Umgang mit Schutz- und Wachtrieb
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Meine Hunde haben auch Wach - und Schutztrieb.
Mexx ist von sich aus eher freundlich. Aber dann auch wieder ein Johnny Controlletti und hat sich manchmal selbst nicht so im Griff. Allerdings alles im Rahmen und gut lenkbar.
Felia ist souveräner und ernster. Ich würde niemanden empfehlen, unsere Wohnung ohne uns zu betreten. Der käme vielleicht rein, aber so schnell nicht mehr raus. Sie würde sicher auch handeln und nach vorn gehen. Sie würde mich verteidigen. Mexx versucht das zwar auch, wäre aber überfordert. Aber mit ihr gemeinsam würde er auch jeden Einbrecher stellen.
Felia und Mexx kooperieren eh viel und sie würde ihm da schon klar machen, was er nun bitte tun soll.Sind wir dabei, bellt Felia erst kurz und freut sich dann aber über bekannte Freunde, ignoriert Fremde (und erwartet das im Umkehr bitte auch von den Fremden) und entspannt sich.
Mexx kommentiert auch und freut sich dann einen Ast ab, egal ob Freund oder fremd.Beide dürfen Fremde melden und auch wachen. Einzige Bedingung ist eben, dass sie auf meine Ansage Ruhe geben und Nachbarn sollen auch umkommentiert vorbei können.
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Das hätte ich schreiben können hihi. Wir haben auch Territorialverhalten (nach der Hitze schlimmer als in der Ruhephase) Da duldet sie fremde Hunde (und vorallem die Erzfeinde) nicht so ohne weiteres in ihrem Heimatgebiet.
Da kann die echt pöbelig werden. So ein wahnsinns Menschenfreund ist sie auch nicht, aber nachdem ich den Menschen abgecheckt hab und ihr das zeige, ists meist gut.Smilla pöbelt zum Glück gar nicht, aber in ihr Revier darf niemand eindringen, das ist ihr Heiligtum. Schlimmer wird das Schutzverhalten nachts allerdings nicht, für sie macht es keinen Unterschied, welche Tageszeit ist oder wo wir uns aufhalten. Sie lässt sich leider auch nicht bestechen und achtet nicht darauf, wie ich den Menschen finde, aber sie hat gelernt, sich draußen zurückzuhalten und Menschen, außer im Notfall, zu ignorieren.
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Dazu muss aber echt bedacht werden, dass sie nach der Hitze und während der Scheinschwangerschaft etwas territorialer ist.
Sonst ist das nicht so das große Ding. Dann motzt sie nicht (außer der Erzfeind kommt zu dicht!)Sie ist halt in dieser Zeit einfach deutlich reaktiver - mal gut dass das nur relativ kurze Phasen sind.
Aber aufpassen tut sie immer
mein kleiner Chaoshund. -
Fin ist ein ganz freundlicher Hund, wenn er mit Mensch in Menschenmengen ist oder mit Mensch im Garten. Da kann ich über den Zaun z.B. mit jedem x-beliebigem klönen und er läßt sich streicheln, freut sich, etc.
Liegt er im Garten, ich auf der Terrasse oder in der Küche (Tür zur Terrasse) sieht das schon ganz anders aus. Da darf jeder unbehelligt den Zaun passieren. Aber nicht an den Zaun herantreten, drüber greifen oder beim Nachbarn die Fenster putzen und solche Sachen. Am Zaun macht er dann auch keinen Unterschied mehr, ob fremd oder bekannt. Er hält Abstand zum Zaun, läßt sich nicht locken und verbellt ernst (den Unterschied hört man gut). Komme ich dazu und löse das auf, weil Nachbarin z.B. irgendwas will, dann ist das Thema durch und er ist wieder ganz der freundliche Hund.
Das ist für mich absolut in Ordnung, das darf er, das soll er.Unterwegs mit wenig Passantenaufkommen (also Wald oder wenn wir in den frühen Morgenstunden arbeiten), reagiert Fin so ab 20m Radius. Anfangs hat er nicht nur verbellt, sondern ist auch noch einige Schritte auf den vermeintlichen Feind zugelaufen. Das darf er nicht. Er darf tagsüber im Wald präsentieren (seine Körperhaltung ändert sich dann sehr deutlich - so "Brust raus, Bauch rein", Rute eher waagerecht) und an meiner Seite sein, mehr nicht. Auch hier ändert sich sein Verhalten sofort, wenn ich mit dem Menschen freundlich spreche oder sowas. Dann kümmert ihn das nicht mehr und er geht schnüffeln oder sowas.
Bei der Arbeit ist es dunkel und ich kann nicht so gut sehen, ob da irgendwo wer rumschleicht. Da darf er kurz anzeigen und tut das auch. Sein Radius ist dabei größer, das sind dann eher schon 50m. Er darf nicht näher laufen und den armen Kerl da festnageln, wohl aber weiter beobachten und Präsenz zeigen. Anfangs mußte ich das mit der Schleppleine absichern. Leute, die wir ganz regelmäßig bei der Arbeit treffen, gehören inzwischen dazu, die sind uninteressant.Mir ist das ganz recht so. Überfallene Zeitungszusteller gibts immer mal wieder. Ich muß ja nicht dazu gehören.
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Mein erster Hund, ein Foxterrier, hatte auch Schutztrieb. Das ganze war echt angenehm und einfach zu händeln. Der Kerl war draußen super souverän, ihn hat nix aus der Ruhe gebracht, nur im "Ernstfall" war er da. Er hat aber auch auf Geräusche von mir reagiert - ein Beispiel: Er saß bei mir auf dem Schoß, meine Oma meinte mich kitzeln zu müssen, ich quietsche im Effekt, Rocky beißt ihr in den Finger.

Diego ist da ein ganz anderes Kaliber. In seiner Kindheit/Jugend (bei uns ist er mit einem Jahr ca. eingezogen) muss irgendwas gewaltig schief gelaufen sein, so dass er sein Vertrauen in die Menschen komplett verloren hat. Alle Fremden werden erst mal misstrauisch beäugt, nach dem kennen lernen sind die meisten Menschen dann ok für ihn, aber draußen ist das eher schwierig. Er bringt auch Schutz- und Wachtrieb mit und dadurch dass er kein Vertrauen in Fremde hat, hatten wir damit echt zu kämpfen.
Am Anfang hat er auch Familienmitglieder verbellt, die nur kurz den Raum verlassen hatten. Und jeder Fremde auf der Straße wurde verbellt.
Mittlerweile (Diego wird jetzt sechs) ist er schon ziemlich souverän geworden. Wenn er Fremde seltsam findet, dann zeigt er Präsenz. Das heißt er baut sich auf, im Extremfall fängt er dann auch tiiief an zu grollen. Schon sehr beeindruckend! Normale Passanten werden idR ignoriert.
Zum Wachtrieb. Bei ungewohnten Geräuschen bzw. wenn fremde Menschen am Grundstück vorbei laufen, dann schlägt er an. Das ist auch ok, da er nicht Dauer kläfft, sondern nur kurz bellt. Am Anfang hat er halt jeden Nachbarn verbellt, der vorbei ging, das ist nach dem halben Jahr ca., was wir schon im Haus wohnen, schon wirklich besser geworden. Ich denke, dass er bald verstanden hat, dass die das dürfen.

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Luna würde mich nicht beschützen,sie würde einem Fremden,der ihr unheimlich ist umgehen.Wenn ein Fremder mich überfällt,würde sie ihm noch die Hand abschlabbern und mit mir weitergehen,oder sich das ganze mit großem Abstand anschauen.SDas Haus bewacht sie auch nicht
Calvin macht sich groß,wenn uns ein ihm unheimlicher Mensch entgegen kommt oder hinter uns ist.Schaut und bellt,er lässt sich aber gut davon abbringen.Geräusche im Garten werden gemeldet durch ein leises Wuff.Ich denke,im ernstfall würde er auch verteidigen. Wenn es klingelt ist er auch immer dabei,aber man kann es bei ihm wie schon geschrieben gut steuern.
Leyla hat einen starken Schutz und Wachtrieb.Der Hund würde mich verteidigen ganz sicher.Fremde werden,egal ob Frau oder Mann erst einmal kritisch von der Ferne begutachtet.Sie meldet die Leute bereits,bevor ich sie gesehen habe.Damit kann ich ehrlich gesagt nicht umgehen,sie ist in solchen Situationen auch nicht ansprech/ablenkbar.Ich kann das tollste Leckerlie dabei haben,das ist ihr egal.Mittlerweile lasse ich sie einfach machen oder weiche aus.Sie spürt natürlich meine Nervosität,die innere Unruhe überträgt sich auf sie.Ich habe ihr das nicht beigebracht und ihr Verhalten wirkt auf andere Menschen abschreckend.Aufgrund ihrer Größe weichen sie uns auch ab und zu aus.Wenn ich lieber alleine gehen möchte,ist das ganz praktisch.
Zuhause kommt es vor,das sie plötzlich knurrt und aus dem Fenster starrt,obwohl nichts zu sehen ist.Mit dem Bellen ist es genauso,es kommt aus dem Nichts,einfach so.Zumindest haben wir nichts gesehen.Entweder hat der Fremde die Flucht ergriffen,oder es war irgendein Tier.Wohnen am Waldrand und Tiere verlaufen sich ab und zu mal in den Garten.Der Postbote wird angebellt,eigentlich wird alles sichtbare angebellt oder angeknurrt.
Ich persönlich brauche weder Schutz noch Wachtrieb,es wäre so entspannter und für mich Erholung -
Ich mag den Wachtrieb bei Pino. Er ist aber auch sonst ein total kuscheliger Hund und hat überhaupt kein Problem mit Fremden. Ganz im Gegenteil. Der Labbi schlägt da voll durch
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Ausnahme ist nur, wenn jemand das Grundstück betritt und von uns ist keiner in der Nähe. Aber mehr wie solange bellen, bis einer aus der Familie ums Eck kommt, macht er dann auch nicht.
Wenn wir sowieso mit ihm draussen sind, bellt er gar nicht. Es sei denn wir sind ausser Sicht. Aber das darf und soll er. Ich bin mit den Kindern oft ganz alleine im Haus und wir wohnen recht abgeschieden.
Der Schutztrieb hat mich in einer Situation wirklich mal gerettet.
Da sprang morgens im Wald ein Mann hinter mir aus dem Gebüsch (mit Kapuze im Gesicht). Ich hatte panische Angst und Pino hat sofort reagiert. Er stand direkt vor mir und hat den Typ extrem böse angeknurrt, den Kopf gesenkt gehalten und ihn fixiert. Ich glaube er hätte sofort zugebissen, wenn der Kerl nur einen cm in meine Richtung gezuckt hätte. Der Typ ist dann umgedreht und weggelaufen. Pino blieb den Rest des Weges ganz dicht bei mir und war extrem wachsam. Da war ich so dankbar, das ich ihn hatte und er mich beschützt hat. Keine Ahnung was dieser komische Mensch vorhatte.
Ich mag Hunde mit Schutz-und Wachtrieb und sie sollten das auch in einem passenden Rahmen “leben“ dürfen. Aber ich finde auch das man mit den Hunden unbedingt an der kontrollierbarkeit arbeiten muss und sollte. Einfach laufen lassen würde ich das nie. -
Ich vermute das meiste was hier beschrieben wird ist einfach ganz normal und hat nichts mit ausgeprägtem wach oder Schutz trieb zu tun. Eben einfach typisch Hund.
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Ich vermute das meiste was hier beschrieben wird ist einfach ganz normal und hat nichts mit ausgeprägtem wach oder Schutz trieb zu tun. Eben einfach typisch Hund.
ich versteh nicht so ganz, was du damit meinst?
was genau ist denn typisch hund?
ich würde behaupten jagdtrieb ist auch typisch hund, trotzdem gibts zig verschiedene ausprägungen und intensitäten
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Ich würde schon sagen, dass Milo eine ordentliche Portion Schutz- und Wachtrieb mitbekommen hat, die durch seine Unsicherheiten aber auch ein bisschen "entartet" ist.
Mittlerweile können wir zwar auch durch Menschenmengen gehen, wenn mich aber jemand plötzlich anspricht und ich mich erschrecke, geht er nach vorne (zum Glück nur mehr bellend/knurrend...). Allgemein ist sein Verhalten stark von meiner Stimmung abhängig. Bin ich selbst unsicher, geht er viel schneller nach vorne bzw fängt zumindest schneller an zu grummeln, als wenn ich ihm selbstbewusst signalisiere, dass ich die Situation im Griff habe. Ist für mich als unsichere Person nicht sehr leicht, aber mittlerweile klappt es draußen eigentlich ganz gut.
Besuch ist mit Milo auch ein Thema. Vor allem wenn fremde Personen in die Wohnung kommen, war es schwierig, Milo davon zu überzeugen, dass er nicht entscheiden muss, wer bei uns hineingeht. Würde man ihn "einfach machen lassen" würde er wohl jeden Stellen und vermutlich Schnappen, der bei uns ins Haus kommt. (Also leider nicht nur Gekläffe ohne was dahinter...
)
Auch ist er mit fremden Menschen in der näheren Umgebung unseres Hauses deutlich angespannter als in weiter entfernten Gebieten.
Ist Milo alleine Zuhause und jemand kommt, der ihm noch nicht zu 100% bekannt ist (zb die Nachbarn, die ihn netterweise kurz rauslassen wollten
), verhält er sich scheinbar so, dass er auch erwachsenen Männern Angst einjagt und diese in die Flucht schlägt 
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