Unangenehme Behandlungen beim TA besser mit oder ohne Besitzer?
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Gast42715 -
20. Juni 2016 um 21:50
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Hallo Allerseits,
Meine Frage steht oben.
Hier steht ggf. eine Ohrenbehandlung an. Das geht trotz Training nur unter Betäubung oder starkem Zwang. Natürlich muss das noch im Detail besprochen werden, aber ich frag mich grad, falls sich gegen eine Narkose entschieden wird, ist es dann besser, wenn mannals Besitzer nicht zu dem Wilden Mop gehört, der dem Hund Gewalt antut?Ich hab noch nie einen Hund bei einer Behandlung allein gelassen, es war aber auch nichts dabei was der Hund partout nicht wollte.
Kann es nicht gänzlich das Vertrauen kosten dabei zu sein? Oder fühlt der Hund sich im Stich gelassen, wenn man draußen wartet?Was denkt ihr, wie macht ihrs?
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Hallo,
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Ich persönlich würde den Hund nie alleine lassen.Hätte ein schlechtes Gewissen ohne Ende.Auch wenn er sich so sehr wehrt,ich denke meine Anwesenheit beruhigt ihn doch ein Stück mehr.
Mit Betäubung finde ich besser.
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Naja, was heißt schlechtes Gewissen, wenn der Hund dafür das negative Erlebnis nicht mit mir verbindet, ist das nicht besser für sie?

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Kommt drauf an...
Auf den Hund,
Auf den Besitzer,
Auf das Verhalten beider.....Manchmal, bei bestimmten Konstellationen ist der Hund wirklich ruhiger, "sicherer", wenn das unsichere, ängstliche Frauchen nicht mit dabei ist.
Bei anderen ist es besser, wenn die Menschen da sind....
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Newton ist ja eine Memme vor dem Herrn... Als man ihm letztens Blut abgenommen hat, hat er gemacht wie ab... Erst als ich ihn dann in unseren "Kuschelgriff" (extra für solche Situationen geübt) genommen hab, hat er es über sich ergehen lassen, zwar mürrisch grummelnd, aber immerhin...
Also Fazit: Nein, ich würde meinen Hund in einer solchen Situation nicht alleine lassen.
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Ich finde, es kommt auch noch darauf an, warum der Hund sich bei einer Ohrenbehandlung so verhält. Steckt ein Trauma dahinter?
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Hm, ich bin nicht unsicher oder ängstlich, bei normalen Behandlungen halte ich den Hund selber fest etc. und ich bin pragmatisch. Aber beim Ohr wird sie wirklich in den Schraubstock müssen und wenn sie zuckt kann es schnell schmerzhaft sein. Sie hatte beim Vorbesitzer mal ein schlechtes Erlebnis damit. Es hat lange gedauert dass sie mich ohne Zwang dran lässt.
Bleibt halt die generelle Frage, macht das dass Vertrauen kaputt, den Hund so zu überwältigen, auch wenn man dabei freundlich säuselt?
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Ich war bei allem Unangenehmen immer mit dabei. Auch, wenn die Situation für den Hund die absolute Scheisse ist, soll er doch wissen, dass sein Mensch an seiner Seite ist.
Aktuelles Beispiel: Naga hatte sich kurz vor einer OP die Daumenkralle abgerissen, wundgeleckt und damit eine fette Entzündung in der Pfote. Wir haben die Erstversorgung erledigt, also desinfiziert und verbunden, was nur unter Würgegriff und unfassbarem Geschrei ging. Nach ein paar Minuten kam sie wieder angekleckst und wollte liebgehabt werden, also haben wir nicht ihr Vertrauen gebrochen - sicher sind wir nicht sanft mit ihr umgegangen, aber sie hat sehr genau gemerkt, dass wir ihr nichts böses wollten und dass es uns sehr leid tat (wir haben sie danach auch arg verhätschelt
)Am OP-Tag packte die TA-Helferin an ihre Pfote, um den Zugang zu legen - blöderweise erwischte sie die übel entzündete Zehe und ich durfte erstmal den Piranha bändigen, der wild schreiend und schnappend sich seiner Haut erwehren musste - ich war keinen Moment lang in Gefahr; mein Hund wusste ganz genau, wo ich war und hat immer gezielt um mich herumgebissen. Ich konnte sie wieder beruhigen, wir haben den Zugang am anderen Bein gelegt (was auch insgesamt 4 Mann brauchte) und sie ist ganz entspannt in meinen Armen eingenickt.
Ich war auch beim Aufwachen da und sie hat keinen Schaden davongetragen, im Gegenteil ist sie bei Zudringlichkeiten wie Untersuchungen mir gegenüber ruhiger geworden. Sie hat gemerkt, dass bei dem ganzen Drama ICH immer da war und sie im Arm hatte und alles sehr viel weniger schlimm war, wenn ich an ihrer Seite war. Fremde können meinen Hudn nicht bändigen und ich könnte sie in der Situation nie allein lassen.
Aber jeder Jeck ist anders - es gibt Hunde, die mit der Anwesenheit ihrer Halter sehr viel schlechter klarkommen. Da muss man seinen Hund einschätzen können. -
Ich halte meinen Hund immer selber, egal, was gemacht wird. Bin allerdings auch ganz ruhig dabei.
Jemand, der selber Trost braucht, sollte vielleicht nicht dabei sein.
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Bleibt halt die generelle Frage, macht das dass Vertrauen kaputt, den Hund so zu überwältigen, auch wenn man dabei freundlich säuselt?
Ganz ehrlich:
Erstens ist eine wirklich bestehende Vertrauensbasis so leicht nicht zu zerstören!
Wenn der Hund wirkliches, tiefes Vertrauen hat, und der Halter sich gut im Griff hat (innerlich wie äußerlich) und den Hund durch sein Mitleid, seine Angst und seine eigene Unsicherheit nicht noch mehr verwirrt, wird der Hund es seinem Menschen nicht nachtragen. (Egal, ob man säuselt oder nicht!)Besteht keine feste Vertrauensbasis, wird es den Hund nicht weiter erschüttern, wenn sein Mensch vor Unsicherheit vergeht, sich aber aus dessen Anwesenheit auch nicht viel machen. Aber das Verhältnis wird DANN nicht besser werden.
Ein Vertrauen", dass so schnell "kaputt" ist, war sowieso kein echtes!
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