Hund fürs Training weggeben -Ja? Nein? Und wenn ja, wohin?

  • @Plattnase
    Es wird auch bei dieser Art der Ausbildung zusammen gearbeitet. Hund abgeben, abholen, alles fein gibt es auch dabei nicht.
    Aber es kann helfen etwas Abstand zwischen sich und den Hund zu bringen um ein angeschlagenes Verhältnis zwischen Hund und Halter wieder auf eine gesunde Basis zu bringen. Es bringt nämlich nichts, auf biegen und brechen da durch zu wollen. Selber machen ist gut und schön, aber das klappt nur, wenn die grundlegende Beziehung noch stimmt. Wenn die Probleme mit der Einstellung kollidieren und einem einfach alles über den Kopf wächst finde ich es bedeutend mutiger und verantwortungsvoller erstmal alles auf Null zu setzen und dem ganzen eine neue Chance zu geben. Ob man sich so einer Situation gewachsen fühlt muss man selber entscheiden. Besonders dann, wenn mehr dranhängt als die eigene Freizeit. Ein Kind kann man nunmal auch nicht einfach in die Ecke stellen und sich nur noch mit dem Hund befassen.

  • Ich denke es gibt extrem wenige Fälle wo das funktioniert.

    Ich habe ja selbst oft Pflegehunde hier, auch von anderen Familien übernommen und in den ersten Wochen zeigen sie oft Fehlverhalten nicht, das kommt erst wenn sie sich einleben, wenn überhaupt.

    Die meisten Trainer die stationäre Ausbildung anbieten versichern selbstverständlich das alles positiv abläuft, in der Realität war es bisher fast immer anders. Da muss man schon sehr sehr sehr sehr gut hinschauen.

    Und aus eigener Erfahrung : meine eigene Hündin neigt zur Leinenaggression, bei mir tritt das Problem kaum noch auf und sie läuft fein an anderen Hunden vorbei. Gib die Maus meiner Mutter und sie verfällt sofort in altes Verhalten, selbst wenn ich daneben stehe. Trotz Anleitung, trotz gemeinsamen Trainings, das ist halt so.

    Das einzigste was eine Möglichkeit wäre eine Pension in der Nähe zu finden, so wie gorgeous beschrieben. Man schafft eine räumliche Trennung und die Halterin kommt täglich zum trainieren bzw den Halter über einen langen Zeitraum begleitet. Bei allen anderen Hundeinternaten ist der Hund 3-4 Wochen vor Ort, 2 Tage einarbeiten und dann wird man in die Freiheit entlassen, nacharbeiten ist aufgrund der Entfernung nicht möglich. Das wäre für mich niemals eine Option.

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