Hund entscheiden lassen

  • Nein, musst Du nicht, denn Emma darf schon zeigen, dass es ihr nicht gefällt, von Fremden angefasst zu werden und ein Hund hat nun mal keine andere Möglichkeit, seinen Unmut kund zu tun.

    Ja, das denke ich mir eben, wie viele anderen hier, auch!

  • Meine Hunde müssen sich von keinem anfassen lassen, wenn sie das nicht wollen. Ich würde niemals die Kommunikation verbieten. So ein Exemplar, dem beigebracht wurde sich nicht zu äußern und "es" zu akzeptieren habe ich hier sitzen. Der steigt direkt beim Beißen ein. Und, weil man ihm das Schnappen auch noch wegtrainiert hat, meine ich mit Beißen das, bei dem Blut fließt. Ich habe diesem Hund beigebracht wieder die Teile dazwischen zu zeigen und reagiere mittels loben und Distanzvergrößerung zum "Objekt". Allerdings sitzt das so tief, dass er, wenn es zu schnell geht, ins alte Muster fällt ... mit dem würde ich daher niemals irgendwo sitzen, wo ich nicht den absoluten Überblick habe und kein "Fluchtweg" für uns offen ist.

    Hunde haben ein Recht auf Wahrung ihrer Individualdistanz.

    Ja, genau vor sowas habe ich Angst, das sie so wird, wie dein Zeus.

  • Das wäre ja noch schöner wenn ich meinen Hund nicht mehr ins Café mitnehmen kann, nur weil jemand Dummes ihn ungefragt streicheln könnte... Würde ich nicht einsehen.

    Ich würde den Hund nach Möglichkeit so platzieren, dass andere Gäste nicht hinkommen. Solange er nur knurrt, würde ich auch keinen Maulkorb drauf machen. Wobei... wenn ein MK drauf ist, will sicherlich keiner mehr streicheln... :D

  • Ich seh das auch so wie die Mehrheit hier: Der Hund hat Bescheid gesagt, dass er in Ruhe gelassen werden möchte, und das ist zu respektieren.
    Mit Spuk hatte ich mal eine weitgehend ähnliche Situation: Er pennte im Zug unter meinem Sitz, als ein Kleinkind (von seiner Mutter geschickt, wie sich später rausstellte) mehrere Sitzreihen hinter uns unter die Sitze kroch und hinter meinem Rücken auf den Spuk zu robbte. Unter den Sitzen. Ich hätte das nie im Leben gesehen, aber Spuk schon, er erhob sich halb und bellte zweimal. Kind heulte, Mutter war empört über meinen bösen Hund, aber ich hab ihm gesagt, dass er das gut gemacht hat. Was hätte er auch tun sollen? Ein Fax schicken wohl kaum.
    Solange mein Hund nicht körperlich wird, sondern über Lautäußerungen seinen Unmut darüber kundtut, dass jemand ihn einfach so antatschen will, bin ich ganz und gar auf seiner Seite.

    Du brauchst keine Angst zu haben, dass dein Hund ein prophylaktischer Beißer wird, denn du kennst ihn und gehst auf seine Bedürfnisse ein. Solange du in einer ähnlichen Situation nicht maßregelst, wird er wissen: Aha, sie hat verstanden, dass ich das nicht will, und übernimmt dann, indem sie den Aufdringling wegschickt. ;)

  • Ich würde den Hund nach Möglichkeit so platzieren, dass andere Gäste nicht hinkommen. Solange er nur knurrt, würde ich auch keinen Maulkorb drauf machen. Wobei... wenn ein MK drauf ist, will sicherlich keiner mehr streicheln... :D

    Da man heute froh sein kann, wenn man überhaupt noch einen Hund irgendwo mit hinnehmen kann, sollte man dafür sorgen, dass er NICHT knurrt (warum auch immer) und wenn er das doch tut, sollte man den Hund, alleine schon in eigenem Interesse, so sichern, dass nichts passieren kann.

    Und richtig, so ein Maulkorb sorgt auch ggfs. dafür, dass niemand an den Hund ungefragt ran geht. Quasi eine Win-Win-Situation :smile:

  • Hallo,

    das hier tut mir hier etwas weh.
    Ich hab da son nen Kampfkuschler, den ich eher davon abhalten muss, jedem Mensch zu nahe zu kommen. (Das mag dann auch nicht jeder Mensch).
    Über die Oma im Cafe hätte der sich sehr gefreut und - die Oma hätte sich auch sicher sehr darüber gefreut, so nen netten Hund zu treffen.
    Worüber hier geredet wird ist , meiner Ansicht nach, über Hunde die nicht so gut sozialisiert sind ( oder eben : alltagstauglich )
    Ich hatte bisher nur einen Hund der einen anderen Mensch anknurrte - und das war eine ganz besondere Situation !
    Ich find es etwas traurig, das darüber diskutiert wird, warum mein Hund knurrt und wer dafür schuld hat und eigentlich ist der andere schuld oder etwa nicht ?

    LG Ramona

  • Ich kann das mal von der anderen Seite beschreiben - ich habe Hunde, die am liebsten JEDEN Menschen ungefragt begrüssen würden.

    Der Grosse kann dass inzwischen sehr gut, er schaut die Leute interessiert an und wartet ab, ob sie eine Kontaktaufnahme möchten. Wenn nicht, reagiert er garnicht, ignoriert fremde Menschen, wenn ja, lässt er sich auch gerne von fremden Leuten durchkraulen und betüdeln. War aber ein Stück arbeit, dass so hinzubekommen.

    Die kleine würde immer noch am liebsten jeden begrüssen, immer, überall, mit anspringen, auf den Rücken schmeissen, das ganze Programm. Leider finden die Leute dass bei ihrer Grösse und dem freundlichen Verhalten fast immer niedlich - und sie muss lernen, dass es trotzdem nicht ungefragt erlaubt ist.

    Und es wird aber normalerweise kein Nicht- hundebesitzer in einem Café gerne von einem überschwenglichen Hund angesprungen, der ihm ungefragt fast auf den Schoss springt und gleich noch fragt, ob er die Kekse vom Tisch haben könnte. Ich hab es getestet.. :ops: Also finde ich muss auch jeder akzeptieren wenn ein Hund andersherum nicht ungefragt begrabbelt werden möchte !!

    Wenn meine beiden kontaktfreundlichen Exemplare mal tatsächlich zurückhaltend sind -(bei dem Grossen gelegentlich bei grösseren Gruppen von sehr kleinen Mädchen, wir sind manchmal bei Grundschulkindern in der Nähe,bei der Kleinen eher spontan irgendeine Situation, die ihr Angst macht ) dürfen sie dass natürlich !!
    Klare Regel - meine Hunde müssen fragen, ob Kontakt erwünscht ist - und die Menschen auch. Das kläre ich dann auch für sie.

    Lg, Elzbeth

  • Worüber hier geredet wird ist , meiner Ansicht nach, über Hunde die nicht so gut sozialisiert sind ( oder eben : alltagstauglich )

    Nur weil ein Hund nicht gerne von fremden Menschen angefasst wird und das dann knurrenderweise mitteilt, ist er noch lange nicht schlecht sozialisiert.

    Meine beiden sind z.B. ziemliche 1-Personen-Hunde, die mögen fremde Leute nicht direkt "am Pelz hängen" haben, das ist ihnen unangenehm. Und ich find's prima, dass sie das rechtzeitg durch Knurren mitteilen, dann bekommen wenigstens alle Beteiligten mit, dass der Hund das bescheuert findet und man kann entsprechend reagieren/eingreifen.

    Ins Café, den Biergarten u.ä. kommen sie übrigens trotzdem mit und sind auch sonst 'alltagstauglich' ;) – wobei das ja ein weiter Begriff ist, so je nach persönlichem Alltag...

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!