Blutspenden- schlechtes Gewissen!
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Hallo,
ich lese auf Facebook bei uns im Ort in letzter Zeit sehr oft, dass Hunde in der Klinik liegen und um eine Blutspende gebeten wird.
Bonnie wäre alt und auch schwer genug, aber:
Sie hat Angst vorm Tierarzt!
Wenn wir hin müssen, bekomme ich sie mit ihren fast 30 kg kaum in die Praxis, geschweige denn ins Behandlungszimmer.
Ich denke nicht, dass das in der Tierklinik viel besser wäre und dann würde sie danach sicherlich nicht gerade weniger Angst vorm Tierarzt haben wie sie ohnehin schon hat.
Nur mache ich mir deswegen dauernd Vorwürfe und habe ein schlechtes Gewissen.
Ich stelle mir dann immer vor, wie schrecklich das wäre, wenn Bonnie da liegen würde und Blut bräuchte und sich niemand meldet.Wie seht ihr das denn?
Um jeden Preis hin gehen oder eher das Wohl des eigenen Hundes im Blick haben?(Falls das Unterforum nicht das richtige ist, bitte verschieben)
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Auf jeden Fall das Wohl des eigenen Hundes im Blick haben. Da es keine freiwillige Entscheidung des Tieres ist, würde ich eh Arztbesuche auf das nötigste Minimum reduzieren - ergo: Blutspenden, wenn man eh beim Arzt ist und es dem Hund relativ gut dabei geht, ja. Wenn er aber eh Panik hat, es für ihn unangenehm ist oder er eigentlich gar nicht zum Arzt müsste, dann würde ich - bei aller Hundenächstenliebe - überlegen, ob ich es meinem Hund antun möchte.
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Ich würde es auch lassen.
Alternativ könnte man beim Haus-Tierarzt anfragen ob es nicht die möglichkeit gibt zum Abzapfen nach Hause zu kommen. Gibt da ja auch echt nette Tierärzte.
Abbey wäre rein vom Verhalten her der perfekte Kandidat- nur leider ist sie mit ihren 3,5kg Kampfgewicht einfach zu klein...
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Paulas wurde letztes Jahr für ein großes Blutbild Blut abgenommen.
Die Ergebnisse waren alle gut. Die TÄ und ich haben über das Spenden gesprochen. Es wurden dann gleich 2 Röllchen abgenommen. Eines steht beschriftet bei der TÄ im Kühlschrank/Froster ?
Ich weiß auch nicht, ob sie es in eine Datenbank eingegeben hat.
Bei Bedarf werde ich angerufen und kann dann immer noch entscheiden.
Ehrlich, wenn ich durch Paulas Blut einen anderen Hund das Leben retten kann, werde ich sie zur Ader lassen, wenn sie zu dem Zeitpunkt immer noch fit ist und selber nicht kränkelt. -
Wie seht ihr das denn?
Um jeden Preis hin gehen oder eher das Wohl des eigenen Hundes im Blick haben?Ich würde es nicht tun, wenn der Hund extremen Stress beim TA hat.
Meine Dobermannhündin hat mehrmals gespendet, war aber total entspannt dabei.
Enstanden ist das durch einem Zufall....
Wir waren in Der Praxis als dringend eine Blutspende benötigt wurde. Ich wurde gefragt, ob meine Enja spenden könnte. Sie hat das so gut gemacht, das wir danach noch zweimal gespendet haben.
Meinen Pinschern könnte ich so etwas nicht zumuten (sie haben ohnehin zuwenig Blut, um es zu spenden), die kriegen ja schon im Wartezimmer die Krise. Jeder TA-Besuch ist einer zuviel für die.
Da wäre mir der eigene Hund näher... -
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Ich hätte kein schlechtes Gewissen deswegen, würde an deiner Stelle aber trotzdem regelmäßig in die Tierklinik fahren. Allerdings nicht um Blut zu spenden, sondern dem Hund Stück für Stück die Angst vor dem Tierarzt zu nehmen. Angenommen du musst mit deinem Hund wegen einem Notfall wirklich schnell zum Tierarzt, dann hat der Hund noch durch seine Angst zusätzlichen Stress und fängt eventuell sogar damit an, aus Panik um sich zu beissen - eine unnötige Gefährdung für ihn, dich und dritte Personen.
Mit meinem Hund bin ich öfter zum Tierarzt gegangen, damit er den Ort und die Tierärztin mit einer positiven Erfahrung verknüpft.
Wenn wir jetzt zum Tierarzt müssen, freut er sich sogar, weil er die Tierärztin und deren Praxis mit positiven Erfahrungen verknüpft hat.
Anfangs war alles aufregend für ihn, die Gerüche, die fremden Leute, die anderen Tiere im Wartezimmer usw. - aber mittlerweile ist er für sein Alter(knapp 8 Monate) echt ruhig beim Tierarzt und lässt sich von der Tierärztin überall anfassen. Er weiß aber auch, dass es für ihn Leckerli von der Tierärztin gibt, egal was vorher geschehen ist.Ich bin mit ihm anfangs nur kurz beim Tierarzt gewesen, wir saßen einfach einige Minuten im Wartezimmer und immer wenn er sich ruhig verhalten hat, gab es eine Belohnung. Das hat insgesamt vielleicht 10 Minuten gedauert, da ich positiv aus der Übung gehen und ihn nicht überfordern wollte. Wir haben dann alle zwei Tage die Übung wiederholt und die Zeit die wir einfach im Wartezimmer saßen etwas erhöht. Meiner Meinung nach hat es auch sehr geholfen, dass die Tierärztin ihn in den Momenten wo sie den nächsten Patienten aufgerufen hat, kurz meinen Hund gestreichelt und ihm manchmal ein Leckerli gegeben hat und dann wieder im Behandlungszimmer verschwunden ist. Mein Hund hat schnell verstanden, dass die Frau positiv für ihn ist, ebenso die Umgebung. Vielleicht wäre das auch ein Übungsweg für euch? Du könntest sonst auch ohne Hund zum Tierarzt und dir eine Spritze(ohne Nadel) geben lassen, mit der du dann zuhause mit deinem Hund übst, in dem du so tust als wenn du ihm eine Spritze geben würdest. Es gibt dazu auch tolle Videos bei youtube.
Wenn du deinem Hund die Angst vor dem Tierarzt nehmen kannst, schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Dein Hund(du auch!) hat zukünftig weniger Stress und wenn der Tierarztbesuch nicht mehr schlimm für ihn ist, kannst du mit ihm auch mal zur Blutspende gehen. :) Viel Erfolg!
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Als ich vor ca. 2 Wochen diesen Artikel gelesen habe ich auch überlegt, ob ich unsere 2 Hunde und unsere 2 Katzen testen lassen und in die Datenbank eingeben lassen soll. Alle 4 sind beim TA komplett coole Socken und wenn man anderen Tieren helfen kann....
Wie Hund und Katze mit einem Pieks zum Lebensretter werden | WAZ.de
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Danke für eure Meinungen!

Anfangs war alles aufregend für ihn, die Gerüche, die fremden Leute, die anderen Tiere im Wartezimmer usw. - aber mittlerweile ist er für sein Alter(knapp 8 Monate)
In dem Alter war meine auch noch völlig cool beim Tierarzt. Das fing erst an nach der Notoperation wegen einer Gebärmutterentzündung....
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Nur mache ich mir deswegen dauernd Vorwürfe und habe ein schlechtes Gewissen.
Ich stelle mir dann immer vor, wie schrecklich das wäre, wenn Bonnie da liegen würde und Blut bräuchte und sich niemand meldet.Wie seht ihr das denn?
Um jeden Preis hin gehen oder eher das Wohl des eigenen Hundes im Blick haben?Ich habe in der Klinik, die ich mit meinen Hunden bevorzugt aufsuche, mal gefragt, sie würden NIE einen Hund zur Blutspende nehmen, für den das deutlichen Stress bedeutet!
Es gibt viele Hunde, die sich ohne mit einer Wimper zu zucken, Nadeln in die Venen schieben lassen, da würde man nicht einen ängstlichen oder panischen Hund quälen.
Von daher: Einer GUTEN Klinik geht auch um das Wohl des evt. Blutspenders, nicht nur um das Ansammeln von Konserven. Und das ist auch gut und richtig so!
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Jetzt aber mal ne Frage...
mir wurde gesagt Abbey wäre zu klein/leicht zum spenden. Wenn aber Katzen spenden können.. die wiegen im Schnitt ja auch nicht viel mehr?
Vielleicht war die Klinik damals nur nicht so erfahren? Weil dann würde ich mich wieder schlau machen und den Stinkefisch eintragen lassen...
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