Goldendoodel medium Züchter gesucht

  • HD tut erstmal nicht weh, führt aber zu verfrühtem Verschleiß und der macht sich dann als Arthrose bemerkbar.

    Da muß ich widersprechen: Oft tut HD anfangs schon weh, einfach, weil die Hüftgelenke instabiler sind und die Bänder bei "normalem Bewegen" leicht mal überdehnt werden. Durch diese dauerhaften Reize kommt es dann später zur Arthrose.

    Allerdings schreien ja viele bereits auf, wenn ein Hund mit B- oder gar C-Hüfte (unter Auflagen) in die Zucht geht, wobei das lediglich leichte Abweichungen sind. Und keine katastrophale HD!
    Die meisten dieser Hunde werden in ihrem Leben niemals HD-Probleme haben!

  • Und was passiert mit dem einzelnen Hund, der auf der Strecke bleibt? Außer natürlich, dass es für kein Tier schön ist, wenn es unter einer Krankheit leidet. So ein Hund kann man nicht im Dienst verwenden, Hundesportler wollen den auch nicht und eine Durchschnittsfamilie kann einen so spezialisierten Hund auch nicht gerecht werden. Da bleibt nicht mehr viel.

    Kranke Tiere wird es immer geben. Auch die beste Zucht der Welt wird keine ausschliesslich gesunden Hunde produzieren, das ist eine Illusion. Die Frage ist nun, wie man damit umgeht. Achte ich, obwohl ich natürlich gewisse Merkmale erhalten möchte, darauf, dass die Rasse trotzdem genetisch möglichst vielfältig (heterozygot) bleibt, werden trotzdem Tiere krank, aber sie werden im Durchschnitt eben weniger an den rassetypischen und oft inzuchtbedingten Krankheiten leiden. Das bedeutet nun aber nicht, dass zum Beispiel Mischlinge nicht auch schwerkrank sein können, sondern lediglich, dass im Durchschnitt eine kleinere Anzahl davon betroffen sein wird.

    Deswegen wäre es so wichtig, dass Züchter ihre Hunde möglichst unemotional und objektiv mit der Gesamtpopulation der Rasse vergleichen und abschätzen könnten, ob die geplanten Verpaarungen tatsächlich der Allgemeinheit (und nicht nur ihrem eigenen Geldbeutel, den Wunschträumen und ihrem Ehrgeiz) dienen. Aufgrund der gängigen Zuchtpraxis (z.B. Linienzucht) ist es eine ganz besonders dumme Idee, wenn jeder in seinem Gärtchen sein eigenes Süppchen, pardon, sein Sippchen, kocht.

    In Anbetracht dessen, was ein zu geringes oder nicht vorhandenes Wissen über Populationsgenetik innerhalb einer Hunderasse und (In-)Zucht im Allgemeinen anrichten kann, ist es bei der Auswahl eines Welpen also völlig schnuppe, ob der Züchter den Welpen ein buntes Bällchenbad zur Verfügung gestellt hat, das Tier mit 8 oder 12 Wochen abgibt oder seine Welpen im Internet hübsch präsentiert.

  • Der Großpudel wird aber doch schon lange nicht mehr auf die Gebrauchsfähigkeit selektiert. In Deutschland darf man ausserdem keinen Großpudel zur Jagd einsetzen, so viel ich weiß. Weshalb also, sollte der Großpudel als Jagdgebrauchshund gezählt werden?
    IST der durchschnittliche Großpudel überhaut noch dazu geeignet, als wirklicher Jagdgebrauchshund zu arbeiten? Dafür kenne ich zu wenig Großpudel.


    Da ich erst auf Seite 112 mit Nachlesen bin, antworte ich jetzt doch mal, obwohl vermutlich die Antwort schon kam.

    JA - es gibt genügend Grosspudel, die heute noch jagdlich geführt werden.

    In den USA gibt es viele. Es gibt dort auch einige Züchter, die nur mit Hunden mit Jagdleistungsprüfung züchten. Oder zumindest einen Teil der Hund mit Jagdleistungsprüfung haben.


    Bibelot's Silver Power Play


    Ich liebe dieses Foto ;). Ist zwar für dieses Foto gestellt - was aber nicht gestellt ist, ist die Tatsache, dass dieser Rüde so ziemlich jeden Jagdleistungstitel errungen hat, den es in USA und Canada zu erringen gibt.

    Und was ebenfalls nicht gestellt ist, dass dieser Rüde tatsächlich jagdlich geführt wurde.

    Er stammt aus einer Zucht, in der fast alle Zuchthunde Jagdleistungsprüfungen hatten. Inzwischen nicht mehr alle, aber irgendwelche Ausbildungskennzeichen haben fast alle.


    Dann gibt es in den USA eine ganze Reihe Züchter, die (fast) ausschliesslich auf Jagdleistung züchten:

    - Tudorose
    - Louter Creek
    - Harmony
    - Lakeland (wobei die nur sehr sporadisch einen Wurf machen, wenn überhaupt jemals wieder)

    Das sind jetzt nur mal ein paar.

    Der "Poodle Club of America" - kurz PCA - hält jedes Jahr seine "National Speciality Show" ab - ebenfalls kurz PCA genannt (muss man aus dem Kontext entscheiden, was gemeint ist).
    Diese PCA fängt inzwischen Freitag an und geht bis zum folgenden Freitag, also tatsächlich 8 Tage. Wobei Freitag bis Sonntag die Leistungsprüfungen in Tracking (Fährte), Retriever Hunting Tests und Upland Certificate Test dran sind.
    Montag dann Agility, Dienstag Obedience und Rally Obedience
    Mittwoch - Freitag Ausstellung - Mittwoch die Rüden, Donnerstag die Hündinnen, Freitag dann die ganzen "Best of Variety, Show" usw und die Zuchtgruppen etc.

    Im übrigen hat der Poodle Club of America eine extra "Hunt Class" für Pudel, die jagdlich geführt werden.

    OK - um dieses Event herum sind noch alle möglichen anderen Veranstaltungen - eine ganze Reihe Vorträge über Zucht, Gesundheit usw.

    Eine Parade der Pudel mit Show- oder Leistungs-Championtitel. Und auch eine Parade der Pudel, die über die PCA Nothilfe vermittelt wurden.

  • Wohl kaum (einzelne Ausnahmen mag es geben). Zudem besteht hier wenig Bedarf nach einem reinen Apportierhund. Aber das Haupthindernis ist die mangelnde Selektion auf jagdliche Anlagen - bisschen apportieren reicht da nicht.
    Ich erinnere mich an eine Diskussion in einem Jagdhundeforum zum Pudelpointer. Für einen Zuchtversuch hatte man mal passend jagdlich veranlagte GP gesucht. Trotz internationaler Suche war das wohl eine sehr frustrierende Sache, man ist auf Glückstreffer angewiesen.


    Sooooo international kann die Suche nicht gewesen sein.
    Kann natürlich auch sein, dass die Amerikaner/Kanadier ihre Hunde nicht verkaufen wollten - die sind da ziemlich rigoros. Und verlangen gesalzene Preise für Hunde mit "full registration".

  • In NRW kann doch jeder Hund, der Jagdhundähnlich aussieht auch ausgebildet werden, also auch Mischlinge aus zwei Rassen oder Hunde ohne Papiere, das dürfte dann doch auch für den Pudel gelten.

  • Doodles braucht man nicht
    Doodles sind sinnfrei
    Doodles sind generell zu teuer
    Doodles sind nur falsche Werbeversprechen
    Doodles sind grundsätzlich nur von Menschen produziert, die wild zwei Hunde mixen und keine Ahnung von Nix haben
    ach ja und die Namen sind ja sowieso alle albern...

    Doodles braucht man auch nicht. Denn der Begriff Doodle wird hier leider auch gerade von Dir mal eben als Oberbegriff für jeden Hund genannt, wo irgendwie Pudel reingemixt wurde. Es ist für mich ein himmelweiter Unterschied, ob jemand über Doodle redet oder gezielte Anpaarungen bestimmter Rassen. Sprich differenziert, daß der Labradoodle komplett anders ist als ein Aussiedoodle, Schnoddle, Puggle oder wie sie nur alle heissen. Ich für mich würde sagen, daß ein vernünftig gezüchteter Labradoodle durch aus Sinn machen kann und man da einen tollen alltagstauglichen Hund bekommt (nicht selbsterziehend ;) ). Vorausgesetzt, das ganze wird mit Sinn und Verstand angegangen. Aber wenn ich Labradoodle gut finden heisst es noch lange nicht, daß ich "Doodle" sprich Pudelmischlinge sämtlicher Kombinationsmöglichkeiten gut finde. Das ist für mich ein himmelweiter Unterschied.

  • Nochmal: Ein Hund, der nicht gesund ist (dazu gehört auch, kleine Schwächen gut kompensieren zu können!) wird NIEMALS dauerhafte Arbeit leisten.

    Aber nimm doch z.b. mal DM (Laboklin schreibt dazu: Die canine degenerative Myelopathie (DM) ist eine schwere neurodegenerative Erkrankung mit spätem Beginn ungefähr ab dem 8. Lebensjahr.) Unter dem VDH gezüchtete holländische Herder werden darauf getestet (in der Satzung des HSCD dazu steht, daß DM/DM Träger von der Zucht ausgeschlossen sind). Bei der Xer Zucht würde man ihn einsetzen. Für mich sind das Sachen, die man schon mit in Zuchtüberlegungen einbeziehen sollte und im Vorfeld testen. Zumindest wenn ich keine Nachkommen möchte, die mir in den ersten Jahren alles an Prüfungen abräumen, was nur geht und dann mit 7 - 8 Jahren kommt dann der Hammer.

  • Natürlich ist dann die Frühverpaarung wie sie gern bei den Gesellschaftshunden betrieben wird, Essig.
    Aber mit 6, 7 Jahren zeigt sich beim Leistungshund schon, was da gesundheitlich dahintersteht.
    Da kann man dann aber eben nicht aus der Hündin ab dem zweiten Lebensjahr jährlich einen Wurf rausschinden.

    Würde der Zucht ohnehin mal guttun, wenn man sich wieder auf die älteren Hunde besinnen würde und die Tiere nicht mit 6 Jahren aus der Zucht nimmt, weil sie da ja schon genug Nachwuchs produziert haben...
    Gesundheitlich wäre ein späterer Zuchteinstieg bei allen Rassen wünschenswert.


    DANKE!!!!!!

    Das sehe ich auch so.

    Meine Kleine ist jetzt 4, ich überlege mir jetzt dann einen Wurf zu machen. Jetzt kann man wirklich sagen, sie ist im Kopf erwachsen geworden.

    Eine Halbschwester von ihr wurde bereits bei der ersten Läufigkeit nach Erreichen des Mindestalters für die Zucht gedeckt- sie war da noch keine 20 Monate.

    Was ich erschreckend finde - DAS wird völlig normal angesehen.

    Wenn ich mir überlege, meine 4jährige Hündin zum ersten Mal decken zu lassen kommt "ist sie da nicht schon was zu alt dafür"?

  • In NRW kann doch jeder Hund, der Jagdhundähnlich aussieht auch ausgebildet werden, also auch Mischlinge aus zwei Rassen oder Hunde ohne Papiere, das dürfte dann doch auch für den Pudel gelten.

    Das ist falsch... Entweder der Hund ist JGHV anerkannt oder er hat ein Gutachten, dass er phänotypisch einer dieser Rassen entspricht. Dieses Gutachten muss dann vom Spezialzuchtrichter der jeweiligen Rasse sein.

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