziel. Ab und zu sollte auch das Ziel einfach mal das Ziel sein.Danke, das ist genau das, was ich mir gedacht habe. Momentan ist sie einfach so angespannt wenn ihr andere Hunde begegnen, dass es eigentlich kaum möglich ist "richtig" an dem Problem zu arbeiten. :/ Der Gedanke war, Raum zu schaffen um quasi einen Neustart zu ermöglichen.
Der Rüde ist ein Broholmer-Mix und ich glaube so 5 Jahre alt. Den Umgang mit dem Halti üben finde ich auch eine gute Idee, ich muss sie mal fragen ob sie das schon gemacht haben.
Es geht wie gesagt um eine Bekannte, keine enge Freundin. Wir haben uns letztens wieder getroffen und haben uns eine Weile über ihren Rüden unterhalten, so kam ich auf die Idee ob ein Training außerhalb seines zu Hauses vielleicht eine Option wäre. :/ Eigentlich ist er echt ein toller Hund. Wir sind einige Male zusammen spazieren gewesen und mit Tomi gab es nie ein Problem, allerdings haben wir auch darauf geachtet dass die beiden sich im Freilauf kennenlernen. Ohne Leine gibt es mit anderen Hunden kein Problem, jedenfalls nicht das ich wüsste. Zu Hause ist wohl soweit auch alles ok. Ob und was da ggfs. im argen liegt kann ich natürlich nicht sagen aber ich habe hier auf jeden Fall einiges an Input bekommen und werde bald nochmal mit ihr darüber sprechen. Mir tun einfach alle beteiligten so leid und ich würde ihr gern helfen, daher der Thread. Ich denke ich werde ihr anbieten, dass wir uns mal wieder treffen und sie sich auch einfach mal "ausheulen" kann wenn sie das möchte und dass wir auch öfter mit den Hunden gehen wenn ihr das hilft. Mal sehen.
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Ich sehe es wie Labradora, ich denke es kann funktionieren.
Ich kann mir auch vorstellen, daß es einfach Situationen gibt, wo diese Lösung sinnvoll sein kann, eben wie labradora beschreibt die Beziehung in dem Moment so im Keller ist, die Emotionen so aufgewühlt, die Verzweiflung so hoch, daß man mit normalem Training, wo man den Hund aber trotzdem 24/7 um sich hat, nicht so wirklich vorwärts kommt, weil man gar nicht in der Lage dazu ist, das alles so umzusetzen (besonders den eigenen emotionalen Anteil)
Sicherlich sind das dann Fälle, wo auch ernsthaft über Abgabe nachgedacht wird, und bevor der Hund wirklich abgegeben wird, obwohl die Grundbeziehung und Gefühle zum Hund positiv sind, sprich man wirklich gewillt ist, alles zu geben, quasi als letzter Versuch und Chance. Ich glaube, daß die zeitliche Distanz da ganz viel reißen kann für einen erfolgreichen Neustart.
Für mich hört es sich so an, als ob das so auf die Situation zutrifft, und wäre ich in dieser Situation, ich würde es versuchen.
Ich bin aber auch ein Mensch, der immer eher pro "alles versuchen" ist als schnell "Abgabe" zu schreien, auch wenn Abgabe letzten Endes manchmal das sinnvollste ist.
Aber so lange der Halter in irgend einer form noch Potential sieht, bin ich für nützen.
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Eine Möglichkeit wäre ja zum Beispiel auch, um die Halterin mal kurzfristig zu entlasten, sich eine Hundepension mit angeschlossener Hundeschule zu suchen.
Der Hund kann also in einer netten Pension (vielleicht sogar Gruppenhaltung) Urlaub machen und ein Trainer arbeitet ihn ein oder zwei Mal am Tag nach Vorgabe. Es gibt viele kleine Pensionen, wo der Pensionsbetreiber selbst auch Trainer ist. Der lernt den Hund dann gut kennen, wird mögliche Führungsfehler sehr leicht erkennen können und führt ja auch die Pensionshunde, wenn es eine Gruppenhaltung ist.
Mit einer guten Anamnese vorab, einem vorher besprochenen Trainingsplan und dem Festlegen von Trainingszielen und einer anschließenend ordentlichen Übergabe in Form von mindestens einem Einzeltermin, kann das durchaus fruchten.
Hier würde ich das Augenmerk aber vielmehr darauf legen, dass Hund und Halter sich mal eine Zeitlang voneinander erholen können, so dass jeder für sich mal etwas aufatmen kann.
Und wenn man dann wieder zusammentrifft und der Hund womöglich in ein paar Bereichen vorgearbeitet wurde, ist der Ansatz vielleich etwas leichter.Das wäre eine Mischversion einer stationären Ausbildung und wenn Pension und Trainer gut sind und entsprechend vorher und nachher ordentlich gesprochen wird, ist das eine gute Lösung. Ich denke, da kann man in zwei bis drei Wochen einiges erreichen.
Reine Hundeinternate gehen meistens etwas anders vor, wichtig wäre halt, dass der Hund einen echten Urlaub und in der Pension eine gute Lebensqualität hat. Dann kann er hauptsächlich mal Hund sein und bekommt ein paar Trainingseinheiten.
Ich führe selbst so eine Hundepension und in solchen Fällen, wie bei dir beschrieben, geht so was schon, wenn dem Halter vorher halt klar ist, dass er trotzdem Arbeit leisten muss und je nach Problem auch nicht unbedingt wenig.
Meine Trainerin, die hier meine Gasthunde trainiert, macht vorher auf jeden Fall eine ordentliche Anamnese und bespricht mit den Haltern die Vorgehensweise und was möglich ist und was nicht und bei Abholung gibt es dann direkt einen Übergabtermin und meistens auch noch ein paar weitere. Inklusive Videomaterial vom Training, so dass der Halter den Fortschritt des Hundes sehen kann und wie genau gearbeitet wurde.
Viele Kleinigkeiten kann man als Trainer gut bearbeiten, weil man erst mal neutral ist und der Hund von seiner Familienstruktur gelöst ist und den ganzen Tag mit anderen Hunden lebt und viel Zeit damit verbringt, einfach mal Hund sein zu können. In dieser Zeit ist das Training allerdings erst mal los gelöst von häuslichen Strukturen und das muss einem einfach bewusst sein.
Vor allem das Leben in einer Hundegruppe führt oft dazu, dass die Kommunikation des Hundes wieder verfeinert wird und Hundebegegnungen zuhause für den Hund (außer, wenn es rein territorial oder personenbezogen (Schutztrieb) ist) deutlich weniger spektakulär und aufregend sind. Er ist quasi erst mal gesättigt durch die Hundekontakte, die er 24/7 hatte.In Bereichen wie Leinenführigkeit, teilweise auch Leinenaggression, Rückruf, Abbruchsignal kann man gut vorarbeiten und schon Erfolge erzielen. Wichtig ist nur, dass man dem Halter das nicht nur trocken zeigt, sondern auch eine Zeitlang weiter im Alltag begleitet, damit sicher gestellt wird, dass da die Handhabung des Hundes auch weiter optimiert wird und sich nicht Trainingsfehler einschleichen.
Wenn man so eine Chance nutzt, auch dran zu bleiben, kann man definitiv auch langfristigen Erfolg haben. Aber machen muss man halt trotzdem das Meiste selbst, man bekommt nur einen Trainingsvorsprung. Und das muss man dann einfach auch wollen und durchziehen und darf dann nicht wieder alles schlüren lassen, denn sonst kann man das Geld, was man investiert hat, auch aus dem Fenster werfen. -
Ich würde so etwas nicht machen, es gibt bei dieser Art der Ausbildung sicherlich gute und schlechte, ich hätte jedoch ein furchtbares Gefühl jemanden falsches zu erwischen. Außerdem muss bei Problemen miteinander gearbeitet werden, es wäre so schön einfach, Hund abgeben und das perfekte Hündchen zurück bekommen.
Da muss man dann selber den Hintern hoch bekommen auch wenn es schwer ist, ich habe auch schwierige Phasen mit unserer Hündin durch, es stecken wirklich viel Tränen in ihrer Erziehung, aber mit kompetenter Hilfe schafft man so etwas. - Vor einem Moment
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