Unangenehme Behandlungen beim TA besser mit oder ohne Besitzer?

  • Ich bleibe immer dabei, dann kann alles ohne Maulkorb gemacht werden (mein erster Hund hat ihm Tierheim u. a. Pfleger gebissen, mir aber total vertraut).
    Habe wäre des Studiuns in einer Praxis gearbeitet: Ängstliche Besitzer machen es schlimm. Aber wenn die dann auch noch gingen, brach richtige Panik aus. Ich halte es auch nicht für bindungsfördernd, meinen Hund in "Notsituationen" im Stich zu lassen

  • Ich bleibe grundsätzlich so lange dabei, bis der Vet mich raus wirft, was eigentlich erst der Fall ist, wenn das Hundchen in den OP gerollt wird. Bei unangenehmen Sachen klettert mir das Boxertier auf den Arm und ist dann so angekuschelt recht tapfer .Wenn sie nicht auf den Tisch möchte handel ich ihr eine Bodenbehandlung aus. Falls Narkose nötig ist bin ich beim Einschlafen und Aufwachen dabei. Beim Klinikaufenthalt durfte sie jeden Tag eine Stunde Besuch empfangen, was auch sehr entspannt war. Wir durften in den Klinikgarten und in der Sonne sitzen, sie konnte alle Entleerungen in Ruhe erledigen, denn in der Box wollte sie nix dreckig machen. Hier hat es übrigens - seeehr niedliche - männliche Helferlein!

  • Was ich ja echt hasse sind Narkosen und auch die Stunden danach. Brrr der Ausdruck (weis nicht wie ichs genau beschreiben soll) des Hundes macht mich da echt fertig.

    Geht mir genauso. Jumpy ist zuhause im Stehen ständig eingeschlafen und weggeknickt mit den Beinen. Bis sie dann ganz umgefallen ist. Trotzdem wollte sie sich nicht hinlegen, aber als wir sie dann vorsichtig auf die Seite in ihr Körbchen gelegt haben, blieb sie dann erstmal liegen.

  • Ich bleibe immer dabei und halte Pino auch fest. Für ihn wäre es schlimmer, wenn ich ihn mit fremden Menschen in einer unangenehmen Situation alleine lassen würde. Egal wie mistig er eine Behandlung findet, solange ich dabei bin ist er ruhiger.
    Ich mache allerdings auch keinen Film davon oder quatsche ihn zu. Ich halte ihn, es wird gemacht was nötig ist und dann gehen wir wieder. Alles so kurz und knapp wie möglich.

  • Beim Klinikaufenthalt durfte sie jeden Tag eine Stunde Besuch empfangen, was auch sehr entspannt war.

    Wie gesagt uns wurde davon abgeraten und im nachinein finde ich auch nachvollziehbar warum.
    Der Hund ist ja kein Mensch und weis nicht warum er dann nicht mit heim darf bzw. man kanns ja nicht erklären.
    Dazu kam das er sich eigentlich nicht bewegen durfte...ist eh ein Wunder das er das Ganze ohne Lähmung überlebt hat.

    Wird wahrscheinlich wie immer drauf ankommen warum und weshalb der Hund in der Klinik ist.

  • Hallo allerseits,

    Glücklicherweise hatten sich die Ohren wieder von alleine beruhigt (also mit säubern und spülen), deshalb sind wir um den Tierarzt drum rum gekommen.
    Seit kurzen ist es jedoch wieder akut, sodass ich sie heute Abend nun doch vorstellen werde.
    Bin gespannt, wie wir es schlussendlich handhaben werden, also festhalten oder Narkose.... :fear: Meine arme Maus :verzweifelt:

  • Wir haben gerade die schlimme Phase eines Hotspots durch, muss nur noch der Rest verheilen. Letzte Woche Montag waren wir da, mein Mann war mit. Miika hatte Angst, Schmerzen ...
    Dann war ich Dienstag, Freitag und gestern wieder da, und bin endgültig zur Erkenntnis gekommen: Egal was, am besten Hilft es ihm, wenn ich beim Kopf bin und ihn halte, meine Hand am Maul akzeptiert er ohne Schwierigkeiten.

    Also wo ich drauf hinaus wollte, Miika kommt besser klar, wenn ihn so wenig Hände wie möglich festhalten, mein Mann nicht dabei ist. Vertrauen kaputt machen damit? In unserem Fall auf keinen Fall. Im Gegenteil, es ist gewachsen =)

  • Wir haben es geschafft und es ging viiiiiel besser als gedacht!
    Beim ersten Ohr hat die Helferin vorne gehalten und ich hinten, sie hat sich erst gewehrt und dann halbwegs stillgehalten. Beim zweiten Ohr wollte sie nicht mehr und hat sich gewunden wie eine Flunder. Ich bin dann nach vorne gerutscht und hab ihren Kopf festgehalten und so gings dann auch links.

    Ich hab dann gestern extra noch nicht mit den Tropfen angefangen, sondern erst heute, aber es ging ganz gut.
    Man merkt, dass sie es überhaupt nicht will, ich es aber trotzdem machen darf..
    Ich bin total stolz (Der ganze TA Besuch war im Vergleich zum ersten Jahr regelrecht gesittet, hat sie echt toll gemacht meine Maus)!

  • Ich würd immer sagen: Kommt drauf an!

    Bei vielen Hunden und/oder manchen Besitzern ist es super, wenn der Halter da ist. Wenn der Halter ein gutes Verhältnis zum Hund hat und den Hund gut im Griff, dann ist das eine große Hilfe für den Tierarzt, grade bei sehr ängstlichen Hunden.

    Aber andersrum sind grade etwas freche, unerzogene, dabei aber selbstbewusste Hunde oft ohne den Besitzer besser zu handhaben, grade wenn der Besitzer eher inkonsequent oder sehr unsicher ist. Die sind dann einfach erstmal ein bisschen eingeschüchtert - ups, Frauchen weg, was denn nu los?
    Besitzer die sehr hektisch und aufgewühlt sind, regen den Hund meistens mehr auf als das sie helfen.


    Ich tendiere eher dazu, ein Tier für eine stressige oder unangenehme Behandlung lieber mal in eine leichte Sedation zu legen als da groß zu kämpfen. Das ist stressfreier für alle Beteiligten.

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